Aktuelles aus dem Kreisverband

Statt leckeren Bienenstich kleine Fläschchen Wildblumensamen

Dr. Ansgar Erpenbeck: Bienen und andere Bestäuber sind enorm wertvoll

In einem Treffen der Osnabrücker SoVD-Ortsverbände berichtete der Vorsitzende des Osnabrücker Imkervereins viel über das Produkt „Bienenhonig“ mit seinen Klassifizierungen, Geschmacksausrichtungen und Qualitäten. In einen interessanten Vortrag brachte er sowohl die geschichtliche Entwicklung, wie auch die  gegenwärtigen Lebensbedingungen in ein interessantes Gespräch ein. Die dabei aufgeführten Leistungen von Bienen und deren herausragende Bedeutung für die Erträge und die Entwicklung von Nutz- und Zierpflanzen, stellte er ganz besonders heraus. „Der wirtschaftliche Wert der Arbeit, die Bienen und andere Bestäuber leisten, wird allein in Europa auf 22 Milliarden Euro geschätzt“, so der Referent wörtlich.

Mit Bemerkung über die Pflege, den Gefährdungen und der Entwicklung von Bienen in einer hochentwickelten Gesellschaft wurde auch das Thema „Intensivlandwirtschaft“ und weitere „Versiegelung Freiflächen“ diskutiert. Wobei ein besonderer Punkt die Verwendung von Chemikalien war.

Eingang In die Diskussion fand auch das Thema Wildbienen und die Entwicklung von Insekten. Der SoVD, der zuerst geplant hatte, allen Teilnehmern ein Stück leckeren „Bienenstich“ anzubieten, entschied sich in den Vorbereitungsgesprächen davon Abstand zu nehmen und schenkte jedem Teilnehmer eine kleine Glasflasche gefüllt mit Wildblumensamen. Mit dem besonderen Dank an Dr. Ansgar Erpenbeck verband der SoVD Kreisvorsitzende die Bitte an die Teilnehmer, mit der Aussaat einen kleinen Beitrag zu kleinen Blütenoasen zu schaffen und damit neuen Lebensraum für Insekten und Bienen zu schaffen.

„Woche des Sehens“ mobilisiert ein Osnabrücker Vereinsbündnis

Keine öffentlichen Mittel für E-Fahrzeuge ohne Warngeräusch!

Mit einer Protestaktion fordert der Regionalverein Osnabrück im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. mit dem Sozialverband Deutschland in der Region Osnabrück Stadt und Land und dem Behindertenforum Osnabrück, dem Seniorenbeirat Osnabrück, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club alle öffentlichen Stellen auf, Hybrid- und Elektrofahrzeuge nur dann anzuschaffen, wenn sie mit einem Warngeräusch ausgestattet sind.

Die „Großbeschaffer“ sollen so ihrer Verantwortung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden gerecht werden. Die Aktionsgemeinschaft beteiligt sich damit in Osnabrück an den bundesweiten Protestaktionen in der Woche des Sehens.

Lautlose Elektrofahrzeuge stellen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Laut Gesetz müssen deshalb alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ab Juli 2021 ein Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) haben. Jedes Fahrzeug, das bis dahin ohne AVAS auf die Straßen kommt oder bereits dort unterwegs ist, wird jedoch dauerhaft lautlos fahren und so zu einem gefährlichen Mischverkehr aus hörbaren und lautlosen Autos führen, so ein Flugblatt der Aktionsgemeinschaft.

Im Interesse der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer fordern sie deshalb:

  • alle Elektrofahrzeuge, wie Busse des ÖPNV oder Dienstfahrzeuge etc., müssen mit einem AVAS ausgestattet werden
  • Die bereits angeschafften Fahrzeuge müssen mit einem AVAS nachgerüstet werden.
  • Ein AVAS muss zwingendes Zuschlagskriterium bei der Vergabe von Aufträgen sein, zum Beispiel beim Abschluss von Leasingverträgen.

Hintergrundinformationen

 „Nach vorne schauen“ ist das Thema der diesjährigen „Woche des Sehens“ mit einer Aufklärungskampagne, die vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. Die Partner und Veranstalter der Woche des Sehens machen bundesweit mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam.

Weitere Informationen unter: https://www.woche-des-sehens.de/

Tagung der Arbeitsgemeinschaft SoVD Ortsverbände im Altkreis Bersenbrück

Am 19. September 2019 trafen sich die Delegierten der Ortsverbände zum gemeinsamen Austausch untereinander und mit dem Kreisverband Osnabrücker Land. Im Hotel-Gasthof Hilker in Bersenbrück fand die Veranstaltung im angemessenen Rahmen statt.

Im Anschluss an die formellen Tagesordnungspunkte, wie z.B. Eröffnung und Begrüßung der Anwesenden gab der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt Informationen aus der aktuellen Arbeit des Kreisverbandes und einen Ausblick auf die Aktivitäten im Jahr 2020. Im Einzelnen ging er auf das dieses Jahr bestimmende Thema „100jähriges Jubiläum Kreisverband Osnabrücker Land“ ein. In diesem Zusammenhang berichtete er über die umfangreiche Recherche in Archiven der Tageszeitung, die organisatorische Vorbereitung der Feier am 27.09.2019 und die Geschichte des Kreisverbandes.

Thema war auch das Projekt „SoVD Zukunftswerkstatt“. Der SoVD in Niedersachsen will die Bekämpfung von Armut zum Thema einer neuen landesweiten Kampagne machen. Um Impulse dafür zu gewinnen, lädt Niedersachsens größter Sozialverband zu einer öffentlichen Zukunftswerkstatt in Hannover ein. Motto: „Damit es für alle reicht – Ihre Vision gegen Armut“.

Groskurt ging auch auf das Aktuelle Geschehen in der Gesundheitspolitik ein. Er thematisierte die jüngste Entscheidung des Bundesausschusses Gesundheit, die Fruchtwasseruntersuchung zur Diagnose von Trisomie 21 (Down-Syndrom) zukünftig zur Kassenleistung zur erklären. Für Ihn stellt sich die Frage wo die Pränataldiagnostik zukünftig limitiert werden kann. Wo sollen die Grenzen für die Selektion welcher Fötus leben darf und welcher nicht gezogen werden? Wo findet sich der Mensch als Patient in dieser modernen, hochtechnisierten Gesundheitsmaschinerie wieder? Auch ging er auf die „Zwei-Klassen-Medizin“ in Deutschland ein. Ist der derzeitige Zustand des Gesundheitswesens hinnehmbar? Der Sozialverband Deutschland setzt sich auch hier für die Rechte seiner Mitglieder ein.

Viele Ortsverbände stehen jetzt vor der Aufgabe ihre Gemeinnützigkeit vor dem Finanzamt neu zu dokumentieren. Es wird empfohlen, im dafür notwendigen Tätigkeitsbericht, vor allem Aktivitäten mit sozialem Schwerpunkt anzuführen. Groskurt wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass dieser Bericht keine Formvorgabe hat. Er kann als Liste, als Bericht in Textform oder ausführlich erstellt werden. Auf Wunsch können die Verantwortlichen auch einen Muster-Tätigkeitsbereich beim Kreisverband erhalten.

Für Initiativen und Projekte der Ortsverbände können beim Kreisverband bis zum 02.10.2019 Mittel des Landesverbands beantragt werden. Beispiele hierfür sind Verbandsjubiläen, Nachbarschaftsbroschüren etc.

Es wurde diskutiert wie man in den Ortsverbänden Mitglieder für die Vorstandsarbeit gewinnen kann. Eine Patentlösung wurde nicht gefunden. Möglichkeit bietet hier ein Begrüßungsschreiben an neue Mitglieder oder ein Treffen in Eigeninitiative der OV.

Im ersten Quartal 2020 soll im Medienforum Bersenbrück eine EDV-Schulung für Schriftführer und Öffentlichkeitsarbeit stattfinden. Ziel ist es den Verantwortlichen das nötige Knowhow zu vermitteln um ihre Arbeit so erfolgreich wie möglich zu gestalten.

Am 18.10.2019 findet im Gasthaus Kortlüke in Vehrte ein Seminar des Landesverbands zum Thema Datenschutz in der Vorstandsarbeit statt. Gerd Groskurt bat die Anwesenden darum, dass von jedem Ortsverband Vorstandsmitglieder teilnehmen, da diese Schulung basierend auf der neuen Europäischen Datenschutzgrundverordnung vorgeschrieben ist.

In der Vergangenheit wurden die Ortsvorstände mit Beschwerden bezüglich der Erreichbarkeit der Beratungsbüros in der Region belastet. Hierzu ist anzumerken, dass weder Ortsverbände noch der Kreisverband den Büros gegenüber arbeitsrechtlich weisungsbefugt sind. Auf Initiative des Landesverbands wurde ein Versuch mit einem Callcenter in Braunschweig durchgeführt. Rückblickend mit guten bis sehr guten Erfahrungen betreffend die Kompetenz der Mitarbeiter und deren Erreichbarkeit. Dieser Versuch soll nun aus dem Modellstatus zu einer permanenten Lösung umgestaltet werden die landesweit eingerichtet werden soll.

„Keine öffentlichen Mittel für E-Fahrzeuge ohne Warngeräusch!“ - Protestaktion auch in Osnabrück

Mit einer Protestaktion fordert der Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen gemeinsam mit seinen Partnern alle öffentlichen Stellen auf, Hybrid- und Elektrofahrzeuge nur dann anzuschaffen, wenn sie mit einem Warngeräusch ausgestattet sind! Auch der Fahrzeugbestand muss entsprechend nachgerüstet werden. Gemeint sind Verwaltungen, Betriebe und Dienststellen des Landes, der Landkreise und Kommunen. Die „Großbeschaffer“ sollen so ihrer Verantwortung für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden gerecht werden. Der Regionalverein Osnabrück im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V. beteiligt sich damit an den bundesweiten Protestaktionen in der Woche des Sehens.

Die Aktion in Osnabrück findet am 15.10.2019 um 12:00 Uhr vor dem Rathaus statt.

Lautlose Elektrofahrzeuge stellen für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Laut Gesetz müssen deshalb alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge ab Juli 2021 ein Acoustic Vehicle Alerting System (AVAS) haben. Jedes Fahrzeug, das bis dahin ohne AVAS auf die Straßen kommt oder bereits dort unterwegs ist, wird jedoch dauerhaft lautlos fahren und so zu einem gefährlichen Mischverkehr aus hörbaren und lautlosen Autos beitragen.

Im Interesse der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer fordern deshalb der Regionalverein Osnabrück im Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e.V., das Behindertenforum Osnabrück, der Seniorenbeirat Osnabrück, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Kreisverband Osnabrück sowie der Sozialverband Deutschland KV Region Osnabrück Stadt und Land von öffentlichen Stellen in Osnabrück:

Alle Elektrofahrzeuge, wie Busse des ÖPNV oder Dienstfahrzeuge etc., müssen mit einem AVAS ausgestattet werden.

Die bereits angeschafften Fahrzeuge müssen mit einem AVAS nachgerüstet werden.

Ein AVAS muss zwingendes Zuschlagskriterium bei der Vergabe von Aufträgen sein, zum Beispiel beim Abschluss von Leasingverträgen.

Hintergrundinformationen

„Nach vorne schauen“ ist das Thema der diesjährigen „Woche des Sehens“ mit einer Aufklärungskampagne, die vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. Die Partner und Veranstalter der Woche des Sehens machen bundesweit mit vielfältigen Aktionen auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern aufmerksam.

Weitere Informationen unter https://www.woche-des-sehens.de/

Der SovD Kreisverband Osnabrück unterstützt die Protestaktion und lädt seine Mitglieder zur Teilnahme ein.

SoVD Informiert über Förderung von altersgerechten Umbau

Für das Modellprogramm „Gemeinschaftlich Wohnen, selbstbestimmt leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, können noch bis zum Jahresende Anträge gestellt werden, teil der SoVD in einer Meldung mit. Ein Schwerpunkt hierbei ist die Förderung von baulichen Maßnahmen an Gemeinschaftsräumen, die als Treffpunkte und als Begegnungsstätten genutzt werden. Auch Angebote von Tagespflegeeinrichtungen oder durch ambulante Pflegedienste lassen sich dort gestalten.

Über das Programm „Altersgerecht umbauen“ der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können entsprechende Maßnahmen in Form eines zinsgünstigen Bankkredits oder eines Zuschusses aus Bundesmitteln, die nicht zurückgezahlt werden müssen, gefördert werden.

Anträge hierauf können Privatpersonen sowie Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Wohnungseigentümerschaften stellen. Alternativ dazu können private Eigentümer und Mieter einen nicht rückzahlbaren Zuschuss bis zu 5.000 Euro erhalten, wenn sie Gemeinschaftsräume in bestehenden Wohngebäuden einrichten. Einzelheiten über die drei Förderkategorien sind im Internet unter: www.wohnprogramm.fgw-ev.de/ zu erfahren.

 

Datenschutz: Was muss ich wissen? Worauf muss ich achten?

Der Umgang mit den persönlichen Daten von Mitgliedern ist ein sehr aktuelles und seit den neuen Datenschutzvorschriften auch ein sehr sensibles Thema. Der SoVD greift deshalb dieses Thema sehr gewissenhaft auf. In einer Schulungsmaßnahme für Vorstände und interessierte Mitglieder lädt der SoVD zu Freitag, 18. Oktober 2019, 14 Uhr in das Gasthaus Kortlüke nach Belm/Vehrte, Venner Str. 5 ein.

Wir sind durch die Aufsichtsbehörde (der Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen) aufgefordert, in regelmäßigen Abständen  unsere ehrenamtlichen Funktionsträger/-innen über die gesetzlichen Rahmenvorgaben zu informieren, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Als Referentin haben wir Vera Nolting (betriebliche Datenschutzbeauftragte des SoVD Landesverbandes Niedersachsen e.V.) gewinnen können. Das wird uns helfen, so das für die Organisation zuständige Kreisvorstandsmitglied Horst Dwenger in konkreten Bedarfsfelder unserer Organisation zu bewegen.

Der SoVD bittet um eine Anmeldung bis zum  14. Oktober. Tel: 0541/ 350 540 oder per Mail an die Anschrift: info(at)sovd-osnabruecker-land.de

Einladungsschreiben zum Download

Bankvorsorgevollmacht – Wie, warum und wofür?

SoVD: Treffen soll Sicherheit für eine überlegte Entscheidung geben

Das Leben ist nicht immer bis in alle Details planbar, so der Sozialverband Deutschland (SoVD). Umso wichtiger ist es, für Notfälle oder unvorhersehbare Umstände entsprechende Vorsorgen zu treffen.

Mit einer Bankvorsorgevollmacht kann eine Vertrauensperson Ihre Konten betreuen. Allerdings gilt es beim Erstellen einer solchen Vollmacht auf einige Dinge achten.

Mit einem Experten der Volksbank Osnabrück e.G. sollen wichtige Details besprochen und praktische Tipps zur Bankvollmacht ausgetauscht werden. Wie soll oder muss so eine Vorsorgevollmacht ausgestaltet sein, damit sie mit Erteilung auch sofort wirksam wird? Wie funktioniert so eine Vollmacht, ist sie umfassend oder kann man auch gewisse Einschränkungen vereinbaren? Kann ich die Vereinbarung auch widerrufen?

„Ich bin sicher“, so der SoVD Vorsitzende Gerd Groskurt, „dieses Treffen wird viele Fragen beantworten und vielen mit neuen Erkenntnissen auch die nötige Sicherheit geben, eine überlegte Entscheidung zu treffen.“

Termin ist: Montag, 28. Oktober 2019, 16:30 Uhr, Volksbank Osnabrück e.G., Osnabrück, Johannisstr. 32/33 (Treffpunkt ist der Haupteingang vor der Bank).

SoVD-Hinweis für Mitbürger mit ausländischen Wurzeln

Mit einem kleinen Hinweiszettel mit abtrennbaren Angaben geht der Arbeitskreis Migration in die nächste Aktionsrunde.

Ismail Özpolat und Gerd Groskurt (Bild) haben dabei auf schon lange existierende Idee zurückgegriffen, die sich in vielen Einkaufsläden und im Zugangsbereich von Treffpunkten befinden.

In deutscher und türkischer Sprache wird auf das Hilfs- und Informationsangebot des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) in der Osnabrücker Beratungsstelle am Goethering 3, hingewiesen. Interessierte können sich einen kleinen Hinweisabschnitt abtrennen und dann zuhause in Ruhe eine Beratungssituation überdenken.

Lange, so die beiden Kreisvorstandsmitglieder, schien uns der Weg diese Mitmenschen zu erreichen undurchführbar. In diesem besonderen Fall waren Regionalmedien, die diese Bevölkerungsgruppe erreichen, nicht vorhanden.

Angebracht werden sollen diese Zettel in den nächsten Wochen in Geschäften oder Aufenthaltsräumen, die in besonderem Maße von Mitmenschen mit türkischen Wurzeln frequentiert werden.

Zudem wollten wir auch sicherstellen, dass im Fall von Sprachproblemen eine Unterstützung von unserer Seite angeboten werden kann. In diesen besonderen Situationen wird Ismail Özpolat sich an einem Vormittag im Monat als begleitende Gesprächsperson zur Verfügung stellen.

Auf der nächsten Sitzung des SoVD Arbeitskreises Migration Ende November kann man sich, so Ismail Özpolat wörtlich, vielleicht schon über erste Reaktionen unterhalten. Dann soll auch überlegt werden, ob dieses System auch für andere Gruppen übertragbar ist.

Der Abreißzettel zum Herunterladen und Ausdrucken

Kraftwerk sozialer Gerechtigkeit

Den Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region gibt es seit 100 Jahren

Der Sozialverband Deutschland in der Region Osnabrück Stadt und Land ist in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Damit steht der SoVD für ein ganzes Jahrhundert mit seinem Einsatz für soziale Sicherheit und mehr soziale Gerechtigkeit. Während dieser Zeit haben wir die Menschen in der Region durch Höhen und auch durch so manche Tiefen begleitet, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Und die aktuell rund 9.000 SoVD-Mitglieder schufen über die Jahre nicht nur einen starken und lebendigen Verband, dessen Leben in den Vorträgen zur Jubiläumsfeier in vielen Facetten aufblitzte, sondern auch Beratungsstellen in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück, die im letzten Jahr einen Betrag von über 1 Millionen Euro für ihre Mitglieder an Sofortzahlungen und viele Verbesserungen in Einsprüchen und Verfahren geltend machen konnten.

Dieter Hebner als Vertreter des Landesvorstandes stellte in seinem Grußwort den geschichtlichen Rahmen des SoVD und früheren Reichsbundes her. In vielen Hinweisen untermauerte er besonders die sozialpolitische Arbeit und die vielen Initiativen des SoVD, die für die Mitmenschen wichtige soziale Fortschritte gebracht haben. Aktuell verwies er auf eine parallel stattfindende Arbeitstagung zum Thema Armut, der sich der SoVD im Schwerpunkt jetzt intensiv widmen will.

In ihren Grußworten nahmen die stellv. Landrätin Christiane Rottmann und der Landtagsabgeordnete Burghard Jasper diese Anmerkungen auf und würdigten die Arbeit des Sozialverbandes mit dem Wunsch, sich weiter so nachdrücklich für die Interessen der Menschen hier in der Region mit der konkreten Beratung und in den gesellschaftlichen Entwicklungen einzubringen.

Unsere Geschichte vor Ort

Günter Eggelmeyer stellte in seinem Bericht der örtlichen Organisation besonders die Anfänge des Reichsbundes und die organisatorische Entwicklung der vielen Ortsverbände dar, die hier unter den Verhältnissen und der Aufbauarbeit in Folge zweier Weltkriege nicht immer einfach waren. In diesem Zusammenhang wurde auch die Konstituierung eines Ältestenbeirats thematisiert, die bei den notwendigen Veränderungen und Anpassungen als eine Brücke und ein Beratungsgremium im SoVD den Kontakt mit unseren Wurzeln sicherstellt.

Hanna Nauber stellte nachfolgend ganz besonders das Thema 100 Jahre Frauen im Sozialverband vor. Dabei verwies sie insbesondere auf die heute kaum noch vorstellbaren Vorbehalte für die damalige Eingliederung von Frauen in die Vorstandsarbeit des Reichsbundes. Insgesamt fasste sie die auch heute noch nicht abgeschlossene Gleichberechtigung von Frauen zusammen und konkretisierte das an vielen Beispielen, die weiter ein großes Engagement von Frauen erfordere. Wir lassen uns nicht einreden, dass die Gleichberechtigung durch „abwarten“ ganz von alleine kommt. Nichts ist uns quasi auf dem „Silbertablett“ geschenkt worden. Vieles haben wir in kleinen Schritten hart erkämpfen müssen, so die Kreisfrauenbeauftragte.

Mit Requisiten band der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt in seinem Vortrag die Darstellung der Verbandsarbeit des SoVD in der Region ab. Teilweise führte das zu Beiträgen, die die Versammlungsteilnehmer zum Schmunzeln brachte. Überwiegend stellten diese Gegenstände allerdings Meilensteine der Verbandsarbeit in der Osnabrücker Region dar. Ein original Reichsbund Flugblatt aus dem Jahr 1932, das den Kampf gegen den aufkommenden Nationalsozialismus dokumentierte, wie auch ein einfaches Protokollbuch, das auf 185 Seiten die „normale Verbandsarbeit“ repräsentierte, gehörten zu diesen Darstellungen. Es ist schon deutlich so der Kreisvorsitzende, das wir mit unserer Arbeit eine Familie in einer großen Reichsbund-Familie waren. Vielleicht haben wir uns die gesellschaftlichen Treffen und Zusammenkünfte zu schnell ausreden lassen und sehr viel in die Vorgaben von Satzungen und Vorschriften investiert, fasste Gerd Groskurt diesen Teil seiner Ausführungen unter dem Beifall von 170 Gästen aus rund 50 Ortsverbänden zusammen.

An der Zukunft ausgerichtet, die an den Wänden mit vielen Aktionsbeispielen dokumentiert waren, wurden Bersenbrück Gehrde, Wehrendorf-Bad Essen und Osnabrück-Wüste die Auszeichnung als „Vier Sterne“ Ortsverbände für hervorragende Arbeit mit einer Urkunde und einem entsprechenden finanziellen Betrag übergeben.

Erich Kuttner Erinnerungsstein

Die stellv. Landrätin Christiane Rottmann und der stellv. Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge übernahmen für die herausragende Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Landkreises und die intensive Jugendarbeit der Kriegsgräberfürsorge den vom Kreisverband für die Jubiläumsfeierlichkeiten extra geschaffenen „Erich Kuttner Erinnerungsstein“. Erich Kuttner unser Gründer in Berlin im Jahr 1917 hat nicht nur die Unmenschlichkeit des Krieges sondern auch persönlich, als Verfolgter, die Zeit der Nazi-Diktatur erlebt. Nach der Machtübernahme durch die Nazis flüchtet er nach Amsterdam. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1940 wurde er dort verhaftet, ins KZ Mauthausen verbracht und dort 1942 ermordet.

Tiefgründiges „Dinner für Drei“

Mit einem Theaterstück stellte Hannelore Buls (Mitglied im SoVD Landesfrauenrat) ein Essen mit drei Personen vor. Tiefgründig und erhellend wurden über die Zeit mit drei Personen die verschiedenen Mahlzeiten und der Zusammenhang mit dem Zeitgeist die dazugehörigen Sprüche und Gepflogenheiten vorgestellt. Viele der Formulierungen und Hinweise lösten Nachdenklichkeiten und eigene Erinnerungen über verschiedene Zeitbereiche aus.

Abschließend lud der SoVD Kreisverband zu einem Essen aus der Gründerzeit ein. Ein Steckrübeneintopf - in der Gründerzeit um 1918/19 in den Steckrübenwintern, als „Bismarck-Knolle“ bezeichnet - gab einer geschichtsreichen Versammlung einen Abschluss.

In seinem Schlusswort forderte der Kreisvorsitzende noch einmal auf, den SoVD als „Kraftwerk der sozialen Gerechtigkeit“ weiter voranzubringen.

Was brauchen die Bienen?

Was gefährdet sie und was sagt das über den Zustand unsere Umwelt aus? Dieser Frage wird der Referent: Dr. Ansgar Erpenbeck (Vorsitzender des Imkervereins Osnabrück) nachgehen.

Bei uns brummt und summt es leider immer seltener, so der SoVD in einer Einladung. Unsere Städte sind stark zugebaut und nicht jeder Garten bietet Bienen und Hummeln Futterquellen. Zudem sind unsere Felder extrem bewirtschaftet schreiben die Ortsverbände in der Stadt Osnabrück in einer Einladung für Mitglieder und Interessierte.

Ein bisschen mehr über dieses Thema zu erfahren und über diese Fragen zu diskutieren, dazu lädt der SoVD zu Mittwoch, 16. Oktober 2019, 16:00 Uhr in die Vereinsgaststätte Treffpunkt in Osnabrück an die Bramscher Straße 83 herzlich ein.

Gesetzentwurf sieht Eigenständigkeit des Medizinischen Dienstes vor

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) soll organisatorisch von den Krankenkassen abgekoppelt werden. Das sieht ein vorgelegtes Reformgesetz der Bundesregierung vor. Bisher sind die MDK's als Arbeitsgemeinschaften der Krankenkassen organisiert und sollen künftig eine eigenständige Körperschaft "Medizinischer Dienst" (MD) werden. Mit der Novelle soll die Unabhängigkeit der MDK gestärkt werden

Der MDK befasst sich unter anderem mit der Pflegebegutachtung, entscheidet über die Pflegebedürftigkeit und prüft außerdem die Qualitätsstandards in Pflegeeinrichtungen. Die Eingruppierung der Pflegegrade ist bisher ein erhebliches Aufgabenfeld in der SoVD-Beratung, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. In den von uns beanstandeten Fällen werden gut ein Drittel der Beurteilungen verändert. Dabei unterstellen wir nicht unbedingt bösen Willen aber eine Trennung von den Krankenkassen ist der richtige Schritt. Wir haben zudem schon mehrere Male auf die dringende Verbesserungen der Personalstärke Hingewiesen. Nach unserer Einschätzung wegen des entstehenden Zeitdrucks eine der größten Fehlerquellen. Wenn die Novelle die Unabhängigkeit stärkt ist das auch in unserem Sinne, stellt der SoVD-Vorsitzende fest. In die Verwaltungsräte der Medizinischen Dienste sollen Vertreter von Patienten,  Pflegebedürftigen, Verbrauchern, Ärzten und Pflegeberufen entsandt werden.

Ein heikles Thema wird auch die Beteiligung bei der Unterstützung in Verdachtsfällen bei Behandlungsfehlern sein. Der Gesetzentwurf sieht auch mehr Transparenz bei den Abrechnungen der Krankenhäuser vor.

Nun warten wir mal ab, wie der Entwurf bei den unterschiedlichsten Interessenlagen durch die Beratung in den Gremien des Bundestages geht und welche Änderungen vorgeschlagen werden.

In einem Brief fordert der Kreisverband den Landesverband auf  in jedem Fall die Beratungen auch im Detail zu begleiten und die Interessen des SoVD mit einzubringen. Ich gehe davon aus, so der Kreisvorsitzende, dass wir auf unserer Bundeskonferenz im November schon erste Einschätzungen vorgelegt bekommen.

Videomitschnitt der "Plattenkiste" jetzt online

SoVD Osnabrück mit Aktion "Besuch auf vier Pfoten" gestaltet die Sendung Plattenkiste von NDR 1 Niedersachsen

Viel zu erzählen gab es in der Sendung „Plattenkiste“ bei NDR 1 Niedersachsen. Am 26. September zwischen 12 und 13 Uhr unterhielten sich Swen Paatsch, Clemens Wottke und Gerd Groskurt mit Moderatorin Martina Gilica über die Arbeit des Sozialverbandes Deutschland in Osnabrück mit der Aktion "Besuch auf vier Pfoten". Die Hunde-Besuchsgruppe wird von Gerd Groskurt organisiert. Die Idee kam vor gut zwei Jahren zur Sprache. Eigentlich sollte jemand für eine ältere Dame gefunden werden, die ihr Tier nicht ins Altenheim mitnehmen konnte. Wenn sie den Hund nicht mitnehmen kann, dann sollte doch ein Besuch möglich sein. Hundebesitzer sind kommunikativ, erklärt Gerd Groskurt. Einfach war es nicht am Anfang, denn die Besuchenden mussten Zeit haben - und für Berufstätige passt es nicht immer, schon am Nachmittag ins Altenheim zu gehen.

Clemens Wottke war mit seiner 8jährigen "Lilly", einem Labrator-Retriever, von Anfang an dabei, auf Vorschlag der Tochter - denn als "Opa" hat er mehr Zeit als sie. Am letzten Montag im Monat zieht er gern los. Insgesamt vier Hunde mit Besitzern wechseln sich mit den Besuchen ab. "Die älteren Herrschaften sitzen im Kreis", berichtet er, und dann kommt der Star "Lilly" zur Freude aller als erste in den Raum. Die Heimbewohner bekommen ein Leckerli von ihm, das sie Lilly geben können. Er zeigt ihnen, wie sanft und vorsichtig der Hund dabei ist. Die Enkel von Clemens Wottke haben mit Lilly geübt, so dass sie auf diverse Kommandos reagiert: Platz, Sitz, Tod - der Hund fällt seitwärts um, zum Leben kommt Lilly mit dem Kommando "Auf", sie gibt die Pfote auf Kommando, macht einen Knicks und sorgt so für große Freude. Es gibt auch traurige Momente, wenn sich beispielsweise eine demenzkranke Patientin an ihre Zeit mit ihren eigenen Hunden erinnert.

Die Bewohner haben so Lebensqualität in dieser Stunde mit Tieren gewonnen, erklärt Swen Paatsch. Auch Einzelbetreuung durch zwei Hunde wird angeboten. Beide sind Tiere, die auch nonverbale Kommunikation akzeptieren. Als Ergotherapeut weiß Paatsch wie auch sein Kollege, wie wichtig diese Arbeit ist und wie viel Freude neben dem Nutzen die Tiere ins Heim bringen. Eine Bewohnerin hat ein altes Foto auf dem Nachtisch - und wenn dann der Hund zu Besuch ist, erinnert sie sich an Dinge, die sie einst in Schlesien erlebt hat. So wird die Biografie lebendig für ihre Besucher. Auch die Bewegungsfähigkeit wird neben den sozialen Fähigkeiten gefördert. Ein älterer Herr im Rollstuhl wäre beinah aufgestanden, nur um den Hund zu streicheln - und alle waren erstaunt, wie weit er sich plötzlich bewegen konnte.

Wer einen Hund hat und Interesse daran, ebenfalls solche Besuche zu machen, sollte Folgendes wissen: Gerd Groskurt weist darauf hin, dass das Tier wesensstark und friedlich sein muss, es muss gern mit Menschen arbeiten und sich anfassen und streicheln lassen. Auch miteinander müssen die drei oder vier Hunde auskommen. Jeden 1. Donnerstag treffen sich die Hundebesitzer im Café am Rubbenbruchee und reden miteinander. Auch bei der Heilpädagogischen Hilfe in Osnabrück gehen die Hundebesitzer in eine Einrichtung, sie sind ebenso dankbar wie die Bewohner für diese Chance, mehr Lebensqualität für alle zu erreichen.

Schutz der Paketboten

Hauptunternehmer wird für Sozialversicherungsbetrug von Subunternehmen haftbar gemacht

Viele von uns genießen die Vorteile eines Versandhandels der in diesem Jahr rund 3,7 Milliarden Paketsendungen erwartet. Viele beanspruchen ihn oder sind auf die Vorteile des Versandhandels angewiesen. Es kann eben nicht jeder durch die Straßengeschäfte schlendern und sich entsprechende Wünsche erfüllen. Manchmal fehlt es an Zeit, manchmal lebt man ohne praktikable öffentliche Verkehrsanbindung in abgelegenen Bereichen. Den einen oder anderen machen auch körperliche Einschränkungen zu schaffen oder man will eine Sache haben, die so überhaupt nicht transportierbar ist.

Natürlich gehe ich als älterer Verbraucher, so der SoVD Kreisvorsitzende lieber in ein Geschäft und sehe oder fühle was ich einkaufen will. Auch wilde Parksituationen in  den Straßen stören mich schon erheblich. Nach entsprechenden Berichten finde ich das Paketboten Schutzgesetz als eine notwendige gesetzliche Entwicklung. Es stellt sicher, dass Sozialversicherungsbeiträge für Paketboten auch durch Subunternehmen abgeführt werden, indem der Auftrag gebende Hauptunternehmer im Falle von Sozialversicherungsbetrug haftbar gemacht werden kann. Dieser Beschluss, ist wichtig, um Altersarmut vorzubeugen. Wir alle genießen die Vorteile des Versandhandels und bestellen gerne Waren im Internet. Wichtig finde ich eine schnelle Beschlussfassung damit die gesetzliche Regelung noch vor dem Weihnachtsgeschäft in Kraft treten kann.

 

Gut beraten?

Stiftung Warentest lobt Rentenberatung des SoVD

Laut der Stiftung Warentest ist die Arbeit der Deutschen Rentenversicherung lediglich "ausreichend". In ihrer neuen Ausgabe von „Finanztest“ hat sich die Stiftung Warentest mit der Beratung der Deutschen Rentenversicherung beschäftigt. Ihr Ergebnis: Die Berater ermittelten viel zu selten das Gesamtrenteneinkommen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge und gaben Rat zum Ausbau der Rentenansprüche. Als Note gab es lediglich ein „ausreichend“. Die Stiftung empfiehlt außerdem, zur Rentenberatung einen Sozialverband aufzusuchen.

Mit 55 Millionen Versicherten, davon 21 Millionen Rentner, ist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) für viele Menschen die erste Anlaufstelle, wenn es um die Altersversorgung geht. Die Stiftung Warentest hat mit 80 geschulten Testpersonen die Beratungsleistungen untersucht. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass die Berater nicht immer alle Ansprüche im Blick haben und eventuell eine drohende Rentenlücke übersehen.

Den Teilbereich „Lösen des Beratungsanliegens“ bewerteten die Tester deshalb mit mangelhaft. Insgesamt gab es für die Leistungen der DRV die Note „ausreichend“.

Obwohl es einen standardisierten Erfassungsbogen für verschiedene Rentenansprüche gibt, wurde dieser vor Ort nicht immer genutzt, so der Befund der Tester.

Das Fazit des Tests: Die Deutsche Rentenversicherung muss besser werden. Und wer mit der Beratung nicht zufrieden ist, sollte einen zweiten Termin vereinbaren oder sich an andere Stellen wenden. „Wenn es Probleme mit der Rentenversicherung selbst gibt, dass man etwa das Gefühl hat, es gibt Anwartschaften und die werden nicht richtig angerechnet – dann kann man sich auch an die Sozialverbände wenden“, sagt Warentesterin Katharina Henrich und verweist explizit auf den SoVD. Der Verband bietet für seine Mitglieder umfassende Sozialberatungen an und hilft vor Ort bei der Antragsstellung – zum Beispiel auch bei der Rente.

SoVD domonstriert für das Klima

Mehrere Tausend Menschen versammelten sich gestern vor dem Theaterplatz in Osnabrück, um für eine konsequente Klimapolitik zu demonstrieren. Junge Menschen machten nicht nur in Osnabrück, sondern weltweit auf den dringenden Handlungsbedarf aufmerksam, um die Grundlagen unserer Erde zu schützen.

Aber nicht nur Schüler bestritten diese Demonstration, viele Vereine und Initiativen, Jung und Alt beteiligten sich an dem Protest, an dem natürlich auch der SoVD teilnahm..

SoVD-Auszeichnung für Ostercappelns Bürgermeister Rainer Ellermann

Der SoVD-Kreisverband Region Osnabrück Stadt und Land und die Ortsverbände Ostercappeln, Venne und Hitzhausen sprachen auf der Gemeinde Ostercappeln für die Durchführung der Veranstaltung in Ostercappeln ihren besonderen Dank aus. Es tut gut, so die SoVD Vertreter, hier und heute einen Platz zu haben, an dem sich Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichsten Bereichen mit verschiedenen Ansichten für Demokratie und Toleranz einbringen können.

Als sichtbares Zeichen überreiche der SoVD für diese friedliche Möglichkeit Bürgermeister Ellermann den für das 100-jährige Jubiläum in der Region hergestellten „Erich Kuttner Erinnerungsstein“.  

Erich Kuttner war 1917 unser Gründer und hat nicht nur die Unmenschlichkeit des Krieges sondern auch persönlich- als Verfolgter - die Zeit der Nazi-Diktatur erlebt. Praktisch bis zu seinem Tod im KZ Mauthausen 1942.

Mit ein paar Worten erinnerte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bei der Übergabe des „Erinnerungssteins“ an den Gründer des Reichbundes (später SoVD) und seine demokratische und humane Einstellung.

Wenn er heute noch einmal etwas sagen könnte, was würde er sagen? Bestimmt würde er sagen, achtet auf das, was Jemand sagt und wie er es sagt. Sprache, Worte und Sätze gehen guten aber eben auch schlimmen Absichten voraus. Denkt an die Tage in der mit der Demokratie  die Menschlichkeit ausgerottet wurde, daran wie aus Humanität Nationalität und aus Nationalität Bestialität wurde.

Erinnert euch daran, dass am Wegrand dieser Demokratie und unserem geschaffenen Grundgesetz Millionen von erschlagenen, erschossenen, vergasten, zerprügelten, gefolterten und zermarterten Menschen liegen. Bewertet, dass es einen Parteivorsitzenden in Deutschland gibt – mit Wahlerfolgen im zweistelligen Prozentbereich – der diese Bestialität als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte bezeichnet.

Unserem Gründer hätte es gefallen, hier an dieser Stelle, zu diesem Anlass gemeinsam mit Menschen die die Demokratie und Menschenwürde achten und verteidigen, zu stehen.

SoVD Osnabrück Stadt und Land legt Gedenksteine auf den Johannisfriedhof nieder

In Anerkennung ihrer Aufbauarbeit und Dankbarkeit legten Vertreter der Osnabrücker SoVD Ortsverbände am Grab von Otto Plegge auf dem Johannisfriedhof, Erinnerungssteine mit 20 Namen und Funktionen aus der Gründungs- und Entwicklungsphase des Reichsbundes / SoVD nieder.

Der langjährige Reichsbundvorsitzende in der Region Osnabrück und die Weggefährten haben in schwierigen Zeiten, den Weg des heutigen SoVD vorbereitet und geprägt. Bis heute sind diese Grundzüge noch Verpflichtung und Maßstab für unsere Arbeit.

Aus dem Ortsverband Voxtrup wurden wie folgt geehrt:
Werner Bovenschulte Vorsitzender von 1962 bis 2001 und 30 Jahre im Kreisvorstand
Elsbeth Schäfer im Vorstand von 1954 bis 2008 und 30 Jahre im Kreisvorstand. Gründerin der Frauengruppe des SoVD Voxtrup.

Der SoVD hilft  Menschen heute noch mit einer sozialen Beratung in unseren Büros in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle. Wir setzen uns heute noch für die gesellschaftspolitische Berücksichtigung unserer Mitmenschen ein. Wir haben bis heute in der Region mit unseren fast 50 Ortsverbänden eine tiefe nachbarschaftliche Verwurzelung bei den Menschen.

 Zu unserem 100-jährigen Bestehen blickt der SoVD auf eine Tradition, die diese Menschen 1919 mit Engagement und Zielstrebigkeit begründet haben. Schon in seinen Gründerjahren hat der Reichsbund / SoVD neue Akzente aufgenommen und umgesetzt.

Angesichts der katastrophalen Gegebenheiten von Frauen und deren Kinder, die im oder nach dem Krieg plötzlich ohne einen Partner ihr Leben bestreiten mussten, wurde schon 1919 auf Bundesebene beschlossen, Frauen an der Verbandsarbeit in Vorstandsfunktionen zu beteiligen.

Bericht:  Dieter Weiss
Bilder:    Isabell Alfar

100-Jahr Feier des SoVD in der Region

Zum Essen lädt der SoVD zum Steckrübeneintopf ein

Mit einer Festveranstaltung am 27. September 2019 schließt der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück Stadt und Land sein Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen in der Region Osnabrück Stadt und Land ab. Die Einladungen werden in diesen Tagen an die Ortsverbände und weitere Gäste verschickt. Neben Gästen aus dem öffentlichen Leben sind aus den Ortsverbänden rund 160 Mitglieder eingeladen, die der Veranstaltung einen würdigen Rahmen geben sollen.

