Bad Laer

SoVD Bad Laer und Glandorf gemeinsam

Die SoVD Ortsverbände Bad Laer und Glandorf treffen sich am Freitag 31. August, 15:30 Uhr gemeinsam im Konferenzraum im „Maria Elisabeth Haus“ in der Elisabethstraße in Bad Laer. Neben der kurzen Vorstellung über die Entwicklung des Hauses das Lebensmittelpunkt und Zuhause für erwachsene Frauen und Männer mit einer geistigen und / oder mehrfachen Behinderung ist, wollen die beiden Ortsverbände ihre eigenen Entwicklungen und Perspektiven besprechen.

Da ist mehr Nähe und Gemeinsamkeit angesagt, sind sich die Verbandsvorsitzenden Heidi Sülthaus und Theodor Gerdes einig. Zudem, will der Sozialverband auch neue Themen aufgreifen. Wir wollen die Grundlinie guter Nachbarschaft in den Kommunen erhalten, so die beiden Kreisvertreter Hanna Nauber und Gerd Groskurt, die dieses Gespräch begleiten. Das spricht allerdings nicht gegen eine größere Öffnung des SoVD. Vor diesem Hintergrund sind Interessierte herzlich willkommen.

Raus aus der Billigdienstleistungsökonomie

SoVD Hauptversammlung: „gut gelaufen und abgeklatscht“

Mit vielen vorgegebenen Regularien durchlief die Hauptversammlung des SoVD im Ortsverband Bad Laer unter der Leitung von Heidi Sülthaus, einschließlich des vorgelegten Berichts von Schatzmeister Manfred Nielsen, ohne Beanstandungen. Anerkennend klatschte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt die Vorsitzende zum Ende der Veranstaltung ab (Bild) und dankte im Namen des Kreisvorstands für die geleistete Arbeit.

In einem kurzen Referat stellte der Kreisvorsitzende eine Aufgabe im Sozialverband Deutschland (SoVD) für den gesellschaftspolitischen Bereich vor. „Es geht darum die Realität im Blick zu behalten und die wirtschaftlichen Gegebenheiten vom Kopf auf die Füße zu stellen“, so der Kreisvorsitzende wörtlich. Die Aufmerksamkeit mit der die über die „Industrie 4.0“ geredet wird, müssen wir dringend für die Perspektiven von Erziehern, Altenpflegern und anderen Dienstleistern einfordern. Weil diesem Wirtschaftssektor der entsprechende Glamour fehlt, wird das nur wenig thematisiert. Allein in diesem Segment werden mehr Menschen eine Beschäftigung finden als in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Es geht dabei nicht um die Beschäftigten alleine, sondern auch um unsere Lebensqualität, die unserer Eltern und Kinder. Die Beschäftigten kritisieren seit Jahren schlechte Bezahlung und Personalknappheit. Unser Bruttoinlandsprodukt wird schon seit längerer Zeit wesentlich über den Dienstleistungsarbeitsbereich erwirtschaftet. Es ist dringend notwendig daraus Konsequenzen zu ziehen. Eine Billigdienstleistungsökonomie –mit unzähligen Minijobs - wird unsere Gesellschaft teuer zu stehen kommen und zum Schluss über eine schlechte Alterssicherung bei der Finanzierung durch den Steuerzahler landen. Es wäre ein wirksamer Beitrag gegen die Spaltung der Gesellschaft, eine gute und solide Dienstleistungsbeschäftigung zu schaffen, mit denen die Beschäftigten langfristig ihre Existenz sichern könnten, so der SoVD in einer Mitteilung.