Voltlage

Veränderungen und Anpassungen bleiben notwendig

SoVD eröffnet 100-Jahr Ausstellung in Voltlage

Schon unsere Väter und Mütter kannten den Satz: „ Recht haben und Recht kriegen sind zweierlei Dinge“. Vor diesem Hintergrund ist der Reichsbund und später der Sozialverband Deutschland (SoVD) ein wichtiger Stützpfeiler für die Menschen im Umgang mit Behörden, Institutionen und in Gerichtsverfahren geworden. Diese Säule die für viele Menschen in schwierigen Lebensphasen eine wichtige Hilfe war und ist wollen wir erhalten, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt auf der Ausstellungeröffnung zum 100sten Jubiläum des SoVD für den Raum Bersenbrück im Sitzungssaal der Gemeinde Voltlage. Der SoVD wird im nächsten Jahr – neben seinem Eintreten für gesellschaftliche Ziele - ganz besonders Aktionen und Projekte vorantreiben die in einer immer anonymer werdenden Gesellschaft den SoVD als Stelle guter Nachbarschaft herausstellt. Auf diesen Aspekt der Verbandsarbeit für immerhin rund 9 000 Mitglieder in der ganzen Region Osnabrück verwies auch der Ortsverbandsvorsitzende Josef Stagge in seiner Eröffnungsrede. „Wenn es den Verband nicht geben würde - so der Vorsitzende wörtlich - müsste man ihn erfinden“.

Bürgermeister Norbert Trame und die Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay dankten in ihren Grußworten dem Sozialverband, in dem mit vielen Vorsitzenden und Interessierten aus dem Bereich Bersenbrück voll besetzten Sitzungssaal der Gemeinde, für die aufopferungsvolle ehrenamtliche Arbeit. Beide stellten das große Spektrum der Verbandsarbeit des SoVD heraus. Das Engagement für Teilhabe und Gerechtigkeit braucht weiter intensive Unterstützung, das hilft uns allen und bleibt auch weiterhin notwendig so die Bürgermeister übereinstimmend.

Hauptversammlung im SoVD-Voltlage

Sozialverband Deutschland / Ortsverband Voltlage sucht Verstärkung

Unter der Leitung des Ortsverbandsvorsitzenden Josef Stagge steuerte die SoVD-Mitgliederversammlung Voltlage gekonnt durch die Jahreshauptversammlung die mit Berichten über die bisherige Arbeit bis hin zu Kassen- und Revisionsberichten, sowie dem Geschäftsbericht über die Vorstandsarbeit einige Zeit in Anspruch nahm.

Unter den Gesichtspunkten sich den gesellschaftspolitischen Problemen mit mehr „Schlagkraft“ widmen zu können berichtete Josef Stagge auch über die vielen Angebote des Sozialverbands auf Kreisebene.

Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt warb in einem Beitrag für eine verstärkte Koordination in Regionen über mehrere Ortsverbände hinaus. Da müssen Themen aufgegriffen werden, die sinnvoll von mehreren Ortsverbänden zusammen bearbeitet werden sollten. Allein die Themen: Pflege, Gesundheit und Inklusion sind dafür herausgehobene Beispiele, die auch in unseren Beratungsbüros wesentliche Schwerpunkte sind. Im Bundesteilhabegesetz ist die Barrierefreiheit für Bundesbehörden festgelegt und dann sind ähnliche Vorschriften für unser tagtägliches Umfeld nicht durchzusetzen gewesen. Jetzt sollten wir nicht anfangen die Barrierefreiheit für Ortsteile zu zerlegen. Wer beispielsweise in Voltlage mit seinem Rollstuhl in den Bus steigt, will in Bramsche auch barrierefrei wieder aussteigen können.

Bei der Durchsicht des jetzt vorgestellten „Zweiten Teilhabeberichtes der Bundesregierung“ ist mir ganz besonders das  Kapitelthema „Gefühl fehlender Gesellschaft“ aufgefallen. Dazu gehört Ausgeschlossen sein, aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dazu zu gehören, und das Thema Einsamkeit, generell. Da sollte es uns nicht trösten, dass wir das auf dem Lande in den Dörfern und kleinen Orten vielleicht noch nicht so dramatisch spüren, wie in den Ballungszentren, so der Kreisvorsitzende wörtlich. Wenn wir denn unseren Auftrag als Sozialverband ernst nehmen wollen, müssen im SoVD alle Türen und Fenster weit offen stehen, zum Teilnehmen, zum Mitwirken und zum Wohlfühlen. Und genau da, ist unser Fundament für eine offene Arbeit in der großen SoVD-Familie, wo wir Nachbarn und Mitbewohner sind“, so der Kreisvorsitzende abschließend.