Die obligatorischen Programmpunkten, wie Grußworte und der geschichtlichen Darstellung der Arbeit und dem Wirken des Reichsbundes der seit 1999 die Bezeichnung Sozialverband Deutschland (SoVD) trägt, ist auch ein kleines Theaterstück vorgesehen. Allerdings, so der Vorsitzende Gerd Groskurt, soll auch die Zukunftsfähigkeit mit Ehrungen und Anerkennung für herausragendes Engagement seinen Platz auf unserer Jubilar Feier einen Platz haben.

Als Abschluss ist ein Gericht entsprechend der Gründerzeit vorgesehen. Ein Steckrübeneintopf soll eine weitere „Brücke“ in die Zeit unserer Gründung sein. In den „Hungerjahren“ während und nach dem I. Weltkrieg starben in Deutschland rund 800.000 Menschen an Mangelernährung. Zur damaligen Zeit war die „Steckrübe“ - mit dem Spitznamen „Hindenburgknolle“ - in unterschiedlichen Verarbeitungen für weite Kreise der Bevölkerung wichtigstes Nahrungsmittel.

SoVD und Öffentlichkeitsarbeit

Wer sich in dem gesellschaftspolitischen Umfeld bemerkbar machen will, muss nicht nur intern soziale Fragen diskutieren, sondern auch Mitmenschen an dieser Entwicklung teilhaben lassen. In einer demokratisch strukturierten Gesellschaft sind wir darauf angewiesen Vorschläge und Hinweise auch allgemein zur Diskussion zu stellen. Dafür sind neben den elektronischen Möglichkeiten immer noch die Printmedien eine grundsätzliche Voraussetzung, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, auf einer SoVD-Tagung mit dem „Thema Öffentlichkeitsarbeit“ befassten Vertretern der Ortsverbände.

Die Einschätzung des SoVD, dass viele der fast 40 Mitwirkenden aus ihren Kontakten, zu einer vorliegenden - sechs Seiten umfassenden Vorlage – praxisnahe Hinweise beisteuern konnten, erwies sich als überaus zutreffend. In einer lebendigen Diskussion wurden viele Anmerkungen für eine geplante Broschüre zusammengetragen. Diese, so die Protokollantin Marianne Stönner kann ein interessantes und hilfreiches Werk für die Ortsverbände werden, weil es sich sehr nahe an den praktischen Bedürfnissen orientiert.

UN-Behindertenrechtskonvention

SoVD: Das praktische Lebensumfeld dringend mit einbeziehen.

Heute wird die Bundesregierung das Parlament über den „zweiten und dritten Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen"  vorlegen. Wie darin ausgeführt wird, sind Bund und Länder gleichermaßen in der Verantwortung, das Übereinkommen zu verwirklichen und das deutsche Recht im Lichte der sogenannte UN-Behindertenrechtskonvention weiterzuentwickeln. Der Bund hat in einigen Bereichen Bundesregelungen erlassen, die zu einer einheitlichen Umsetzung der Konvention in den Ländern beitragen sollen.

So verfolgt beispielsweise das Bundesteilhabegesetz als "die zentrale sozialpolitische Reform der vergangenen Jahre das gemeinsame Ziel von Bund und Ländern, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern, die Personenzentrierung konsequent voranzutreiben und damit den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen", heißt es in der Vorlage. Auch die Behindertengleichstellungsgesetze von Bund und Ländern zielen auf die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft. Barrieren für und Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen sollten vermieden beziehungsweise weiter abgebaut werden.

Für den SoVD ist wichtig, so Gerd Groskurt, Hanna Nauber Günter Eggelmeyer und der neu gewählte Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt (v.l.n.r.) in einem Informationsaustausch übereinstimmend, dass über die Entwicklungen auch den praktischen Lebensraum einbeziehen.

Kein Griff in die „Vermutungskiste“

SoVD will Eindrücke finanzieller Pflegebelastung grundsätzlich aufarbeiten

Nach Ansicht des SoVD besteht ein großer Handlungsdruck, die Lage pflegender Angehöriger zu verbessern. "Wir sind alarmiert, denn die Zahl der pflegenden Angehörigen, die sich an uns wenden, steigt", so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Aus vielen Gesprächen in den vier SoVD-Beratungsstellen Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück wird deutlich, dass insbesondere die finanzielle Belastung pflegende Frauen in die Armut treibt.

Nun ist der Eindruck, den wir hier in der Region gewinnen erst einmal nur ein Ausschnitt. Wir stellen fest, dass sich immer mehr Angehörige wegen finanzieller Überforderung an seine Beratungsstellen wenden. Die häusliche Pflege eines Angehörigen bedeutet eine hohe Belastung und oft auch finanzielle Einschränkungen. Rund 2,5 Millionen Menschen pflegen hierzulande zu Hause ihre Angehörigen. Etwa zwei Drittel davon sind Frauen.

Wie sehr die Pflege von Angehörigen Betroffene herausfordert, zeigen auch die aktuellen Zahlen aus dem „Pflegereport“ der Barmer Krankenkasse. Dort gaben 85 Prozent der Befragten an, dass die Pflege ihren Alltag bestimmen würde. Die Hälfte kümmert sich demnach mehr als zwölf Stunden pro Tag um ein pflegebedürftiges Familienmitglied. Ein Viertel der Befragten äußerte, die Arbeitszeit reduziert oder den Beruf komplett aufgegeben zu haben.

Wir finden es gut, dass der SoVD, die Faktenlage jetzt grundsätzlich mit einem Gutachten klären will, so der SoVD Kreisvorsitzende  „Ein Griff in die Vermutungskiste“ ist in dieser komplizierten Gesamtlage und dem Wunsch, auch wirklich die Betroffenen zur erreichen, nicht der richtige Weg „zielgerichtete Maßnahmen“ einzufordern.

In der Nachbarschaft gut aufgehoben fühlen

SoVD stellt Zweitauflage der Broschüre zur Durchführung von Straßen- oder Stadtteilfesten in Osnabrück zur Verfügung

In acht ausgearbeitet Seiten fasst diese SoVD-Broschüre die Hauptfragen und viele Hinweise zur Durchführung eines Straßen- oder Stadtteilfestes zusammen. Dabei sind Hinweise auf „Normalitäten“ (Genehmigungen/ Strom / Wasser / Müll / Straßensperrung) aber auch Hinweise auf Versicherungen und Getränkeversorgung und Catering.

Als wir gehört haben, dass die erste Auflage ausgegangen ist, hat sich der SoVD kurz entschlossen zu einem Nachdruck entschieden Die kleine Handreichung ist jetzt wieder kostenlos in der städtischen Anlaufstelle „Bürgerengagement und Seniorenbüro“ in der Bierstraße 32 A und im Beratungsbüro des SoVD am Goethering 3 zu erhalten.

„Wir wollen denen helfen, die schon mal an so eine Aktion gedacht haben aber Anfang nicht gefunden haben. Wir wollen aber auch die oder den ermutigen, mal so eine Initiative zu starten“ fasst der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt den Wunsch des Sozialverbandes zusammen.

Entstanden ist diese Idee über zahlreiche Untersuchungen zum Thema „Vereinsamung“ in unserer Gesellschaft. Da etwas zu tun und sei es auch nur ein kleines Angebot zu starten, war für die mitwirkenden Ortsverbände Haste-Dodesheide, Hellern, Schinkel, Voxtrup keine Frage des „ob“ sondern nur noch eine Überlegung des „wie“.

Was kann man tun damit sich Alteingesessene und Zugezogene besser kennengelernt oder überhaupt erst kennengelernt. Dabei war die Überlegung Straßen- oder Stadtteilfeste anzuregen bzw. ein Leitfaden für die Durchführung zusammenzustellen eindeutiger Favorit.

SoVD Hundebesuchsgruppe trifft sich beim Grillen

Ob dieses von mehreren SoVD-Ortsverbänden begonnene Projekt“ Besuch auf vier Pfoten“ überhaupt Erfolg hat, war am Anfang für alle schwer einzuschätzen. Hundehalter, Heime und Einrichtungen und ganz besonders die Hunde selber mussten sich an die neue Aufgabe herantasten. Es sollte allen gut gehen, besonders den Hunden.

Mittlerweile läuft das Besuchsprogramm schon zwei Jahre. Hunde kommen zu Besuch im Seniorenheim und für ein bis zwei Stunden ändert sich dort die Welt. Die Tiere schaffen auf eine besondere Art „Nähe“ und bringen in vielen Situationen Erinnerungen an eigene Erlebnisse zurück. Auf jeden Fall vermitteln Hunde mit ihrem Wesen ehrliche Nähe, Vertrautheit, Trost und Freude. Mit besonderen Absprachen sind auch schon Zimmerbesuche bei Bettlägerigen ins Besuchsprogramm aufgenommen worden und als neue Herausforderung sind die Kontakte mit einer Einrichtung mit der Heilpädagogischen Hilfe umgesetzt worden.

Hundebesuchsaktion des SoVD in der NDR1-Plattenkiste

Zum 26 September 2019 hat die Plattenkiste im NDR1 die SoVD Gruppe „Besuch auf vier Pfoten“ eingeladen. "Leider dürfen die Hauptdarsteller – nämlich die Hunde - nicht ins NDR Studio", bedauert der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, "aber sie werden sicher das Hauptthema sein."

Seit 2017 hat der SoVD eine Hundehalter-Gruppe initiiert, die regelmäßig mit ihren Hunden Seniorenheime, dort auch ältere Personen einzeln oder in Kleingruppen und neuerdings auch eine Wohngemeinschaft des HHO besuchen. Als Motto könnte man über diese Initiative schreiben: Die Hunde, die Besitzer und die Bewohner sollen sich gut fühlen.

Probleme oder Hinweise werden an jedem ersten Donnerstag im Monat im Café am Barrenteich besprochen. Interessierte sind dort herzlich willkommen. Weitere Informationen sind telefonisch bei Gerd Groskurt (0541/4 08 26 99) zu erfahren.

Praktikum im SoVD Büro Osnabrück

Mit dem 1. August hat Neele Lauxtermann ein einjähriges Praktikum im Beratungsbüro des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) am Goethering 3 in Osnabrück begonnen.

"Wir freuen uns sehr, dass Frau Lauxtermann sich für ein Praktikum bei uns entschieden hat", so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bei der Begrüßung. Neben den Informationen, die sie hier über Beratungsabläufe und bürotechnische Abwicklungen bekommt, soll das Arbeitsgebiet auch die Abwicklung von Projekten und die Planung und Konzeption von Aktionen des SoVD in der Region Osnabrück Stadt und Land umfassen.

Parolen kontern: SoVD unterstützt neue App

Viele Menschen wollen einschreiten, wenn sie menschenverachtende Aussagen hören. Aber wie? Die kostenlose App „KonterBUNT“ der Landeszentrale für politische Bildung vermittelt spielerisch und informativ Strategien gegen Stammtischparolen. Die mit Unterstützung der SoVD-Jugend und vieler weiterer Kooperationspartner zusammengestellt worden ist.

„Wir waren für das Thema Behindertenfeindlichkeit zuständig und haben gemeinsam mit Jugendlichen verschiedene Parolen und die passenden Gegenargumente entwickelt“, fordert die SoVD Landesjugendorganisation die SoVD Kreisverbände auf, diese Aktion auch in ihrem Bereich an die Medien heranzutragen.

Ein rassistischer Spruch auf der Familienfeier, ein sexistischer Witz auf dem Schulhof oder eine abfällige Bemerkung über Geflüchtete in der Kneipe – Du möchtest etwas entgegnen, aber bevor Dir eine gute Antwort einfällt, ist die Situation auch schon vorbei. Die App bietet zahlreiche Tipps und Ratschläge, die sich beim Argumentieren bewährt haben, und kann seit Kurzem in den App-Stores von Google und Apple heruntergeladen werden.

Mehr Infos gibt es im Internet unter www.konterbunt.de, die auch der SoVD-Osnabrück Stadt und Land unterstützt wird. Ob, mit kleinen Spielen, einem „Parolen Verzeichnis“ bis hin zur Strategie-Guide“ kann man sich über entsprechende Konter gut informieren.

SoVD-Tradition bedeutet eine Flamme am Leben zu erhalten

In Anerkennung seiner Aufbauarbeit und Dankbarkeit legten Vertreter der Osnabrücker SoVD Ortsverbände am Grab von Otto Plegge auf dem Johannisfriedhof Erinnerungssteine mit 20 Namen und Funktionen aus der Gründungs- und Entwicklungsphase des Reichsbundes / SoVD nieder.

Der langjährige Reichsbundvorsitzende in der Region Osnabrück und die Weggefährten haben in schwierigen Zeiten, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, den Weg des heutigen SoVD vorbereitet und geprägt. Bis heute sind diese Grundzüge noch Verpflichtung und Maßstab für unsere Arbeit.

Wir helfen den Menschen auch heute noch mit einer sozialen Beratung in unseren Büros in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle. Wir setzen uns heute noch für die gesellschaftspolitische Berücksichtigung unserer Mitmenschen ein. Und wir haben bis heute in der Region mit unseren fast 50 Ortsverbänden eine tiefe nachbarschaftliche Verwurzelung bei den Menschen.

Jetzt zu unserem 100-jährigen Bestehen blickt der SoVD auf eine Tradition, die diese Menschen 1919 mit Engagement und Zielstrebigkeit begründet haben. Schon in seinen Gründerjahren hat der Reichsbund / SoVD neue Akzente aufgenommen und umgesetzt.

Angesichts der katastrophalen Gegebenheiten von Frauen und deren Kinder, die im oder nach dem Krieg plötzlich ohne einen Partner ihr Leben bestreiten mussten, wurden schon 1919 auf Bundesebene beschlossen Frauen an der Verbandsarbeit in Vorstandsfunktionen zu beteiligen. Ein damals sehr ungewöhnlicher und mutiger Schritt fügt die Kreisfrauenbeauftragte Hanna Nauber im Rahmen der Gedenkfeier an.

Diese traditionellen Markenkerne zu bewahren, so der SoVD heute im Rahmen der Gedenkfeier, bedeutet nicht Asche aufzubewahren sondern eine Flamme - wie sie Symbol des Reichsbundes war - am Leben zu erhalten.

Interessierte an Öffentlichkeitsarbeit sind willkommen

„Das habe ich gelesen, es stand ja in der Zeitung“: Diese Feststellung bekommt man schon mal öfter zu hören. Im Umkehrschluss bedeutet das dann auch, wenn nichts in der Zeitung steht, passiert da auch nichts in dem Sozialverband.

„Wir wissen alle“, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt in einer Einladung. „dass das so nicht stimmt. Vieles passiert hinter den Kulissen oder wird in persönlichen Gesprächen behandelt. Trotzdem müssen wir uns ständig bemühen, in den Medien präsent zu sein und über die Hereingabe von Mitteilungen hinaus ständige Kontakte zu pflegen. Dazu wollen wir Erfahrungen zusammentragen und Hinweise entwickeln.“

Der Kreisverband lädt zu einem Gespräch zu diesem Thema am, Freitag, 23. August 2019, 18:00 Uhr in das Landgasthaus Kortlüke, Belm / Vehrte, Venner Str. 5 ein.

Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen unter der Telefonnummer 0541 40 82 699 notwendig.

SoVD fordert: Betriebsrentner endlich entlasten

Seit 2004 müssen Betriebsrentner den vollen Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen – also sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeberanteil. Vorher musste weder das eine noch das andere übernommen werden. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Der Region Osnabrück Stadt und Land sieht darin schon lange eine unzumutbare Mehrbelastung für diejenigen, die privat vorgesorgt haben. Jetzt scheint Bewegung in das Thema zu kommen: Die Große Koalition auf Bundesebene möchte bis September eine Lösung präsentieren.

Die Zahlung des vollen Beitragssatzes führt bei den betroffenen Rentnern dazu, dass das Polster der betrieblichen Altersvorsorge um fast 20 Prozent schmilzt. „Seitens der Politik wird immer propagiert, dass privat vorgesorgt werden muss, um Altersarmut zu verhindern. Mit dem Gesetz wurden ausgerechnet die bestraft, die dem gefolgt sind“, kritisiert der SoVD. Besonders ungerecht sei die Tatsache, dass es keinen Bestandsschutz gebe, es sind also auch die Rentner betroffen, die vor dem Stichtag einen Vertrag abgeschlossen haben. Das bedeutet, dass sich die Betroffenen eine höhere Rente ausgerechnet haben als, sie durch die Neuregelung bekommen haben und das jetzt schon etliche Jahre. „Das ist vor allem für diejenigen hochproblematisch, die auf das Geld angewiesen sind“, so der SoVD-Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Wir setzen darauf, dass diese Ungerechtigkeit beendet wird. Wünschenswert wäre, dass wir zur Regelung vor 2004 zurückkehren. Zumindest die Zahlung des Arbeitgeberanteils muss sofort für alle abgeschafft werden. Das bringt schon mal eine 50-prozentige Entlastung, so die Forderung des SoVD. Uns freut besonders, dass dieser Thema auch im Arbeitskatalog des SoVD in die „Dringlichkeitsstufe 1“ aufgerückt ist.

SoVD will klare Regeln für Assistenzhunde

Die Bedingungen für Assistenzhunde nach Ansicht des SoVD Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt in ein klares Ausbildungsschema und die Möglichkeiten der Begleitung in Behördeneinrichtungen und öffentliche Räume relativ klar festgelegt werden. In Artikel 20 der UN-Behindertenkonvention sind „tierische Hilfsmittel“ als notwendige Unterstützung für Menschen mit Behinderungen besonders erwähnt.

In einem Eckpunktepapier des „Blinden- und Sehbehindertenverbandes“ und den Organisationen „Hunde für Handicaps“, den „Pfotenpiloten e.V.“ und der Vita e.V. Assistenzhunde“ sind jetzt Eckpunkte für den Einsatz von Assistenzhunden vorgestellt worden.

Wer sieht wie positiv Menschen zum großen Teil auf Hunde reagieren, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, der in Osnabrück mit der Projektgruppe „Besuch auf vier Pfoten“ entsprechende Kontakte zu Mitmenschen in Seniorenheimen und andere Einrichtungen organisiert, kann den Gesetzgeber nur dringen auffordern hier klare Regeln zu entwickeln.

Assistenzhunde, als Blinden-Begleithunde, Signalhunde, Diabetes- und Epilepsie-Anzeigehunde haben einen immensen Wert für die Lebensqualität von Mitmenschen und ihrer Teilhabe am öffentlichen Leben. Vor diesem Hintergrund unterstützt der SoVD in der Region Osnabrück Stadt und Land die Initiative. In einem Brief fordert der Verband auch den Landes- und Bundesverband auf dieser Initiative beizutreten. Zugangs- und Mitnahmerechte, die Sicherstellung der Finanzierung und die Forderung die unterstützenden Organisationen in eine Entwicklung einzubinden finden unsere volle Zustimmung, so der SoVD Kreisvorsitzende.

Das Eckpunktepapier zum Herunterladen

 

Der SoVD ehrt seine Weggefährten

Am Freitag, 2. August 2019 führt der SoVD eine Gedenkfeier für die Gründungsmitglieder und Weggefährten des Reichsbundes im Bereich Osnabrück durch.

Der Aufbau unserer Organisation hat seit der Gründung direkt nach dem I. Weltkrieg schwere Zeiten durchgemacht, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Da waren Männer und Frauen, die nach der Euphorie, mit der viele Menschen in zwei Weltkriege gezogen sind in harte Auseinandersetzungen mit Behörden und Machthabern involviert. Da zählte Engagement, Wille und Aufopferung vieler in unserem Verband für die Menschen und die Betroffenen im familiären Umfeld einen Weg in die Gesellschaft zu erkämpfen.

Danach war die große Herausforderung, - über den „Markenkern unserer Geschichte“ hinaus - wichtige Veränderungen und Anpassungen zu einem modernen Sozialverband mit einem professionellen Beratungsangebot zu entwickeln.

Im Umfeld unseres 100-jährigen Bestehens wollen wir am Freitag an der noch bestehenden Grabstelle unseres städtischen Vorsitzenden Otto Plegge auf dem Johannisfriedhof eine kurze Gedenkfeier durchführen. Treffpunkt ist um 14:30 Uhr der Friedhofseingang gegenüber dem Hauswöhrmannsweg Nr. 25. Interessierte sind herzlich willkommen.

SoVD-Gesprächskreis Finanzen tagte

Die Anforderungen, die an unsere Schatzmeister-innen im Sozialverband Deutschland (SoVD) gestellt werden sind vielfältig, so die Kreisschatzmeisterin Marianne Zahn auf einer Veranstaltung mit über 50 Teilnehmern in der Gaststätte Kortlüke in Belm / Vehrte. Sie erfordern neben einem hohen Maß an Bereitschaft sich ständig in diesem Bereich weiter zu bilden und „am Ball zu bleiben“, viel Engagement und Verlässlichkeit.

Wie ernst der SoVD diese Aufgabe nimmt, wurde allein schon an der großen interessierten Teilnehmerzahl deutlich. Dabei stellte die Schatzmeisterin neben verbandsinternen Anforderungen auch neue finanztechnische Erfordernisse vor.

Mir liegt besonders daran, so der Kreisvorsitzende in seiner Eröffnung, dass wir bei Schwierigkeiten sofort informiert werden. Wir haben mit der Wahl von zwei stellvertretenden Kreisschatzmeisterinnen besonders auf diesen Problemdruck reagiert. Nicht weil wir besonders kontrollbesessen sind, sondern weil wir zeitnah direkte Hilfe anbieten wollen.

Marianne Zahn erklärte die umfangreichen Notwendigkeiten, die für den SoVD mit der Erreichung der Gemeinnützigkeit gegeben sind. Mit einem Kontenplan und konkreten Arbeitsschritten in der Verbuchung endete eine intensive Tagung, die neben der breiten Information auch zum persönlichen Kennenlernen und der Knüpfung von persönlichen Kontakten beitrug.

Zwei SoVD-Anmeldungen für den Ehrenamtspreis 2019

Auch in diesem Jahr meldet der SoVD in der Region Osnabrück-Stadt und Land wieder zwei Projekte zum „Niedersächsischen Ehrenamtspreis 2019“ an. Im letzten Jahr präsentierte der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit dem Besuchsprogramm von Hunden in Senioreneinrichtungen und der Entwicklung einer Erinnerungsstätte für Zwangsarbeiterkinder schon zwei SoVD Initiativen. Auch für den Ehrenamtspreis 2019 bewirbt sich der Sozialverband mit zwei Vorschlägen. Einmal stellt er seine Initiativen aus der Frauenarbeit der letzten Jahre vor und zum anderen bewirbt er sich mit der Arbeit aus dem Arbeitskreis Inklusion.

Es ist nicht immer einfach, so die Frauensprecherin Hanna Nauber mit der Sprecherin des Arbeitskreises Inklusion, Marianne Stönner, bei der Durchsicht der Materialien mit dem Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt, aus der Fülle der Aktivitäten etwas herauszusuchen, das eine besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht. Bei vielen Anregungen – wie im Fall des Themas Organspende – lebt unser Erfolg wesentlich davon, dass wir unsere Vorschläge in den Verband einspeisen und damit in entscheidende Gespräche einbringen konnten.

Vor diesem Hintergrund sind fest abgesteckte Aktionen in die Bewerbung gekommen. Auch ein traditioneller Verband wie unser, so der Kreisvorsitzende, muss seine Arbeit immer mehr auf Projekte ausrichten, die einen klar festgelegten Zeitrahmen und fest umrissene Ziele haben. Wer als Verband öffentliche Wirkung entfalten will, muss sich mit gleichgesinnten „vernetzen“ und solche Aktionen funktionieren mit anderen Vereinen oder Interessierten nur, wenn man klare Strukturen und eine Beanspruchung von Zeiten angeben kann, so der SoVD in einer Mitteilung.

Download: Bewerbung Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2019 "Frauenarbeit in der Region Osnabrück Stadt und Land"

Download: Bewerbung Niedersachsenpreis für Bürgerengagement 2019 des „SoVD Arbeitskreises Inklusion“

Niedersächsische Tagung des Sozialverbandes in Hannover

Osnabrücker Delegierte und die über 100 Gäste auf der Preisverleihungsfeier nehmen einen guten Eindruck mit nach Hause. Insgesamt wertenden die Teilnehmer die Verbandstagung als einen richtigen Schritt, der den Verband in seinen Aufgabenstellungen zukunftsfähig weiter entwickelt.

Für ihr Engagement gegen Rassismus hat die Band Silbermond die Auszeichnung des niedersächsischen Inklusionspreises erhalten. Die Auszeichnung wurde im Rahmenprogramm der Landesverbandstagung des Sozialverbands Deutschland vergeben.

Die Musiker um Frontsängerin Stefanie Kloß nahmen nach Angaben der Initiatoren an Schulprojekten teil, um rechte Jugendliche von einer demokratischen Haltung zu überzeugen. Die Band habe außerdem Benefiz-Konzerte für die Opfer des Erdbebens in Haiti gegeben. Die Auszeichnung war vor zwei Jahren schon einmal verliehen worden, damals an Til Schweiger und Michael Stich.

Aus dem Osnabrücker Raum waren rund 100 Interessierte mit Bussen nach Hannover gekommen um die Vergabe der  Preise einschließlich eines anschließenden Konzertes mitzuerleben.

In der anschließenden Landesverbandstagung brachten vier Delegierte aus der Region in inhaltlichen Abstimmungen über verschiedenste Anträge, wie auch in den Personalentscheidungen die Interessen der Mitglieder aus dem Osnabrücker Bereich ein. Gerd Groskurt und Hanna Nauber wählte die Landesverbandstagung zu Delegierten zur SoVD Bundeskonferenz im November in Berlin. Dort werden dann unsere Anträge, die in der Landeskonferenz große Zustimmung fanden den Delegierten der Bundeskonferenz zur Abstimmung präsentiert.

Zum Schluss der überaus harmonischen Tagung wurde mit der Verabschiedung, des bisherigen Landesvorsitzenden Adolf Bauer, der seit 2003 an der Spitze des Verbandes steht und in dieser Funktion nicht wieder kandidierte, die besondere Würdigung seiner Arbeit herausgestellt. Gleichwohl, so die Einschätzung der Delegierten aus Stadt und Landkreis ist mit Bernhard Sackarendt aus dem Emsland ein kompetenter Nachfolger in diese Funktion gewählt worden.

Interview des SoVD Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt mit einer Studentin zur Erarbeitung einer Semesterarbeit

 

Was verstehen Sie unter Sozialer Arbeit?

Das Thema soziale Arbeit im SoVD hat für uns drei wesentliche Säulen:

  1. Ist das für uns schwerpunktmäßig mit unseren Beratungsstellen in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück verbunden. Dort versuchen wir, Menschen mit sozialpolitischen Problemen zu ihrem „Recht“ zu verhelfen.

  2. Steht das für uns im Zusammenhang mit der sozialpolitischen gesellschaftlichen Entwicklung. Das heißt, wir versuchen im Sinne unserer Mitglieder Einfluss auf sozialpolitische Vorhaben der Regierungen zu erreichen.

  3. Als Verband sind wir auch selber im Innenverhältnis eine Zusammenkunft mit Vereinsleben, der wesentlich soziale Ziele und Vorstellungen berät und diskutiert.

 

Was ist für Sie politisches Engagement in der Sozialen Arbeit?

In unseren Treffen und aus den Informationen der Beratungsgespräche ergeben sich viele Hinweise. Oft müssen wir erkennen, dass die Sozialgesetzgebung Probleme, die sich im Alltag der Menschen ergeben, nicht genügend berücksichtigt oder übersehen hat. Manches Mal ergibt sich durch die Auslegung oder das Verwaltungshandeln von Behörden oder Institutionen eine Entwicklung, die zu erheblichen Ungerechtigkeiten führt. Oft müssen sozialpolitische Vorhaben entscheidend weiterentwickelt werden. Gelegentlich muss auch die „öffentliche Meinung“ Anstöße bekommen.

 

Wie hoch schätzen Sie Ihre politischen Möglichkeiten innerhalb der Sozialen Arbeit ein?

Leider ist es nicht möglich zu sagen, wenn ich dieses tue - passiert genau folgendes. Mitunter ist es schwierig und deprimierend, sozialpolitische Fortschritte zu erreichen. Andererseits kann sich ein öffentlicher Meinungswille bilden, der zu unerwarteten Erfolgen führt. Alle diese Entwicklungen zusammen sind schwer vorauszuberechnen. Eines ist für mich allerdings klar, mit uns und mit anderen gesellschaftlichen Kräften gemeinsam, können wir an einer sozialen Grundlage etwas verändern.

 

Was sind dabei Ihre Ziele?

Angefangen hat unsere Arbeit damit, den Menschen zu helfen, die aus den Kriegen nach Hause kamen. Jetzt sind unsere Hauptthemen: Pflege, Gesundheit, Rente, Behindertenfragen, Hartz IV, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

 

Wie wichtig ist für Sie Soziale Arbeit in der deutschen Politik?

Eine soziale Gesellschaft muss die Grundlage unseres Zusammenlebens sein, egal ob ich jetzt christlich oder humanistisch oder politisch geprägt bin. Wenn wir diese Gesellschaft in neue Zeiten führen wollen, müssen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen und den verschiedensten Begebenheiten die Chance haben, ein Teil dieser Gesellschaft zu sein bzw. zu werden.

 

Wohin sollte sich Soziale Arbeit Ihrer Meinung nach zukünftig entwickeln?

Eine der großen Zukunftsaufgaben wird eine Berücksichtigung der älteren Menschen hinsichtlich ihrer Lebensleistung in Verbindung mit den Belastungen oder der Überbelastung der jüngeren Generation sein. Solche Verteilungsfragen ausschließlich auf dem politischen Markt auszutragen halte ich für sträflich. Da sind gesellschaftliche Kräfte dringend notwendig einen Konsens zu entwickeln.

 

Was könnte Soziale Arbeit bzw. könnten die Bereiche der Sozialen Arbeit tun, um als politisches Instrument mehr Beachtung zu erhalten?

Wenn es da ein „Patentrezept“ geben würde, würde ich es gerne wissen. Vielfach erleben wir auch in unseren Beratungsstellen - in persönlichen Beratungsgesprächen – dass die fast ungläubige Feststellung getroffen wird: „Wieso ist das denn noch nicht umfassend geregelt?“ Der SoVD: hätte, könnte, sollte, müsste! Da zeigt sich für mich, dass bis in die Klientel, die bei uns beraten wird, eine wirkliche Aufmerksamkeit erst mit der persönlichen Betroffenheit entsteht. In den Medien werden oft spektakuläre Missbrauchsfälle präsentiert. Wenn das dann noch unsauber recherchiert ist, entstehen - die auch bei uns vorgetragenen „Geschichten“ - von den Leuten die ohne irgendeinen Beleg oder Antrag alles kriegen. Ein typisches Sumpfgelände, das den Nährboden für Populisten hergibt.

 

Glauben Sie, dass die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland Soziale Arbeit nicht als Profession anerkennen, da ihnen das Wissen über diese fehlt?

Es stimmt schon, dass das soziale Umfeld sich zu einen Spezialgebiet mit enormer Tiefe und Breite entwickelt hat. Allerdings gehe ich davon aus, dass viele – wenn auch bruchstückhafte Informationen - in einer Grundsubstanz vorhanden sind. Deshalb fangen die meisten Gespräche in unseren Beratungsbüros mit dem Satz an „ich habe gehört, dass:…….! Ich erlebe eher, dass selbst soziale Grundstrukturen in kritischeren Zeiten in den „Rotstiftbereich“ kommen. Vielleicht führt das zu der Vermutung: „Wenn man da was streicht oder kürzt, bricht die Gesellschaft noch nicht zusammen.“ Das trifft leider für einen Teil der Menschen nicht  zu. So hat z. B. die finanzielle Ausgestaltung der Pflegversicherung, die Einstufung in einen höheren Pflegegrad enorme Auswirkungen auf Möglichkeiten, ein Stück Lebensqualität zu finanzieren.

 

Wird Soziale Arbeit in den Kommunen als Ausdruck von Problemen betrachtet?

Wenn man von kommunalem Problemdruck reden will, hat das erst einmal mit dem „Sichtbar werden“ zu tun. Natürlich nimmt man da, wo man lebt, wohnt und arbeitet sein Umfeld besonders wahr. Natürlich sind die Kommunalpolitiker und kommunalen Beschäftigten bestrebt, ein soziales Umfeld zu schaffen bzw. zu versprechen. Wenn sie sich mal die kommunalen Wahlprogramme ansieht, kommt man schnell zu dem Schluss, da wird ein Arbeitsprogramm vorgestellt, das so überhaupt nicht in den Zuständigkeitsbereich kommunaler Politik fällt, zumindest aber wichtige Begleitgesetzgebung vom Land oder Bund als gegeben voraussetzt. Vielleicht kommen Kommunen auch deshalb in Probleme, weil sie nur bedingt alleine Lösungen und Veränderungen schaffen können.

 

Muss Soziale Arbeit an ihrem Image arbeiten?

Ich finde es erstaunlich, dass die Grundlage unseres Zusammenlebens so eine geringe Wertschätzung hat. Nach vielen Gesprächen ist mein Eindruck, ich bin in einem Reparaturbetrieb engagiert, für Menschen, die es nicht so ganz geschafft haben. Ich gebe ja zu, in den Sitzungen, bei denen ich eingeladen bin, überwiegt in meinen Anmerkungen die Kritik am Bestehenden und die Forderung von Verbesserungen. Selten habe ich Worte der Anerkennung des Erreichten bzw. stelle unsere Arbeit in eine Zukunftsvision. Vor Wochen ist mir ein Prospekt meiner Krankenkasse geschickt worden. Da waren nur positive Foto-Signale zu sehen. Strahlende Menschen im Krankenbett, plaudernde Senioren mit blütenweißen Zähnen auf einer Gartenbank, glückliche Menschen beim Hanteltraining in einer Reha-Maßnahme. Vielleicht auch etwas übertrieben, aber es macht Sinn, darüber mal nachzudenken.

Im Übrigen stört mich, dass in der öffentlichen Erwartungshaltung wichtige Entwicklungsvorhaben immer so im „großen Wurf durchrutschen“ müssen. Ist es nicht toll, zeigt es nicht die öffentliche Aufmerksamkeit, bezeichnet es nicht neue Aspekte, beschreibt es nicht die Wichtigkeit bei der Pflegegesetzgebung, dass viele Lösungsansätze gesucht geprüft und vorgeschlagen werden?

 

Wieso hat sich das Image der Sozialen Arbeit seit den 1970ern Ihrer Meinung nach überhaupt verändert? Bzw. welche Einflüsse haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass die Sozialarbeiter/Innen politisch weniger aktiv sind.

Dazu kann ich wenig beitragen. Ich denke, da bin ich auch nicht in einem repräsentativen Umfeld. Meine Wahrnehmung ist, da sind sehr engagierte, hochkompetente und wohltuende (weil sehr interessierte) Menschen unterwegs.

 

Finanzen in Theorie und Praxis

SoVD lädt zum Gesprächsnachmittag nach Kortlüke in Vehrte ein

Die Zeiten wo mal so nebenbei die Führung von Kassen der Ortsverbände abgehandelt werden konnten sind längst vorbei, so die Schatzmeisterin Marianne Zahn im SoVD Kreisvorstand in der Region Osnabrück Stadt und Land. Anforderungen und Kenntnisse müssen ständig an verbandliche und gesetzliche Vorgaben angeglichen werden. Neben der Praxis soll deshalb auch ein erheblicher Teil Theorie, Inhalt eines Gesprächsangebotes für Schatzmeister/innen und Revisoren sein.

Der SoVD lädt Interessierte herzlich zu Freitag, 28. Juni 2018, 17:30 Uhr in das Landgasthaus Kortlüke, Belm/Vehrte, Venner Straße 6 ein. Eine telefonische Anmeldung wird direkt über Marianne Zahn - die gleichzeitig Regionalsprecherin im Bereich Wittlage ist - (05473/2068), oder die weiteren Regionalsprecher: Bersenbrück/Bramsche, Heinrich Dwenger (05439/1959); Bereich Osnabrück Hanna Nauber ( 05424/8601); Bereich Melle Marianne Stönner (05429/ 1283), erbeten.

Einladung zum Gesprächsnachmittag zum Herunterladen

Barrierefreie Produkte und Dienstleistungen

Forderungen des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes spielen in den Anträgen des SoVD Landesverbandstags eine wichtige Rolle

Aus Anlass des Sehbehindertentags 2019 fordert der SoVD, eine gesetzliche Verpflichtung zur Barrierefreiheit auch für Privatunternehmen, die Produkte und Dienstleistungen für die Allgemeinheit bereitstellen. Bislang wird Barrierefreiheit nur für den öffentlichen Sektor durch die Behindertengleichstellungsgesetze von Bund und Ländern geregelt. Weitergehende Forderungen, so die Arbeitskreisvorsitzende Marianne Stönner, spielen auf der Landesverbandstagung in den Anträgen eine wichtige Rolle. Bei Durcharbeitung der Antragspakete zur SoVD-Landesverbandstagung stellte der Kreisvorstand mit den Delegierten aus der Region Osnabrück Stadt und Land große übereinstimmende Forderungen fest.

Menschen mit Behinderungen leben eben nicht nur im öffentlichen Sektor, sie müssen natürlich auch Produkte und Dienstleistungen privater Anbieter in Anspruch nehmen, so der SoVD in der Region,in einer Mitteilung. Das zeigt sich oft an Alltagsproblemen, die große Auswirkungen haben, zum Beispiel bei Bankautomaten. Menschen mit Sehbehinderungen haben besonders schlechte Karten, wenn sie beispielsweise Geld von ihrem Konto abheben wollen. Die Bankautomaten sind ganz überwiegend nicht barrierefrei und deren Menüführung ist nicht einheitlich. Das ist frustrierend und nicht hinnehmbar. Für solche Hürden gibt es zahlreiche Beispiele, sei es im Kino, im Supermarkt oder auch in Arztpraxen. Da müssen wir in Deutschland deutlich besser werden. Und wenn man die Ratlosigkeit vieler älterer Menschen mit den Automatisierungsstrukturen erlebt, wird deutlich, dass hier nicht nur Menschen mit Behinderungen Probleme haben.

Umzug des SoVD-Büros in Osnabrück schränkt Erreichbarkeit ein

Die Geschäftsstelle des Sozialverbands Deutschlands, bisher in den hinteren Räumen des Geschäftshauses am Goethering 3 erreichbar, zieht in diesen Tagen in umgebaute Verkaufsräume – direkt am Wall - mit der gleichlautenden Adresse ein.

Für ein paar Tage, bis zum Ende der nächsten Woche, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, wird die Erreichbarkeit extrem eingeschränkt sein. Wir hoffen, so der SoVD, dass alle notwendigen Umzugsangelegenheiten reibungslos und wie geplant erledigt werden können und die volle Funktionsfähigkeit des Büros schnell – vielleicht sogar etwas früher - wieder hergestellt ist.

100 Jahre SoVD in der Region Osnabrück Stadt und Land

Die erste Veranstaltung des SoVD in der Region Osnabrück Stadt und Land eröffnete jetzt der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt mit einem Besuch in der Erich Maria Remarque Ausstellung.

Im Juli / August soll - so der Vorsitzende weiter - in den Gebieten der Altkreise und der Stadt Osnabrück eine Ausstellung unserer Arbeit der letzten vier Jahre präsentiert werden. Die Ausstellung trägt den Arbeitstitel 96 +4 und macht sowohl unsere Verbandarbeit, wie auch unsere gesellschaftlichen Initiativen in den letzten Jahren deutlich. Abschließen soll das 100-jährige Vereinsjubiläum eine „Geburtstagsfeier“ im September dieses Jahres.

In Berlin im Jahr 1917 gründete Erich Kuttner den „Bund der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen“; später in „Reichsbund“ umbenannt und ab 1999 unter dem Namen Sozialverband Deutschland (SoVD) arbeitend.

In den Schlachten von Verdun selber schwer verwundet – erlebte Erich Kuttner in einem Berliner Lazarett, wie ratlos und perspektivlos viele verwundete Soldaten waren; wie Frauen von gefallenen Soldaten und ihre Kinder plötzlich und völlig unvorbereitet in eine erbarmungslose Not gerieten.

SoVD-Markenkern: Arbeit für den Frieden

Nach den verheerenden Kriegserlebnissen verbanden viele mit dem Verband eine Möglichkeit, sich für den Frieden zu engagieren. Mitglieder – aus völlig unterschiedlichen politischen Gruppierungen – vereinigte neben dem Eintreten für eine sozialgerechte Entwicklung, die man tagtäglich im Beratungsalltag ertragen musste, die gemeinsame Losung „Nie wieder Krieg!“ Der damalige Reichsbund hat intensiv mit gesellschaftlichen Kräften zusammengearbeitet die sich für eine friedliche Zukunft in Deutschland und mit anderen Ländern einsetzte.

Damit bewegen wir uns in der Welt und dem Zeitrahmen der schriftstellerischen Arbeit von Erich Maria Remarque. Diesen Faden nahm Martin Siemsen - der die Ausstellung vorstellte - auf. Er stellte sowohl den Lebensweg von Remarque, wie auch die Schwerpunkte seiner Arbeit vor. Seine überwiegend als pazifistisch eingestuften Romane, in denen er die Grausamkeit des Krieges thematisiert, finden bis heute große Verbreitung und sind in der Ausstellung umfangreich dargestellt. Bereits zu Beginn der NS-Herrschaft, als der Autor durch sein Hauptwerk, den 1928 erstmals erschienenen, 1930 in Hollywood verfilmten Antikriegsroman Im Westen nichts Neues, schon weltberühmt war, emigrierte er in die Schweiz. Seine Arbeiten wurden in Deutschland als „schädliches und unerwünschtes Schrifttum“ verboten und 1933 öffentlich verbrannt. Die deutsche Staatsbürgerschaft wurde ihm 1938 aberkannt. In den USA fand er Aufnahme, bekam die amerikanische Staatsbürgerschaft und Anerkennung als Schriftsteller.

Die Gründung in Osnabrück erfolgte im Jahr 1919

Im Mai 1919 fanden sich eine Handvoll Männer zusammen, hier in der Region einen Stützpunkt des Reichsbundes zu gründen. Kleine schon seit einiger Zeit arbeitende Gruppen und Einzelpersonen wollten sich durch regionale Zusammenschlüsse in den damaligen Altkreisen und der Stadt Osnabrück verstärken und ihre Arbeit vernetzen. Beratungen, Ein- und Widersprüche benötigten größere fachliche Kenntnisse und damit Schulungen und Qualifizierung. Zusätzlich war eine bürotechnische Abwicklung und Unterstützungen dringen erforderlich.

Zu diesen ersten Männern gehörten Josef Bücker, Georg Mehrhoff, Johannes Steinkamp, Andreas Theers Heinrich Bögen, Willy Heckmann und Willy Wichmann. In die erste öffentliche Versammlung kamen unerwartet viele Interessierte von denen viele Mitglieder wurden. Josef Bücker wurde zum Vorsitzenden und Hermann Gartemann zu seinem Stellvertreter gewählt. Zudem wurde sofort – für die damalige Zeit relativ ungewöhnlich – Frau Dellbrügge aus GM-Hütte aus Hinterbliebenenvertreterin eingesetzt. Der Arbeitsbedarf war enorm, sofort nach seiner Gründung wurde deshalb in der Schillerstraße eine Geschäftsstelle mit vier Beschäftigten eingerichtet.

Tradition ist nicht: Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Leben zu erhalten

Sie haben hier in Osnabrück eine Tradition aufgenommen auf die wir mit Recht stolz sein können, so der Kreisvorsitzende in seinen Eingangsbemerkungen. Stolz auch deshalb, weil wir uns immer gegen Krieg ausgesprochen haben. Immer auf der Seite der Opfer des Krieges gestanden haben. Weil wir immer auf der Seite der Demokratie gestanden haben. Uns repräsentiert Erich Kuttner. Jurist und Zeitungsredakteur. Nach seinen Auseinandersetzungen mit den Nazis und mehreren Verhaftungen ist er mit einigen Zwischenstationen in Holland untergekommen. Mit der Besetzung Hollands im II. Weltkrieg wurde er verhaftet und ins KZ Mauthausen verbracht. Im Oktober 1942 wurde er dort erschossen.

Es gibt ja das alte Sprichwort, so Gerd Groskurt wörtlich bei der Übergabe des Erich Kuttner-Erinnerungssteins an Martin Siemsen: „Sag mir woher du kommst und sag dir wohin du gehst. Wir sind und bleiben der Gedankenwelt Erich Kuttners verpflichtet. Da sind unsere Wurzeln“. Dieser Stein gehört zu unserem Fundament, damit führen wir unsere Tradition fort und das heißt nicht, Asche aufzubewahren, sondern eine Flamme am Leben zu erhalten, so der Vorsitzende abschließend.

100 Jahre SoVD in der Region Osnabrück

Eintauchen in den Zeitrahmen Erich Maria Remarques

Zur Gründung des SoVD in der Osnabrücker Region vor 100 Jahren laden wir zu einem Zeitsprung in das Jahr 1919 ein. Im Mai 1919 fanden sich in der Region Osnabrück Vertreter des Reichsbunds zu Kreisverbänden zusammen.

Kleine, schon seit einiger Zeit arbeitende Ortsverbände wollten sich durch regionale Zusammenschlüsse in den damaligen Altkreisen und der Stadt Osnabrück verstärken und ihre Arbeit vernetzen. Beratungen, Ein- und Widersprüche benötigten größere fachliche Kenntnisse und damit Schulungen und Qualifizierung. Zusätzlich war eine bürotechnische Abwicklung und Unterstützungen dringen erforderlich.

Nach den verheerenden Kriegserlebnissen verbanden viele mit dem Verband eine Initiative, kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden. Mitglieder – aus völlig unterschiedlichen politischen Gruppierungen – vereinigte neben dem Eintreten für eine sozialgerechte Entwicklung, die man tagtäglich im Beratungsalltag ertragen musste, die gemeinsame Losung „Nie wieder Krieg!“ Damit bewegen wir uns in der Welt und dem Zeitrahmen der schriftstellerischen Arbeit von Erich Maria Remarque.

Wir laden vor diesem Hintergrund zu einem „Zeitsprung“ am Dienstag, 28. Mai 2019, 15:00 Uhr, in die in die Erich-Maria-Remarque-Ausstellung, Osnabrück, Markt 6 ein.

Nach der Eröffnung und Begrüßung wollen wir die Gelegenheit anbieten, in die Zeit unserer Gründung einzutauchen. Wir laden Mitglieder und Interessierte herzlich ein.

Zum Herunterladen:

SoVD Kreisverband ehrt Hanna Nauber

25 Jahre Vorsitzende im Ortsverband Hankenberge ist eine besondere Leistung

Ob Reichsbund oder SoVD – ob früher oder heute: Dieser Verband wäre nichts ohne seine „Ehrenamtlichen“, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt und wir tun gut daran, dieses mit entsprechender Aufmerksamkeit zu würdigen. Für ganz besondere Ehrungen hat der Kreisvorstand einen Erinnerungsstein des Reichsbund-Gründers Erich Kuttner herstellen lassen.

Kuttner, erlebte nach einer schweren Verwundung im I. Weltkrieg im Lazarett, wie unübersichtlich für viele Verwundete Anträge und Formalitäten waren und gründete schon im Jahr 1917 den Bund der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen, später in Reichsbund umbenannt, der im Jahr 1999 den Namen in Sozialverband Deutschland (SoVD) erneut änderte. Früh kam der politisch aktive, als Redakteur arbeitende Jurist mit den Nazis in Konflikt. Er flieht nach Holland, wird dort nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen verhaftet und in das KZ Mauthausen verbracht, wo er am 6. Oktober ermordet wurde.

Erich Kuttner´s Satz: “Was ich will, soll Tat werden!“ galt gestern, heute und in Zukunft, so der Kreisvorsitzende bei der Übergabe. Für die Menschen die im Umgang mit Behörden und Institutionen Unterstützung brauchen. Für Frauen, Männer und Familien, deren Interessen  bei Gesetzgebungsverfahren nicht ausreichend berücksichtigt werden. Und für das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder, die sich in Ihrer Nähe – auch hier in Hankenberge – um die große Familie des Sozialverbands kümmern.

Verschiedene Menschen stellen verschiedene Anforderungen an „ihren“ Verband, der für viele „ihre Nachbarschaft“ geworden ist. Die einen wollen sich mit anderen gemütlich treffen. Die anderen wollen, dass der Verband ihre Interessen sozialpolitisch vertritt. Und wieder andere sehen den SoVD als Dienstleister mit einem breitem Service- und Beratungsangebot. „Die Steuerung dieser Interessen hast du jetzt 25 Jahre im Ortsverband und seit 2002 in verschiedenen Funktionen im Kreisvorstand der Region wahrgenommen. Dafür danken wir dir herzlich“, so der SoVD Kreisvorsitzende bei der Übergabe wörtlich.

SoVD begrüßt Änderung des Wohngeldgesetzes

Die geplante Novelle bringt dringend notwendige Erleichterungen für Menschen mit Behinderungen

Wir begrüßen die geplante Änderung des Wohngeldgesetzes, die aktuell im Bundeskabinett beschlossen wurde, so der SoVD-Sprecher der „offenen Sozialwerkstatt“ in der Region Osnabrück Stadt und Land, Hans-Werner Jungholt.

Das Thema Wohnraum ist eine der großen sozialen Fragen dieser Zeit. Gerade für Menschen mit Behinderungen ist bezahlbarer Wohnraum ein drängendes Thema, denn sie leben überdurchschnittlich oft in prekären Verhältnissen und sind daher armutsgefährdet. Die geplante Erhöhung des Einkommensfreibetrags für Menschen mit einer Schwerbehinderung, so der SoVD Sprecher darf aber nicht darüber hinwegtäuschen wie wichtig Investitionen in mehr barrierefreien Wohnungsbau für ältere Menschen und besonders für Menschen mit Behinderungen sind. Denn nur barrierefreier Wohnungsbau verdient eigentlich den Namen sozialer Wohnungsbau und ist für eine offene Gesellschaft unerlässlich.. Barrierefreiheit ist eine Voraussetzung für ein würdiges Leben, weil sie Handlungsfreiheit gibt, die Möglichkeit schafft selbstbestimmt zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben.

Das Wohngeldstärkungsgesetz sieht unter anderem vor, den Freibetrag für Personen mit einer Schwerbehinderung von 1.500 Euro auf 1.800 Euro jährlich zu erhöhen. Für schwerbehinderte Personen mit einem Grad der Behinderung von 100 wurde dieser seit 1990 nicht mehr angepasst.

SoVD in der Region Osnabrück ehrt Adolf Bauer

Erinnerungsstein unseres Gründers Erich Kuttner als besondere Auszeichnung

Ob Reichsbund oder SoVD – ob früher oder heute: Dieser Verband wäre nichts ohne seine „Ehrenamtlichen“ und seine ihn tragenden Kräfte, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt und wir tun gut daran, dieses mit entsprechender Aufmerksamkeit zu würdigen. Für ganz besondere Ehrungen hat der Kreisverband einen Erinnerungsstein des Reichsbund-Gründers Erich Kuttner herstellen lassen.

Kuttner, erlebte nach einer schweren Verwundung im I. Weltkrieg im Lazarett, wie unübersichtlich für viele Verwundete Anträge und Formalitäten waren und gründete schon im Jahr 1917 den Bund der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen, später in Reichsbund umbenannt, der im Jahr 1999 den Namen in Sozialverband Deutschland (SoVD) erneut änderte. Früh kam der politisch aktive, als Redakteur arbeitende Jurist mit den Nazis in Konflikt. Er flieht nach Holland, wird dort nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen verhaftet und in das KZ Mauthausen verbracht, wo er am 6. Oktober ermordet wurde.

Erich Kuttner´s Satz: “Was ich will, soll Tat werden!“ galt gestern, heute und in Zukunft, so der Kreisvorsitzende bei der Übergabe. Für die Menschen die im Umgang mit Behörden und Institutionen Unterstützung brauchen. Für Frauen, Männer und Familien, deren Interessen  bei Gesetzgebungsverfahren nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Verschiedene Menschen stellen verschiedene Anforderungen an „ihren“ Verband, der für viele „ihre Nachbarschaft“ geworden ist. Die einen wollen sich mit anderen gemütlich treffen. Die anderen wollen, dass der Verband ihre Interessen sozialpolitisch vertritt. Und wieder andere sehen den SoVD als Dienstleister mit einem breitem Service- und Beratungsangebot. „Die Steuerung dieser Interessen hast du als Landes- und Bundesvorsitzender mit viel Herz und Beharrlichkeit wahrgenommen und dafür danken wir dir herzlich, so der SoVD Kreisvorsitzende bei der Übergabe wörtlich.

Zum Herunterladen: Infoblatt Erich Kuttner

SoVD Aktion zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Menschen mit Behinderungen fassen nach wie vor nur schwer Fuß auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Beobachtung, dass die anhaltende Konjunktur an den arbeitsuchenden Schwerbehinderten vorbei geht, war Ausgang einer Aktion des Sozialverbands Deutschland (SoVD) aus der Region Osnabrück Stadt und Land vor dem Hauptbahnhof in Osnabrück.

Firmen, die 20 Mitarbeiter oder mehr beschäftigen, müssen laut Gesetz mindestens fünf Prozent Behinderte beschäftigen. Nach wie vor weigerten sich viele Unternehmen und Behörden, Schwerbehinderte einzustellen. Rund 40.000 Firmen gehen lieber den Weg, eine Schwerbehindertenabgabe zu leisten.

Trotz Absichtserklärungen vor allem seitens der Politik - die Hürden auf dem ersten Arbeitsmarkt sind für Menschen mit Behinderungen nach wie vor hoch, kritisiert die SoVD Sprecherin Marianne Stönner. In einem Arbeitskreis wurden die wichtigsten Forderungen auf einem Flugblatt zusammengefasst und im Rahmen der Aktion an zahllose Passanten verteilt.

In zahlreichen Kontakten an den Info-Tischen wurden neben diesem besonderen Thema, das der SoVD zum „Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderungen“ besonders herausgestellt hatte, auch weitere Informationen über die Beratungsarbeit des SoVD ausgetauscht.

Den Stellenwert der Teilhabe und Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen auf dem „Ersten Arbeitsmarkt“ machte auch der Landes- und Bundesvorsitzende Adolf Bauer mit seiner Anwesenheit und seinen Hinweisen besonders deutlich.

Infoblatt zum Thema

Christopher Street Day in Osnabrück

Zum ersten Mal wurde in Osnabrück nach dem Motto: „Osnabrück ist bunt“ vom Veranstalter „Netzwerk der Vielfalt“ ein Christopher Street Day durchgeführt. „Osnabrück zeichnet sich durch eine offene moderne Gesellschaft aus, die für Vielfalt und Toleranz steht“, wird ein Mitwirkender zitiert.

Vor 50 Jahren wurde in New York erstmals ein Christopher Street Day veranstaltet – die Demonstration sollte ein Zeichen gegen polizeiliche Willkür auf Amerikas Straßen und vor allen Dingen gegen Homosexuelle und sexuelle Minderheiten setzen.

Bund war es, vielfältig war es, fanden der Kreisvorsitzende der SoVD-Region Osnabrück, Gerd Groskurt und die Vertreterin Kathrin Menke, die besonders von der Zahl der Mitwirkenden sehr beeindruckt waren. Es tut gut, so die beiden übereinstimmend, dass auch im Sinne einer offenen Gesellschaft erreichtes, so demonstrativ auf die Straße gebracht wird.

Teilhabe in den ersten Arbeitsmarkt

SoVD führt Aktion zur Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen durch

Im Zeitfenster rund um den „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ setzt der Sozialverband Deutschland (SoVD) am Freitag, 3. Mai 2019 einen besonderen Akzent. Schwerpunkt der Aktion in diesem Jahr ist das Thema „Teilhabe von Menschen mit Einschränkungen in den ersten Arbeitsmarkt“.

Wenn wir über das Thema „Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“ reden, so die Arbeitskreissprecherin Marianne Stönner, ist die Möglichkeit als Betroffener einen Arbeitsplatz zu bekommen von zentraler Bedeutung.

Neben der Ausgestaltung des Aktionsstandes stellte der Arbeitskreis einen umfangreichen Forderungskatalog zusammen, der sich in den Hauptaussagen auch auf einem Flugblatt wiederfindet.

Ab 11 Uhr sollen auf dem Bahnhofsvorplatz in Osnabrück Interessierte auf dieses Thema angesprochen werden. Teilnehmen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, wird auch der SoVD Landes- und Bundesvorsitzende Adolf Bauer sein.

Zum Herunterladen:

Mit Bussen zum SoVD Treffen nach Hannover

Zu Freitag, den 14. Juni 2019 hat der Landesverband zu einem Treffen in der Swiss-Life Hall auf dem Messe-Gelände in Hannover eingeladen. Um 16 Uhr ist der Veranstaltungsbeginn in der Halle geplant. Einem buntes und interessantes Programmangebot steht unter dem Motto: Euer Einsatz ist unser Gewinn – wir sagen danke!“. Das Ende der Veranstaltung ist um 20 Uhr vorgesehen.

Der Landesverband will mit diesem Angebot den Funktionären, Mitgliedern und Helfern in den Kreis- und Ortsverbänden des SoVD seinen Dank für die ehrenamtliche Arbeit mit einer besonderen Anerkennung deutlich machen. Grundsätzlich können die Ortsverbände (Ansprechpartner sind die Vorsitzenden) Personen für die kostenlose Reise vorschlagen.

Zusätzlich nehmen die Beratungsstellen in Melle (05422-5462) und Osnabrück (0541 350540) Anmeldungen entgegen.

Der Kreisvorstand setzt für die Fahrt zwei Busse ein.

Eine Tour führt über Dissen, GM-Hütte, Osnabrück, Bissendorf und Melle nach Hannover.

Die zweite Tour führt über den Altkreis Bersenbrück, Bramsche Wallenhorst, Belm, Altkreis Wittlage und Melle nach Hannover.

Der Fahrplan kann mit einem Klick hier heruntergeladen werden.

Die Anmeldeliste ist bis zum 6. Mai offen. Mitfahrgelegenheiten werden entsprechend des Eingangsdatums berücksichtigt.

 

SoVD fordert: Heilerziehungspfleger/innen sollen in Niedersachsen kein Schulgeld mehr zahlen

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert, in Niedersachsen das Schulgeld in für Heilerziehungspfleger abzuschaffen. Nach einer neuen Richtlinie werden ab dem nächsten Ausbildungsjahr zwar angehende Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten vom Schulgeld befreit, nicht aber die Heilerziehungspfleger.

Aus Sicht des Sozialverbandes dürften aber auch diese nicht weiter außen vor gelassen werden. Heilerziehungspfleger/innen seien schließlich „Fachkräfte für Teilhabe, Bildung und Pflege und begleiten Menschen mit Behinderung, die Unterstützung benötigten.

Sie sind die einzigen Fachkräfte in der Behindertenhilfe, die über fundierte pädagogische, pflegerische und gemeinwesenorientierte Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen und diese miteinander vernetzen, stellt die Inklusionsbeauftragte des SoVD in der Osnabrücker Region Marianne Stönner fest.

Wer gesellschaftliche Teilhabe als Thema ernst nimmt, muss auch die Forderung nach ausreichend ausgebildetem Personal wahrnehmen. Deshalb solle die Landesregierung alles tun, um Nachwuchs zu finden und alle Hinderungsgründe, wie etwa die Zahlung von Schulgeld im Rahmen der Ausbildung sofort streichen, fordert der SoVD in der Region Osnabrück.

Menschen mit Behinderung in Vollbetreuung können wählen

Ich weiß nicht, wie oft wir in den Gremien des SoVD die Einführung des Wahlrechts für Menschen mit Behinderungen in einer Vollbetreuung gefordert haben. Zuletzt in einem Antrag auf unserer Kreisverbandstagung im letzten Jahr. Mit der Umsetzung in den Ländern Schleswig Holstein und Nordrhein-Westfalen haben wir eigentlich dieses Thema als „erledigt“ angesehen, so der SoVD in einer Mitteilung; mindestens nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Dass die Politik nun noch einmal auf Aufschieben gesetzt hat war nicht nötig, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Nach dem kurzfristigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts an der Europawahl am 26. Mai teilnehmen zu dürfen, vom Montag dieser Woche, müssen Behinderte und psychisch Kranke bis zum 5. Mai einen entsprechenden Antrag stellen. Abgesehen von dem erheblichen logistischen Arbeitsaufwand in den Wahlbüros der Kommunen bleibt ein „Beigeschmack“ der vermeidbar gewesen wäre.

Bei allem zusätzlichen Aufwand bleibt angesichts der Bedeutung der Europawahl die Hoffnung, dass sich allgemein viele Menschen und aus den Betroffenen dieser Gruppe weitere an der Wahl beteiligen.

Der Antrag zur Kreisverbandstagung

Besuch auf vier Pfoten in der HHO-Wohngruppe

Über einen Artikel in der NOZ hat sich ein besonderer Kontakt der SoVD-Gruppe „Besuch auf vier Pfoten“ zur Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück (HHO) Wohnen ergeben. So findet nun seit bereits einem Jahr ein monatlicher Besuch der Bewohnerinnen und Bewohner im Haus Weißenburger Straße der HHO statt, der mit einem gemeinsamen Hundespaziergang über den Westerberg in Osnabrück verbunden wird. Nach einem ersten Kennlerntreffen konnten sowohl die die Besuchergruppe, wie auch die Bewohner der Wohngruppen und das Betreuungspersonal Besuchsumfang und Wünsche besprechen.

Aus ersten Kontakten haben sich tiefe Freundschaften zwischen Hunden und den Bewohnern entwickelt. Der gemeinsam begeisternde Spaziergang schießt Streicheleinheiten und eine entsprechende Leckerli-Belohnungen ein. Paco, Lilly und Tina, besonders gute leinenführige Hunde, genießen die neuen Bekanntschaften und die Bewohner freuen sich auf diesen Tag, als ein besonderes Angebot.

In verschiedenen Wohngruppen, wie dem Haus Weißenburger Straße, in Osnabrück nutzen Menschen mit Beeinträchtigungen das Angebot der HHO Wohnen. Sie werden individuell begleitet und betreut. Im Vordergrund stehen dabei immer die Entwicklung und Förderung der jeweiligen Lebens- und Zukunftsperspektiven jedes Einzelnen. Die Hausgemeinschaft bejaht und nutzt die Chancen des Miteinanders, parallel fördert die konzeptionelle Ausrichtung Privatheit und Orientierung im Sozialraum.

Wer Interesse hat, sich mit seinem Hund dieser Gruppe anzuschließen ist zu dem monatlichen Treffen mit oder ohne Hund am ersten Donnerstag im Monat (2. Mai 2019) 17:30 Uhr im Caté am Rubbenbruchsee herzlich willkommen. Die SoVD-Initiative besucht neben der HHO-Wohngemeinschaft in Osnabrück, Lotte und Hasbergen mittlerweile fünf Senioreneinrichtungen. Nachfragen nimmt der SoVD Vorsitzende Gerd Groskurt (0541/ 40 82 699) gern entgegen.

Rundgang auf dem Heger Friedhof präsentiert einen Zeitsprung zum Kriegsende in Osnabrück

Am 4.April 1945 war für die Osnabrücker Bevölkerung der II Weltkrieg zu Ende. Eine Zeit dramatischer Ereignisse. Er war vorbei, der Nazi-Spuk der über 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Bis in die letzten Tage und Stunden hatte die Diktatur versucht die Menschen mit ihren Durchhalteparolen und dem Mechanismus von Unterdrückung bei der „Stange zu halten“. Langsam und von vielen verleugnet kamen Wahrheiten ans Tageslicht die mit persönlichen Schicksalen und Gegebenheiten auf den Gräbern und Gedenkstätten auf dem Heger Friedhof von Petra Joachimmeyer und Anika Groskurt vorgestellt wurden.

Menschen denen unsägliches Unrecht widerfahren ist. Menschen, die sich aufrecht und mit ihrer ganzen Kraft gegen Menschenverachtung und der Brutalität eines Regimes gestellt haben. Menschen, die mit ihrem Engagement für den Wiederaufbau der Demokratie einen wertvollen Beitrag geleistet haben. Deutlich wurde auch, wie schwer sich die „neue Demokratie“ nach Kriegende damit tat, die Gräueltaten und Ungerechtigkeiten aufzuarbeiten.

An den einzelnen Schicksalen und Gegebenheiten, die die beiden Akteure akribisch zusammengetragen und recherchiert hatten, wurde zudem auch immer wieder eine Brücke in die damalige Zeit gebaut, die für die Anwesenden in einen geschichtlichen Rahmen eingestuft werden konnten aber nicht mit persönlichen Erleben verbunden war.  Vor diesem Hintergrund freute sich die Initiative Osnabrücker Spurensuche, die von der AWO und den SoVD Ortsverbänden in Osnabrück unterstützt wird über die beträchtliche Teilnehmerzahl.

In der Trauerhalle des Heger-Friedhofs wurde von vielen Besuchern zum Abschluss der Begehung die Chance genutzt, sich bei einem Gespräch im Detail an den aufgestellten Informationstafeln zu informieren.

SoVD: Menschen mit „Wurzeln“ aus anderen Ländern einbinden

Der Sozialverband Deutschland will auch ein Weg der Integration für Menschen sein, die ihre „Wurzeln“ in andern Ländern haben. Diese Aufgabe hat im SoVD der Sprecher des Arbeitskreises Migration, Ismail Özpolat übernommen.

Viele der Migranten haben mit dem SoVD über die Beratung erste gute Erfahrungen gemacht. Darauf wollen der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt und Ismail Özpolat aufbauen.

Zu Mittwoch, den 3. April 2019, 17:30 Uhr, sind zu einem ersten Treffen Mitglieder und Interessierte in das Haus der Jugend in Osnabrück (Große Gildewart 6) herzlich eingeladen.

In diesem ersten Kontaktgespräch sollen Ziele und erste Arbeitsschritte besprochen und geplant werden.

Fotoaktion der SoVD Frauen

Hanna Nauber: Gerade Mütterrente braucht eine gerechte Behandlung

Eine sozial gerechte Lösung kann nur mit einer Gleichbehandlung von Kindererziehungszeiten vor und nach 1992 hergestellt werden, sind sich die SoVD-Frauen aus der Region Osnabrück einig. Seit Jahren, so die erste Kreisfrauenvorsitzende Hanna Nauber machen wir uns für eine gerechte Mütterrente stark. In der Vergangenheit konnten wir mit anderen Organisationen und einer Unterschriftensammlung erste Erfolge erreichen. Mütter die vor 1992 Kinder groß gezogen haben bekamen zweieinhalb statt bisher zwei Punkte angerechnet. Bei Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, wurden bisher nur zwei Jahre anerkannt. Erreicht wurde, dass künftig alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden pro Kind einen zusätzlichen halben Rentenpunkt bekommen. Jetzt geht es noch um den einen halben Punkt und im Kern um Gerechtigkeit.

Gerade weil für Frauen die gesetzliche Rente nach wie vor die vorrangige und vielfach einzig zugängliche Altersvorsorge ist und war, so Hanna Nauber in dem Vorgespräch der Plakataktion, muss die Grenzmarkierung 1992 fallen. Mehrere der mitwirkenden Frauen können ganz persönlich über viele denkwürdige Gegebenheiten berichten, die zu Einschränkungen in der Rentenbiographie geführt haben. Unter dem zusammengesetzten Spruch „GLEICHE MÜTTERRENTE FÜR ALLE ! finden sie alle ihre Interessen eingebunden.

SoVD: Für die Rente Erziehungszeiten anmelden

Neues Jahr, neue Regeln: Seit Januar 2019 reicht die Erziehung von zwei Kindern für den Anspruch auf eine eigene Rente. Vor allem ältere Hausfrauen, die kaum Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können damit ab sofort eine gesetzliche Alterssicherung erhalten. Dafür müssen sie ihre Erziehungszeiten beim Rentenversicherer melden und die Rente beantragen.

Für eine Altersrente müssen mindestens fünf Beitragsjahre im Rentenkonto gespeichert sein. Das können auch Kindererziehungsjahre sein. Diese Erziehungszeit hat sich zum Jahresbeginn 2019 für viele Mütter und Väter erhöht: Jetzt werden für jedes vor 1992 geborene Kind zweieinhalb Jahre im Rentenkonto gespeichert statt – wie bisher – nur zwei Jahre. So reichen schon die Erziehungszeiten für zwei Kinder aus, um eine Rente zu bekommen.

Für alle, die bereits eine Rente erhalten oder beantragt haben, gilt: Ihre monatlichen Einkünfte erhöhen sich für jedes vor 1992 geborene Kind um gut 16 Euro. Wer neu in den Ruhestand geht, bekommt den Mehrbetrag bereits mit der ersten Auszahlung. Mütter und Väter, die schon Rentner sind, werden den Aufschlag bis Mitte des Jahres auf ihrem Konto haben – ohne einen gesonderten Antrag. Der Differenzbetrag aus den vergangenen Monaten wird dann nachgezahlt. Allein Adoptiv- und Pflegeeltern müssen einen Antrag für die höhere Rente bei ihrem Rentenversicherer stellen.

Hilfe bieten auch die SoVD Beratungsstellen, die unter den Telefonnummer: Bohmte 05471 / 555 / Bersenbrück 05439/ 904310 / Melle 05422 / 5462 und Osnabrück 0541 / 350 540, zu erreichen sind.

SoVD Kreisverband ehrt Friedhelm Weber

25 Jahre Vorsitzender im Ortsverband Nemden ist eine besondere Leistung

Ob Reichsbund oder SoVD – ob früher oder heute: Dieser Verband wäre nichts ohne seine „Ehrenamtlichen“, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt und wir tun gut daran, dieses mit entsprechender Aufmerksamkeit zu würdigen. Für ganz besondere Ehrungen hat der Kreisvorstand einen Erinnerungsstein des Reichsbund-Gründers Erich Kuttner herstellen lassen.

Kuttner,erlebte nach einer schweren Verwundung im I. Weltkrieg im Lazarett, wie unübersichtlich für viele Verwundete Anträge und Formalitäten waren und gründete schon im Jahr 1917 den Bund der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen, später in Reichsbund umbenannt, der im Jahr 1999 den Namen in Sozialverband Deutschland (SoVD) erneut änderte. Früh kam der politisch aktive, als Redakteur arbeitende Jurist mit den Nazis in Konflikt. Er flieht nach Holland, wird dort nach dem Einmarsch der Deutschen Truppen verhaftet und in das KZ Mauthausen verbracht, wo er am 6. Oktober ermordet wurde.

Erich Kuttner´s Satz: “Was ich will, soll Tat werden!“ galt gestern, heute und in Zukunft, so der Kreisvorsitzende bei der Übergabe. Für die Menschen die im Umgang mit Behörden und Institutionen Unterstützung brauchen. Für Frauen, Männer und Familien, deren Interessen  bei Gesetzgebungsverfahren nicht ausreichend berücksichtigt werden. Und für das ehrenamtliche Engagement vieler Mitglieder, die sich in Ihrer Nähe – auch hier in Nemden – um die große Familie des Sozialverbands kümmern.

Verschiedene Menschen stellen verschiedene Anforderungen an „ihren“ Verband, der für viele „ihre Nachbarschaft“ geworden ist. Die einen wollen sich mit anderen gemütlich treffen. Die anderen wollen, dass der Verband ihre Interessen sozialpolitisch vertritt. Und wieder andere sehen den SoVD als Dienstleister mit einem breitem Service- und Beratungsangebot. „Die Steuerung dieser Interessen hast du jetzt 25 Jahre wahrgenommen, und dafür danken wir dir herzlich, so der SoVD Kreisvorsitzende bei der Übergabe wörtlich.

Information über Erich Kuttner

4-Sterne Ortsverbands Ausschreibung

SoVD setzt Prämierung sozialer und organisatorischer Arbeit fort

Der SoVD-Kreisvorstand hat zum zweiten Mal die Aktion „4-Sterne Ortsverbände“ ausgeschrieben. Festgelegt sind vier Basissterne, die an die Ortsverbandsarbeit festgelegte Bedingungen knüpfen und grundsätzlich erreicht werden müssen. Darüber hinaus wird es noch Bonuspunkte geben, die bei der Bewertung, wer die finanziell dotierten ersten drei Plätze erreicht, zur Entscheidung beitragen können.

Wir wollen mit dieser Ausschreibung unser Veranstaltungsangebot in den Ortsverbänden und damit in der Nähe der Menschen erhalten und unterstützen. Im letzten Jahr waren die Preisträger die Ortsverbände Bersenbrück, Osnabrück Wüste und Voxtrup. Da sind Kraft, Perspektiven und großes Engagement besonders deutlich geworden, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

 In diesem Jahr sollen die Gewinner auf unserer 100-jährigen Geburtstagsfeier am 27. September geehrt werden. An diesem Tag soll es eben nicht nur um unsere Geschichte und Tradition, sondern auch um die Gestaltung und Perspektiven zukünftiger Arbeit gehen.

Neben den direkten Informationen an die 50 Ortsverbände ist der Ausschreibungsrahmen auch auf der Internetseite: https://www.sovd-osnabruecker-land.de/aktuelles/downloads/ verfügbar. Abgabefrist für die Bewerbung ist der 1. Mai 2019.

25 Jahre Pflegeversicherung - Dr. Norbert Blüm hat vorläufig abgesagt

Genau am 22.April 1994 im Bundestag und am 29. April 1994 im Bundesrat beschossen die entsprechenden Gremien die Einrichtung einer Pflegeversicherung. Im SoVD der Region sollte an dieses Datum am  25. April 2019 erinnert werden.

Mit Beschlüssen und Aktivitäten plante der SoVD nach einer ersten Kontaktaufnahme eine öffentliche Veranstaltung. Vor wenigen Tagen erreichte uns die Meldung, dass Nobert Blüm, als der damalig zuständige Sozialminister, seinen Termin aus familiären Gründen kurzfristig absagen muss.

Ein Angebot, diesen Termin im Herbst durchzuführen wird der Kreisvorstand auf seiner nächsten Sitzung beraten.

Information über den Einstieg in den SoVD

Viele Fragen und handwerkliche Hinweise soll das erste Nachwuchsgespräch des SoVD in der Region Osnabrück vermitteln. Termin, so teilt die Arbeitskreisvorsitzende Hanna Nauber, verantwortlich für den Bereich Altkreis und Stadt Osnabrück mit, ist Freitag, 29. März 2019, 17:30 Uhr in der Gaststätte Thies in Hasbergen/Gaste.

Unser Konzept ist „sehr durchlässig“ entwickelt, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Damit bleiben auf jeden Fall noch ausreichend Möglichkeiten auf die konkreten Fragen einzugehen aber auch Hinweise einzuarbeiten. Dieses Gesprächsangebot richtet sich vorzugsweise an Mitglieder, die in der Regel über eine Beratung zum SoVD gekommen sind, soll aber auch für Interessierte offen sein.

In den Wahlversammlungen ist in der Regel kaum einzuschätzen, was eine Funktion für einen Zeitaufwand bindet und welche Aufgaben sie mit sich bringt. Allerdings werden die Meisten in der Beratung gemerkt haben, dass viele Vorstellungen und Wünsche durch ordnungspolitische Vorgaben und gesetzliche Regelegungen oder Auslegungen begrenzt sind. Hier etwas zu verändern ist eine der Aufgaben des SoVD. Hinzu kommt natürlich, dass der SoVD auch in seinen rund 50 Ortsverbänden die Gemeinschaft pflegt. Ein breiter Aufgabenbereich der ehrenamtlich organisiert und gestaltet werden muss. Zusammenfassend heißt das aber auch, dass wir für viele Talente und Hilfen, für unterschiedliche zeitliche Belastungen oder für verschiedene Wünsche und Qualifikationen eine Funktion im Angebot haben.

Damit die organisatorische Vorbereitung geplant werden kann, bitten wir um eine telefonische Anmeldung bei Gerd Groskurt (0541 / 4082699).

Eine Grabstätte sollte ein Stück Erinnerungskultur sein

Sachlich und mit sehr viel Einfühlungsvermögen stellten Petra Joachimmeyer vom Osnabrücker ServiceBetrieb und Merle Gust (links im Bild) von der Friedhofsgärtnerei Gust Möglichkeiten der Einrichtung und der Gestaltung einer Grabstätte vor. Interessierte die an der vom SoVD durchgeführten Informationsveranstaltung dabei waren, nahmen viele Anregungen und Hinweise mit. Planung, finanzieller Aufwand und der anschließende Pflegebedarf entwickelten sich als die zentralen Fragen, die nach der allgemeinen Vorstellungpräsentation weiter in persönlichen Gesprächen bei Kaffee und Gebäck vertieft wurden.

Angesprochen wurde in diesem Zusammenhang auch, wie eine Vereinbarung einer Dauergrabpflege über eine abgesicherte Treuhandstelle festgelegt werden kann.

Die Referenten stellten in ihren Berichten ganz besonders heraus, diesen „letzten Garten“ in Erinnerung an schöne Lebensmomente im Sinne eigener Wünsche und Vorstellungen zu planen. Wie dabei gärtnerische und ökologische Gegebenheiten einbezogen werden sollten, stellten sie sowohl an dem Bedingungen, die sich durch die Lage des Grabes und dem sich daraus ergebenden Umfeld vor.

Als Fazit fasste der SoVD Vorsitzende Gerd Groskurt die Hinweise des interessanten Nachmittags mit dem Dank an die Vortragenden und dem Satz zusammen, sich mit Bedacht auf eine „Erinnerungskultur“ einzulassen, die auch durch eigene Wünsche geprägt ist.

Veranstaltung zum EQUAL PAY DAY

18.März 2019 um 14.30 Uhr vor den Städitischen Bühnen Osnabrück

Die Einladung zum Herunterladen

18. März 2019: Tag der Entgeltgleichheit (Equal Pay Day)

SoVD Frauen als „Bartträgerinnen“ weisen auf Veränderungen im gesellschaftlichen Umfeld hin

Deutschlandweit liegt laut statistischem Bundesamt das geschlechterspezifische Lohngefälle, bei 21 Prozent. Das heißt: Frauen verdienen durchschnittlich 21 Prozent weniger als Männer.

Natürlich liegt das auch daran, so die SoVD Frauensprecherin Hanna Nauber, dass typische Frauenberufe wie Kinderpflegerin oder Krankenschwester, Verkäuferin oder Büroassistentin schlechter bezahlt werden.

Aber das alles ist keine ausreichende Erklärung für die Lohnunterschiede. Denn auch in den Berufen, für die Kenntnisse in Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und Technik gefordert sind, gehen die Frauen mit weniger Lohn nach Hause als ihre männlichen Kollegen.

Der Equal Pay Day oder Tag der Entgeltgleichheit erinnert daran, dass Frauen bis zum 18. März arbeiten müssen, um das durchschnittliche Gehalt der Männer am Vorjahresende zu erreichen. Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine Unverschämtheit, so die SoVD Frauen.

Wir sind es leid, jeden Equal Pay Day ohne wirkliche Entwicklungen hinzunehmen. Rechenakrobatik und wissenschaftliche Untersuchungen vermitteln den Anschein, diese Entwicklung sei ein von den Frauen selbst gewähltes Schicksal.

Dabei haben Teilzeitbeschäftigung, längere Babypausen und die geringere Repräsentanz von Frauen in den Führungsetagen viel zu tun mit Unternehmenskultur und den Spielregeln auf dem Arbeitsmarkt.

Unsere Botschaft ist in diesem Jahr mit der Verteilung der „Roten SoVD-Taschen“ nicht nur auf das Gehaltsgefälle ausgerichtet.

Mit dem Tragen eines Bartes wollen wir auch auf unseren Anspruch hinweisen, dass sich das gesellschaftliche Umfeld grundlegend ändern muss.

Unsere Forderungen sind klar und deutlich. Wir wollen „Gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit“ so die SoVD-Vertreterinnen, die sich am 18. März um 14:30 Uhr vor dem Osnabrücker Theater zu einem Demonstrationszug durch die Fußgängerzone versammeln. Interessierte sind herzlich willkommen.

Das Flugblatt des SoVD zum Equal Pay Day herunterladen

Fragen rund um das Thema Gräber und deren Pflege

Der SoVD bietet am Dienstag, 12. März um 16:00 in der Alten Kapelle auf dem Heger Friedhof eine Informationsveranstaltung an.

Mitarbeiter der städtischen Friedhofsverwaltung des Osnabrücker ServiceBetriebs und Merle Gust von der Friedhofsgärtnerei Gust erläutern allen Interessierten Fragestellungen rund um die Themen Grabauswahl, Grabpflege und Beisetzungskosten.

Wie findet man die passende Beisetzungsform? Welche Arten von Gräbern gibt es?

Wie können Grabgestaltung und einfache Grabpflege auch bei großen Gräbern aussehen? Was ist Dauergrabpflege? Wie kann die Umsetzung persönlicher Beisetzungswünsche sichergestellt werden? Welche Beisetzungen sind in einem Familiengrab möglich, wie kann es verlängert oder verkleinert werden?

Im Anschluss an den Vortrag haben Interessierte bei Kaffee und Tee noch Gelegenheit Ihre individuellen Anliegen zum Thema mit den verschiedenen Vertretern zu besprechen.

Schluss mit der Vernichtung von Lebensmitteln

SoVD fordert die zuständigen Ministerinnen in einem Brief zum Handeln auf

Der SoVD nimmt mit großer Sorge zur Kenntnis, dass wiederholt Menschen angeklagt werden, die sich aus sehr nachvollziehbaren Gründen gegen die Vernichtung von noch verwendbaren Lebensmitteln wenden. Bundesweit sind zurzeit noch fünf Verfahren anhängig. In einem jetzt durch die Medien verbreiteten Verfahren sind zwei Studentinnen wegen gemeinschaftlichen Diebstahls schuldig gesprochen worden.

Menschen, die das sogenannte „Containern“ durchführen, müssen sich vor Gerichten verantworten, weil sie von den Supermärkten als Abfall bezeichneten und weggeworfenen Lebensmittel aussortieren und sammeln, die noch genießbar sind.

Wir wollen uns nicht in juristische Spitzfindigkeiten verzetteln, wann Diebstahl begangen wird oder Gutachten ergründen ob, wie lange und unter welchen Umständen Müll eigentlich noch als Eigentum des Verursachers gesehen werden kann. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass in Deutschland darüber gestritten wird, wem der Müll eigentlich gehört, während in anderen europäischen Ländern die Vernichtung von Lebensmitteln verboten wird, positionierte sich der SoVD Kreisvorsitzende in der Diskussion eindeutig .

In den durch die Medien gegangenen Fällen haben im Wesentlichen junge Menschen, die sich selbst als „Essensretter“ bezeichnen, aus Überzeugung ein Problem öffentlich gemacht und damit eine Verschwendung, der in unserer Gesellschaft Einhalt geboten werden sollte.

Der SoVD hält es für dringend erforderlich, dass Nachdenken über Nachhaltigkeit, ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen und die Berücksichtigung der materiellen Not anderer, zu gesetzgeberischen Maßnahmen führen müssen, die die Vernichtung von Lebensmitteln unterbindet.

In einem Brief an die beiden zuständigen Ministerinnen Barley und Klöckner formuliert der SoVD Kreisverband den Schlusssatz: „Viele unserer Mitglieder haben Zeiten von Entbehrungen konkret miterlebt, vor dem Hintergrund ihrer respektablen Lebensleistung fordern wir Sie auf - bei erkennbaren Handlungsbedarf - gesetzgeberische Maßnahmen sofort zu ergreifen und nicht bis zu einer Zwischenbilanz 2025 zurückzustellen“.

Klick | Der Brief an die Ministerinnen zum Nachlesen

Übernahme von Fahrkosten erleichtert

Weniger Bürokratie bei dauerhafter Mobilitätsbeeinträchtigung

Die Kosten für Krankenfahrten zu ambulanten Behandlungen können seit Jahresbeginn 2019 auch ohne vorherige Genehmigung der Krankenkasse übernommen werden. Darauf weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Osnabrück hin. Für schwerbehinderte Versicherte mit den Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung), Bl (Blindheit) oder H (Hilflosigkeit) sowie für Pflegebedürftige ab Pflegegrad 3 genügt dafür ab sofort bereits die ärztliche Verordnung.

Lediglich beim Pflegegrad 3 wird zusätzlich die dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität geprüft. „Die Gesetzesänderung spart den Betroffenen viel Zeit und bürokratischen Aufwand“, betont der Sprecher des offenen sozialpolitischen Arbeitskreises Hans-Werner Jungholt.

Gerade, wenn es mal schnell gehen musste – etwa bei akuten Notfällen – konnte es für die Versicherten bisher teuer werden: „Fehlte die Genehmigung der Krankenkasse bei Fahrtbeginn, wurden die Fahrkosten nachträglich nicht erstattet“, so der SoVD in der Osnabrücker Region.

Der SoVD begrüße die neue Regelung daher ausdrücklich. „Sie gilt für alle Fahrten zu ambulanten ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlungen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln, privaten Pkw, Mietwagen oder Taxis durchgeführt werden“. Für Fahrten mit einem Krankenwagen bestehe dagegen auch weiterhin eine Genehmigungspflicht.

Unverändert gilt, dass Ärzte und Zahnärzte eine Fahrt nur dann verordnen dürfen, wenn dafür ein zwingender medizinischer Grund vorliegt. Bei der Entscheidung über das erforderliche Fahrzeug muss das Wirtschaftlichkeitsgebot genauso beachtet werden wie der Gesundheitszustand und die Gehfähigkeit des Versicherten.

SoVD: Menschen mit „Wurzeln“ aus anderen Ländern einbinden

Der Sozialverband Deutschland will auch ein Weg der Integration für Menschen sein, die ihre „Wurzeln“ in andern Ländern haben. Diese Aufgabe hat im SoVD der Sprecher des Arbeitskreises Migration, Ismail Özpolat übernommen.

Dabei setzt der Sprecher zuerst auf eine breite Kontaktaufnahme. "Mir kommt es darauf an, nicht am Bedarf vorbei zu organisieren". Viele der Migranten haben mit dem SoVD über die Beratung erste gute Erfahrungen gemacht. Darauf will Ismail Özpolat aufbauen.

Den SoVD in Besuchen auch als gesellschaftlich tätigen Verband vorzustellen gehört zu seinen ersten Handlungsansätzen. Unser Bild zeigt ein Erinnerungsfoto mit dem Vertreter des Alevitischen Kulturzentrums Osnabrück (v.l.n.r.) Seda und Ismail Özpolat und Mustafa Keskin. Am 3. April soll dann eine erste offene Zusammenkunft in Osnabrück, Interessierte zu einem Gespräch zusammenführen.

Niedersächsische Wahl "Behindertensportler 2019"

Wählen Sie den Behindertensportler in Niedersachsen mit

Der Sieger wird am 7. März proklamiert. Was ist denn das Besondere an der Wahl?

Zunächst einmal sind wir Vorreiter. Die erste Abstimmung gab es 2001, das war drei Jahre vor der deutschlandweiten Behindertensportler-Wahl. Und selbst bei den Nicht-Behinderten wurde die Auszeichnung eines niedersächsischen Sportlers des Jahres erst später realisiert. Wir sind eine Bürgerwahl, das heißt, jeder im Land kann mitmachen. Und bei unserer Abstimmung geht es nicht um die Leistung allein. Wir würdigen auch die Entwicklung der Persönlichkeit. Es stellen sich ja keine glatt polierten Hochglanz-Athleten zur Wahl, sondern Menschen, die mit Handicap zur Welt gekommen sind oder durch Krankheiten oder Unfälle Lebensbrüche erlitten haben

Die Abstimmung über den Behindertensportler des Jahres 2019 in Niedersachsen ist in vollem Gange. Sie können bis zum 27. Februar Ihren Favoriten unter www.sportbuzzer.de/behindertensportwahl. wählen. Dort finden Sie auch ausführliche Vorstellungen der sechs Kandidaten – des Basketballers Alexander Budde, der Tennisspielerin Sabine Ellerbrock, des Leichtathleten Phil Grolla, des Fußballers Roland Kaiser, des Skilangläufers und Biathleten Steffen Lehmker und der Sportschützin Elke Seeliger.

Und jeder, der seine Stimme abgibt, kann auch selbst einen der 60 hochwertigen Preise gewinnen, die der Behindertensportverband Niedersachsen und seine Partner ausgelobt haben. Hauptgewinne sind ein E-Motorroller, eine Reise an die türkische Ägäis und ein Reisegutschein im Wert von 1000 Euro.

SoVD Vertreter aus 50 Ortsverbänden treffen sich

Zu Freitag, 1. März 2019, 17:30 Uhr im Gasthaus Kortlüke in Belm / Vehrte hat der SoVD seine Vorsitzenden oder deren Vertreter eingeladen.

Das Jahr 2019, so der Kreisvorsitzende, wird ein ereignisreiches Jahr, in das auch der regionale 100-jährige Geburtstag des SoVD und ehemaligen Reichsbundes fällt.

Zusätzlich werden weitere Aktionen und Projekte besprochen, die ohne die Mitwirkung und Unterstützung der Ortsverbände nicht umsetzbar wären.

Aufgaben verschiedener Arbeitskreise wie Migration, Inklusion und unsere Offene Sozialwerkstatt sowie Projektgruppen zur Organisation und Nachwuchsförderung müssen mit den OV-Vertretern besprochen werden. Da reicht es nicht, nur einfach einen Brief zu formulieren, ist sich Gerd Groskurt sicher.

Aus organisatorischen Gründen bittet der SoVD um eine Anmeldung bei den Beratungsbüros in Bersenbrück, Bohmte, Melle oder Osnabrück.

SoVD-Inklusionspreis 2019

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen schreibt nach dem überragenden Erfolgen in den letzten Jahren auch 2019 wieder einen Inklusionspreis aus, so die Arbeitskreisvorsitzende „Inklusion“ Marianne Stönner aus der Region Osnabrück. Der Preis in den Kategorien Ehrenamt, Sport und Medien ist zusammen mit 19.000 Euro dotiert. Zentrale Kriterien in den drei Kategorien sind unter anderem: Gemeinwohlorientierung, Innovation, Nachhaltigkeit, sowie herausragende publizistische Leistungen.

Die vollständige Ausschreibung und weitere Informationen kann unter: www.inklusionspreis-niedersachsen.de im Internet herunter geladen werden. Teilnehmen können ehrenamtlich Engagierte, Journalisten sowie LSB-Mitgliedsvereine. Einsendeschluss ist der 1. April 2019.

Eine Evolution keine Revolution

Nicht nur ein neues Logo. Der SoVD wird in seinem Erscheinungsbild menschennäher und ausdrucksstärker.

Die neue „Anmutung des SoVD“ überzeugte rund 250 Funktionäre aus ganz Niedersachsen. Nach einer umfassenden Präsentation, die auch die Entwicklung aufzeigte, war bei einem anschließenden Gespräch große Zustimmung zu spüren.

Adolf Bauer (Landesvorsitzender) und Dirk Swinke (Landesgeschäftsführer) sprachen zwar davon, „die neuen Eindrücke erst einmal ein paar Tage sacken zu lassen“, konnten sich aber schon in den anschließenden Nachfolgegesprächen großer Zustimmung sicher sein. Vielfach wurde Bedauern darüber geäußert, dass erst nach der Bundeskonferenz im Herbst dieses Jahres die endgültige Umsetzung der Veränderungen startet.

Was muss in eine Krankenhaustasche?

Eine gute Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt ist unabdingbar. Viele Dinge werden mit kürzerer Frist- auch weil Besorgnisse und Ungewissheiten zunehmen – in der Regel nicht einfacher. Auch Fragen wer sieht mal in meiner Wohnung nach dem Rechten und was muss ich an Medikamenten mitbringen, waren Inhalt einer Gesprächsrunde zu der der SoVD als sachkundige Expertin die Heimleiterin Antje Schulte-Schoh gewinnen konnte. Insgesamt will der SoVD eine Hinweisseite zusammenstellen, die sowohl im Internet aber auch in Papierform angeboten wird.

Nach einer ersten Gesprächsrunde sammelten (Bild v.l.n.r) Karin Werner, Rita Senft-Stolten und Antje Schulte Schoh verschiedene Stichpunkte zusammen und ordneten sie systematisch. Anhand dieser Hinweiskarten entwickelten sich weitere Anmerkungen, die der SoVD zeitnah zu einer Checkliste zusammenstellen und kostenlos anbieten will.

Download: Hinweiszettel zum Packen einer Krankenhaustasche

Was muss in eine Krankenhaustasche?

Eine gute Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt ist unabdingbar. Viele Dinge werden mit kürzerer Frist- auch weil Besorgnisse und Ungewissheiten zunehmen – in der Regel nicht einfacher. Hilfreich ist zum Beispiel auch, dass das normale Equipment, das einem sofort einfällt, frühzeitig „gesichtet“ wird. Auch Fragen, wer sieht mal in meiner Wohnung nach dem Rechten und was muss ich an Medikamenten mitbringen, werden Gesprächsinhalt sein. bin sicher zu diesem Thema wird uns viel einfallen, so eine SoVD Mitteilung, der mit Heimleiterin Antje Schulte-Schoh noch eine erfahrene Expertin gewinnen konnte.

Termin ist Mittwoch, 13. Feb. 2019, 15:00 Uhr im Seniorenheim Fürstenhof, Osnabrück Fürstenauer Weg 8 – 10. Mitglieder und Interessierte sind herzlich willkommen, eine telefonische Anmeldung (0541 40 82 699) wäre hilfreich. Die Gesprächsergebnisse will der SoVD dann dokumentieren und auf Anfrage geschrieben und digital zur Verfügung stellen.

SoVD übergibt Gedenkstein an die Initiative Spurensuche

Hanna Nauber: Anerkennung für die Schaffung der Erinnerungsstätte für die Zwangsarbeiterkinder in Osnabrück

Alle die hier sind haben bestimmt die Aktionen der Gruppe „Spurensuche Osnabrück“, der AWO und eben auch des SoVD zur Schaffung einer Gedenkstätte für die gestorbenen Kinder von Zwangsarbeiterinnen in Osnabrück verfolgt. Der Sozialverband Deutschland hat gerade in der letzten Zeit zu seinem 100-jährigen Bestehen noch einmal seine Geschichte und Tradition besonders aufgearbeitet.

Unser Gründervater Erich Kuttner hat im Jahr 1917 diesen Verband – damals noch unter dem Namen Bund der Kriegsteilnehmer und Hinterbliebenen gegründet (Später nahm der Verband den Namen Reichsbund an und seit 1999 steht für ihn der Name Sozialverband Deutschland –SoVD-) Erich Kuttner hat nicht nur die Unmenschlichkeit des I. Weltkriegs, sondern auch die Zeit der Nazi-Diktatur als Verfolgter ganz persönlich erlebt.

Download: Infoblatt Erich Kuttner

Praktisch bis zu seinem Tod im KZ Mauthausen 1942, so die 2. Kreisvorsitzende Hanna Nauber bei der Übergabe des ersten vom SoVD Osnabrück entworfenen „Erinnerungssteins“ an Petra Joachimmeyer (links) und Anika Groskurt (rechts) auf einer Veranstaltung der Initiative auf dem Heger Friedhof am Holocaust-Gedenktag.

Für den Kreisvorstand des SoVD darf ich damit für die wichtige Arbeit, die besonders durch euer Engagement getragen wurde, unseren besonderen Dank überbringen. Für Euch, die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Spender die dieses Projekt mitgetragen und finanziell unterstützt haben, so Hanna Nauber bei der Übergabe des Erinnerungssteins wörtlich.

Anschließend machten die Sprecher der Initiative einen Rundgang über den Heger Friedhof und stellten an vielen Grabstätten die persönliche Geschichte von Verfolgten der Nazi-Diktatur vor.

An der vermuteten Grabstätte von Josef Burgdorf übernahm der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt diese Aufgabe. Die Rede ist hier dokumentiert: Rede zum Gedenken an Josef Burgdorf

100 Jahre Frauen im SoVD

Hanna Nauber: Wir haben viele „Meilensteine“ durchgesetzt

2019 begehen die Frauen im Sozialverband Deutschland ein besonderes Jubiläum: Ihr Engagement für die Interessen und Rechte von Frauen währt dann genau 100 Jahre. Der runde Geburtstag der Frauen zwei Jahre nach dem großen Verbandsjubiläum ist Anlass für eine große Zahl an Veranstaltungen, die über das ganze Jahr hinweg stattfinden.  Den Auftakt der Festlichkeiten bildete am 15. Januar ein Jubiläumsempfang des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen in Hannover. Unter dem Titel: „Gleiches Recht für alle: 100 Jahre Frauen im SoVD“ nahmen an dieser Veranstaltung, neben der Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber, ihre Vertreterin Karin Werner und die Schatzmeisterin Marianne Zahn teil.

Die ersten Frauen im damaligen Reichsbund waren durch ihr hartes Schicksal zur Selbstbehauptung gezwungen. Durch den Ersten Weltkrieg waren viele unter ihnen zur Witwe geworden. Wenn sie ihren Mann nicht ganz verloren hatten, so war er häufig kriegsversehrt und konnte die Familie nicht mehr ernähren. So mussten Millionen Frauen den für sie ungewohnten und harten Schritt wagen, für die wirtschaftliche und soziale Sicherung ihrer Familie zu kämpfen, wenn sie nicht vor Hunger sterben wollten. „Dieses Engagement der Frauen kam damals einer Revolution gleich“, so die Osnabrücker Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber wörtlich.

Bereits eineinhalb Jahre nach der Gründung bezeugt jedoch ein Bericht der SoVD Zeitung den starken Willen der Frauen, sich mit Tatkraft für die Wahrnehmung ihrer Rechte und für mehr soziale Gerechtigkeit einzubringen.

In den nachfolgenden Jahrzehnten kämpften die Frauen unermüdlich gegen eine ungerechte Politik, unter deren Folgen ihre Geschlechtsgenossinnen, insbesondere auch Frauen mit Behinderung, zu leiden hatten.

Ein Schwerpunkt ihres Protests war und ist dabei das Thema Alterssicherung. Denn auch heute ist die Gefahr von Altersarmut längst nicht gebannt. „Altersarmut ist weiblich, auch heute noch“, stellen die Frauen im SoVD im Gespräch mit der Landesfrauenvorsitzenden Roswitha Reiß übereinstimmen fest.

In den fast 100 Jahren ihres Bestehens haben die im Verband organisierten Frauen somit viele Verbesserungen erzielen können. In der Geschichte der Frauenarbeit im SoVD, so die Kreisfrauensprecherin, gibt es viele „Meilensteine“, die wir für die Frauen konkret erreichen konnten. Eine vollständige Gleichstellung ist jedoch noch nicht erreicht. So gilt es auch künftig, eine Ausweitung partnerschaftlicher, familienpolitischer Leistungen sowie eine spürbarere Aufwertung personenbezogener Dienstleistungsberufe herzustellen, die überwiegend Frauen ausüben.

An erster Stelle bleibt das Ziel einer gerechten und nachhaltigen Anerkennung der Leistung von Frauen – ihrer bezahlten und unbezahlten Arbeit.

Schüler Helfen Leben

SoVD weist auf den Aktionstag am 19. Juni 2019 hin

Der SoVD in der Region Osnabrück weist in einer Mitteilung auf den Aktionstag der Aktion „Schüler helfen leben“ am 19. Juni 2019 hin.

An diesem Tag können mit Genehmigung der Länder bundesweit Schüler für einen Tag die Schulbank mit einem Arbeitsplatz tauschen. Ob beim Bäcker, im Büro oder beim Nachbarn- jede dem Alter angemessene Arbeit ist erlaubt. Auch Privatpersonen und Organisationen und Vereine können „Arbeitgeber“ für einen Tag sein. Das vereinbarte Entgelt wird dann der Organisation „Schüler Helfen Leben“ gespendet und für Jugend- und Schülerprojekte verwandt.

Die Teilnahmebedingungen für Schulen, Schüler und Arbeitgeber sind in ausführlichen Broschüren im Detail dargelegt oder über Kontakte telefonisch herzustellen (www.schueler-helfen-leben.de ). Teilnehmende Schulen können auch über eine direkte Teilnahme an der Abstimmung zur Verwendung der Mittel mitwirken. Im letzten Jahr haben bundesweit rund 70.000 Schüler ca. 1, 5 Millionen Euro erarbeitet.

Wir würden uns freuen, wenn sich in unserer Region Schulen oder Einzelpersonen beteiligen. Natürlich würde auch der SoVD in seinen Beratungsstellen einen Arbeitsplatz für den 19. Juni anbieten, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Auf ins Jahr 2019

In den letzten Tagen des Jahres wimmelte es geradezu von Botschaften für das neue Jahr. Damit geizen auch nicht, die durch Marketingstrategien getriebenen professionellen Wunscherfüller mit dem Dreisatz: kaufen, dazugehören und glücklich sein.

Es soll sie ja noch geben, die Menschen, die nach ein bisschen mehr Tiefe suchen. Die sich nicht vorschreiben lassen wollen, was ein glückliches und gelungenes Leben ausmacht. Schnell landet man bei diesen Gedanken an die unseligen Entwicklungen vergangener Monate. „Wir, die Guten“ gegen „Die anderen, die Schlechten“ ist gesellschaftliche Ausgrenzungsnormalität geworden. Und auch die „Brückenbauer“ kommen in Schwierigkeiten, weil sie die Forderungen nach den großen Durchbrüchen mit dem Hinweis auf mühsam erkennbare Fortschritte nicht ausreichend bedienen können.

Empörung kommt einem entgegen, oft ohne die Chance über diese persönliche Bewertung ins Gespräch zu kommen. Entrüstet und empört zu sein will dann nichts klären, sondern appelliert nur noch an unsere Emotionen. Vielfach an Hass und Abneigung.

Noch schlimmer finde ich, dass diese Empörung ein „Wir-Gefühlt“ entwickelt, sie polarisiert und grenzt aus. Alles möglichst einfach und nicht so kompliziert bewerten.

Die zunehmende Beschleunigung und Unsicherheit hat längst das eigene Lebensumfeld erreicht und die Einsicht dass Lösungen mit einem kühlen Kopf angegangen werden müssen grenzt man für das „Große- Ganze“ gern aus. Und die großen gesellschaftlichen Entscheidungen? Vielen ist das zu mühsam, weil man sich dann mit Fragestellungen auseinandersetzen müsste.

Zu moralisieren und sich zu empören ist da viel einfacher. Damit lassen sich Sachfragen vom Tisch wischen und fühle mich dennoch im Recht.

Ich wünsche mir im Jahr 2019 mehr gegenseitiges geduldiges Zuhören. Gespräche in denen es um etwas Positives geht, die erkennen lassen was meinem Gegenüber wichtig ist. Es wird zweifellos auch verschiedene Antworten geben. Ein Problem sollte das nicht sein.

Gerd Groskurt

101. Geburtstag: Die Torte des SoVD musste Elisabeth Martin nicht alleine essen

Die von Albert Timmermann (links im Bild) und dem SoVD Vorsitzenden Gerd Groskurt als Geschenk zum 101-ten Geburtstag mitgebrachte Torte brauchte die vor 75 Jahren in den Reichsbund eingetretene Jubilarin Elisabeth Martin nicht alleine essen. Kinder, Enkel und Verwandte halfen mit, im Rahmen einer stimmungsvollen Atmosphäre den Geburtstag mit Musik und Gesang zu einem Erlebnis werden zu lassen.

„Wir haben lange recherchiert“, so der SoVD Vorsitzende, „ob das Eintrittsdatum 1944 nicht ein Schreibfehler war. Letztlich ist das Datum sogar über den Bundesverband in Berlin bestätigt worden. Dieser Frage will die Nachfolgeorganisation des Reichsbundes weiter nachgehen. In den Chroniken des Verbandes hat sich der Reichsbund während der Nazi-Zeit offiziell aufgelöst und erst nach Ende des II. Weltkriegs wiedergegründet. Da werden wir sicher auf ganz interessante Hinweise stoßen, die der SoVD in einem Lesebuch mit vielen anderen Geschichten zu seinem 100-jährigen Geburtstag in diesem Jahr zusammenstellen will.“

SoVD in der Region Osnabrück gründet einen Ältestenbeirat

Neumitgliedergespräche und Nachwuchstreffen werden ständige Aufgabe

Dass der SoVD sich in einer Phase des Umbruchs befindet hat sich nicht nur durch die Wahlergebnisse auf der letzten Kreisverbandstagung gezeigt, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Insgesamt sind im neuen Vorstand acht neue Mitglieder in den sechzehnköpfigen Kreisvorstand eingezogen.

Zunehmend wechseln auch in den Ortsverbänden Personen in den Führungsfunktionen. Überwiegend ist neben dem Alter und der Gesundheit auch eine veränderte Verfahrensstruktur die Begründung. Neue Vorschriften vor dem Hintergrund gesetzlicher Vorgaben machen ehrenamtliche Arbeit nicht gerade einfacher und manch ein langjähriger Mitstreiter verliert über die Zunahme von Papierflut und abzuliefernder Vordrucke einfach die Neigung diese neuen Entwicklungen mitzugehen, so der Kreisvorsitzende.

Bei der Diskussion im SoVD Kreisvorstand wurden zwei Vorschläge zustimmend beraten. Einmal will der SoVD ausgeschiedene Funktionäre und Mitglieder, die dem SoVD lange die Treue gehalten haben, in einem „Ältestenbeirat“ zusammenfassen. Damit schaffen wir eine Gruppe, die Aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrung unserer Entwicklung weiter begleitet. Die Hinweise und Empfehlungen geben kann. Ich verspreche mir davon, dass wir zwischen den Generationen, zwischen neuen und alten Funktionären tragfähige Brücken bauen und trotz aller notwendigen Veränderungen unsere traditionellen Wurzeln nicht verlieren.

Als einen weiteren Vorschlag will der SoVD sich stärker und intensiver der Nachwuchsarbeit widmen. In jedem Jahr gewinnen wir rund 700 Mitglieder, vorwiegend durch unsere Beratungen. Da stehen konkrete Probleme im Vordergrund, viel Zeit den Verband seine Strukturen und seine Arbeit vorzustellen bleibt da meistens nicht. Die Menschen erwarten Hilfe und das ist ihr gutes Recht. Allerdings, so der Kreisvorsitzende, kommen gerade durch die Beratung soziale Probleme zum Vorschein, auf die sich auch gesellschaftliche Hinweise und Forderungen aufbauen. Abgesehen davon, bietet der SoVD als große Familie ein Verbandsleben in der Nachbarschaft an.

Dieses System soll sich neben gezielten Anfragen an entsprechende Personen in den Ortsverbänden auch über sogenannte Neumitglieder-und Interessierten treffen in den Bereichen der früheren Altkreise entwickeln.

Für den Bereich des Altkreises Bersenbrück und der Stadt Bramsche ist dieses offene Gesprächsangebot am Dienstag, 29. Januar 2019, 17:30 Uhr in der Gaststätte Alte Post in Bramsche, Am Markt 1. Das darauf folgende Nachwuchstreffen ist am 29. März geplant.

Entlastung für pflegende Angehörige

Hans-Werner Jungholt: Verbesserungen helfen ab 2019 einfacher in Kur zu gehen

Angehörige zu Hause zu pflegen, ist für viele Betroffene belastend – körperlich und auch seelisch. Um für Entlastung zu sorgen, gibt es spezielle Reha-Maßnahmen. Zum 1. Januar soll es leichter werden, diese zu beantragen. Darauf weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück hin.

Für 85 Prozent der betroffenen Angehörigen bestimmt die Pflege den Alltag. Die Hälfte von ihnen kümmert sich sogar mehr als zwölf Stunden am Tag um den Pflegebedürftigen. Das geht aus dem aktuellen Pflegereport der Barmer Krankenkasse hervor: Viele Angehörige sind an der Belastungsgrenze angekommen oder schon darüber hinaus, formuliert es der SoVD-Sprecher aus der „Offenen Sozialwerkstatt“ Hans-Werner Jungholt in einem Kommentar.

„Gerade für diejenigen, die durch die Pflege sehr belastet sind, ist die Änderung wichtig. Viele von ihnen konnten ambulante Reha-Leistungen nicht in Anspruch nehmen, weil es die familiäre Situation vor Ort nicht zugelassen hat“, kann Hans-Werner Jungholt aus vielen persönlichen Kontakten und Diskussionen in SoVD-Treffen bestätigen.

Ab 2019 müsse die Krankenkasse dafür sorgen, dass der Pflegebedürftige während einer stationären Kur untergebracht wird. Bislang mussten sich die Angehörigen selbst kümmern. „Das ist für viele eine große Erleichterung“, so Jungholt. Um eine Auszeit vom Pflegealltag nehmen zu können, gibt es spezielle Reha-Maßnahmen. Das bisherige Problem war, dass erst alle ambulanten Versorgungen am Wohnort ausgeschöpft sein mussten, damit eine stationäre Kur genehmigt wurde. Zum 1. Januar 2019 ändert sich diese Regelung. Dann können pflegende Angehörige eine stationäre Reha in Anspruch nehmen, auch wenn ambulante Maßnahmen in Wohnortnähe erreichbar wären.

Wer als pflegender Angehöriger eine stationäre Reha antreten möchte, muss sich diese vom Arzt verordnen lassen und sie bei der Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger beantragen. Dabei hilft der SoVD in seinen Beratungsstellen in Osnabrück, Bohmte, Bersenbrück und Melle.

Eine Lichterbrücke für verstorbene Kinder geht um die Welt

Am zweiten Sonntag im Dezember, findet das „Weltweite Kerzenleuchten“ beziehungsweise das „Worldwide Candle Lighting“ statt. An diesem Tag gedenken weltweit Angehörige und Freunde ihrer verstorbenen Kinder, Schwestern, Brüder, Enkel und Enkelinnen.

In Osnabrück nahm das Bündnis „Gedenkstätte für die Kinder von Zwangsarbeiterinnen“ diesen Tag zum Anlass, an der Gedenkstätte Lichter zu entzünden.

Durch die Initiative von Tina Schick hat sich in diesem Jahr die Klasse 4 a der Rosenplatzschule mit der Bemalung von Laternen in die diesjährige Aktion eingebracht. Iris Krampe als Trauerrednerin spannte in ihrer einfühlsamen Ansprache den Bogen von den in der jüngeren Vergangenheit verstorbenen Kindern, bis hin zu den Kindern von Zwangsarbeiterinnen, die in der Zeit des II Weltkrieges verstorben sind.

In kurzen Ausführungen stellte der Mitinitiator der Initiative, Gerd Groskurt, die vom „Bündnis Spurensuche“, der AWO und dem SoVD getragen wird, mit einem Dank für das breite Interesse, die sächlichen und finanziellen Spenden vor, die diese Erinnerungsstätte erst ermöglicht haben.

Bisher namenlose und vergessene Kinder haben einen Namen bekommen, eine Stätte der Erinnerung und der Mahnung an uns. Es gilt, die menschliche Würde zu bewahren. Niemals Hass und Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung zuzulassen. Besondere Aufmerksamkeit sollten wir dabei auf den Umgang mit schwachen und uns vielleicht fremd erscheinenden Menschen widmen.

Diese Lichter hier sollen eine weltweite verbindende Brücke sein. Eine Brücke zur Versöhnung mit unseren Mitmenschen und den Völkern, sie setzen hier ein Zeichen der Hoffnung für den Frieden unter den Menschen; hier bei uns zu Hause und in der ganzen Welt.

Mit den Bildern stellen wir einige Eindrücke der Veranstaltung auf dem Heger Friedhof in Rahmen des „Weltweiten Kerzenleuchtens“ im Jahr 2018 vor.

Bilder: Hermann Petermann

SoVD besucht den Weihnachtsmarkt

Nach mittlerweile mehreren Weihnachts- oder Adventsfeiern ist von Mitgliedern mehrfach der Wunsch geäußert worden, doch mal einen gemeinsamen Gang über den Weihnachtsmarkt in Osnabrück anzubieten. Manche möchten einfach nicht gerne alleine gehen, manche habe kleine Einschränkungen und trauen sich nicht in den Trubel, so der SoVD in einer Mitteilung. „Nur, von Nachbarn oder beim Einkaufen zu hören, wie schön es in diesem Jahr dort wieder ist, macht die Erinnerungen an frühere Aufenthalten mit Kindern oder einem Partner nicht eben erträglicher“, so eine alte Dame wörtlich.

Kurzentschlossen bietet der SoVD einen Weihnachtsmarktbesuch am Donnerstag 13. Dezember an. Treffpunkt ist um 16:00 Uhr das Heger Tor (Bushaltestelle "Heger Tor", Linien 11/12/13, 31/32/33).

Damit eine entsprechende Begleitung organisiert werden kann, ist eine telefonische Anmeldung (Telefon: 40 82 699) erforderlich.

Malen mit Kindern der Rosenplatzschule

Weltweites Kerzenleuchten am Sonntag in ersten Vorbereitungen

Die Kinder der Rosenplatzschule aus der Klasse 4 a waren mit Eifer dabei. Nach intensiver Diskussion über die Gedenkstätte für gestorbene Kinder von Zwangsarbeiterinnen in der Zeit des II. Weltkriegs war ihr Engagement kaum noch zu bremsen. Mit der Klassenlehrerin Tina Schick und Mitgliedern aus dem Initiativbündnis tauschte man in den Tischgruppen beim Malen und Gestalten der zur Verfügung stehenden Laternen weitere Fragen aus. Dabei gingen die Gespräche dann in die Motivauswahl, die auf die Laternen aufgebracht werden sollten, über.

Es waren begeisternde Stunden waren sich die Vertretern von SoVD, der Initiative „Spurensuche Osnabrück“ und der AWO nach den Schulstunden mit den Kindern einig. Die Schüler präsentierten mit Stolz ihre Arbeiten, die wir nachfolgend in einigen Exemplaren vorstellen.

Am Sonntag, 16:00 Uhr werden nach einem kurzen Zusammentreffen in der Trauerhalle des Heger-Friedhofs hoffentlich viele der Kinder die Zeit finden, ihre bemalten Laternen zur Erinnerungsstätte für die Zwangsarbeiterkinder zu tragen hoffen die Initiatoren.

Ein Licht geht als Andenken um die Zeitzonen der Welt

 Der 9. Dezember ist ein Tag, an dem mit Lichtern den verstorbenen Kindern gedacht wird. Die Idee ist, dass an diesem Tag in den verschiedenen Zeitzonen Lichter zum Andenken an Kinder rund um die Erde eine weltweite Brücke als Zeichen der Erinnerung setzen. Das ist ein Gedanke, den wir auch hier gerne unterstützen möchten, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Eine besondere Nähe zu diesem Thema hat sich auch durch die Schaffung der Erinnerungsstätte an die Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf dem Heger Friedhof im September dieses Jahres ergeben.

Im SoVD laufen die Vorbereitungen zur Ausschmückung von Grabkerzen für diesen Anlass bereits auf Hochtouren. Zusätzlich haben sich über Vermittlung von Tina Schick, Kinder der Schulklasse 4 a in der Rosenplatzschule in Osnabrück bereit erklärt, für diesen Tag des „Worldwide Candle Lightings“ besondere Kerzengefäße gestalterisch zu bemalen.

Am Sonntag, dem 9. Dezember 2018, 16 Uhr ist in der Trauerhalle auf dem Heger Friedhof ein Moment der Erinnerung und des Gedenkens vorgesehen, der von der Trauerrednerin Iris Krampe gestaltet wird. Mit den entzündeten Lichtern ist dann der Gang zu der Erinnerungsstätte für die Zwangsarbeiterkinder geplant. Nach ein paar Gedenkminuten, sollen dann die Lichter auf dem Erinnerungsfeld für die dort begrabenen Kinder von Zwangsarbeiterinnen aufgestellt werden.

Interessierte, unabhängig von Religionszugehörigkeit, Weltanschauungen oder Nationalität, darauf weist der SVD in seiner Mitteilung besonders hin, sind herzlich eingeladen.

Zur Information:

Der Sinn des Internationalen Kerzenleuchtens für verstorbene Kinder liegt darin, dass eine Lichtwelle an diesem Tag einmal um die Erde leuchten soll. Dieses Licht soll zeigen, dass diese Kinder nie vergessen werden und soll den Angehörigen Hoffnung und Wärme geben. Diese Gedenkveranstaltung ist für die verstorbenen Kinder der Zwangsarbeiterinnen, deren Gedenkstätte wir vor kurzem einweihten, aber auch für jedes andere verstorbene Kind, das viel zu früh starb.

Download: Einladung: Internationales Kerzenleuchten, Sonntag, den 09. Dezember 2018 um 16 Uhr in der Großen Kapelle des Heger Friedhofes.

Niedersächsische Initiative „Unbezahlbar und freiwillig“

Der Sozialverband Deutschland „Osnabrücker-Land“ ist dabei

Zum inzwischen 15. Mal richtete sich in diesem Jahr der Wettbewerb „Unbezahlbar und freiwillig – Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“ an die zurzeit etwa 3,2 Millionen ehrenamtlich aktiven Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen. Ehrenamtliche, Vereine, karitative Institutionen, Initiativen oder Selbsthilfegruppen aus Niedersachsen, die sich freiwillig und gemeinwohlorientiert engagieren, waren zur Teilnahme an dieser Ausschreibung eingeladen.

Der SoVD meldete zwei Projekte bei der Landesregierung in Hannover an. Einmal ging der SoVD mit der Initiative „Besuch auf vier Pfoten“ ins Rennen. Bei der eine Gruppe von Hundehaltern Senioreneinrichtungen und Wohngemeinschaften besucht. Die Gruppe besteht mittlerweile über einem Jahr und erfreut sich nach ersten Anlaufschwierigkeiten zunehmender Beliebtheit in Osnabrücker und in Einrichtungen im Landkreis Osnabrück.

Als zweites Projekt bewarb sich ein Bündnis, mit der „Initiative Spurensuche“, der AWO und dem SoVD, die die Idee einer Gedenkstätte für Kinder von Zwangsarbeiterinnen entwickelte und auf dem Heger Friedhof verwirklichte.

Bei dem großen Andrang und der Vielfalt der vorgestellten Projekte auf der Landesebene erhielten die Osnabrücker zwar keinen Preis, konnten aber mit Unterstützung der Landkreisverwaltung an der Preisverleihung teilnehmen. Ismail Özpolat und Karin Werner nahmen die Gelegenheit wahr, mit vielen Vereinsvertretern und mit dem Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (Bild: Ulrike Meyerdrees) Kontakte zu knüpfen und interessante Gespräche zu führen.

Der SoVD Kommentar:

Immer wieder werden sie gelobt, die Ehrenamtlichen. Die netten kleinen „Helferlein“, die sich um die Lücken kümmern, die Staat und Verwaltung offen lassen. Die Interessen bündeln und oft auf die Tagesordnung bringen, die einfach mal anpacken und mit vielen „kleinen Taten“ die Gesellschaft insgesamt etwas besser machen. Ich stelle fest, dass sich im Ehrenamt ein neues Selbstbewusstsein und ein anderes Selbstverständnis entwickeln. Auf keinen Fall darf es sich im Lob auf entsprechenden Feierlichkeiten erschöpfen.

Aber Menschen haben trotz aller Unterschiede schon gerne, wenn ihre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt und wergeschätzt wird. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ulrike Meyerdrees und ihrem hauptamtlichem Team bei denen wir uns gut aufgehoben und unterstützt gefühlt haben.

SoVD hat eine klare Kante gegen die AFD

Eine Überhöhung der eigenen Nation, Gleichgültigkeit gegenüber der Armut in der Welt, Rassismus, Antisemitismus, Hassreden und eine grundsätzliche Infragestellungen der repräsentativen Demokratie, sind so eine große Hürde, die für AFD – Politiker die Mitwirkung im SoVD nicht vorstellbar macht.

Das Toleranz- Paradoxon aus unserer Geschichte darf sich nicht wiederholen. Wir wollen nicht uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen. Wenn wir nicht bereit sind eine tolerante und offene Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Populisten zu verteidigen dann werden die Toleranten vernichtet und die Toleranz mit ihnen. Wir können ja mal drüber reden: über was und mit welchem Ziel.

Die Idee Erich Kuttners, 1917 einen Sozialverband zu gründen, der Beratung und Hilfe organisiert und durchsetzt ist eine verpflichtende Tradition. Erich Kuttner ist 1942 in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert und ermordet worden. Die Idee Kuttners lebt weiter, als gesellschaftliche Aufgabe und als Verpflichtung. Das wollten wir vor dem Parteitag der AFD im Heinz-Fitschen-Haus deutlich machen.

Erinnerung an Frida Schröer auf dem Friedhof Atter

Die Atteranerin Frida Schröer (01.02.1914 - 30.05.1943) gilt als Opfer des nationalsozialistischen Gesundheitswesens (Krankenmord). Sie wurde mit 25 Jahren in der Provinzial Heil- und Pflegeanstalt Osnabrück aufgenommen und verstarb nach Verlegungen nach Hildesheim und Altscherbitz vermutlich an Hunger oder Medikamentenvergiftung. Für Frida Schröer wurde am 7. Dezember 2015 ein Stolperstein in Atter verlegt.

Jetzt wurde auf Anregung vom „Bürgerforum für Umwelt und Soziales Atter e.V.“ zusammen mit dem Service Betrieb Osnabrück und der Unterstützung der Lebenshilfe Osnabrück eine Grabstätte zur Erinnerung eingeweiht.

Frida Schröer steht hier stellvertretend für die Opfer des nationalsozialistischen Gesundheitswesens. Entsprechend der NS-Ideologie galten Menschen mit entsprechenden Merkmalen als „lebensunwertes Leben“. In einer Eröffnungsfeier legte auch der SoVD Osnabrück einen Blumenstrauß an der Ruhestätte von Frida Schröer nieder.

Nach oben

SoVD Frauen fordern zur Mitwirkung auf

Keine Toleranz bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Alljährlich wird mit dem Aufstellen der Fahne vonTERRE DES FEMMES  „frei leben – ohne Gewalt“ um den 25 November auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam gemacht. Zu dem Gedenktag soll das öffentliche Interesse auf die Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken.

Auch in der Stadt Osnabrück auf dem Nicolaiort, vor dem Kreishaus und in vielen Kommunen des Landkreises wird es sichtbare Zeichen und eine Beteiligung an dieser bundesweiten Aktion geben.

Laut kriminalistischer Auswertung des Bundeskriminalamtes zur Partnerschaftsgewalt wurden im vergangenen Jahr 113 965 Frauen von ihrem Partner, Expartner misshandelt, gestalkt oder bedroht. Eine Zahl, so die Frauenbeauftragte des SoVD Kreisverbandes Hanna Nauber mit ihrer  Stellvertreterin Karin Werner, die nicht akzeptabel ist und in einem modernen Land wie Deutschland eine unvorstellbare Größenordnung ist. Dabei geht das Problem durch alle gesellschaftlichen Schichten und alle ethnischen Gruppen.

Auch beim Hilfetelefon (Gewalt gegen Frauen), das seit 5 Jahren besteht, laufen mehr Anrufe auf. Die Zahl der Beratungen in der Notfall Hotline stieg im Vorjahr um 27 Prozent. Rund 80.000 Mal klingelte das Hilfetelefon. Aus den Kontakten ergaben sich 35.000 Beratungen. Schon ein Gespräch kann eine große Hilfe und ein Weg für die weitere Entwicklung bedeuten, so die SoVD Frauen. Rat, Trost und konkrete Unterstützung können sehr hilfreich sein. Am Ende der Leitung 08000 116 016 sind 70 hauptamtliche Fachkräfte. Frauen die rund um die Uhr im Schichtbetrieb im Einsatz sind. Die Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen können mithilfe von spontan zugeschalteten Dolmetscherinnen in 17 Fremdsprachen beraten.

Der SoVD will sich über diesen Tag hinaus weiter mit diesem Thema beschäftigen, kündigte Hanna Nauber an, die auch die Initiative „Ist Luisa da?“ in den SoVD Ortsverbänden vorstellt und um Unterstützung wirbt. Mit diesen Codeworten, können Frauen, die sich belästigt fühlen, zum Beispiel in Gaststätten auf ihre Hilfesituation hinweisen. Diese Aktion wird auch vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband mit getragen.

SoVD fordert: Barrierefreiheit einbeziehen

Nur barrierefreier Wohnungsbau ist sozialer Wohnungsbau

Die Sprecherin des SoVD Arbeitskreises Inklusion fordert bei den geplanten Wohnraumoffensiven, die Belange von Menschen mit Behinderungen einzubeziehen. Die Interessen von Menschen mit Behinderungen sind nach unserer Meinung bei den Zielbeschreibungen kaum berücksichtigt worden. Es fehlt bundesweit an bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum für Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen, so Marianne Stönner weiter.

In den vergangenen Tagen haben die Behindertenbeauftragten der Länder und des Bundes in einem aktuellen Papier den Bund, die Länder und die Kommunen auf ihre Forderungen hingewiesen. Wenn Wohnen ein Menschenrecht ist, gibt es zu wenig barrierefreie und auch bezahlbare Wohnungen in Deutschland. Die Wohnraumoffensive des Bundes ist zwar sehr zu begrüßen, aber natürlich darf ein so wichtiger Aspekt wie Barrierefreiheit nicht fehlen, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. „Denn nur barrierefreier Wohnungsbau verdient eigentlich den Namen sozialer Wohnungsbau“, so der SoVD weiter. Barrierefreier Wohnraum hat eine starke soziale Dimension und ist für eine inklusive Gesellschaft unerlässlich. Gerade vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft ist Barrierefreiheit ein wirtschaftlicher Standortvorteil. Sie muss Qualitätsstandard für modernes Bauen sein, formuliert der Kreisvorsitzende abschließend.

Die Beauftragten fordern unter anderem:

Die Schaffung von barrierefreiem, uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbarem und bezahlbarem Wohnraum, sowohl im Bestand als auch beim Neubau von Wohnungen. Die Mittel für die soziale Wohnraumförderung sind mit der Umsetzung von Barrierefreiheit zu verbinden.

Generell muss der gesamte Neubau im Mehrparteienwohnungsbau barrierefrei und ein deutlicher Anteil uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar sein.

Bei Bauvorschriften darf Barrierefreiheit nicht einer vermeintlichen Kostensenkung geopfert werden. Für eine älter werdende Gesellschaft und die Schaffung inklusiver Wohnangebote gibt es einen großen Bedarf an barrierefreiem und uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbarem Wohnraum. Barrierefreiheit von Anfang an spart mittel- und langfristig enorme Ausgaben.

Die Mittel für das KfW Programm „Altersgerecht umbauen“ sind zu erhöhen und nicht auf dem jetzigen Stand festzuschreiben, damit mehr Barrierefreiheit bei bestehenden Wohnungen erreicht werden kann.

Die komplette Erklärung, die auch der SoVD mitträgt, können Sie hier herunterzuladen.

Kranzniederlegung zum Volkstrauertag 2018

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wir gedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wir gedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind. Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern.

Unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

SoVD Frauen besuchen das Gleichstellungsbüro der Stadt

Umfangreich stellten die Gleichstellungsbeauftragte Katja Weber-Kahn und ihre Stellvertreterin Dagmar Lösche-Meier die Aufgaben ihrer Arbeit vor. Dabei wurde den Anwesenden sehr deutlich, wie intensiv und breit gefächert der Aufgabenkatalog der Gleichstellungsstelle ist.

Im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Jahrestag des Frauenwahlrechts nahm die geschichtliche Entwicklung einen weiteren Themenschwerpunkt in dem Gespräch ein. Erst war es das Wahlrecht, was die Aktivistinnen schon vor dem Ersten Weltkrieg auf die Straße trieb. Darüber hinaus kämpften sie für das Recht auf Bildung und das Recht, einer angemessen bezahlten Arbeit nachgehen zu können, fast die SoVD Frauensprecherin Karin Werner wesentliche Punkte des Emanzipationskampfes zusammen. All das ist glücklicherweise längst Geschichte. Doch bei allen Entwicklungsprozessen ist es notwendig, dass man ab und zu zurücktritt und den Stand der Dinge bewertet. Nur so zeigt sich, was er-reicht wurde und was noch erreicht werden muss.

Noch immer verdienen viele Frauen, gerade in Spitzenpositionen, schlechter als Männer. Noch immer nehmen viele Frauen den Großteil der Elternzeit. Noch immer müssen Frauen sich zwischen Kind und Karriere entscheiden. Und noch immer werden auch aus diesem Grund in wichtigen Positionen Männer bevorzugt eingestellt.

Und nichts ist den Frauen quasi auf einem „silbernen Tablett“ geschenkt worden, so die SoVD Frauen. Der Einsatz und der Respekt von den Auseinandersetzungen unserer Mütter und Großmütter ist es allemal wert dieses Engagement zu würdigen.

SoVD Termin am 15. November im Gleichstellungsbüro Osnabrück

Die Zeiten, wo man noch wie selbstverständlich von einer unaufhaltsamen positiven Entwicklung zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft ausgehen konnte, sind angesichts immer hoffähiger gewordener populistischer Reden und Formulierungen vorbei, so die stellv. SoVD-Kreisfrauensprecherin Karin Werner in einer Mitteilung.

Die Gleichberechtigung schien mit den Händen zu greifen; vielleicht nicht vollendet, aber doch immerhin vereinbart als klares, erstrebenswertes gesellschaftliches Ziel. Heute erleben wir, dass es durchaus Bestrebungen gibt, sicher geglaubtes gesellschaftlich zurückzudrehen.

In einem öffentlichen Gespräch mit dem Gleichstellungsbüro der Stadt Osnabrück, am Do., 15. November um 14:00 Uhr im Rathaus (Raum Sophie Charlotte) wollen sich die SoVD.Frauen und Interessierte über den Aufgabenbereich und Probleme des Gleichstellungsbüros unterhalten.

SoVD stellt sich hinter die Forderungen des Landesfrauenrates

Frauenrechte sind Barometer für die Verfasstheit unserer Gesellschaft

Die Zeiten, wo man noch wie selbstverständlich von einer unaufhaltsamen positiven Entwicklung zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft ausgehen konnte, sind angesichts immer hoffähiger gewordener populistischer Reden und Formulierungen vorbei, so die SoVD-Kreisfrauensprecherin - Hanna Nauber - in einer ersten Sitzung. In diesem Zusammenhang stellte sie die Forderungen des Landesfrauenrates zur Diskussion. Der SoVD Vorstand beschloss die Forderungen zu übernehmen und in einem Flugblatt anlässlich des Jahrestages zum 100-jährigen Frauenwahlrecht in die SoVD- Gliederungen zur Verteilung weiterzuleiten.

Wir sind es unseren Vorkämpferinnen schuldig diese Grundbedingung nicht zu „verplempern“ so die Frauensprecherin. Die Gleichberechtigung schien mit den Händen zu greifen; vielleicht nicht vollendet, aber doch immerhin vereinbart als klares, erstrebenswertes gesellschaftliches Ziel. Die Löhne glichen sich an, wenn auch langsam. Frauen fanden in Führungspositionen. Es war, dass weiß man heute, ein Irrtum. Nichts ist sicher, nichts nicht zurückzudrehen. Das gilt nicht nur für Frauen, aber auch für sie, obwohl sie die Hälfte der Bevölkerung stellen und damit in den meisten Ländern auch die Hälfte der Wähler.

In der Formulierung ist sich der SoVD einig, Frauenrechte und demokratische Entwicklung sind unteilbar miteinander verbunden, sie sind gleichsam ein Barometer für die Verfasstheit unsere Gesellschaft, formuliert der SoVD in einer Mitteilung.

Die Behindertensportler des Jahres wählen

SoVD Osnabrücker Land weist auf Internetseite hin

Der Deutsche Behindertensportverband lädt dazu ein, darüber im Internet über die Behindertensportler des Jahres abzustimmen. Unter folgender Adresse kann man noch bis zum 18. November die besten Para-Athletinnen und -Athleten wählen, teilt die Sprecherin des SoVD Arbeitskreises Inklusion, Marianne Stönner, mit.

www.deutsche-paralympische-mannschaft.de/de/para-sportlerwahl

Ich freue mich, dass es auch blinde und sehbehinderte Spitzenathleten unter die Nominierten geschafft haben", kommentiert Marianne Stönner die Vorschläge und wünscht allen Athleten viel Erfolg.

In der öffentlichen Wahlrunde stehen folgende Spitzenathleten in den vier Kategorien Sportlerin, Sportler, Team und Nachwuchssportler zur Auswahl (alphabetische Reihenfolge):

Sportlerinnen: - Andrea Eskau (Para Ski nordisch, Para Radsport),  Anna-Lena Forster (Para Ski alpin), - Andrea Rothfuss (Para Ski alpin), - Anna Schaffelhuber (Para Ski alpin), - Denise Schindler (Para Radsport)

Sportler: - Martin Fleig (Para Ski nordisch), - Markus Rehm (Para Leichtathletik), - Martin Schulz (Para Triathlon), - Pierre Senska (Para Radsport), - Felix Streng (Para Leichtathletik)

Teams: Goalball-Nationalmannschaft Herren, - Para Ski nordisch-Staffel Langlauf 4 x 2,5-km-Mixed, - Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft Damen

Nachwuchssportler: Denise Grahl (Para Schwimmen), - Phil Grolla (Para Leichtathletik), - Julius Haupt (Para Rollstuhlfechten)

Aus den Besten des deutschen Para Sports, sich auf jeweils fünf Nominierte beschränken zu müssen war schon ein Kraftakt für sich. Jetzt hat das Publikum das Wort. Auch ein deutliches Zeichen auf unserem unaufhaltsamen Weg in die Mitte der Gesellschaft. Erstmals in der Online-Wahl dabei, sind in diesem Jahr die drei nominierten Nachwuchssportler", so der Deutsche Behindertensportverband. Die Gewinner werden am 24. November bei einem Festakt in Düsseldorfer zu den Para Sportlern des Jahres 2018 gekürt.

Unbezahlbar und freiwillig

20 Initiativen aus Stadt und Landkreis Osnabrück trafen sich in Oesede

Landrat Michael Lübbersmann empfing die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Landeswettbewerbs „unbezahlbar und freiwillig“. Im Landforum der Katholischen Landvolkhochschule in Oesede und bedankte sich für ihr Engagement.

Mit mehr als 20 Projekten haben sich die Teilnehmenden in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen beworben. Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Stephan Weil ist der Wettbewerb mit 33.000 Euro dotiert. Der Niedersachsenpreis für Bürgerengagement „unbezahlbar und freiwillig 2018“ wird am 24. November in Hannover verliehen

Zum Landespreis haben sich auch der Sozialverband Deutschland mit der Initiative „Besuch auf vier Pfoten“, der mit Hunden Senioreneinrichtungen und Wohngemeinschaften besucht, angemeldet. Zusätzlich reichte der SoVD auch die Bewerbung eines Bündnisses von „Osnabrücker Spurensuche, AWO und SoVD“ ein, die eine Gedenkstätte auf dem Heger Friedhof für Kinder von Zwangsarbeiterinnen errichtet haben.

„Ehrenamt bedeutet gelebte Solidarität und die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung für den Mitmenschen“, sagte der Landrat und versicherte, auch in Zukunft die Teilnahme an dem Landeswettbewerb zu unterstützen.

Hohe Mieten: Soziale Spaltung vertieft sich

Die Mietpreisentwicklung vertieft die soziale Spaltung in der Gesellschaft dramatisch, so der Sozialverband Deutschland (SoVD) in seiner Stellungnahme. Insbesondere Alleinerziehende, Rentner und Menschen mit Migrationshintergrund sind demnach besonders benachteiligt. Ich sehe hier, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dringenden Handlungsbedarf. Die jetzige Situation trifft besonders arme, junge und alte Haushalte. Die allgemeine Formel, dass der Mietpreis nicht über 30 Prozent des Haushaltseinkommens liegen sollte, gilt in Zentren wie Osnabrück schon lange nicht mehr. Eine bundesweite SoVD-Studie stellt fest: „immer mehr Haushalte mieten sich arm“. Schätzungen, die von rund 1,9 Millionen fehlenden Wohnungen ausgehen sind meiner Ansicht zu niedrig angesetzt, bezeichnen aber den enormen Verdrängungswettbewerb.

Die Politik hat das Problem lange ignoriert. Mittlerweile ist es so groß und komplex geworden, dass große Kraftanstrengungen nötig sind, um gegenzusteuern. Neben der Schaffung von mehr Sozialwohnungen und der Anhebung der Bindungsfrist müssen zusätzliche soziale Maßnahmen ergriffen werden. Um insbesondere ärmere Menschen schnell zu entlasten, muss das Wohngeld erhöht werden. Auch bei Sozialhilfe- und Hartz-IV-Leistungen muss nachgebessert werden. In der derzeitigen Situation kann es nicht sein, dass die Kommunen nur die „angemessenen“ Miet- und Heizkosten übernehmen. Sie müssen das zahlen, was tatsächlich anfällt, so die Forderung des SoVD.

Das Gutachten ist unter www.sovd.de/guteswohnen  abrufbar.

Zum Herunterladen: SoVD-Impulspapier "Wohnen Sie noch? Oder suchen Sie schon? - Gutes Wohnen. Überall! Für alle!"

Nachfrage übersteigt Angebot

SoVD Hundebesuche suchen regionale Mitwirkende

Die Anforderungen übersteigen unsere Möglichkeiten bei weitem, so die SoVD Ortsverbände in der Stadt Osnabrück. Eversburg, Lüstringen Innenstadt, Lotte und Hasbergen stellen Anforderungen, denen wir so nicht alle nachkommen können. Jetzt versuchen wir regional Hundehalter zu interessieren begründet der SoVD eine Einladung an Interessierte im Bereich der Stadtteile Osnabrück Schinkel, Lüstringen, Voxtrup und Schölerberg.

Zu einem Informationstreffen lädt der SoVD in die Gaststätte Carlsburg ein. Termin ist Dienstag, der 30 Oktober 17:00 Uhr. Natürlich können da auch Interessierte aus anderen Stadtteilen teilnehmen, so der SoVD Vorsitzende Gerd Groskurt der auch gerne vorab telefonisch für Fragen zur Verfügung steht. (Tel.: 40 82 699)

Die größte Herausforderung beim Aufbau einer Hundebesuchsgruppe sei es, Teilnehmer langfristig für dieses Engagement zu gewinnen. Zurzeit planen wir pro Hund einen Termin von zwei Stunden pro Monat und das möchten wir auch nicht überstrapazieren. Schließlich sollen sich Hund und Besitzer sowie die Besuchten auf diesen Kontakt freuen. Darüber hinaus führt die Initiative ein regelmäßiges monatliches Treffen durch, auf dem Eindrücke, Hinweise und Informationen ausgetauscht werden können.

„Bei uns müssen die Hunde keinen Eignungstest bestehen. Wir bilden sie auch nicht extra aus. Nach einem ersten Kennenlernen zeigt sich zumeist, ob der Hund geeignet, sprich unaggressiv, wesensstark und gut erzogen ist“, berichtete Gerd Groskurt. Wichtig sei, dass das Tier gesund ist und Spaß an seinem Besuchs-Job habe.

Hundehalter, die gerne mitwirken möchten, aber den Termin m 30.10. nicht wahrnehmen können, können sich bei Gerd Groskurt per E-Mail groskurt(at)gmx.de melden.

Wege aus der Ausweglosigkeit

EUTB-Beratungsstelle hilft körperlich und seelisch eingeschränkten Menschen

„Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)“: Die Bezeichnung ist – gelinde gesagt – sperrig, so der Sprecher des Arbeitskreises Soziales im SoVD Kreisverband Osnabrücker-Land. Hans-Werner Jungholt, bei seinem dritten Besuch einer Teilhabeberatung in Osnabrück, die - so das Aufgabenprofil - auch den Landkreis Osnabrück betreuen.

Ins Leben gerufen und finanziell gefördert wurde sie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Seit Anfang 2018 werden nach und nach bundesweit entsprechende Beratungsstellen mit verschiedenen Trägern eingerichtet. Träger der Stelle am Borkumweg 1 b, in Osnabrück, ist die Lebenshilfe Osnabrück.

Mit der Einrichtung werden die Vorgaben aus der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllt“, sagt die Mitarbeiterin Claudia Meyer. Die Konvention sieht vor, dass Menschen mit körperlichen oder seelischen Einschränkungen nicht vom öffentlichen Leben ausgeschlossen werden dürfen. Das betrifft u.a. die Bereiche Schule, Arbeit, Freizeit, Wohnen.

Wir helfen bei der Umsetzung dieser Konvention“, fügt die in der Beratungsstelle arbeitende Susanne Kirschbaum an. Wir wollen Betroffenen Wege zeigen, wie sie ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft führen können. Gerade die Selbstbestimmtheit sei ein entscheidender Faktor in den Beratungen. Wir stellen Möglichkeiten vor, geben die notwendigen Informationen. Wir nennen auch weitere Ansprechpartner. Dabei sei es ganz wichtig, dass die Beratung unabhängig und in alle Richtungen offen erfolge. Wir verfügen über ein gutes fachliches Netzwerk und bemühen uns um gute Kontakte zu anderen Stellen, die weitere Beratung und Unterstützung anbieten.

Die Hilfe kann jeder, der unter einer physischen oder psychischen Behinderung leidet oder davon bedroht ist, kostenlos in Anspruch nehmen. Auch Angehörige sind willkommen. Wir geben Informationen an die Hand, wir nehmen unseren Klienten aber nichts aus der Hand. Letztlich muss jeder für sich aus den Gesprächen entsprechende Schlüsse ziehen.

Die Beratung ist kostenlos und absolut vertraulich, sagt Susanne Kirschbaum in dem Kennlernkontakt des SoVD. Gespräche können über die Telefonnummer 0541 / 408 97 59 vereinbart werden.

Einer weiteren Entwicklung entgegen

Gedenkstätte für die Zwangsarbeiterkinder nimmt weiter Gestalt an

Die Gedenkstätte für Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die im September mit großer Anteilnahme auf dem Heger Friedhof eingeweiht wurde nimmt Schritte zu einer weiteren Entwicklung.

Die bisher mit persönlichem ehrenamtlichen Einsatz eingebrachten Arbeiten, die vielen Spenden und eingebrachten Sachmittel haben die Gedenkstätte in das Eröffnungsstadium gebracht. Jetzt, so das Bündnis der Initiative „Spurensuche Osnabrück“ von AWO und SoVD, geht es vordringlich darum, die entsprechende pflanzliche Ausgestaltung vorzunehmen bzw. vorzubereiten.

"Unser Anspruch", so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, bei einem Besuch der Gärtnerei Gust, "ist dieser Gedenkstätte einer besonderen Wahrnehmung zu gestalten. Die Hilfen und Unterstützungen durch Blumen und Pflanzen Spenden der Gärtnerei Gust helfen uns dabei in besonderem Maße."

Absprachen über die weitere gespendete Bepflanzung der Gärtnerei Gust verabredeten (v.l.n.r.) der SoVD-Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, Initiativmitglied Frank Lauxtermann, der stellv. SoVD Vorsitzende Albert Timmermann und die Vertreterin der Gärtnerei Gust, Merle Gust.

Wir alle freuen uns sehr über die großzügige Unterstützung der Gärtnerei Gust.

Start der Bewerbungsphase für den Jakob Muth-Preis 2019 beginnt

SoVD weist auf Schulpreis für ein inklusives Bildungssystem hin

In Deutschland ist Inklusion eine der größten schulpolitischen Aufgaben, so der SoVD in einer Mitteilung. Durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 ist das Recht auf eine inklusive Bildung auch in Deutschland verbrieft. Genauso lange gibt es den Jakob Muth-Preis, mit dem Beispiele gelungener Praxis ausgezeichnet werden. Zudem haben wir uns mit der Unterzeichnung der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen zur Umsetzung inklusiver Bildung verpflichtet.

Inklusion wird erneut ausgezeichnet. Inklusive Schulen und Schulverbünde aus ganz Deutschland können sich von heute an für den Jakob Muth-Preis 2019 bewerben. Projektträger des Preises sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, die Deutsche UNESCO-Kommission und die Bertelsmann Stiftung. Die in den vergangenen Jahren ausgezeichneten Schulen zeigen, dass sich durch Inklusion eine neue Lernkultur entwickeln kann, die konsequent die Potentiale und Bedürfnisse aller Kinder im Blick hat und deren Vielfalt als Chance begreift. Genau das bezweckt auch die Preisverleihung im Jubiläumsjahr.

Der Bewerbungszeitraum erstreckt sich bis zum 31.01.2019.

Bewerben können sich Schulen in Deutschland aller Schulstufen und Schulformen sowie Schulverbünde, die inklusive Bildungsbiographien in der Region ermöglichen. Erstmalig können sich auch Initiativen von Schülerinnen und Schülern zur Inklusion für einen Publikumspreis bewerben.

Was gibt es zu gewinnen?

Insgesamt werden 2019 vier Preise vergeben:

- Zwei gleichwertige Einzelschulpreise im Wert von je 3.000 Euro:

  (ein Preis an eine Grundschule, ein Preis an eine Schule mit Sekundarstufe I)

- Ein Preis an einen Schulverbund im Wert von 5.000 Euro.

- Ein Publikumspreis für Inklusionsprojekte von Schülerinnen und Schülern im Wert von 3.000 Euro.

Alle Informationen zum Preis und zu den Bewerbungstools finden Sie unter: www.jakobmuthpreis.de

Rückfragen können an die Projektverantwortliche, Dr. Ina Döttinger gestellt werden. ina.doettinger(at)bertelsmann-stiftung.de, Telefon: 05241 81 81 197

SoVD in der Region stellt die Weichen für die nächsten vier Jahre

Inhalte und Personen wurden von 120 Vertretern der Ortsverbände aus Stadt und Landkreis Osnabrück festgelegt

Besondere Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit stellte der Landes- und Bundesvorsitzende Adolf Bauer im Rahmen seines Vortrags vor. Neben einem Streifzug durch die gesamte Sozialpolitik stellte er ganz besonders die Vorlage des Referentenentwurfs zum 10. Sozialgesetzbuch II heraus. Es sind zwei „neue“ Instrumente zur Teilhabe vorgesehen. Einmal wies er auf die berufliche Eingliederung für Langzeitarbeitslose hin, die länger als  2 Jahre arbeitslos sind. Im ersten Jahr werden 50% der Lohnkosten übernommen und der Arbeitnehmer ist für spezielle Betreuungsprogramme während der Arbeitszeit freizustellen. Diese Maßnahme soll speziell für Langzeitarbeitslose gelten, die in den letzten 7 Jahren 6 Jahre arbeitslos waren. Hier ist eine besondere Förderung vorgesehen. 24 Monate werden 100 % der Lohnkosten übernommen. Danach wird für insgesamt 5 Jahre eine weitere Förderung übernommen, wobei sich die Förderung dann jährlich um 10 % reduziert.

Dieses Gesetzesverfahren begrüßt der Sozialverband Deutschland (SoVD) und hofft, dass es wie geplant auch im Januar 2019 abgeschlossen ist.

Ein größeres Augenmerk mit besonderen Berücksichtigungen hätte der SoVD gerne auf die Situation von Menschen mit Behinderungen gesehen, so Adolf Bauer. Diese Personengruppe - ohnehin länger arbeitslos und schwerer vermittelbar - umfasst rund 90 Prozent der Langzeitarbeitslosen. Wir sehen das Instrument der öffentlich geförderten Beschäftigungsverhältnisse als dringliche Notwendigkeit. Auch das begleitende Coaching, sowie die psychosoziale Begleitung werden befürwortet. Dazu braucht es allerdings Fachpersonal. Besonders kritisch ist hier, dass es sich um Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt handelt und der Aufgabenbereich nicht eingeschränkt ist. Der SoVD fordert hier, dass ein zusätzliches Arbeitsverhältnis ähnlich der Voraussetzung der damaligen Bürgerarbeitsplätze geschaffen wird.

Eine Organisation muss Leben, Ziele und Markenkerne haben

Durch viele Bilder und Fotomontagen lockerte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt seinen Bericht über die Vorstandsarbeit auf. Neben der Entwicklung als Vorstandsteam setzte er die Weiterentwicklung des SoVD als Organisation in den Mittelpunkt seiner Betrachtung. Modernisierung und Veränderung müssen wir offen aufgreifen. Diese Entwicklungen werden wir nur schaffen, wenn sie durch Überzeugung im ganzen Verband getragen werden. Wir werden es kaum mit „Vorgaben, sondern nur mit Überzeugungsarbeit“ hinkriegen, folgerte der Kreisvorsitzende. Dabei verwies er besonders auf zahlreiche gemeinsame Projekte von Kreis- und Ortsverbänden, die zu verschiedenen Themen durchgeführt worden sind.

Einen Ehrenamtspreis haben wir für das Bündnis zum Aufbau einer Gedenkstätte für verstorbene Kinder von Zwangsarbeiterinnen schon bekommen. Zusätzlich haben wir uns mit zwei Aktionen beim Niedersächsischen Ehrenamtspreis beworben. Unsere Arbeit wird nicht nur gesehen, sondern auch anerkannt. Das hilft uns bei der Bewältigung gesellschaftlicher Ziele. Das hilft uns aber auch bei der Durchsetzung unserer Mitgliederinteressen in den SoVD Büros in Bohmte, Bersenbrück, Melle und Osnabrück, denen wir eine ausgezeichnete Arbeit bescheinigen können. Viele Menschen kommen erst einmal wegen sozialer Beratung zu uns. Hier gilt es Brücken in die Verbandsstrukturen und Themenkreise zu bauen.

Mit einem sehr fundierten Grußwort stellte der Landrat, Dr. Michael Lübbersmann die Arbeit des SoVD heraus. Wir haben viele gemeinsame Begegnungspunkte und ich stelle fest, dass sich der SoVD zu einem wichtigen Gesprächspartner entwickelt hat, so der Landrat wörtlich.

Wahlen markieren einen Aufbruch

Kreisvorsitzender wurde wieder Gerd Groskurt, seine Stellvertreter sind weiterhin Hanna Nauber und Günter Eggelmeyer. Als Kreisschatzmeisterin erhielt erneut Marianne Zahn mit ihren neuen Stellvertreterinnen Marianne Lindner und Inge Niekamp das Vertrauen der Versammlung. Die Funktion der Kreisfrauensprecherin nimmt weiter Hanna Nauber ein, als Vertreterin wurde neu Karin Werner gewählt. Die Funktion der Schriftführerin wurde weiter Marianne Stönner mit der Vertretung durch den bisherigen Beisitzer Peter Gromm übertragen. Als Beisitzer wählte die Verbandstagung: Heinrich Dwenger, Jörg Hertel, Hans-Werner Jungholt, Norbert Kreiling, Ismael Özpolat und Ulrich Preuß.

Damit sind in den 15-köpfigen Kreisvorstand neun neue Mitglieder gewählt worden, stellt der SoVD fest. Den für eine Organisation sehr wichtigen Bereich der Kassenprüfung übernehmen: Ines Kortlüke, Werner Schütte und Wilhelm Linnemeyer.

Unsere regionale 100 Jahr-Feier im Jahr 2019 und die neuen gesellschaftspolitischen Aufgaben werden uns viel Arbeit abverlangen, so der in seinem Amt bestätigte Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Als Überschrift könnte man die vorangestellten Worte des Landrats in seinem Grußwort nehmen: „Alleine kann man weit gehen, gemeinsam kommt man auf jeden Fall weiter,“ rief er den Verbandsvertretern zur Verabschiedung zu.

Bilder: Hermann Pentermann

SoVD Osnabrück-Wüste bekommt 1. Preis

Im Rahmen der Kreisverbandstagung erhielt der SoVD Ortsverband Osnabrück-Wüste den 1. Preis für besonders aktive Arbeit. Wir sind damit zum sogenannten „Vier Sterne Ortsverband“ aufgestiegen, kommentierte Albert Timmermann die Auszeichnung. Der Kreisverband hat nun schon zum zweiten Mal - entsprechend bestimmter Vorgaben - die Ortsverbände in der Region ausgezeichnet. Dabei sind sowohl organisatorische Grundlagen wie auch eine Dokumentation gesellschaftspolitischer Aktivitäten Grundlage der Entscheidung. Der Landes- und Bundesvorsitzende Adolf Bauer überreichte mit anerkennenden Worten den Preis persönlich (v.l.n.r) an den stellv. Vorsitzenden Albert Timmermann und die Schatzmeisterin Anita Neumann.

Unsere Beratung ist ein „Lotsenangebot“

SoVD informierte sich über die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB)

Zweiter Besuchspunkt des sozialpolitischen Arbeitskreissprechers Hans-Werner Jungholt und des SoVD-Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt war die Beratungsstelle des Blinden- und Sehbehindertenverbandes an der Pagenstecherstr. 4 in Osnabrück. Steven Brentrop und Sahra Pohlmann stellten sowohl den Umfang als auch die Grundlagen ihrer „Beratung vor der Beratung“ vor. Die Gespräche und Hilfen sollen Menschen mit oder mit drohender Behinderung helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die Beratung in den EUTB soll durch Betroffene für Betroffene erfolgen, das sogenannte Peer Counseling. Peers nennt man Personen aus einer Gruppe mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen. In den EUTB arbeiten viele Beraterinnen und Berater, die selbst mit einer Behinderung leben. Das macht nach Ansicht des Gesprächskreises eine besondere Nähe zum Thema und eine Atmosphäre aus, in der alle Fragen vertrauensvoll angesprochen werden können.

Die Beratung, unabhängig und auf Augenhöhe, hilft, sich selbstbestimmt zu entscheiden, stellt Steven Brentrop ganz besonders in dem Informationsgespräch heraus, und zwar ganz nach den individuellen Bedürfnissen. Unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder ergänzend zur Beratung anderer Stellen. „Wir haben in diesem komplizierten System eine Lotsenfunktion“, so der leitende Sozialarbeiter in seiner Vorstellung.

Über alle Fragen rund um das Thema Teilhabe, bietet die Beratungsstelle kostenlose Gespräche und Informationen an. Termine können in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 9:00 - 16:00 Uhr und am Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr über die Osnabrücker Telefonnummer 33 06 – 622 vereinbart werden.

SoVD in der Region Osnabrück stellt die „Weichen“ für die nächsten vier Jahre

Zur Kreisverbandstagung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück am 13 Oktober 2018 hat der Bundes- und Landesvorsitzende Adolf Bauer seinen Auftritt zugesagt. Wir dürfen das auch als Auszeichnung unserer geleisteten Arbeit in den letzten Jahren verstehen, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt (Bild links).

Gerade jetzt ist es wichtig das Motivfeld „ Gestaltungswillen“ in der ehrenamtlichen Arbeit herauszuarbeiten. Das wird auch in den Delegiertenunterlagen, die auf 24 Seiten zusammengefast worden sind, deutlich. Mit der Linie: Einige Kommission weniger, dafür ein paar offene Projektbündnisse mehr, sind Vernetzungen entstanden, von denen nicht nur der SoVD in der Region profitiert.

Am 13. Oktober 2018 werden aus der Region 115 Delegierte zusammenkommen, die rund 9.000 Mitglieder vertreten. Aus dem Bereich Stadt und Altkreis Osnabrück kommen davon 47 Delegierte, die die 1.679 Mitglieder in der Stadt und die 1.913 Mitglieder im nahen Osnabrücker Umfeld vertreten.

Die Zusage zu einem Grußwort von Landrat Dr. Michael Lübbersmann ist für uns eine weitere Auszeichnung, so der SoVD. Interessierte können die Delegiertenunterlagenhier einsehen.

AWO-Ehrenamtspreis für „Zwangsarbeiterkinder Gedenkstätte“

Bündnis von Osnabrücker Spurensuche, SoVD und AWO wird ausgezeichnet

Den im Rahmen der 70 Jahre Wiedergründungsfeier der Arbeiterwohlfahrt im Bezirk Weser-Ems hatte auch das Bündnis Spurensuche Osnabrück, der SoVD und die AWO Osnabrück eine Bewerbung eingereicht. Das ist eine Anerkennung der vielen Menschen, die ehrenamtlich Zeit und Handarbeit bei der Erstellung der Erinnerungsstätte eingebracht haben- Der Schulen und der Schulklassen die sich eingebracht und geholfen haben und der vielen finanziellen Spender und der Unternehmen die kostenlos sächliche Unterstützung geleistet haben.

Letztlich – war sich das Bündnis „Gedenkstätte für Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf dem Heger Friedhof“ einig – ist dieser Zuspruch über die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit hinaus auch eine besondere Würdigung der geschichtlichen Aufarbeitung.

Am 21. Sept. 2018, konnten wir die Erinnerungsstätte in Osnabrück mit vielen Menschen eröffnen und somit den über 100 Kindern ihren Namen wieder geben. Der Ort der Gedenkstätte ist bislang noch nicht fertig ausgestaltet. Er soll sich in der nächsten Zeit mit Hilfe von freiwilligen und Schülern weiterentwickeln. Damit soll letztlich auch ein „lebendiger Ort“ entstehen, an dem stetig weiter gearbeitet wird, gegen das Vergessen und die gesellschaftliche Erinnerungslosigkeit der Verbrechen aus der NS- Zeit.

Dieser AWO-Ehrenamtspreis wird auch mithilfe seiner finanziellen Ausstattung zur weiteren Abrundung des der Gedenkstätte beitragen.

 

 

 

 

 

Erinnerungsstätte für Zwangsarbeiterkinder

Bündnis des SoVD mit der Initiative Spurensuche Osnabrück, AWO und Schulen

Während der Zeit des 2. Weltkrieges wurden junge Frauen aus vielen verschiedenen Ländern zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt und gezwungen schwere körperliche Arbeiten in Fabriken, Betrieben und an vielen anderen Stellen zu verrichten. Die Frauen kamen zu großen Teilen aus dem damaligen Russland, Polen, den Niederlanden, aber auch aus anderen besetzen Ländern. Einige Frauen waren oder wurden schwanger. Da man auf die Arbeitskraft nicht verzichten wollte, entriss man den Müttern direkt ihre Kinder und schickte die Frauen zurück an die Arbeit und kümmerte sich um die neugeborenen Babys nur mangelhaft.

Viele der Kinder lebten oft nur wenige Tage oder Stunden und wurden auf dem Heger Friedhof formlos beerdigt und vergessen. Durch einen glücklichen Zufall im Jahr 2017 entdeckten Mitarbeiter des Friedhofs die mit viel Akkuratesse ausgefüllten Karteikarten. (1 Bild) Die Todesursachen stellen sich darauf sehr systematisch und konstruiert dar.

Unmittelbar nach dem Auffinden der Karteikarten fanden sich freiwillige Mitarbeiter zusammen, die in ihrer Freizeit sich um die Geschichte der Karteikarten kümmerten und mit dem planen einer würdigen Gedenkstätte begannen.

Die Osnabrücker Ortsverbände des Sozialverbands Deutschland (SoVD) der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Ortsverein Westerberg-Eversburg-Atter .und verschiedene Schulen, sowie die mittlerweile zusammengeschlossene Initiative „Spurensuche Osnabrück“ setzten sich ein gemeinsames Ziel, für diese Kinder und auch für ihre heute zum Teil noch lebenden Angehörigen eine würdige Erinnerungsstätte zu schaffen, an genau dem Ort, an dem sie ein vergraben wurden. Es entstand ein Bündnis zur „Entwicklung einer Gedenkstätte“ auf dem Heger Friedhof.

Nach ersten Überlegungen und finanziellen Abschätzungen vereinbarte man ein gemeinsames Grundkonzept. Im Oktober 2017 fanden sich die Initiatoren mit erfreulich vielen interessierten Helfern zu einer ersten Vorstellung der Planung und schon ersten Arbeiten am Platz der Gedenkstätte zusammen. (2 Bilder). Die Berichterstattung und die weitere Werbung, stellte nicht nur die Grundlage für finanzielle Unterstützung, sondern ergab auch viele Angebote von Firmen, kostenlose sachliche Hilfen zur Verfügung zu stellen.

In das öffentliche Interesse brachten sich auch viele Schulklassen mit ein, die Bepflanzungen und Arbeiten an den immer deutlicher werdenden Umrissen der Gedenkstätte mitwirkten. Ganz besonders brachte sich die Alexanderschule aus Wallenhorst im Rahmen ihres Projektes „Wege zur Erinnerung“ ein. Im Juni 2018 pflanzte eine deutsch – polnisch – ukrainische Schülergruppe in diesem Zusammenhang eine Zaubernuss auf der Gedenkstätte (2 Bilder).

Trotz der akribisch ausgefüllten Karteikarten und dem Beerdigungsregister waren einige Stunden nötig die korrekte Namensschreibung herauszufinden und die Systematik der Eintragungen festzulegen. (1 Bild) Dann machte sich der Steinmetzbetrieb Voigt & Feldker an die Arbeit. (1 Bild) Über 100 in „Stein gemeißelte“ Namen beendeten das namenlose und vergessene Schicksal der unschuldigen Kinder. Zudem ist diese Gedenkstätte auch eine Erinnerung an eine Zeit, die menschliche Grundwerte aufgegeben hatte.

Im September 2018 wurde unter Anteilnahme von weit über 100 Teilnehmern die Gedenkstätte auf dem Heger Friedhof offiziell eingeweiht. Besonders bewegend war die Teilnahme der Familie van Wel aus Holland. „Unsere Mutter, die hier Zwangsarbeiterin war und leider vor 2 Jahren verstorben ist, hat uns gesagt, dass wir noch eine Schwester haben. Jetzt kennen wir auch die Stätte ihrer Beerdigung“, war eine ihrer Feststellungen. Für eine umfänglichere Darstellung der Geschichte umriss der Historiker Dr. Volker Issmer die Situation der Zwangsarbeiterinnen und ihrer Kinder. Ergreifende Worte fand der Theologe Prof. Dr. Reinhold Mokrosch im Rahmen der Feierstunde, die viele Verknüpfungen verschiedenen Religionen einbezog. (2 Bilder)

Im Rahmen der Eröffnungsfeier stellte die Alexanderschule den Text eines Erzählsteins vor, der im weiteren Verlauf der Gedenkstätte in einer kurzen Darstellung die Hintergründe dieses Grabfeldes erläutern soll. Mit vielen Blumenniederlegungen und der Niederlegung eines Kranzes vom SoVD (1 Bild) endeten die Feierlichkeiten an der Erinnerungsstätte. In einem zusätzlichen angebotenen Erzählkaffee in der Halle des Heger Friedhofs nahmen anschließend viele Besucher die Gelegenheit wahr, viele weitere Fragen und Informationen durch und mit der Initiativgruppe auszutauschen.

Es wird weitergehen. Viele der Redner und der anwesenden Gäste forderten diese Geschichte weiter aufzuarbeiten. Es gilt wohl, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt die Mahnung von Richard von Weizsäcker aus dem Jahr 1985 sehr ernst zu nehmen. Viele sind heute mit der Geburt nach dem II. Weltkrieg nicht mehr direkt verantwortlich. Aber wir sind alle verantwortlich, dass so etwas nie wieder passiert. In seinem Rechenschaftsbericht auf der Kreisverbandstagung will der Kreisvorsitzende dieses Thema auch ansprechen. Eine entsprechende Fotomontage der Entwicklung ist schon fertig gestellt. (Bild)

Nach oben

Internationaler Friedenstag

Es hätte nicht besser passen können, heute um 16:00 Uhr weihen wir nicht nur den Gedenkstein für verstorbene Kinder von Zwangsarbeiterinnen ein, heute ist auch der internationale Tag des Friedens. Aus diesem Grund werden von 18 – 18:15 Uhr in Osnabrück die Glocken läuten. Daran sind auch die Glocken auf dem Heger Friedhof beteiligt. Noch ist nicht ausgemacht, wie lange die feierliche Eröffnung der Grabstätte dauern wird. Nachfolgend ist noch eine Gesprächsmöglichkeit n der Trauerhalle auf dem Heger Friedhof vorgesehen. Dort wird unter anderem die Entwicklung der ehrenamtlich getragenen Arbeit mit einer Fotopräsentation gezeigt.

Vielleicht wird einige Besucher die zusätzliche und besondere Atmosphäre begleiten, die in diesem Jahr zum ersten Mal in der Geschichte vor dem Hintergrund des „Europäischen Kulturerbe-Jahres“ durchgeführt wird. Über die Auswirkungen von übersteigerten Nationalismus, Fremdenhass und den Verlust von Menschlichkeit wird es ganz konkrete Hinweise genug geben. Das alles passt in eine Zeit, in der sich viele Menschen über erkennbare Entwicklungen beträchtliche Sorgen machen.

SoVD hofft auf besseren Qualitätsstandart beim „Wohnungsgipfel“

Nur barrierefreier Wohnungsbau verdient den Namen „Sozialer Wohnungsbau“

Auf dem sogenannten „Wohngipfel“ im Berliner Kanzleramt sind am 21. September alle Akteure eingeladen, die etwas mit Bauen zu tun haben und die einen Beitrag zu mehr Wohnungen leisten können. Neben Akteuren aus Bund, Ländern und Kommunen kommen dort auch Mietervertretungen, die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, die Gewerkschaften und die Bauwirtschaf zusammen.

Barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum hat eine starke soziale Dimension und ist für eine offene Gesellschaft unerlässlich. Für Menschen mit Behinderungen ist Barrierefreiheit eine Voraussetzung für ein würdiges Leben, weil sie Handlungsfreiheit gibt, die Möglichkeit selbstbestimmt zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben. Sie muss im „Sozialen Wohnungsbau die Messlatte der Qualität werden, fordert der SoVD in einer Stellungnahme. Nur der barrierefreie Wohnungsbau verdient eigentlich den Namen „Sozialer Wohnungsbau“ formuliert der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt die Vorstellungen des SoVD.

Aus Sicht des SoVD Kreisvorsitzenden sollte geprüft werden, welche steuerlichen Vergünstigungen für Bauherren, die barrierefreien Wohnraum bereitstellen, gewährt werden können. Zudem sollten Maßnahmen wie das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen", für das die Bundesregierung Fördermittel bereitstellt, weiter ausgebaut und stärker gefördert werden, so die Festlegungen im Koalitionsvertrag der Regierung.

Nicht nur die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen wird durch Barrierefreiheit gesteigert. Familien mit Kindern oder ältere Menschen profitieren genauso. Deswegen ist sie gerade auch vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Gesellschaft ein wirtschaftlicher Standortvorteil. Ganz abgesehen davon, so der SoVD, wird nach unserer Ansicht damit auch eine veränderte grundlegende Planung unterstützt.

Zu Hause alt werden

SoVD Frauen fordern: Die Zukunftserwartungen jetzt bedenken

Das Projekt „Zu Hause alt werden“ so die Kreisfrauensprecherin des SoVD, Hanna Nauber berührt einen breit angelegten Aufgabenbereich. Diesem Wunsch einer überwiegenden Mehrheit älterer Menschen stellt sich auch der Landkreis Osnabrück mit dem Seniorenbüro im Kreishaus, so Andreas Stallkamp, der im Senioren- und PflegeStützpunkt die Wohnberatung betreut.

Es ist uns ein Anliegen, mit unserem Know-How zur Barrierefreiheit beizutragen, dabei komme es darauf an, bei geplanten Veränderungen solche Ideen gleich einzubeziehen. Auf Sicht, so der Referent vor den Frauensprecherinnen des SoVD aus Stadt und Landkreis Osnabrück, ist Barrierefreiheit nicht nur ein persönlicher Gewinn an Sicherheit sondern auch an zukunftsorientierter Wohnwertsteigerung. In vielen Beispielen stellte Andreas Stallkamp größere Maßnahmen aber auch kleinere Veränderungen mit erheblichem Komfortgewinn vor. Es lohnt, so der Referent abschließend, sich frühzeitig über die Gestaltung des unmittelbaren Lebensraums Gedanken zu machen. Dabei ist auch der Senioren- und PflegeStützpunkt im Kreishaus, der in jedem Fall den neuesten Stand der Technik kennt und auch Wege der Finanzierungshilfen erläutern kann, gerne behilflich.

Die mehrfach in Wortbeiträgen an den SoVD herangetragene Forderung, die bestehenden und bewährten Versorgungsstrukturen in der Region zu stärken und durch neue, innovative Angebote zu ergänzen, nahmen sowohl die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber, wie auch der anwesende Kreisvorsitzende Gerd Groskurt in ihre Arbeitsvorhaben mit auf. Auch morgen sollen unsere Städte und Gemeinden ein verlässliches Miteinander bieten, in das alle Bürgerinnen und Bürger eingebunden werden können.

Ein möglichst langes, selbständiges Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen, muss unser Ziel sein.

Die Zahl der auf Unterstützung angewiesenen älteren Menschen wird steigen, waren sich die SoVD Vertreter in der Erwartungsprognose einig. Dabei werden zusätzlich Familien- und Unterstützungsstrukturen - zum Beispiel wegen einer Arbeitsaufnahme in entfernteren Regionen - unter Druck kommen. Wir sind gut beraten mit langfristigen Planungen diese Anforderungen zu bedenken. Der Senioren- und PflegeStützpunkt ist dabei eine gute Adresse, die auch auf die ganz persönlichen Anforderungen ausgerichtet, ein wichtiger Gesprächspartner ist.

Wohnen im Alter - sicher und bequem

SoVD Kreisfrauensprecherinnen diskutieren über Wohnberatung

Am Dienstag, 11. September 2018, 15.00 Uhr treffen sich die Kreisfrauensprecherinnen der SoVD Ortsverbände in der Gaststätte Thies in Hasbergen/Gaste zu einer Vortragsveranstaltung mit Andreas Stallkamp von der Wohnberatung beim Senioren- und PflegeStützpunkt Niedersachsen beim Landkreis Osnabrück.

Im Zentrum werden sicher die Möglichkeiten zur seniorengerechten Umgestaltung von Wohnraum und deren Finanzierungsmöglichkeiten stehen, so die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber in einer Vorankündigung. Sie geht weiter davon aus, dass sich aus dieser Gesprächsrunde zusätzliche Anregungen ergeben die dann in folgenden Gesprächen auf die Tagesordnung gesetzt werden können.

Interessierte sind herzlich willkommen.

Ein Lotsenangebot in der Beratung

SoVD informierte sich über die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ (EUTB)

Erster Besuchspunkt des sozialpolitischen Arbeitskreissprechers Hans-Werner Jungholt und des SoVD-Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt war die Patsy & Michael Hull Foundation am Gerberhof 10 in Osnabrück. Jennifer Hull-Krogull und Katrin Aschberger stellten sowohl den Umfang als auch die Grundlagen ihrer „Beratung vor der Beratung“ vor. Die Gespräche und Hilfen sollen Menschen mit oder mit drohender Behinderung helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Die Beratung in den EUTB soll durch Betroffene für Betroffene erfolgen, das sogenannte Peer Counseling. Peers nennt man Personen aus einer Gruppe mit gleichen oder ähnlichen Erfahrungen. In den EUTB arbeiten viele Beraterinnen und Berater, die selbst mit einer Behinderung leben. Das macht nach Ansicht des Gesprächskreises eine besondere Nähe zum Thema und eine Atmosphäre aus, in der alle Fragen vertrauensvoll angesprochen werden können.

Die Beratung, unabhängig und auf Augenhöhe, hilft, sich selbstbestimmt zu entscheiden, stellten Jennifer Hull-Krogull und Katrin Aschberger ganz besonders in dem Informationsgespräch heraus, und zwar ganz nach den individuellen Bedürfnissen. Unabhängig von Trägern, die Leistungen bezahlen oder ergänzend zur Beratung anderer Stellen. „Wir haben in diesem komplizierten System eine Lotsenfunktion“, so die beiden Gesprächspartnerinnen übereinstimmend.

Über alle Fragen rund um das Thema Teilhabe, bietet die Beratungsstelle kostenlose Gespräche und Informationen an. Termine können telefonisch in der Zeit von 9:30 - 12:30 Uhr über die Osnabrücker Telefonnummer 47 05 54 95 vereinbart werden.

Führung über den Heger Friedhof

Die Initiative Spurensuche Osnabrück bietet eine historische Führung über den Heger Friedhof an. Treffunkt ist Sonntag, 2. September 12 Uhr der Haupteingang an der Rheiner Landstraße.

Geboten wird unter anderem ein interessanter Blick hinter die Kulissen des Friedhofs sowie der Besuch mit entsprechenden Informationen besonderer Osnabrücker Bürgerinnen und Bürger. Darüber hinaus will die Initiative auch den Stand der „Kindergräber von Zwangsarbeiterinnen“ präsentieren, die am 21. September um 16 Uhr feierlich eröffnet werden soll. Die Führung ist kostenlos.

SoVD besucht die Bahnhofsmission Osnabrück

Da leuchtet ein Juwel mitmenschlichen Engagements

Die Bahnhofsmission an Gleis 1 im Osnabrücker Hauptbahnhof ist mit einem vielseitigen Hilfeangebot für die Unterstützung von Reisenden im Hauptbahnhof und darüber hinaus wichtige Anlaufstelle. Marcel Bohnenkamp, Leiter diese Anlaufstelle gibt der Entwicklung und dem Tätigkeitsumfang einen prägenden Stempel. Es ist, mit denen im hektischen Bahnhofsbetrieb agierenden ehrenamtlichen Helfer, ein Juwel mitmenschlichen Engagements, fasste die Besuchergruppe ihre Eindrücke nach einem Informationsbesuch zusammen.  

Unsere ehrenamtlich Mitarbeitenden sind das eigentliche Kapital in diesem Hilfeangebot. Ob bei Hilfestellungen am Gleis, Begleitungen im Zug oder bei der Betreuung der Gäste in der Bahnhofsmission, ohne sie würde es keine Bahnhofsmission geben können, stellte der Leiter der Bahnhofsmission besonders heraus. Zusätzlich untermauerte er die vielen organisatorischen Aufgaben in einem menschlichen Rahmen der viel Engagement, Qualität und persönliche Zuwendung erfordere.

Träger der Einrichtung sind in ökumenischer Zusammenarbeit das Diakonische Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück und der Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück. Neben der teilweisen Finanzierung aus Mitteln der Träger ist die Bahnhofsmission für die Wahrnehmung der vielen Aufgaben noch auf zusätzliche ehrenamtliche und finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die von Marcel Bohnenkamp langfristig geplanten Bestrebungen, eine intensive Vernetzung mit neuen zusätzlichen Kooperationspartnern fand die SoVD-Delegation sehr naheliegend. Bei dem immer größer werdenden größer werdenden  Faktor „Mobilität“ sind die Hilfsangebote als menschliche Brücke eine wichtige  Voraussetzung.

SoVD bearbeitet Anträge zur Kreisverbandstagung

Ehrenamtsförderung soll in die Niedersächsische Landesverfassung

Insgesamt sechs Anträge und eine Resolution bearbeitete der geschäftsführende Kreisvorstand für die Beratung auf der Kreisverbandstagung am 13. Oktober im Kreishaus des Landkreises Osnabrück.

Neben der Forderung im eigenen Verband auf ein barrierefreies Umfeld zu achten sind mit der  Abschaffung der „Wahlrechtsausschlüsse“ und der Novellierung des „Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes“ drei Anträge die sich für ein verbessertes Umfeld von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Zwei weitere Anträge fordern den Landesverband auf, das Thema Organtransplantation und die Interessen der Menschen im Rahmen der medizinischen Entwicklung in eine Diskussion zu bringen. Neben den Fortschrittsmythen über das ständig „neueste auf dem Markt“ gehört eine Bewertung über Fachvertreter, Lobbyisten und Experten in die Entscheidungsfindung die insbesondere den Blick für den Patienten hat und dazu zählt nach Ansicht des SoVD die menschliche Würde bis zuletzt.

Neben einem Antrag der sich mit der Innerverbandlichen Satzung beschäftigt fordert der Osnabrücker SoVD den Landesverband auf eine landesweite Initiative zu starten in die Niedersächsische Verfassung die Förderung des Ehrenamtes für Staat und Gemeinden aufzunehmen. Es ist an der Zeit, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dass die Menschen, die für diese Gesellschaft ein unverzichtbares Engagement in Vereinen, Initiativen und Gruppen einbringen ein grundsätzliches Signal der Wertschätzung und Anerkennung bekommen. In Bayern ist diese Initiative über einen Volksentscheid dann im Jahr 2015 in die Landesverfassung aufgenommen worden.

Erst einmal glauben wir, dass mit Verabschiedung auf der SoVD-Landesverbandstagung auch eine entsprechende Strahlkraft in ein weitere Vereine und Initiativen in Niedersachsen für eine Mitwirkung ausgeht. Weiter erinnern wir in diesem Zusammenhang auch an die vielen Redebeiträge im Zusammenhang mit der Würdigung des Ehrenamtes. Wir finden, so der SoVD in der Region Osnabrücker-Land abschließend, die Initiative passt jetzt in die Zeit.

Interessierte können die Anträge auch als Dateien hier https://www.sovd-osnabruecker-land.de/aktuelles/antraege-zur-kreisverbandstagung/ einsehen.

Hanna Nauber nimmt Funktion der 2. Kreisvorsitzenden ein

SoVD Führungsduo  in der Region Osnabrücker-Land wieder komplett

Die Frauenbeauftragte im Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrücker-Land, ist auf der letzten Kreisvorstandssitzung in die Funktion einer “Zweiten Kreisvorsitzenden“ berufen worden.

Diese Nominierung war durch den gesundheitlich bedingten Rücktritt des bisherigen 2. Kreisvorsitzenden Heiner Lahmann (Hunteburg) notwendig geworden

Wir wollten gerade jetzt vor der nächsten Kreisverbandstagung im Oktober dieses Jahres die vielen Vorbereitungen und Arbeitsbelastungen auf mehrere Schultern verteilen, so der SoVD Kreisverband in einer Mitteilung.

Zudem steigt mit Hanna Nauber (Bad Laer) eine erfahrene und im SoVD-Verband äußerst verwurzelte Akteurin in die Spitze des Kreisvorstandes ein. Damit komplettiert sie eine von zwei Stellvertreterfunktionen, mit dem weiteren 2. Kreisvorsitzenden Günter Eggelmeyer (Ueffeln) und dem Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt (Osnabrück) das Führungskleeblatt des SoVD .in der Region Osnabrück, der immerhin rund 9. 000 Mitglieder vertritt.  

SoVD in der Region Osnabrück erhält Treueauszeichnung vom Volksbund Deutsche Kriegsgräbervorsorge

Der SoVD Regionalverband Osnabrücker Land präsentierte in seiner letzten Sitzung die Urkunde der Deutschen Kriegsgräberfürsorge für die 20–jährige Mitgliedschaft. Hanna Nauber und Günter Eggelmeyer die beiden stellv. Kreisvorsitzenden im Bild mit der Ehrenurkunde können sich noch gut an die damalige Diskussion und den Beschluss erinnern den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen.

Im Angesicht unserer eigenen Geschichte, vom Reichsbund bis zum Sozialverband Deutschland (SoVD) war diese Mitgliedschaft eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Gerade jetzt, wo wir das Engagement vieler Jugendlicher bei der – von uns mitgetragenen – Entwicklung einer Gedenkstätte für Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf dem Heger Friedhof in Osnabrück ganz konkret erleben, bekommt die Aussage der Kriegsgräberfürsorge: „Versöhnung über den Gräbern. Arbeit für den Frieden.“ eine tatsächliche Bedeutung. Insoweit begrüßen wir, dass mit der Unterstützung der Kriegsgräberfürsorge  nicht nur eine Erinnerungskultur wach gehalten wird und dass darüber hinaus die Pflege vieler Grab- und Mahnmahle ganz konkret auch mit Projekten die Jugendliche durchführen und mitgestalten, gefördert wird.

Zwei Bewerbungen zum Niedersächsischen Ehrenamtspreis

Der SoVD in Osnabrück hat zwei Aktionen beim Niedersächsischen Ehrenamtspreis angemeldet. Dabei sind die eingereichten Projekte mit ehrenamtlichen ungebundenen Beteiligten und Vereinen in einem gemeinsamen Netzwerk entstanden.

Eine Bewerbung stellt die nunmehr ein Jahr existierende „Hundebesuchsgruppe in Seniorenheimen“ zur Bewertung. Die SoVD-Ortsverbände in der Stadt Osnabrück unterstützen eine ungebundene Gruppe Hundebesitzer, die sich zu Besuchsprogrammen  in Heimen verabredet. Unter dem Motto „Besuch auf vier Pfoten“ entwickelt sich diese Initiative freiwilliger Interessierter zu weiteren Gesprächs- und Spazierbesuchen in anderen Einrichtungen. Die Hunde schaffen auf eine besondere Art „Nähe“ und bringen in vielen Situationen Erinnerungen an eigene Erlebnisse zurück. Auf jeden Fall vermitteln sie mit ihrem Wesen ehrliche Nähe, Vertrautheit, Trost und Freude. Insoweit, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, müssten eigentlich die Tiere den Ehrenamtspreis bekommen.

Die zweite Bewerbung ist im Rahmen ehrenamtlicher Recherchen über entdeckte Karteikarten und Nachforschungen  im Bestattungsbuch zu einem Projekt geworden. Ein so gefundenes Gräberfeld, dass sich auf dem Heger Friedhof in der Betreuung des Osnabrücker Service-Betriebs (OSB) befindet, wurde lokalisiert. Es fand sich einen Initiativkreis zusammen, der zusätzlich Jugendliche in Gruppen und Schulen einband sowie viele Unternehmen, die sachlichen Unterstützung beisteuerten. Rund 100 Neugeborene und Kinder – insbesondere von Zwangsarbeiterinnen - sind im Zeitraum des II. Weltkrieges unter unvorstellbaren Umständen ums Leben gekommen und auf dem Heger Friedhof beerdigt worden. Diesen Kindern nach über 70 Jahren der „Vergessenheit“ eine Stätte der Erinnerung zu geben, war die Vereinbarung der ehrenamtlichen tätigen Mitarbeiter, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und dem Sozialverband Deutschland (SoVD) in Osnabrück. Dabei lag es im Aufgabenbereich der Gruppe nicht nur das Thema in die Diskussion zu stellen und die Gestaltung des Denkmals zu entwickeln, sondern auch erhebliche finanzielle Mittel für die Durchführung zusammen zu bringen.

Für den SoVD, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, der im Prinzip nur Mitwirkender ist, stellen diese beiden Aktionen auch eine verbandsinterne Neuerung dar. In Vernetzungen mit anderen Gruppen, Initiativen und Freiwilligen zusammen zu arbeiten ist für uns ein neuer Aufgabenbereich. Ich hoffe, dass diese ermutigenden Erfolge weitere Initiativen auslösen.

Bilder aus den beiden eingereichten Projekten:

SoVD stellt sich der DETO vor

Carsten Elmer findet Schnittmengen mit dem Verein zur Förderung von Demokratie, Toleranz und interkultureller Verständigung Osnabrück e.V. (DETO)

Vor interessierten Zuhörern präsentierte der Geschäftsführer der SoVD Region Osnabrück den SoVD, seine Arbeit, Ziele und Aufgaben. Dabei präsentierte er die drei Säulen des SoVD: Einflussnahme auf gesellschaftlich relevante Strömungen im Sinne der Mitgliederinteressen, Beratung in sozialen Fragen und die ehrenamtliche Arbeit in Kreis und Ortsverbänden.

Die DETO setzt sich als regionaler Verein für die Werte und Normen dieser Entwicklung ein und hat es sich zum Ziel gemacht, in Deutschland und dem gemeinsamen Europa Demokratie, Toleranz und die Verständigung zwischen den Kulturen aktiv zu fördern. Der Verein ist dabei weder parteilich noch konfessionell oder an eine Weltanschauung gebunden.

Um diesem Ziel gerecht zu werden, bietet DETO eine Vielzahl von Aktivitäten, dabei liegt der Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit freien Trägern, Institutionen, Behörden und Schulen. Verwiesen wurde auf Netzwerkprojekten gegen Rechtsradikalismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt.

Ich denke, so der Kreisgeschäftsführer, da gibt es Schnittmengen, die wir für unsere zukünftige Arbeit verbinden sollten. Zumindest wurden ein weiterer Kontakt- und Informationsaustausch vereinbart.

Gedenkstunde an das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944

Gedenkfeier 20. Juli 2018, 10:45 Uhr, Denkmal Kunsthalle vor der Dominikanerkirche

Das Attentat vom 20. Juli 1944 gilt als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus. Die von Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führerhauptquartier Wolfsschanze deponierte und scharf gemachte Sprengladung verletzte den Diktator jedoch nur leicht.

Stauffenberg hat sich über seine Beweggründe unter anderem so geäußert:

„Es ist Zeit, dass jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem Gewissen.“

„Ich könnte den Frauen und Kindern der Gefallenen nicht in die Augen sehen, wenn ich nicht alles täte, dieses sinnlose Menschenopfer zu verhindern.“

In Osnabrück wird dieser Tag mit einer Ansprache des Oberbürgermeisters und der Kranzniederlegung verschiedener Gruppen gedacht.

Hundebesuche tun gut

Ob dieses von mehreren SoVD-Ortsverbänden begonnene Projekt“ Besuch auf vier Pfoten“ überhaupt Erfolg hat, war am Anfang für alle schwer einzuschätzen. Alle mussten sich an die neue Aufgabe herantasten. Es sollte allen gut gehen, besonders den Hunden. Mittlerweile läuft das Besuchsprogramm schon ein Jahr.

Hunde kommen zu Besuch im Seniorenheim und für ein bis zwei Stunden ändert sich dort die Welt. Tiere schaffen auf eine besondere Art „Nähe“ und bringen in vielen Situationen Erinnerungen an eigene Erlebnisse zurück. Auf jeden Fall vermitteln Hunde mit ihrem Wesen ehrliche Nähe, Vertrautheit, Trost und Freude. Mit besonderen Absprachen sind auch schon Zimmerbesuche bei Bettlägerigen ins Besuchsprogramm aufgenommen worden und als neue Herausforderung sind Kontakte mit einer Einrichtung mit der Heilpädagogischen Hilfe im Gespräch.

Jetzt trafen sich einige Hundehalter zum einjährigen Bestehen der Gruppe mit den Hauptfiguren - nämlich den Hunden - zu einem Grillfest.

Jeden ersten Donnerstag im Monat trifft sich die Gruppe zum Gesprächs- und Informationsaustausch. Interessierte sind zu 17:30 Uhr im Café Restaurant „Am Rubbenbruchsee“, Barrenteich 2, herzlich willkommen.

#fragdenSoVD - Neues Angebot: SoVD berät auch über WhatsApp

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen erweitert sein Beratungsangebot. Niedersachsens größter Sozialverband startet eine WhatsApp-Sprechstunde. Von 17 bis 18 Uhr beantworten Sozialberater Fragen rund um die Themen Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Hartz IV sowie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Sie haben nur mal eine kurze Frage und wollen dafür nicht extra ins SoVD-Beratungszentrum gehen? Dann nutzen Sie die WhatsApp-Sprechstunde unter dem Motto #FragdenSoVD. Das geht ganz einfach: Fügen Sie die Nummer 0511/65610720 zu Ihren Kontakten hinzu, und stellen Sie Ihre Frage über WhatsApp.

„WhatsApp gehört mittlerweile zum Alltag vieler Menschen und ermöglicht es, unkompliziert mit uns in Kontakt zu treten“, erläutert der SoVD-Regionalverband Osnabrücker – Land. Man wolle damit ein Angebot schaffen, das auch von mobilitätseingeschränkten Menschen ohne viel Aufwand in Anspruch genommen werden kann und eine kurzfristige Beantwortung von sozialrechtlichen Fragen ermöglicht. Dieses, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, ersetzt allerdings nicht das persönliche Gespräch in unseren Beratungsstellen in Bersenbrück, Bohme, Melle und Osnabrück. Ein erster Kontakt kann in dem einen oder anderen Fall sicherlich helfen Unsicherheiten beiseite zu räumen.

Die WhatsApp-Sprechstunden sind vorerst einmal im Monat vorgesehen. Am 17. Juli und 14. August jeweils von 17 bis 18 Uhr.

SoVD setzt sich für Notfalldose ein

Gerd Groskurt: Damit Retter sofort umfassend Bescheid wissen

Lange Wartezeiten und Unsicherheiten sind in Unfallsituationen oft ein großes Problem. Mit welchen Krankheiten ist der Verunfallte sonst noch belastet? Welche Medikamente muss er regelmäßig nehmen? Hat er irgendwelche Unverträglichkeiten oder Allergien? Fragen, auf die in vollem Umfang oft nicht einmal ein naher Angehöriger bzw. Mitbewohner konkrete Antworten geben kann. Von der Detektivarbeit die Retter in Haushalten durchführen müssen, wo Menschen alleine in der Wohnung leben, ganz zu schweigen.

Der SoVD in Osnabrück möchte vor diesem Hintergrund die Aktion einer  „Grüne Notfalldose“ unterstützen. Sie soll den Rettungskräften erleichtern, die wichtigsten medizinischen Informationen direkt in der Wohnung finden zu können. Damit bei der Behandlung und Diagnose keine Probleme auftreten, sollen die Besitzer auf einer Informationsbeilage in der Dose neben medizinischen Angaben auch Kontaktadressen behandelnder Ärzte oder zu benachrichtigender Angehörige vermerken. Damit alles schnell gefunden wird, soll in der Innenseite der Wohnungstür sowie auf dem Kühlschrank - in dem die Dose aufbewahrt werden soll - ein Aufkleber entsprechend hinweisen.

Der SoVD unterstützt damit die Aktion des Seniorenbeirats in Osnabrück. Die Notfalldose will der SoVD auf Aktionsständen, in seinen Versammlungen und in der Geschäftsstelle am Goethering 3 gegen eine „Selbstkostenspende“ abgeben. Ich bin sicher, so der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende aus der Wüste, Albert Timmermann, das im SoVD viele Ortsverbände dieser Idee folgen. Auf dem Stadtteilfest Schinkel, am 23. Juni und in Voxtrup sind schon entsprechende Aktionen geplant.

SoVD-Tipp: Neuer Freibetrag bei Grundsicherung

Einkünfte aus Riester & Co. werden nicht mehr komplett angerechnet

Wenn die Rente zum Leben nicht reicht, können Betroffene zur Aufstockung Grundsicherung beantragen. Bislang wurden zusätzliche Einkünfte – zum Beispiel aus einer Riester-Rente – voll auf die Grundsicherung angerechnet. Im Bereich der Betriebs-, Riester- und Rürup-Renten hat sich das nun geändert: Betroffene dürfen bis zu 100 Euro monatlich behalten.

Für Geringverdiener ist die private Vorsorge oft sehr schwierig – sie können sie sich einfach nicht leisten. Wer es dennoch geschafft hat, fünf Euro für eine Riester-Rente beiseite zu legen, bekam spätestens dann Probleme, wenn er im Alter auf Grundsicherung anwiesen war. Denn: Die Zahlungen aus Riester-, Rürup- oder auch aus Betriebsrenten wurden voll auf die Grundsicherung angerechnet. „Wer also zum Beispiel 60 Euro aus seinem Riester-Vertrag bekam, dem wurde die Grundsicherung auch um 60 Euro gekürzt“, erläutert der Leiter der Beratungsstelle in Osnabrück Carsten Elmer.

Seit Kurzem gibt es allerdings in dem Bereich eine Änderung. „Wer eine niedrige Rente erhält und Grundsicherung beantragt, darf jetzt bis zu 100 Euro von seiner Zusatzrente behalten“, so Elmer weiter. Das gelte übrigens auch für Beiträge, die freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden.

Der SoVD-Berater hat noch einen Tipp: „Wenn bereits eine private Rente gezahlt wird, sollte man sich zur Sicherheit nochmal beim Grundsicherungs- oder Sozialamt melden, damit der Freibetrag auch wirklich berücksichtigt wird.“ Das gelte insbesondere für die freiwilligen Leistungen in der gesetzlichen Rentenversicherung. „Wer sich nicht sicher ist, ob sein Bescheid korrekt ist, sollte auf alle Fälle mal einen Fachmann draufschauen lassen“, Carsten Elmer. Das SoVD-Beratungszentrum in Osnabrück erreichen Sie unter Telefonnummer 0541 / 350 540 oder Mailadresse: info(at) sovd-osnabruecker-land.de.

Berufsschule Schölerberg arbeitet an der Gedenkstätte Zwangsarbeiterkinder

Unsere Gedenkstätte für Kinder von Fremdarbeiterinnen aus Osnabrück macht Fortschritte. Jugend der Freiwillen Feuerwehr, verschiedene Schulklassen, ganz besonders die Alexanderschule aus Wallenhorst, die SoVD Jugend Niedersachsen, viele junge Einzelpersonen und; und; und.

Jetzt legte die Berufsfachschulklasse B817-2 der BBS am Schölerberg, mit ihrem Lehrer Volker Wiehe auf dem Heger Friedhof „Hand an“ und hat auf der Kindergedenkstätte ein großes Herz aus Sommerblumen gepflanzt. Eine wirklich tolle Geste, als Abschluss der Schulzeit in der BBS am Schölerberg.

Und als wenn das nicht schon wirklich toll genug wäre, habt ihr auch noch die Grabplatten auf dem Internationalen Ehrenfeld von Moos befreit. Vielen Dank an Euch alle, wir würden uns freuen, wenn wir uns spätestens zur Einweihung wieder sehen würden.

Die bisher namenlosen Kinder werden eine Stätte der Erinnerung bekommen. Meine Motivation so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, lässt sich in dem Satz von Richard von Weizsäcker zusammenfassen: Wir sind zwar nicht für die Gräueltaten verantwortlich, aber ich fühle mich dafür verantwortlich, dass so etwas nie wieder passier

Schüler aus drei Ländern bei Aktion auf Heger Friedhof

Projekt des SoVD, der AWO und von ehrenamtlich engagierten des Osnabrücker-Service-Betriebs

Die Aktion auf dem Heger Friedhof mit Schülern der Alexanderschule in Wallenhorst und den Schulen in Olsztyn in Polen und in Rivne in der Ukraine war für uns ein besonderer Moment in dem Projekt für Kinder von Zwangsarbeiterinnen eine Gedenkstätte zu schaffen. Dass Schüler aus der Ukraine, Polen und Deutschland zusammen gekommen sind, hätte wohl nicht besser passen können, da viele der verstorben Kinder aus der Ukraine und Polen stammen.

Schülerinnen und Schüler der trilateralen Projektgruppe der Alexanderschule Wallenhorst pflanzten eine Zaubernuss auf dem Heger Friedhof. Im Anschluss schmückten sie das Bäumchen in den Farben ihrer jeweiligen Landesflagge und stellten beschriftete Herzen vor das Bäumchen.

Schon in den letzten Tagen hatten wir die Gelegenheit, uns von dem Engagement der Schüler und Lehrer ein Bild zu machen, als wir der Einladung folgten und sehen konnten, was die Schüler in Gruppen in der Gedenkstätte Augustaschacht erarbeitet hatten. Es ist wirklich beeindruckend, wie sich alle mit dem Thema Zwangsarbeit und den Schicksalen auseinander gesetzt haben.

An dieser Stelle schicken wir ein großes Dankeschön nach Wallenhorst zur Alexanderschule. Es war uns eine große Ehre und wir werden eine ansprechende Gedenkstätte im Umfeld dieses Baumes schaffen.

Die Bilder zeigen einige Eindrücke der Aktion.

SoVD-Tipp: Keine Verordnung für Pflegehilfsmittel mehr nötig

Weniger Aufwand für Pflegebedürftige und Angehörige

Lagerungshilfen, Hausnotruf-Systeme oder Duschstühle – die Kosten für solche sogenannten Pflegehilfsmittel kann die Pflegekasse übernehmen. Bislang war dafür in vielen Fällen eine ärztliche Verordnung notwendig. Mit der Pflegereform hat sich das geändert: Empfiehlt der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) jetzt ein solches Hilfsmittel in seinem Gutachten, gilt das bereits als Antrag bei der Pflegekasse.

Stellt der MDK bei seiner Begutachtung einen Pflegegrad fest, zahlt die Pflegekasse entsprechende Hilfsmittel. Sie sollen dafür sorgen, dass der Betroffene möglichst selbstständig sein Leben führen kann, und eventuelle Beschwerden lindern. Das können zum Beispiel Pflegebetten, Waschsysteme oder Pflegezubehör wie Bettgalgen oder Betttische sein.

„Bislang mussten die Hilfsmittel immer zusätzlich von einem Arzt verordnet werden – auch wenn der MDK sie empfohlen hat. Das bedeutete für die Betroffenen immer einen erheblichen Aufwand“, sagt der Sprecher im Sozialpolitischen Ausschuss des regionalen SoVD Hans-Werner Jungholt „Diesen Schritt müssen sie jetzt nicht mehr machen. Wenn der MDK eine Empfehlung für ein Hilfsmittel ausspricht, gilt das automatisch als Antrag bei der Pflegekasse.“ Empfiehlt der MDK ein Hilfsmittel, muss er das im Gutachten vermerken und entsprechend konkretisieren. Es gibt aber auch Hilfsmittel, bei denen das MDK-Gutachten nicht automatisch als Antrag gewertet werden kann: „Dazu zählen etwa Orthesen oder auch Seh- und Hörhilfen. Sie müssen weiterhin von einem Arzt verordnet werden. Die Kosten trägt dann die Krankenkasse.“

Übrigens: Erwachsene müssen zehn Prozent je Hilfsmittel zuzahlen, jedoch nicht mehr als 25 Euro. Geht es um Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, gibt es Ausnahmen – mehr als 40 Euro monatlich übernimmt die Kasse aber nicht. „Genau wie bei Medikamenten kann man sich aber auch bei Hilfsmitteln von der Zuzahlung befreien lassen, wenn eine bestimmte Belastungsgrenze erreicht ist. Dazu sollte man sich aber am besten individuell beraten lassen“, empfiehlt der SoVD-Sprecher.

Die SoVD-Beratungszentren in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück geben in jedem Fall weitere Auskünfte.

Gedenkstätte für Kinder von Zwangsarbeiterinnen

Deutsch-polnische-ukrainische Schülerdelegation pflanzt Zaubernussbaum

Die Alexanderschule in Wallenhorst begleitet mit einem Projekt ganz besonders intensiv die Gestaltung eines Gräberfeldes, das an die in der Zeit des zweiten Weltkrieges bis 1945 verstorbenen Zwangsarbeiterkinder erinnern soll. Hierfür sind die Initiatoren des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) und der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie die ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung besonders dankbar. „Angesichts der knappen Ressourcen haben uns besonders die vielen Sach- und Geldspenden und kostenlosen Arbeitseinsätze von Firmen und Unternehmen geholfen, diese Gedenkstätte zu errichten. Außerdem  wurden wir von Jugendgruppen und weiteren Schülerinitiativen sehr gut unterstützt.“

Am Freitag, 1. Juni 2018, 15:00 Uhr wollen Schülerinnen und Schüler der Alexanderschule mit ihren Gästen aus Polen und der Ukraine zur Erinnerung an das gemeinsame Projekt auf der Gedenkstätte auf dem Heger Friedhof eine Zaubernuss pflanzen.

Hier wird die Initiativgruppe die weiteren Aktionen und den zeitlichen Rahmen bis zur Eröffnung der Erinnerungsstätte vorstellen. Es werden drei Gedenksteine errichtet, die jetzt noch symbolisch ohne Namen in der Bildhauerwerkstatt der Firma Voigt & Feldker stehen. Die Aufstellung wird voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli erfolgen. Die bisher namenlosen 105 verstorbenen Kinder der Zwangsarbeiterinnen werden dann einen Namen erhalten und die Erinnerung an eine Zeit präsentieren, die über 70 Jahre hinter uns liegt, so die Initiatoren.

Interessierte, die sich über weitere Einzelheiten informieren oder dieses Projekt unterstützen möchten, können weitere Informationen über den SoVD Osnabrücker-Land (www.sovd-osnabruecker-land.de ) oder per Mail über: groskurt(at)gmx.de  anfordern.

SoVD-Flyer "Entstehen einer Gedenkstätte"

Adolf Bauer sagt Teilnahme an Kreisverbandstagung zu

Zur Kreisverbandstagung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück am 13 Oktober 2018 hat der Bundes- und Landesvorsitzende Adolf Bauer seinen Auftritt zugesagt. Wir dürfen das auch als Auszeichnung unserer geleisteten Arbeit in den letzten Jahren verstehen, fasste der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt (Bild links) Eindrücke aus einem persönlichen Gespräch mit Adolf Bauer zusammen.

Gerade jetzt so der Kreisvorsitzende, wo überall in unseren Ortsverbänden neue Vorstände gewählt werden, ist es hilfreich die Motivfelder „ Gestaltungswillen“ und „Selbstbezug“ in der ehrenamtlichen Arbeit hervorzuheben. Zudem hat auch der SoVD in der Region das Thema Projektarbeit aufgenommen. Da arbeiten wir in regionalen Vernetzungen zusammen, mit einem fest umrissenen Ziel, dass auch ein erkennbares Ende hat.

Adolf Bauer verwies in diesem Zusammenhang auf die Tradition des Verbandes mit seiner 100-jährigen Geschichte hin, die sich nur deshalb so erfolgreich entwickelt habe, weil immer wieder erkennbare gesellschaftliche Veränderungen einbezogen wurden.

Gespräche über Möglichkeiten

Im SoVD sind viele Mitglieder mit türkischen Wurzel. Bisher hat im SoVD allerdings ein direkter Ansprechpartner gefehlt. Nach der Wahl von Ismael Özpolat im Ortsverband Osnabrück-Schinkel ist ein direkter Partner für diesen Dialog gefunden worden.

Während der Maiwoche in Osnabrück die im Bühnenbereich Nikolaiort von der Osnabrücker Partnerstadt Canakkale gestaltet wurde, suchten Ismael Özpolat und der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt weitere Kontakte.

Dank zum Internationalen Tag der Pflege

SoVD in der Region Osnabrücker Land nimmt den „internationalen Tag der Pflege“ zum Anlass Dank und Anerkennung für die aufopferungsvolle und fürsorgliche Arbeit an den Menschen auszusprechen.

Dieser Dank, so der SoVD Sprecher im Sozialpolitischen Ausschuss, Hans-Werner Jungholt (Gesmold) gilt nicht nur den Kräften in den Einrichtungen, sondern auch den in den ambulanten Diensten beschäftigten und selbstverständlich auch den pflegenden Angehörigen für ihre aufopferungsvolle und menschennahe Arbeit. Leider denken die meisten Menschen an die Pflege erst, wenn sie selbst oder Angehörige betroffen sind. Die Menschen wollen in Würde und möglichst in ihrer gewohnten Umgebung alt werden, auch diese Botschaft gilt es an diesem Tag zu transportieren, so der SoVD.

Durch die Beratung in den Beratungszentren in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück sind dem SoVD Problembereiche der Pflege ständig präsent.

  • Die Umstellung von drei Pflegestufen auf fünf Pflegegrade erlaubt zwar eine bessere Differenzierung, macht die Einstufung in Pflegegrad „fünf“ aber sehr schwer.
  • Die umfangreiche Dokumentationspflicht kostet immer noch wichtigere Pflegezeit.

Es gilt jetzt etwas in Ausbildung und Nachwuchs zu tun, fordert der SoVD. Der zukunftssichere Pflegeberuf muss intensiver beworben werden. Dabei wollen wir uns bewusst nicht in den Kreis derjenigen einreihen, die mit Zuständen in 20 oder 30 Jahren mit „Angst und Schrecken“ argumentieren.

Leider belasten die Kosten der Ausbildung immer noch im Wettbewerb mit Betreibern, die nicht ausbilden. Die Ausbildungsplatzumlage, die dem entgegenwirken würde, konnte immer noch nicht eingeführt werden. Zudem sind einheitliche Tarife dringend erforderlich, um den Wettbewerb über Dumping-Löhne zu unterbinden. Hier werden besondere Verwerfungen an der Ländergrenze zu Nordrhein-Westfalen deutlich, so der SoVD.

Pflege, so der SoVD in einer Mitteilung abschließend, ist sicher kein Thema, dem man mit einem „Gedenktag“ gerecht wird und mehr Anerkennung und Aufwertung der Pflegeberufe durch die Allgemeinheit forderte.

SoVD will erkennbare „Fort - schritte“

SoVD Arbeitskreis Inklusion fordert zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2018 mehr Chancengleichheit

Unser Grundgesetz macht in Artikel 3 des Grundgesetzes ganz deutlich, dass niemand in Deutschland wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, seines Glaubens oder seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Eine inklusive Gesellschaft, die allen Menschen in diesem Land die gleichen Chancen ermöglicht, ist in meinen Augen die konsequente Umsetzung von Demokratie und Chancengleichheit, so die SoVD Sprecherin Marianne Stönner (Melle).

Dringend mahnte sie, Menschen mit Behinderungen immer, von Anfang an, zu beteiligen. Die Feststellung: „Nichts über uns, ohne uns - dieser Grundsatz aus der UN-Behindertenrechtskonvention muss unumstößlich sein.

Inklusive Bildung ist eine der Grundvoraussetzungen, so der SoVD und wir sollten vielleicht intensiver über den Weg dorthin als über die Endstufen reden. Lassen Sie uns dafür eintreten, dass die notwendigen Mittel für gute Inklusion an Schulen und Kindertagesstätten bereitgestellt werden, damit gemeinsamer die Entwicklung für Kinder mit und ohne Behinderungen ein Erfolgsmodell wird, fordert der SoVD eine strukturell geplante Entwicklung mit entsprechenden „Fort - Schritten“.

Eine weitere Forderung ist die dringende Schaffung von mehr Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderungen. Vorhaben der jetzigen Bundesregierung mit der Bundesagentur für Arbeit für eine bessere Vermittlung von Menschen mit Behinderungen zu sorgen und Inklusionsbetriebe weiter zu fördern müssen vom „geschriebenen Papier“ zur Lebenswirklichkeit werden. Mit Blick auf die deutlich höhere Arbeitslosenquote von Menschen mit Behinderungen und auch die längere Dauer der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu der von Menschen ohne Behinderungen ist das dringend erforderlich, mahnt der SoVD Arbeitskreis Inklusion an.

Es geht mir darum, so Marianne Stönner in einer Stellungnahme des SoVD, dass wir in den Köpfen aller Menschen die Akzeptanz erreichen, dass Behinderungen und Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zu unserer Gesellschaft gehören, genau wie große und kleine, alte und junge Menschen. Das ist für uns die Kernbotschaft des 5. Mai 2018.

 

Mit den Enkel oder Kindern in die Ferien

Sie haben Lust, mit Ihrem Enkelkind oder Kind in den Sommerferien fünf schöne Tage zu verbringen? Dann melden Sie sich bei uns an, so die 1. Kreisfrauensprecherin in der Region Osnabrücker-Land, Hanna Nauber. Dieses ist ein Angebot, so der SoVD, das mit Programmanteilen Erholung und Erlebnis zusammenführt.

Vom 2. bis zum 6. Juli. 2018 geht es ins Hotel Hessenkopf in Goslar. Für Familien und Großeltern mit Enkelkindern ab 6 Jahren werden umfangreiche Freizeitaktivitäten angeboten. Neben Basteln und gemeinsamen Spielen am Abend erwarten sie auch ein Besuch im Schwimmbad und ein Ausflug in den Harz. Ermöglicht wird das Familienseminar von den Frauen und der Jugend im SoVD-Landesverband Niedersachsen.

Der Teilnehmerbeitrag schließt vier Übernachtungen mit Vollpension sowie eine Unterbringung in Doppelzimmern ein.

  • Pro Großelternteil und ein Enkelkind: 379,Euro
  • Jedes weitere Enkelkind: 159,Euro
  • Für jede weitere Einzelperson: 259,Euro

Zur Teilnahme Infos und Anmeldung:

Eine Anmeldung ist ausschließlich mit der als Downloads angefügten Antwortkarte möglich.

Nachfragen sind telefonisch unter Tel.: 0511/70148-37 bzw. über die E-Mail-Adresse: sozialpolitik(at)sovd-nds.de abzuwickeln.

Anmeldeschluss ist der 20.Mai.2018.

Download: Antwortkarte für Anmeldung

SoVD lädt zu einer inklusiven Jugendfreizeit vom 27.07.- 03.08.2018 in Dänemark ein

Der Sommer kommt auf uns zu und der SoVD in der Region Osnabrücker –Land weist auf das schon traditionell vorbereitete Angebot einer inklusiven Jugendfreizeit nach Dänemark vom 27.07.- 3.08.2018 hin. Wie schon in den letzten Jahren liegt unsere Unterkunft wieder in dem kleinen Ort Marielyst. Neben Spielmöglichkeiten, Pool und Sauna sind noch viele weitere Beschäftigungsmöglichkeiten im Angebot.

Natürlich werden im Programm zusätzlich noch kleinere und größere Ausflüge angeboten. Wer Interesse hat und neue Kontakte knüpfen möchte, melde sich am einfachsten mit dem unter den Downloads (www.sovd-osnabruecker-land.de ) abgelegten Formular an. Natürlich können sich auch weitere Freundinnen und Freunde in der Altersgruppe von 14 bis 27 Jahren beteiligen.

Der einwöchige Aufenthalt ist ein „all inclusive“ Angebot und kostet 298,- Euro pro Person.

Anmeldeschluss ist am 27. Mai 2018. Weitere Informationen können per Telefon: 0511/70148-93 oder E-Mail: kathrin.schrader(at)sovd-nds.de  über die Mitarbeiterin Kathrin Schrader eingeholt werden.

Download: Anmeldung zur Jugendfreizeit 2018 in Dänemark

Alle guten Dinge werden mehr als drei

SoVD-Kennlerntreffen im Bereich Osnabrücker-Land

Auch nach einem etwas holprigen Start hat der SoVD Kreisverband weiter an den Kennlerntreffen für neue Mitglieder festgehalten. Es wird allerdings den Anforderungen entsprechend noch weiter entwickelt. Gab es vor drei Jahren nur eine zentrale Gesprächsrunde wurden daraus schnell zwei regional aufgeteilte Veranstaltungen. Nach neuer Beschlusslage will der SoVD jetzt in vier Regionen ein Treffen anbieten.

Viele Mitglieder kommen über die Sozial-Beratung in unseren Verband, da geht es um persönliche Unterstützung und konkrete Hilfen. Die Mitgliedschaft im Sozialverband Deutschland (SoVD) und dessen Aufgaben und Angebote werden da nicht tiefgehender diskutiert. Es ist an der Zeit, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, denen die mit uns Kontakt haben eine Brücke in den SoVD und seine Struktur zu eröffnen.

Es geht im Wesentlichen darum den Verband mit seinen Aufgaben und Zielen vorzustellen.

Neben der Beratung in den SoVD Geschäftsstellen in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle, stellen wir die gesellschaftspolitischen Ziele des SoVD und natürlich auch den Bereich der Angebote in den 51 Ortsverbänden, sowie die Gespräche in den Arbeitskreisen vor.

Wenn ich Menschen frage was ihnen wichtig ist, bekomme ich drei Antworten: Gesundheit, finanzielles Auskommen und gesellschaftliche Kontakte. „Allerdings erlebe ich auch, so der Vorsitzende wörtlich, „dass die Kluft zwischen Einsicht und dem konkreten Verhalten oft sehr weit auseinander liegen.

Unser Sozialverband muss Antworten auf diese Befürchtungen geben, in den Beratungsgesprächen, im Einsatz für gesellschaftliche Entwicklungen und mit den Kontaktangeboten und Zusammenkünften vor Ort. Dazu trägt auch ein sogenanntes Nachwuchsgespräch bei, das Interessierte mit Informationen und dem nötigen „Rüstzeug“ ausstattet. Wer jetzt kommt ist in unserer Familie gut aufgehoben, „Aufschieberitis“ macht einsam, so der Kreisvorsitzende in seiner Darstellungen über die Arbeit im SoVD.

 

SoVD stellt Großflächenplakate in Stadt und Landkreis Osnabrück auf

Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Beim  Sozialverband Deutschland (SoVD) steht das Thema „Inklusion“ seit längerer Zeit ganz vorne auf der Tagesordnung, so die Arbeitskreisvorsitzende Marianne Stönner (Melle). Vor diesem Hintergrund lag es nahe, in besonderer Weise auf den 5. Mai, dem  „Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen`“ hinzuweisen.

Dieses Thema mit einem Großflächenplakat aufzugreifen gab uns die Möglichkeit auf die sehr unterschiedlichen Hindernisse aufmerksam zu machen. Längst kann nicht jeder überall dabei sein, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit – mit oder ohne Behinderung.

Allzu oft sind Hindernisse und Barrieren Bedenkenlosigkeit und nicht „böser Wille“, sondern nur das Ende einer nicht durchdachten Entwicklung, sind sich der Vorsitzende im Sozialpolitischen Arbeitskreis Hans-Werner Jungholt (Gesmold) mit dem SoVD Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt einig.

Wir müssen uns alle auf den Weg machen, so der SoVD Osnabrücker Land in einem auf der Aufstellungsaktion verteilten Flugblatt, weil Barrierefreiheit auch ein Gewinn für alle Menschen ist:

Für die Familien mit Kinderwagen bis hin zu Senioren und Seniorinnen, die mit dem Rollator versuchen, die Straßen zu überqueren. Für Menschen mit Einschränkungen, die versuchen, eine Gebrauchsanweisung zu verstehen, bis hin zur Seniorin, zum Senior, die nur mit der Lupe kleingedruckte Texte einer Medikamenteninformation entziffern können. Für Rollstuhlfahrer, die versuchen, die Stufen einer Gaststätte zu überwinden, bis zu Reisenden, die mit einem schweren Koffer das Bahngleis der gegenüberliegenden Seite nur über eine Brücke erreichen. Für die in ihrer Sehfähigkeit Eingeschränkten, die sich auf einer nicht barrierefreien Internetseite informieren wollen, bis zu Menschen mit eingeschränkten Hörfähigkeiten, die eine Informationsveranstaltung ohne Gebärdendolmetscher besuchen. So der SoVD in der Region Osnabrücker-Land in einem auf der Ausstellungsaktion verteilten Flugblatt.

Wir wollen, dass auch Menschen mit Einschränkungen in vollem Umfang an unserer Gesellschaft teilhaben können. Daran zu erinnern, sind Tage wie der 5. Mai wichtig. Als Erinnerung, dass wir noch viele Schritte gehen müssen und dabei zudem vergessen die gesellschaftliche Akzeptanz zu stärken.

 

Nach oben

Aktion des SoVD zum 5. Mai. 2018

Der 5. Mai ist der „Europäische Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen“.

Auf diesen Tag will der Sozialverband Deutschland in der ganzen Region Osnabrück (Stadt und Landkreis Osnabrück) mit dem Aufstellen und Bekleben von mehreren Großflächenplakaten aufmerksam machen.

Am Donnerstag, 26. April 2018, 10:00 Uhr
wollen wir im Bereich des „Wittlager Kreisblatts“ in
Bad Essen, Lindenstraße (Grünfläche gegenüber der AOK-Geschäftsstelle)
ein Großflächenplakat 3,50 x 2,40 m fertig bekleben.

Am Donnerstag, 26. April 2018, 12:30 Uhr
wollen wir im Bereich des „Meller Kreisblatts“ in
Melle, Weststraße (Grünfläche vor der Einmündung in die Oldendorfer Str.)
ein Großflächenplakat 3,50 x 2,40 m fertig bekleben.
 

Am Donnerstag, 26. April 2018, 15:00 Uhr
wollen wir im Bereich de „NOZ Südkreis“ in
Bad Laer, ThiePlatz (Grünfläche)
ein Großflächenplakat 3,50 x 2,40 m fertig bekleben.

Am Freitag, 27. April 2018, 10:00 Uhr
wollen wir im Bereich des „Bersenbrücker Kreisblatts“ in
Bersenbrück, Bramscher Str / Ecke Piggenhagener Str.  (Grünfläche gegenüber der Gaststätte Hilker) ein Großflächenplakat 3,50 x 2,40 m fertig bekleben.

Am Freitag, 27. April 2018, 12:30 Uhr
wollen wir im Bereich der „Bramscher Nachrichten“ in
Bramsche, Hemker Straße (Grünfläche 15 Meter von der Fußgängerüberquerung Kreisel / Hemker Str. Auf dem Damm)
ein Großflächenplakat 3,50 x 2,40 m fertig bekleben.

Am Freitag, 27. April 2018, 15:00 Uhr
wollen wir im Bereich der „Neuen Osnabrücker Zeitung / Stadtausgabe“ in
Osnabrück, Sutthauser Straße (Landwirtschaftliche Grünfläche direkt nach der Grundstücksgrenze Bürohaus Sutthauser Str. 287)
ein Großflächenplakat 3,50 x 2,40 m fertig bekleben.
 

Von einer inklusiven Gesellschaft sind wir noch weit entfernt. Längst kann nicht jeder überall dabei sein, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit – mit oder ohne Behinderung.

Immer noch gibt es viel zu viele Hürden und Barrieren und diese Hindernisse betreffen nicht nur Rollstuhlfahrer bzw. Menschen, die auf die Hilfe eines Rollators angewiesen sind. Sehbehinderte, Menschen mit kognitiven Einschränkungen, sind nur zwei weitere von vielen, mit denen sich eine lange Liste vervollständigen ließe. Allzu oft sind Hindernisse und Barrieren Bedenkenlosigkeit und nicht „böser Wille“.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) will sich einmischen und aktiv werden. Im Rahmen unserer Möglichkeiten sind wir zu dem Entschluss gekommen, dieses Thema mit einem Großflächenplakat aufzugreifen. Abgesehen von den direkten Passanten wäre Ihre / Eure Aufmerksamkeit eine sehr große Unterstützung unserer Aktion.

Wir würden uns über Ihr /Euer Interesse sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Marianne Stönner                                                                  Gerd Groskurt
SoVD Arbeitskreis Inklusion                                            SoVD-Kreisvorsitzender

SoVD-Dialog: Situation der Feuerwehr

Wie sieht es aus mit dem Respekt für die Arbeit der Osnabrücker Feuerwehr? Dieser und ähnlichen Fragen wollen die SoVD-Ortsverbände in Osnabrück im sogenannten „SoVD-Dialog“ auf den Grund gehen.

Nachrichten über Störungen in Einsatzsituationen, aber auch Belastungen durch Überstundenanhäufung und Schichtdienst sowie, unzeitgemäße Ausrüstung bestimmen in den Medien die Schlagzeilen. „Jeder“, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, „kann darauf angewiesen sein, dass an uns oder einem Familienangehörigen durch gut ausgebildete Fachkräfte lebensrettende Maßnahmen durchgeführt werden.“

„Wie die Osnabrücker Situation ist, kann uns als Sozialverband deshalb nicht gleichgültig sein“, schreib der Sozialverband in einer Gesprächs- und Besichtigungseinladung an seine Mitglieder, die zu Mittwoch, 25. April 2018 eingeladen sind. Die Uhrzeit am Treffpunkt vor der Feuerwache (Nobbenburger Straße) ist auf 16:00 Uhr festgelegt.

Stellungnahme des SoVD-Präsidiums zum Umgang mit der AFD

Wie angekündigt sende ich Euch mit der Bitte um Weitergabe an die Vertreter/innen der Kreisverbände den Beschluss zum Umgang mit der AFD, die der Bundesvorstand in seiner Sitzung am 14./15. März 2018 beschlossen hat.

Sie gilt für die Gremien des Bundesverbandes und damit auch für die nachgeordneten Gremien in den Bundesländern.

So lange in der AFD Personen wie die Damen/Herren Höcke, Poggenburg, Gauland, von Storch und andere den rassistischen, völkischen, rechtsextremen Ton angeben, müssen wir uns im Interesse unserer Mitglieder und unserer eigenen 100-jährigen Geschichte von diesen Leuten und ihren Vorstellungen eindeutig distanzieren.

Adolf Bauer, Landes- und Bundesvorsitzender

 

Protokollauszug SoVD-Präsidiumssitzung vom 13.02.2018
AfD

Herr Müller-Zetzsche berichtet über die Stärke der AfD-Fraktion im 19. Deutschen Bundestag und stellt auf Grundlage der zugesandten Vorlage die bisherigen Maßnahmen sowie den weiteren – auch von Präsidium und Bundesvorstand beauftragten - Handlungsbedarf dar.

Eine klare Positionierung des Verbandes zur AfD und den zur Fraktion gehörenden Mandatsträgern erscheint unumgänglich.

Das Präsidium berät die Vorlage intensiv und beschließt einstimmig:

Der SoVD setzt sich seit seiner Gründung vor 100 Jahren für solidarische, freiheitliche Rechte, gegen Diktatur und Rechtsextremismus ein. Der SoVD anerkennt die demokratische Wahlentscheidung der Wählerinnen und Wähler bei der Wahl zum 19. Deutschen Bundestag.

Der Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag ist für den SoVD ein Zeichen einer voranschreitenden Spaltung der Gesellschaft und einer tiefen Unzufriedenheit mit der Politik der vergangenen Jahre.

In der AfD werden nachweislich rechtspopulistische, xenophobe und rechtsextreme Positionen vertreten und Rechtsextremisten geduldet. Dies ist mit den Werten des SoVD unvereinbar.

Solange dies der Fall ist, wird der SoVD sich nicht an der „Normalisierung“ der AfD als konservative Fraktion im Deutschen Bundestag beteiligen. Er wird mit der Partei und der Fraktion nicht aktiv zusammenarbeiten, d.h. sie nicht zu eigenen Veranstaltungen einladen, Fachgespräche anbahnen, keine AfD-Veranstaltungen besuchen und ihr auch keine Schreiben und Publikationen zukommen lassen.

Der SoVD wird sich auch nicht als Sachverständiger für die AfD in Ausschussanhörungen benennen lassen, soweit ihm möglich. Er wird Anträge und Initiativen auch dann nicht unterstützen, wenn sie inhaltlich Forderungen des SoVD aufgreifen.

Aus Respekt vor und in Anerkennung der demokratischen Institution Deutscher Bundestag und seinen Ausschüssen wird der SoVD die Funktionsträger des Deutschen Bundestages (Bundestagspräsident und seine Stellvertreter, Vorsitzende der ständigen Ausschüsse, Ausschussmitglieder) in parlamentarischen Abläufen so behandeln, wie es Funktion/Amt erfordern.

SoVD begrüßt seine neuen Mitglieder

Gerd Groskurt: Sich jetzt kümmern, die „Aufschieberitis“ macht einsam

Zu einem regionalen „Kennlern-Treffen“ für den Bereich Bersenbrück/Bramsche und dem Altkreis Wittlage hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) seine neuen Mitglieder eingeladen.  Es ging im Wesentlichen darum den Verband mit seinen Aufgaben und Zielen vorzustellen. Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt umriss die Bereiche Beratung in den SoVD Geschäftsstellen in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle, die gesellschaftspolitischen Anliegen des SoVD und natürlich auch den Bereich der Angebote in den 51 Ortsverbänden.

Wenn ich Menschen frage was ihnen wichtig ist, bekomme ich drei Antworten: Gesundheit, finanzielles Auskommen und gesellschaftliche Kontakte. „Allerdings erlebe ich auch, so der Vorsitzende wörtlich, „dass die Kluft zwischen Einsicht und dem konkreten Verhalten oft sehr weit auseinander liegen. Unser Sozialverband muss Antworten auf diese Befürchtungen geben, in den Beratungsgesprächen, im Einsatz für gesellschaftliche Entwicklungen und mit den Kontaktangeboten und Zusammenkünften vor Ort. Wer jetzt kommt ist in unserer Familie gut aufgehoben, „Aufschieberitis“ macht einsam, schloss der Kreisvorsitzende seine Darstellungen über die Arbeit im SoVD.

Gastbeitrag des Landtagsabgeordneten Martin Bäumer

Zu unserer Information erreichte uns ein Hinweis des Landtagsabgeordneten Martin Bäumer zum Thema

Einführung eines europaweiten Behindertenausweises:

„Wir leben in einer Zeit, in der wir über Ländergrenzen hinausdenken und ganz selbstverständlich in die europäischen Nachbarländer reisen. Nicht ganz so einfach ist das für Menschen mit Behinderung aus Deutschland, weil der deutsche Schwerbehindertenausweis nicht in allen EU-Ländern generell gültig ist. Ich finde es daher richtig und wichtig, dass wir uns als CDU-Landtagsfraktion gemeinsam mit den Kollegen von der SPD hier in Niedersachsen dafür stark machen, dass ein europaweit gültiger Behindertenausweis auf Bundesebene eingeführt wird. Das ist ein weiterer Schritt, um Menschen mit Behinderung gleichberechtigt die Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.“

Wir bedanken uns für den Hinweis und wünschen der Initiative des Niedersächsischen Landtags viel Erfolg.

 SoVD in der Region Osnabrück

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

SoVD – Aktion zum „Equal Pay Day“ in der Osnabrücker Fußgängerzone

„Glauben sie denn, dass uns die gesellschaftliche Gleichberechtigung und der gleiche Lohn für gleiche Arbeit - quasi aus besserer Einsicht - auf dem Silbertablett serviert werden“, griff die SoVD-Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber einen Gesprächsfaden mit einer Passantin in der Osnabrücker Fußgängerzone auf. Mit „Roten Jutetaschen“, gefüllt mit Informationsmaterial machten sich die SoVD Frauen zu einem Gang durch die Osnabrücker Fußgängerzone auf.

Frauen verdienen immer noch etwa 21 Prozent weniger Lohn als Männer. Gegen diese Ungleichheit wendete sich eine Aktion vom  Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück. Der 18. März, dem internationalen „Equal Pay Day“ markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland rechnerisch über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen.

In jeder gesellschaftlich relevanten Rede wird auf das Thema Altersarmut hingewiesen. Unbestritten ist auch, dass Altersarmut „weiblich“ ist. In den Jahren, in denen wir zum „Equal Pay Day (Internationaler Tag der Entgeltgleichheit) auf die Straße gehen, ist noch kein wirkliches Weiterkommen erreicht worden. Nicht einmal im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn sind entscheidende Fortschritte erreicht worden.

Wer angesichts dieser Schieflage gesetzliche Korrekturen überflüssig findet, dem sei von Herzen eines gewünscht: der „Lebensabend einer berufstätigen Mutter in Deutschland“ so die SoVD Frauendelegation.

Unsere Forderungen sind klar und deutlich. Wir wollen „Gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit“ so die SoVD-Vertreterinnen. Im Übrigen, so die Frauensprecherin abschließend, teilen fast 80 Prozent der Deutschen den Wunsch nach Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen. Es wird Zeit, dass diesem gesellschaftlichen Wunsch endlich gesetzliche Taten folgen.

SoVD Frauen zum Thema Entgeltgleichheit (Equal Pay Day)

Der Equal Pay Day (EPD) markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 21 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich daraus 77 Tage und das Datum des 18. März 2018.

Donnerstag, 15. März 2018 wollen die Frauen im Sozialverband Deutschland (SoVD) auf den Tag der Entgeltgleichheit (18. März 2018) aufmerksam machen.

Treffpunkt ist um 14:00 Uhr vor dem Theater in Osnabrück. Danach wollen die Frauen mit EPD-Stofftaschen und entsprechendem Material durch die Fußgängerzone bis zum Jürgensort gehen und Passanten ansprechen.

Für einen Kontakt und weitere Informationen steht die SoVD- Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber. ( 05424 / 8601 E-Mail: nauber-hanna(at)osnanet.de) zur Verfügung.

Wir laden herzlich ein.

SoVD begrüßt seine neuen Mitglieder

Gerd Groskurt: Sich jetzt kümmern, die „Aufschieberitis“ macht einsam

Zu einem regionalen „Kennlern-Treffen“ für den Bereich Bersenbrück/Bramsche und dem Altkreis Wittlage hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) seine neuen Mitglieder eingeladen.  Es ging im Wesentlichen darum den Verband mit seinen Aufgaben und Zielen vorzustellen. Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt umriss die Bereiche Beratung in den SoVD Geschäftsstellen in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle, die gesellschaftspolitischen Anliegen des SoVD und natürlich auch den Bereich der Angebote in den 51 Ortsverbänden.

Wenn ich Menschen frage was ihnen wichtig ist, bekomme ich drei Antworten: Gesundheit, finanzielles Auskommen und gesellschaftliche Kontakte. „Allerdings erlebe ich auch, so der Vorsitzende wörtlich, „dass die Kluft zwischen Einsicht und dem konkreten Verhalten oft sehr weit auseinander liegen. Unser Sozialverband muss Antworten auf diese Befürchtungen geben, in den Beratungsgesprächen, im Einsatz für gesellschaftliche Entwicklungen und mit den Kontaktangeboten und Zusammenkünften vor Ort. Wer jetzt kommt ist in unserer Familie gut aufgehoben, „Aufschieberitis“ macht einsam, schloss der Kreisvorsitzende seine Darstellungen über die Arbeit im SoVD.

Tierische Besuche in Seniorenheimen

SoVD Initiative im Radiointerview bei OS-Radio

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Osnabrück bietet neben einer breiten Sozialarbeit auch viele Projekte an. Gerd Groskurt, berichtete in einem Radiointerview bei OS Radio über den Besuch von Hunden in Altenheimen. Es begann mit einem Kontakt zu einer bestehenden Gruppe in Hannover. Die nach Osnabrück eingeladene Organisatorin informierte in einer Veranstaltung in Osnabrück ausführlich. Die Idee traf auch bei den Ortsverbänden Schinkel, Westerberg, Wüste, Hellern und Haste – Dodesheide auf viel Sympathie. Vor diesem Hintergrund entstand ein SoVD-Arbeitsprojekt: „Besuch auf vier Pfoten“.  Nach einem ersten Zeitungsbericht meldeten sich spontan mehrere Hundebesitzer, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. Schon der erste Auftritt erregte bei Hunden und Bewohnern großes Interesse. Die Hunde erhielten ihre Streicheleinheiten und viel Interesse und damit war ihre Welt vollkommen in Ordnung.

Mittlerweile gehen zwei Besuchsgruppen seit einem Jahr in ein zweistündiges Besuchsprogramm pro Monat. Alles läuft – für Hunde und Bewohner - in entspannter und aufgelockerter Atmosphäre ab, berichtete Gerd Groskurt.

Darüber hinaus hat man vereinbart, sich regelmäßig am 1. Donnerstag im Monat um 17:30 Uhr im Café am Rubbenbruchsee zu treffen. Dort werden dann Erfahrungen ausgetauscht und neue Vorhaben besprochen. Hier ist auch die beste Möglichkeit für Interessierte dazu zu kommen.

Mittlerweile liegen einige weitere Anfragen aus Heimen vor, die wir allerdings nur mit zusätzlichen Hunden und Interessierten abdecken können, so der SoVD. Interessierte können sich auch telefonisch bei Gerd Groskurt in Osnabrück (40 82 699) melden.

Der Einsamkeit entgegenwirken

SoVD macht sich für Nachbarschaften stark

Ein ganzes Kapitel im „Zweiten Teilhabebericht der Bundesregierung“ behandelt das Thema „Gefühl fehlender Gesellschaft“. Ich nenne das ganz einfach „Einsamkeit“, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt auf einer Klausurtagung der SoVD-Ortsverbände aus Stadt und Landkreis Osnabrück. Da sind Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen ausgeschlossen und uns tröstet nicht, dass wir das außerhalb der Ballungszentren vielleicht noch nicht so dramatisch spüren.

Mehrere Millionen Menschen sind in der Bundesrepublik einsam, das ist eine dramatische Zahl. Dahinter verbergen sich nicht nur ältere Menschen, die vergessen sind, Alleinerziehende, die zu wenig Unterstützung haben, Arme, die sich die Teilhabe am Leben nicht mehr leisten können, Kranke und Behinderte für die jeder Kontakt nach Außen eine besondere Vorbereitung und viel Kraft erfordert. Weniger Kontakte nisten sich auch bei uns ein. Die Kinder haben weit entfernt eine Arbeitsstätte gefunden. Die Enkel sind in Facebook-Freundschaften und Whatsapp-Charts zuhause.

Viele suchen sich aufgrund dieser Erfahrung einen Platz in einem Verein oder einer Gruppe um der Einsamkeit zu entkommen. Das ist schon ein wichtiger Schritt aber auch das ersetzt das Gespräch über den Gartenzaun nicht, bringt nicht die schnelle Hilfe von nebenan oder das wachsame Auge bei Abwesenheit. Eine gute Nachbarschaft zahlt sich in vielen Dingen aus und macht das Leben lebenswert, so der SoVD in einer Mitteilung.

Mit einem kleinen Heft, will der SoVD Kreisverband - heruntergebrochen auf die jeweilige Kommune - Anregungen und Hilfestellungen zu Nachbarschaftsfesten geben. Jetzt werden die Ortsverbände in einer Gemeinde gemeinsam die passenden Informationen aus den Verwaltungen zusammentragen und dann den Gemeinderepräsentanten für eine kostenlose Weitergabe an Interessierte zur Verfügung stellen.

Besuch auf „vier Pfoten“

SoVD-Gruppe besucht Seniorenzentren

Die SoVD-Ortsverbände Wüste, Westerberg, Schinkel und Haste-Dodesheide haben ein mit Hunden Besuchsprogramm von Seniorenheimen in Osnabrück begonnen. Mit dem Seniorenzentrum Eversburg und Lüstringen begab man sich auf einen behutsamen Weg, der Mensch und Tier zu einer erfolgreichen Gemeinsamkeit führen soll. Letztlich wollen wir mit dem Besuch auf vier Pfoten den Wohnbereichsalltag der Heime auflockern und einen Teil zum Wohlbefinden in der Senioreneinrichtung beitragen.

Für Außenstehende vermittelt sich manchmal der Eindruck einer „eigenen Welt“. Das ist, so der SoVD- Ortsverbandsvorsitzende Gerd Groskurt und Hundehalter von Labrador Max, auch einer unserer Gründe für die Initiative in Osnabrück. Hunde vermitteln einfache und ehrliche Nähe und Vertrautheit, geben Trost und Freude und machen auch Spaß.

Die Hunde als die eigentlichen Hauptakteure haben das bisher, so ein Halter beim Weg durch das Seniorenheim, völlig entspannt gesehen. Und so nehmen die Vierbeiner ganz gelassen einige Streichel- und Krauleinheiten von Heimbewohnern entgegen.

Die Hundehalter und Heimvertreter vereinbarten seither feste monatliche Besuchstermine. Alle sollen nicht überfordert sein und weiter Spaß mit einem Besuchsprogramm haben. An jedem ersten Donnerstag im Monat um 17:30 Uhr am Café am Rubbenbruchsee treffen sich die Beteiligten. Da sollen Erfahrungen und Hinweise miteinander ausgetauscht und besprochen werden. Interessierte mit und ohne Hunde sind herzlich willkommen.

Forderungen des SoVD finden sich im Koalitionsvertrag wieder

Wahlrecht für alle soll umgesetzt werden

Im veröffentlichten Koalitionsvertrag finden sich lange geforderte Maßnahmen zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen wieder, so der SoVD Kreisvorstand in der Region Osnabrück. Dazu gehört vor allem die geplante Abschaffung der Wahlrechtsausschlüsse für Menschen mit Behinderungen, die in allen Angelegenheiten betreut werden. Auch ein verbesserter Zugang zu den Freiwilligendiensten und der Gewaltschutz von Frauen und Kindern mit Behinderungen gehört zu unserem Forderungskatalog.

Es ist wichtig, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dass endlich ein verbesserter Gewaltschutz von Menschen mit Behinderungen auf die Tagesordnung kommt. Barrierefreie Frauenhäuser und geschultes Personal sind wichtig, insbesondere für Frauen und Mädchen mit Behinderungen.“

Zum großen Bedauern des SoVD bleiben die Maßnahmen zur Barrierefreiheit hinter unseren Erwartungen zurück. Diese ist im öffentlichen Sektor und in der Privatwirtschaft wesentlich für ein selbstbestimmtes Leben. Der SoVD will das Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Leben in den Mittelpunkt zukünftiger Arbeit stellen. Dazu werden wir einige Projekte in den konkreten Lebenswelten in der Region starten.

Darüber hinaus, fügt die Sprecherin des Arbeitskreises Inklusion im SoVD, Marianne Stönner an, ist entscheidend, dass in den nächsten Jahren die geplanten Vorhaben gesetzgeberisch im Sinne der Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden. Dabei muss klar sein, dass die Menschen mit Behinderungen und ihre Organisationen von Beginn an beteiligt werden müssen.

 

SoVD lädt die „Neuen“ und Interessierte ein.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lädt in zwei Versammlungen, die im Jahr 2017 in den SoVD eingetretenen Mitglieder zu einem „Kennlerntreffen“ ein. Insgesamt - so eine Mitteilung - sind über 600 Mitglieder im Jahr 2017 neu eingetreten. Vor diesem Hintergrund, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt laden wir zu zwei regional aufgeteilten Treffen ein.

Für den Bereich Altkreis Melle, dem Altkreis Osnabrück mit der Stadt Osnabrück wird dieses Treffen am Mittwoch, 21 März, 17:30 Uhr im Gasthaus Thies, in Hasbergen – Gaste, Rheiner Landstraße 16 sein.

Dabei soll nicht nur der Sozialverband mit seinen Aufgaben kurz vorgestellt werden, sondern auch Geselliges in das Programm einfließen. Im Übrigen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, ist das auch für Interessierte eine Möglichkeit, mal einen Blick ins „Innenleben“ des SoVD zu werfen.

Allerdings müssen wir wegen der organisatorischen Vorbereitungen um eine Anmeldung in den SoVD-Büros: Osnabrück 0541/ 350 540 oder in Melle 05422/ 54 62 bitten. Weiter ist eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse info(at)sovd-osnabruecker-land.de möglich.

Die Einladung ist hier oder unterhttp://www.sovd-osnabruecker-land.de/fileadmin/kreisverbaende/osnabrueck/downloads/Einladung-Neumitgliedertreffen-2018-MEL-OS.pdf herunterzuladen.

SoVD lädt die „Neuen“ und Interessierte ein.

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lädt in zwei Versammlungen, die im Jahr 2017 in den SoVD eingetretenen Mitglieder zu einem „Kennlerntreffen“ ein. Insgesamt - so eine Mitteilung - sind über 600 Mitglieder im Jahr 2017 neu eingetreten. Vor diesem Hintergrund, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt laden wir zu zwei regional aufgeteilten Treffen ein.

 Für den Bereich Altkreis Wittlage und dem Altkreis Bersenbrück mit der Stadt Bramsche wird dieses Treffen am Mittwoch,7. März, 17:30 Uhr im Landgasthaus Kortlüke, in Belm - Vehrte, Venner Str. 5 sein.

Dabei soll nicht nur der Sozialverband mit seinen Aufgaben kurz vorgestellt werden, sondern auch Geselliges in das Programm einfließen. Im Übrigen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, ist das auch für Interessierte eine Möglichkeit, mal einen Blick ins „Innenleben“ des SoVD zu werfen.

Allerdings müssen wir wegen der organisatorischen Vorbereitungen um eine Anmeldung in den SoVD-Büros: Bersenbrück 05439 / 904310 oder in Bohmte 05471/ 555 bitten. Weiter ist die Möglichkeit  eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse info(at)sovd-osnabruecker-land.de abzusetzen.

Die Einladung ist hier oder unter http://www.sovd-osnabruecker-land.de/fileadmin/kreisverbaende/osnabrueck/downloads/Einladung-Neumitgliedertreffen-2018-BSB-WTL.pdf herunterzuladen.

SoVD-Konferenz mit Ortsverbänden und Pressebeauftragten

Zur einer Konferenz mit den Vertretern des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit und weiteren Vertretern aus den Ortsverbänden in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück lädt der Kreisverband ein. Termin ist Samstag, 24. Februar 2018, 16:00 Uhr, im Landgasthaus Kortlüke, Belm-Vehrte.

Besonders das Thema Internet und Facebook soll den Anwesenden mit den Auftritten des SoVD Regionalverbandes präsentiert werden. „Die neuen Medien dürfen wir nicht vergessen“, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Auch wenn sich der überwiegende Teil unserer Mitgliedschaft noch über die tägliche Zeitung und diverse Werbeblätter informiert, müssen wir die gleichzeitigen Möglichkeiten im Netzt nutzen. Immerhin sind von unseren 51 Ortsverbänden schon 35 in den Kreisinternet-Auftritt eingebunden.

Interessierte sind herzlich willkommen, müssen sich allerdings telefonisch (0541 350 540) oder per E-Mail (groskurt@gmx.de) anmelden.

Die komplette Einladung kann auf der Internet-Seite http://www.sovd-osnabruecker-land.de/aktuelles/downloads/ oder hier heruntergeladen werden.

SoVD – „Nachwuchsgespräch“

Erstes Gespräch muss mit verbindlichen Kontakten fortgesetzt werden

Ein vorerst kleiner aber feiner Kreis von SoVD Mitgliedern und Interessierten hat der SoVD in der Region Osnabrück zu einem „Nachwuchsgespräch“ eingeladen. Neben den Hauptfundamenten des SoVD wurde intensiv über Möglichkeiten und Entwicklungen in der Organisation diskutiert. Wie in jedem Verein oder Verband „tickt“ auch im Sozialverband Deutschland (SoVD) ein besonders „Uhrwerk“, so die Gesprächspartner aus dem Kreisvorstand Hanna Nauber und Günter Eggelmeyer, sowie der Geschäftsstellenleiter Carsten Elmer. Über den Weg vom Reichsbund bis zum Sozialverband waren viele Veränderungen notwendig. Konkret bedeutet das, dass wir uns auch heute an neue Gegebenheiten und Anforderungen anpassen müssen.

Eine davon ist, die Schwierigkeiten neue Menschen für ein Ehrenamt zu gewinnen, anzunehmen, so die Kreisfrauenbeauftragte Hanna Nauber. Denen wollen wir mit Hinweisen und der Beantwortung ihrer Fragen zu helfen, sich in der großen SoVD-Familie zurechtzufinden.

Klar ist, so der stellv. Kreisvorsitzende Günter Eggelmeyer, dass die Unterstützung nicht mit diesem Gespräch beendet ist. Abgesehen von einem regelmäßigen „Nachwuchsgespräch“, das der Kreisvorstand als festen Bestandteil seiner Arbeit einrichten will, müssen Strukturen für einen weiteren Kontakt aufgebaut werden. Dieses erste Gespräch macht allerdings Mut den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

4-Sterne Ortsverbands Ausschreibung

SoVD setzt Prämierung sozialer und organisatorischer Arbeit fort

Der SoVD-Kreisvorstand hat zum zweiten Mal die Aktion „ 4-Sterne Ortsverbände“ ausgeschrieben. Festgelegt sind vier Basissterne, die an die Ortsverbandsarbeit festgelegte Bedingungen knüpfen und grundsätzlich erreicht werden müssen. Darüber hinaus wird es noch Bonuspunkte geben die bei der Bewertung, wer die finanziell dotierten ersten drei Plätze erreicht, zur Entscheidung beitragen können.

Wir wollen mit dieser Ausschreibung unser Veranstaltungsangebot in den Ortsverbänden und damit in der Nähe der Menschen erhalten und unterstützen. Im letzten Jahr waren die Preisträger die Ortsverbände Voxtrup, Bersenbrück und Ostercappeln. Da sind Kraft, Perspektiven und besonderes Engagement besonders deutlich geworden, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

In diesem Jahr sollen die Gewinner auf der Kreiskonferenz im Oktober mit einem zusätzlichen Tagesordnungspunkt herausgehoben und geehrt werden. Neben den direkten Informationen an die 51 Ortsverbände ist der Ausschreibungsrahmen auch hier verfügbar. Abgabefrist für die Bewerbung ist der 1. Mai 2018.

Download: Ausschreibung „4 Sterne-Ortsverbände“

SoVD erinnert: Weil es nie wieder passieren darf

Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018 stellt der SoVD in der Region Osnabrück die besonderen Belange der Menschen mit Behinderungen heraus. Wir nehmen auch heute noch wahr, dass Menschen darüber urteilen, welches Leben als lebenswert oder besonders wertvoll angesehen wird und welches nicht. Hier ist ein Teil der Grundlage für Gräueltaten, wie sie im Nationalsozialismus geschehen konnten. Der SoVD steht für Respekt und Toleranz, damit sich die Geschichte nicht wiederholt.

Zu den Opfern systematischer Ermordung der Nationalsozialisten gehörten Menschen, die als wertlos, als „lebensunwert“, als „nutzlose Esser“ deklariert wurden. Bis zu 300.000 Menschen mit sogenannten geistigen, psychischen oder körperlichen Behinderungen wurden im sogenannten „Euthanasie“-Programm ermordet, zuvor oftmals zwangssterilisiert wie noch einige tausend Menschen mit Beeinträchtigungen darüber hinaus, erinnert der Sozialverband Deutschland (SoVD).

Initiative Gedenkstätte für Kindergräber von Zwangsarbeiterinnen trifft sich

In den letzten Kriegsjahren des II. Weltkriegs haben Zwangsarbeiterinnen in Osnabrück Kinder geboren, die keine Chance hatten. Nicht auf eine Zukunft, nicht auf eine Familie nicht auf ein Leben. In den Kriegswirren verdrängt geriet diese Kindergrabstätte bald in Vergessenheit. Heute will die Initiative für diese bisher namenlosen Kinder eine anspruchsvolle Erinnerungsstätte gestalten.

Die Planerin aus dem Osnabrücker Service Betrieb (OSB), den weiteren Initiativmitgliedern aus dem Sozialverband Deutschland (SoVD) in Osnabrück und dem AWO Ortsverband Westerberg / Eversburg / Atter soll in einem Abstimmungsgespräch die endgültige Gestaltung der Kindergrabstelle auf dem Heger Friedhof in letzten Gestaltungsgrundlinien für die Grabstelle besprochen werden.

Es geht darum, so die OSB Vertreterin Petra Joachimmeyer vor der Pflanzenbestellung allen Initiatoren die grundlegende Gestaltung vorzustellen. Die Grundzüge des Gedenksteins sind mit dem Steinmetz vorbesprochen, sollen jetzt aber noch einmal „final“ präsentiert werden. Letztlich so der Vertreter des SoVD, Gerd Groskurt, muss sich die Gestaltung der Gedenkstätte auch an dem Rahmen der eingegangenen Spendengelder orientieren. Wir sind auf einem guten Weg, so der AWO-Vertreter Peter Ebbrecht, aber noch nicht am Ziel.

Die Einweihung der Gedenkstätte ist für Ende April, Anfang Mai geplant. Die Initiative trifft sich am 3. Feb. 2018, in der Gaststätte Thies in Gaste.

Kontakte und Anforderung von Informationsmaterial sind telefonisch über Gerd Groskurt (Tel.:0541 40 82 699) abzuwickeln.

Download:

Spendenflyer, Teil 1

Spendenflyer, Teil 2

Neues SoVD-Pflegetagebuch gibt wichtige Informationen

Osnabrücker Kreisverband stellt Pflegetagebuch als Datei ins Internet

Ein Sturz oder Schlaganfall der Mutter reißt die Familie mitten aus dem Leben. Jetzt muss alles ganz schnell gehen: Wer pflegt Mutter in den nächsten Tagen? Wie finanzieren wir die Pflege? Wie soll die neue Situation mittelfristig bewältigt werden? Pflegen wir Mutter zu Hause, mit Hilfe eines ambulanten Pflegedienstes? Suchen wir einen Platz in der Tagespflege? Oder bleibt keine andere Lösung als ein Heim? All diese Fragen müssen beantwortet werden.

Am Anfang, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, steht allerdings immer die Einstufung in einen Pflegegrad. Doch wie genau wird dieser ermittelt? Früher gab es die „Minutenpflege“. Seit Anfang 2017 haben wir einen neuen, teilhabeorientierten Begriff von Pflegebedürftigkeit.

Der Sozialverband hat deshalb einen kostenfreien Ratgeber für die schwierige Anfangszeit rund um die Pflege verfasst. Das Pflegetagebuch soll insbesondere den Angehörigen das Rüstzeug geben, sich auf die Begutachtung zur Pflege vorbereiten zu können. Denn nur wer informiert ist, kann auch mitreden, wenn es um die Einstufung für den Pflegegrad geht.

Bei Begutachtungen der Pflegebedürftigkeit prüft die Pflegekasse nicht selbst. Sie gibt den Auftrag an den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder an unabhängige Gutachter weiter, die den Hilfsbedarf anhand eines Fragenkatalogs ermitteln. Es ist wichtig, sich rechtzeitig mit der Pflegesituation und der Pflegebegutachtung auseinander zu setzen. Mit Hilfe des Pflegetagebuchs können die Betroffenen den Gutachtern ihre Situation ausführlich beschreiben und ihren Bedarf verdeutlichen.

Das Pflegetagebuch des Sozialverbands steht hier zum Herunterladen bereit: Pflegetagebuch

Wenn Sie das Pflegetagebuch in gedruckter Form benötigen, schreiben sie an den: Sozialverband Deutschland e. V. / Abteilung PAD / Stralauer Straße 63 /  10179 Berlin

In der Nachbarschaft gut aufgehoben fühlen

SoVD präsentiert Broschüre zur Durchführung von Straßen-oder Stadtteilfesten

In acht ausgearbeitet Seiten fasst diese SoVD-Broschüre die Hauptfragen und viele Hinweise zur Durchführung eines Straßen- oder Stadtteilfestes zusammen. Dabei sind Hinweise auf „Formalitäten“ (Genehmigungen/ Strom / Wasser / Müll / Straßensperrung) aber auch Hinweise auf Versicherungen und Getränkeversorgung und Catering.

Ulrich Freisel Fachdienstleister und Raphael Dombrowski in der städtischen Anlaufstelle „Bürgerengagement und Seniorenbüro“ in der Bierstraße 32 A legen dort die kostenlosen Broschüren für Interessierte aus, die zusätzlich auch im Beratungsbüro des SoVD am Goethering 3 zu erhalten sind.

Unter der Internet-Seite (www.sovd-osnabruecker-land.de) oder über eine E-Mail-Anfrage (groskurt(at)gmx.de) steht diese Broschüre auch als Datei zur Verfügung.

Wir wollen denen helfen, die schon mal an so eine Aktion gedacht haben aber Anfang nicht gefunden haben. Wir wollen aber auch die oder den ermutigen den „guten Vorsatz für das Jahr 2018“ mal so eine Initiative zu starten, konkret näher zu treten.

Entstanden ist diese Idee über zahlreiche Untersuchungen zum Thema „Vereinsamung“ in unserer Gesellschaft. Da etwas zu tun und sei es auch nur ein kleines Angebot zu starten, war für die mitwirkenden Ortsverbände Haste-Dodesheide, Hellern, Schinkel, Voxtrup keine Frage des „ob“ sondern nur noch eine Überlegung des „wie“.

Was kann man tun damit sich Alteingesessene und Zugezogene besser kennengelernt oder überhaupt erst kennengelernt. Dabei war die Überlegung Straßen- oder Stadtteilfeste anzuregen bzw. ein Leitfaden für die Durchführung zusammenzustellen eindeutiger Favorit.

Eigentlich kenne ich in dieser Straße oder unserem Viertel kaum jemanden. Da sind Personen, die einem zwar öfter über den Weg laufen, das war es denn aber auch schon; sagt der Vertreter des Sozialverbands Deutschland (SoVD) aus dem Osnabrücker Stadtteil Schinkel, Ismael Özpolat bei der Präsentation. Da ist bei uns die Welt noch deutlich besser strukturiert, fügt Hans-Josef Elstro aus dem Stadtteil Voxtrup an. Größtenteils kennt man sich hier noch oder man weiß zumindest wo wer hingehört. Am Rande der Innenstadt, fügt der Vertreter der Wüste, Gerd Groskurt an, ist das schon deutlich schwieriger. Ein bisschen leben wir an der Nobbenburger Straße, noch von dem Straßenfest von vor 7 Jahren, dass wir damals mit initiiert haben. Mittlerweile sind so viel Menschen zu- und weggezogen, dass ein neues Straßenfest wieder richtig Sinn machen würde. Viele Erfahrungen und Informationen sind hier eingeflossen. Wirklich erstaunlich fand ich damals, wie viel Kreativität, Kenntnisse und Engagement bei den „Nachbarn“ schlummern.

Nach oben

SoVD-Hinweis: Krankenkasse muss in drei Wochen entscheiden

Drei Wochen haben Krankenkassen Zeit, um über die Anträge auf Gesundheitsleistungen ihrer Mitglieder zu entscheiden. Der Fall von Wilma M. aus der Beratung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Landkreis Osnabrück zeigt, dass es dabei aber noch immer Probleme gibt, obwohl das Bundessozialgericht jetzt erneut diese Frist in einem Urteil bestätigt hat.

Wilma M. aus dem Südkreis leidet an Multipler Sklerose und kann seit seinem letzten Schub kaum noch laufen. Deshalb hat ihr Arzt ihr einen Rollstuhl verschrieben. Den hat das SoVD-Mitglied daraufhin bei seiner Krankenkasse beantragt. Allerdings hat sie seit fast drei Wochen nichts mehr von ihrem Sachbearbeiter gehört. Verunsichert wendet sie sich an das SoVD-Beratungszentrum in Osnabrück. Denn: Krankenkassen haben drei Wochen Zeit, um auf einen Antrag zu reagieren. Wenn ein Gutachten nötig ist, verlängert sich die Frist auf fünf Wochen. Sollte die Krankenkasse in diesem Zeitraum nicht reagieren oder mitteilen, warum sich eine Bearbeitung verzögert, gilt der Antrag automatisch als genehmigt, teilt der SoVD in einer Information mit. In dem Fall von Wilma M. würde das bedeuten, dass sie den Rollstuhl in einem Sanitätshaus bestellen darf und die Krankenkasse die Kosten im Anschluss übernehmen muss.

Wir können den Betroffenen, bei denen sich die Krankenkasse mehr Zeit lässt, als es die Frist erlaubt, nur raten in unsere Beratung zu kommen. Neben der genauen Einschätzung des Sachverhaltes können zusätzliche Tipps für das weitere Vorgehen sicher hilfreich sein.

SoVD-Beratungsbüros sind in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück. Genaue Anschriften oder Telefonnummern sind auch unter www.sovd-osnabruecker-land.de zu finden.

Beteiligung und Unterstützung am „Weltweiten Kerzenleuchten“

Jedes Jahr am 2. Sonntag im Dezember findet die Initiative „International Worldwide Candle Lighting“ statt. An diesem jährlichen Gedenktag wird in besonderer Weise an verstorbene Kinder, Enkelkinder und Geschwister von ihren Angehörigen gedacht.

Auf der ganzen Welt sind Angehörige an diesem Tag dazu aufgerufen, um 19 Uhr eine Kerze zum Gedenken zu entzünden. Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet. Damit geht eine Lichtwelle des Gedenkens in 24 Stunden um die Welt.

In diesem Jahr beteiligt sich auch die Initiatoren der Aktion, die dabei sind, auf dem Heger Friedhof eine Gedenkstätte für verstorbene Kinder von Zwangsarbeiterinnen zu errichten.

Viel zu viele Kinder der im 2. Weltkrieg zur Zwangsarbeit verschleppten Frauen fanden unter den schlimmen Bedingungen den Tod. Ein großer Teil der Kinder starb kurze Zeit nach ihrer Geburt oder erreichte auf Grund der damaligen Bedingungen das Kleinkindalter nicht. Einige wenige Kinder starben auch erst kurz nach Kriegsende an den schlimmen Umständen.

Für diese vielen Kinder haben wir heute stellvertretend für ihre Angehörigen Kerzen entzündet an dem Platz der Gedenkstätte, die voraussichtlich im Mai eingeweiht werden kann. Vorgesehen und geplant ist es, die Gedenkstätte in einem passenden Rahmen zu gestalten. Auf einem Gedenkstein sollen dann alle bekannten Kinder namentlich verzeichnet werden.

Schon heute kann man an der noch nicht fertigen Gedenkstätte sehen, dass Menschen Blumen niederlegen, Gestecke bringen oder auch eine Kerze anzünden.

Wenn Sie mehr über das Errichten der Gedenkstätte erfahren, mitwirken oder die Initiative unterstützen möchten, wenden Sie sich an Gerd Groskurt (Sozialverband Deutschland) unter groskurt(at)gmx.de. Auf der Internetseite www.sovd-osnabruecker-land.de erfahren sie zudem den aktuellen Entwicklungsstand.

Offene SoVD Gruppe Inklusion

Der offene Arbeitskreis Inklusion des SoVD in der Region Osnabrück tagt wieder am 11. Dez. 2017, 16 Uhr in der Kantine der Landkreisverwaltung Am Schölerberg 1.

Interessierte sind herzlich willkommen, müssen sich aber aus organisatorischen Gründen kurz telefonisch 05429/1283 oder per e-mail info(at)m-stoenner.de anmelden.

Wesentliche Punkte, die zur Diskussion gestellt werden sollen, sind ein Aktionsplan des Landesverbandes und ein Aktionspaket zum Europäischen Tag für Menschen mit Behinderungen.

SoVD beschließt Einberufung der Kreisverbandstagung

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat in der letzten Kreisvorstandssitzung die Regularien zur nächsten Kreisverbandstagung am 13. Oktober 2018 beschlossen. Insgesamt werden 115 Delegierte aus den Ortsverbänden die inhaltliche Ausrichtung und die Wahl des neuen Kreisvorstands vornehmen. In einem Schreiben an die Ortsverbände in der Region (Stadt und Landkreis Osnabrück) sind Fristen und Hinweise aufgeführt, die eine ordnungsgemäße Abwicklung der Anträge und Personenvorschläge gewährleistet.

Material zum Download:

Einberufung Kreisverbandstagung

Delegiertenschlüssel

Krieg ist eine Niederlage der Menschlichkeit

SoVD Osnabrück legt am Volkstrauertag einen Kranz zur Erinnerung nieder

Wir gedenken der gefallenen Soldaten und der getöteten Zivilisten; wir erinnern an Menschen, die in der Gefangenschaft oder auf der Flucht umkamen; wir gedenken der Männer und Frauen, die ihren Widerstand gegen die Diktatur mit ihrem Leben büßen mussten; wir erinnern an Mitbürgerinnen und Mitbürger, die verfolgt und vernichtet wurden, weil sie als Juden oder Mitglieder ethnischer Minderheiten nicht in das rassistische Bild der Nazis passten.

Wir erinnern heute an die schlimmsten Zeiten deutscher Geschichte, an die beiden Weltkriege und besonders die Nazidiktatur. Der Zweite Weltkrieg und die NS-Diktatur liegen lange zurück, aber ihre Schatten reichen bis heute. Die Zeit lindert den Schmerz, aber sie heilt nicht alle Wunden.

Am heutigen Tag gedenken wir gleichfalls der Opfer aus unserem Land und in vielen anderen Ländern, die die Kämpfe und Gewaltausbrüche unserer unmittelbaren Gegenwart gefordert haben. Auch heute, während sich hier Menschen in Erinnerung zusammenfinden, kämpfen woanders Menschen um ihr Leben oder sind in ihrer Freiheit bedroht. Die Frage nach Krieg und Frieden ist aktuell geblieben und der Krieg und  viele Konflikte auf dieser Welt, werden uns jeden Abend frei Haus mit der Tagesschau ins Wohnzimmer geliefert. Flüchtlingsströme aus aller Welt sind unterwegs und machen eines deutlich - Frieden ist noch lange nicht.

Krieg ist auch immer eine Niederlage der Menschlichkeit, so der SoVD in einer Stellungnahme. Umso wichtiger ist es die Schicksale der Menschen nicht zu vergessen. Der Volkstrauertag setzt hier ein Zeichen: Und er fragt danach, welche Schlüsse sich aus der Vergangenheit ziehen lassen; er fragt, wo wir heute stehen und welche Werte uns wichtig sind.

Volkstrauertag: Kranzniederlegung für Kinder von Zwangsarbeiterinnen

Auf der nach ersten Arbeiten vom Osnabrücker Service Betrieb, dem Sozialverband Deutschland und der Arbeiterwohlfahrt schon erkennbare Erinnerungsstätte legten Vertreter der Stadt jetzt erstmalig einen Kranz nieder.

Der Mangel an dem, was Albert Schweitzer die "Ehrfurcht vor dem Leben" genannt hat, der Mangel an jener menschlichen Haltung, die dem Leben jedes Geschöpfes seine Würde lässt und ihm Schutz gewährt, die jedem Menschen gleich welcher Herkunft, gleich welcher Stellung mit Respekt begegnet und ihm die Achtung seiner Grundwerte und Grundrechte zusichert hat hier eine Erinnerungsstätte, so eine Stellungnahme der Initiative.

Die Vergangenheit ist uns heute, an diesem Volkstrauertag, besonders gegenwärtig. Hier ist ein Platz dafür einzustehen, dass diese Stunde nicht nur ein Ritual bleibt, sondern dass sie uns hilft, unsere Gegenwart bewusster und ehrlicher zu betrachten, und dass sie uns ermutigt, die Zukunft so mitzugestalten, dass in unserer Gesellschaft die Ehrfurcht vor dem Leben ein selbstverständlicher Wert ist. Die Kinder der Fremdarbeiterinnen haben darauf einen Anspruch.

Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker. Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Uns geht es um eine Welt, in der die Menschen in Frieden und Freiheit zusammen-leben können. Uns geht es um ein Gedenken, das sich der Geschichte stellt.

Kinder aus der Anonymität holen

79 Zwangsarbeiterkindern einen Namen und eine Erinnerungsstätte geben

Kinder die von Zwangsarbeiterinnen in Osnabrück geboren wurden meist nur wenige Stunden oder Tage alt und danach formlos auf dem Heger Friedhof bestattet. Eine Initiative  von SoVD, AWO und OSB wollen jetzt einen Gedenkstein aufstellen und darauf die Namen der 79 Kinder die auf dem Gräberfeld liegen aus der Anonymität holen.

Nach ersten Gestaltungsarbeiten auf dem Gelände der zukünftigen Erinnerungsstelle, geht es jetzt darum die Namen der Kinder abzugleichen. Zwischen Karteikarten und dem Beisetzungsbuch des Heger-Friedhofs sind augenscheinlich Unterschiede in der Namensschreibung enthalten. Weil vieles noch in „einem Gemisch“ aus altdeutscher und lateinischer Schrift und zusätzlich die überwiegend russischen und polnischen Namen nach „Gehör“ niedergeschrieben wurden, ergab sich einiger Klärungsbedarf zwischen den vorliegenden Dokumenten.

Krankenhausärzte können Hilfsmittel, Pflege und Medikamente verordnen

Der SoVD-Sprecher im Kreisverband Osnabrücker Land, Hans Werner Jungholt,  wies in der letzten Sitzung des Vorstands darauf hin, das bei der Entlassung: aus dem Krankenhaus die Ärzte Hilfsmittel, Pflegeleistungen und Medikamente. verordnen können.

Der „Gemeinsame Bundesausschuss“, der diese neue Richtlinie erarbeitet hat, betont jedoch, dass es sich bei diesen Maßnahmen lediglich um eine notwendige Überbrückung handele, bis der niedergelassene Arzt weitere Schritte anordne.

Bislang durfte nur der niedergelassene Arzt Heil- und Hilfsmittel verschreiben oder eine Krankmeldung ausstellen. Die Ergänzung der sogenannten Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie zum Entlass-Management von Krankenhäusern sollen in der Vergangenheit aufgetretene Versorgungslücken geschlossen werden.

Oftmals – berichtet Hans Werner Jungholt - gab es Probleme, wenn der Patient körperlich nicht in der Lage war, seinen niedergelassenen Arzt aufzusuchen oder die Praxis geschlossen war.

Diese positive Änderung – so der SoVD-Sprecher - war mehr als überfällig. Im Umfeld des SoVD haben sich insbesondere zu den Wochenenden hin, immer wieder Probleme ergeben. Wenn die Ärzte in den Krankenhäusern für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen häusliche Krankenpflege, Medikamente, einen Rollstuhl oder ein Krankenbett verschreiben können, entspannt das die Situation für viele, insbesondere für ältere und alleinlebender Menschen.

Tiefe nachbarschaftliche Verwurzelung

SoVD vergibt 3. Aktionspreis an den Ortsverband Ostercappeln

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Osnabrücker Region hat nach Auswertung aller eingereichten Unterlagen dem Ortsverband Ostercappeln den 3. Preis für seine herausragende Basisarbeit übergeben. Grundlage des Preises mit dem Motto unsere „Vier Sterne Ortsverbände“ waren vier Basissterne, die an die Ortsverbandsarbeit festgelegte Bedingungen knüpfen und grundsätzlich erreicht werden mussten. Darüber hinaus gab es noch Bonuspunkte, die bei der Bewertung, wer die finanziell dotierten ersten drei Plätze erreicht, zur Entscheidung beigetragen haben.

Im Grundsatz wollen wir unser Veranstaltungsangebot in den Ortsverbänden – und damit in der Nähe der Menschen – erhalten und unterstützen und dafür ist der OV Ostercappeln ein sehr gutes Beispiel, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bei der Preisübergabe. Die Ortsverbände sind unser Fundament und auf diese nachbarschaftliche Verwurzelung wollen wir auf keinen Fall verzichten. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch Verbesserungen angehen. In unseren Beratungsbüros entstehen eine Fülle von Anregungen und Hinweisen, die in den Ortsverbänden gar nicht alle in einen gesellschaftlichen Dialog eingebracht werden können, auch weil sie manchmal sehr speziell sind. Hier müssen wir Wege finden – über Hilfe und Beratung und über Ortsverbandsgrenzen hinaus, Vorschläge zu erarbeiten und uns im Sinne unserer Mitglieder als wohlverstandener Interessenvertreter in die politische Diskussion einbringen, so der Kreisvorsitzende in seinen Ausführungen.

Michael Steinberg bedankte sich für die Auszeichnung des Kreisverbandes. „Das ist eine Anerkennung unseres gesamten Vorstandes - so der Vertreter des Ortsverbandes wörtlich – und wird sicher Ansporn sein, die Arbeit weiter zu aktivieren“. Eine zusätzliche Anerkennung erhielt zudem der Ortsverband Wehrendorf-Bad Essen, den die Vorsitzende Margret Rüsse in Empfang nahm.

An Kinder von Zwangsarbeiterinnen erinnern

Zwischen 1942 und Kriegsende 1945 starben in und um Osnabrück viele von ausländischen Zwangsarbeiterinnen geborene Kinder. Von 79 dieser Kinder sind ihre Gräber seit kurzem auf dem Heger Friedhof nachweisbar. Geboren wurden sie überwiegend in Osnabrücker Lagern und starben oft noch am selben oder in den darauffolgenden Tagen. Während die Mütter unmittelbar nach der Niederkunft wieder in den Fabriken und Betrieben unter niedrigsten Bedingungen ihre Arbeit verrichten mussten, wurden die Säuglinge und Kinder sich selbst überlassen. Sie starben durch systematische Mangelernährung und Krankheiten aufgrund der schlechten hygienischen Umstände in den Lagern.

Für uns heute unvorstellbar, was die Kinder erleiden mussten und unter welchen Umständen sie starben. Dennoch gerieten sie nach Ende des Krieges in Vergessenheit. Während anderen Opfern ein Zeichen der Erinnerung gesetzt wurde, verschwanden die Gräber der Kinder.

Im Herbst 2016 wurden im Archiv des Heger-Friedhofs von Anika Groskurt und Petra Joachimmeyer alte Unterlagen mit Aufzeichnungen zu den Kindern und ihren Gräbern gefunden. Nach weiteren Recherchen in verschiedenen Quellen ist jedes dieser 79 Kinder nun namentlich und mit seinen Lebensdaten bekannt, ebenso die genaue Lage des alten Gräberfeldes.

Jetzt ist eine Initiativgruppe des Sozialverband Deutschland (SoVD), der Arbeiterwohlfahrt ((AWO) und dem Osnabrücker Service Betrieb (OSB) dabei, hier eine Stätte der Erinnerung zu schaffen. Mit einem ersten Spatenstich wird jetzt eine Denkmalanlage auf dem Heger Friedhof geschaffen, genau an dem Platz wo die Kinder formlos beigesetzt wurden. Geschaffen wird eine Denkmalanlage, bestehend aus zwei oder drei Gedenksteinen mit erklärendem Text, und dem Namen aller verstorbenen Kinder.

Über den AWO Ortsverein Altstadt-Westerberg-Eversburg-Atter steht ein Spendenkonto zur Verfügung. Bei Bedarf wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

AWO Ortsverein Osnabrück / IBAN: DE12 2659 0025 0308 0331 00/ BIC: GENODEF1OSV
Volksbank Osnabrück eG / Verwendungszweck: Gedenkstätte

Wir freuen uns, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bei der Eröffnung vor den Teilnehmern - unterstützt von Kerstin Koch der Vertreterin der SoVD-Landesjugend, sowie jugendlichen Mitwirkenden vom Gymnasium in der Wüste -  dieser Erinnerung hier einen Platz zu geben. Sie eröffnet einen schockierenden Blick auf eine verdrängte Lebenswelt. Säuglinge und Kinder starben an den Sichtweisen und der Menschenverachtung eines Systems das Rassen, Religionen und Weltanschauungen in Herrschaftsmenschen und Minderwertig einstufte. Wir fragen uns: „Was hat das Denken dieser Menschen so verändert, dass Grundprinzipien von Menschlichkeit und Mitgefühl schon Kinder und Säuglinge erbarmungslos erreicht hat“.

Einen besonderen Dank sprach er in diesem Zusammenhang den Mitarbeitern des OSB aus, die ehrenamtlich tatkräftig und mit fachlichem Wissen die Gestaltung des Gräberfeldes unterstützten.

Projekt Kindergräber von Zwangsarbeiterinnen - Heger-Friedhof

Es war eigentlich ein Zufall, dass Mitarbeiter aus dem Friedhofsbereich auf Unterlagen gestoßen sind, die besonders betroffen gemacht und unsere Unterstützung gefunden haben.

In den letzten Kriegsjahren des zweiten Weltkriegs haben Zwangsarbeiterinnen in Osnabrück Kinder bekommen, die keine Chance hatten. Nicht auf eine Zukunft, nicht auf eine Familie, nicht auf ein Leben. Es kann nur vermutet werden, warum die meisten dieser Kinder schon nach wenigen Tagen oder Stunden starben. Mit akribischer Gründlichkeit wurde der Tod in 79 Karteikarten registriert, danach wurde auf einem Feld auf dem Heger Friedhof eine formlose Bestattung durchgeführt.

Zusammen mit dem städtischen Friedhofspersonal wollen wir (SoVD Osnabrück und AWO Osnabrück) diese Stätte jetzt zu einem Platz gestalten der eine Erinnerung eröffnet.

Wir wollen die ersten Pflanzungen vornehmen und den Bereich vorerst mit 79 kleinen beschrifteten Steinen kennzeichnen.

Zudem sollen einige Informationen über die Entwicklung dieses Projekts und die Präsentation einiger Materialien stattfinden.

Treffen der Initiative ist am:
Samstag, 21. Oktober 2017, 9:30 Uhr,
Haupteingang Heger-Friedhof
Osnabrück, Rheiner Landstraße 168

Download: Kinderkarte

Download: Projektvorstellung

SoVD-Dialogthema „Patientenfürsprecher“

Ein Gewinn für Patienten-innen und Angehörige im Krankenhausbetrieb

Der Sozialverband Wüste stellte in das erste Dialogthema einer geplanten Gesprächsreihe eine Informationsveranstaltung mit Dr. Schürhaus, einem von zwei Patientenfürsprecher im  „Klinikum Osnabrück“ vor.

Die Patientenfürsprecher, so der Referent in einer Aufgabenbeschreibung, handeln mit einem entsprechenden Auftrag im Namen der Patienten und deren Angehörigen gegenüber der Klinikleitung und dem Klinikpersonal. Es ist für viele Patienten sehr wichtig, so Dr. Schürhaus, mit der Darstellung einiger Situationen, dass Patienten im Krankheitsfall „Vertraute“ an ihrer Seite wissen. Menschen, die zuhören, hinschauen und bei entsprechenden Missständen aktiv werden.

Patientenfürsprecher - führte er weiter aus -  agieren ehrenamtlich und unabhängig, somit auch nicht weisungsgebunden. Sie sind weder beim Krankenhaus angestellt, noch in anderweitige Funktionen innerhalb des Krankenhauses eingebunden. Manchmal ist es einfach nur wichtig, dass Betroffene mit ihren Problemen und Sorgen angemessenes Gehör finden. Und trotz der Suche nach Ausgleich und Dialog, vertreten wir , wenn man so will, parteiisch die Interessen der Patienten, so Dr. Schürhaus abschließend.

In einer breiten Diskussion wurde unter anderem noch einmal auf das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht hingewiesen. Es ist gut, so ein Hinweis aus der Versammlung, dieses Thema nicht zu verdrängen, sondern sich frühzeitig damit auseinander zu setzen.

Tiefe nachbarschaftliche Verwurzelung

SoVD vergibt 2. Aktionspreis an den Ortsverband Bersenbrück-Gehrde

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Osnabrücker Region hat nach Auswertung aller eingereichten Unterlagen dem Ortsverband Bersenbrück-Gehrde den 2. Preis für seine herausragende Basisarbeit übergeben. Grundlage des Preises mit dem Motto unsere „Vier Sterne Ortsverbände“ waren vier Basissterne, die an die Ortsvereinsarbeit festgelegte Bedingungen knüpfen und grundsätzlich erreicht werden mussten. Darüber hinaus gab es noch Bonuspunkte, die bei der Bewertung, wer die finanziell dotierten ersten drei Plätze erreicht, zur Entscheidung beigetragen haben.

Im Grundsatz wollen wir unser Veranstaltungsangebot in den Ortsverbänden – und damit in der Nähe der Menschen – erhalten und unterstützen und dafür ist der OV Bersenbrück-Gehrde ein sehr gutes Beispiel, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bei der Preisübergabe. Die Ortsverbände sind unser Fundament und auf diese nachbarschaftliche Verwurzelung wollen wir auf keinen Fall verzichten. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch Verbesserungen angehen. In unseren Beratungsbüros entstehen eine Fülle von Anregungen und Hinweisen, die in den Ortsverbänden gar nicht alle in einen gesellschaftlichen Dialog eingebracht werden können, auch weil sie manchmal sehr speziell sind. Hier müssen wir Wege finden – über Hilfe und Beratung und über Ortsverbandsgrenzen hinaus, Vorschläge zu erarbeiten und uns im Sinne unserer Mitglieder als wohlverstandener Interessenvertreter in die politische Diskussion einbringen, so der Kreisvorsitzende in seinen Ausführungen.

Heinrich Dwenger bedankte sich für die Auszeichnung des Kreisverbandes. „Das ist eine Anerkennung unseres gesamten Vorstandes - so der Ortsverbandsvorsitzende wörtlich – und wird sicher Ansporn sein, die Arbeit weiter zu aktivieren“.

Die Umwelt von blinden und sehbehinderten Menschen erleben

Am 15. Oktober, dem Tag des weißen Stockes, bleibt einen ganzen Werbeblock lang der Bildschirm schwarz. Stattdessen werden in einer Kooperation von Serviceplan und Mediaplus mit Sky und den großen Marken Carglass, Dextro Energy und Valensina die Spots mit Hilfe von Audiodeskription erzählt. Das Motto: "Hinsehen für alle, die es nicht können."

Das Projekt heißt "Blind Break" und die SoVD Sprecherin in der Osnabrücker Region für Inklusion, Marianne Stönner. So wird dem Fernsehzuschauer mitten im Alltag präsentiert, wie blinde und sehbehinderte Menschen Teile ihrer Umwelt erleben. Sie sind darauf angewiesen, dass Bildinhalte akustisch umgesetzt werden. Dafür verwendet man die so bezeichnete Technik der Audiodeskription. Bildbeschreibungen zum Hören speziell für blinde und sehbehinderte Menschen. Sie erschaffen Bilder mit Worten und ermöglichen Menschen mit Seheinschränkung den direkten Zugang zum Fernsehen. Ganz besonders begrüßt sie das Engagement von Sky: "Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten senden ein umfangreiches Programm mit Audiodeskription, die privaten dagegen nehmen ihre gesellschaftliche Verantwortung in diesem Bereich bisher nicht wahr. Deshalb finden wir es erfreulich, dass Sky Blind Break unterstützt und auch schon zwei Bundesligaspiele mit Live-Audiodeskription gesendet hat. Wir hoffen sehr, dass die anderen Privatsender dem folgen, damit eine weitere Barriere beiseite geräumt wird, so der SoVD in einer Mitteilung.

Mehr Infos zu Blind Break unter www.blindbreak.de  

Neues Problembewusstsein transplantieren

SoVD stellt zu Organtransplantationen 10 Fragen und Wünsche auf  

Der Kreisvortand im Sozialverband Deutschland in der Region Osnabrück fordert den SoVD Landesverband Niedersachsen auf das Thema „Organtransplantationen“ dringend auf die Tagesordnung zu setzen. In einer von Hanna Nauber durchgeführten Veranstaltung des SoVD Kreisverbands wurde neben der Aufklärung zum Thema auch Problembereiche in der Transplantationsmedizin angesprochen. Wenn in Deutschland in den letzten Jahren rund 1.000 Menschen auf den Transplantations-Wartelisten gestorben sind kann man darüber nicht zur Tagesordnung übergehen.

Nur 32 Prozent haben laut Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ihren Willen zur Organspende in einem ausgefüllten „Organspendeausweis“ dokumentiert. Oft fehlt es lediglich an Informationen, um sich zu entscheiden. Organspende geht uns alle an. Denn jede und jeder von uns kann schon morgen selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sein, so der SoVD in einer Mitteilung.

Allerdings, so der SoVD- Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, reicht es nicht aus die jetzige Situation nur mit einem „Tag der Organspende“ in die Öffentlichkeit zu transportieren. Die Transplantationsmedizin steht insgesamt vor schwierigen Problemlagen. Daran vorurteilsfrei und grundsätzlich zu arbeiten, kann nicht über eine Informationsveranstaltung organisiert werden. Vor diesem Hintergrund hat der SoVD den Landesverband aufgefordert dieses Thema neu und umfassend auf die Tagesordnung zu setzen.

Die Wünsche und Problembeschreibungen hat der SoVD in einem 10 Punkte Katalog an den Landesverband angefügt.

Klick | Antrag zum Thema Organspende an den SoVD-Landesverband

Einladung zu einem Projekt, bei dem Mitmachen eine Verpflichtung ist

Es war eigentlich ein Zufall, dass Mitarbeiter aus dem Friedhofsbereich auf Unterlagen gestoßen sind, die besonders betroffen machen.

In den letzten Kriegsjahren des zweiten Weltkriegs haben Zwangsarbeiterinnen in Osnabrück Kinder bekommen, die keine Chance hatten. Nicht auf eine Zukunft, nicht auf eine Familie, nicht auf ein Leben.

Es kann nur vermutet werden, warum die meisten dieser Kinder schon nach wenigen Tagen oder Stunden starben. Mit akribischer Gründlichkeit wurde der Tod in 79 Karteikarten registriert, danach fand auf einem Feld auf dem Heger Friedhof die Beerdigung statt.

Zusammen mit dem städtischen Friedhofspersonal wollen wir (SoVD Osnabrück und AWO Osnabrück) diese Stätte jetzt zu einem Platz gestalten der eine Erinnerung eröffnet.

Wir wollen die ersten Pflanzungen vornehmen und den Bereich vorerst mit kleinen beschrifteten 79 Steinen kennzeichnen. (Bild)

Treffen der Initiative ist am:

Samstag, 21. Oktober 2017, 9:30 Uhr, Haupteingang Heger-Friedhof
Osnabrück, Rheiner Landstraße 168

Dieses Projekt mit allen Recherchen und Planungen war bislang weitestgehend eine private Initiative, die mittlerweile von vielen Menschen, Vereinen wie dem Sozialverband Deutschland (SoVD), dem AWO Ortsverband Altstadt-Westerberg-Eversburg-Atter und dem Osnabrücker Service Betrieb getragen wird.

Über den AWO Ortsverein Altstadt-Westerberg-Eversburg-Atter steht ein Spendenkonto zur Verfügung. Bei Bedarf wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

AWO Ortsverein Osnabrück
IBAN: DE12 2659 0025 0308 0331 00
BIC: GENODEF1OSV
Volksbank Osnabrück eG
Verwendungszweck: Gedenkstätte

Wir würden uns über viele Helfer und Mitwirkende sehr freuen.

Nach dieser ersten Aktion wollen wir für die weitere Ausstattung des Gedenkplatzes mit einer weiteren Bepflanzung und der Erstellung eines Erinnerungssteins Spenden sammeln.

Wir hoffen, dass die endgültige Fertigstellung im Frühjahr 2018 erfolgen kann.

Zum Nachlesen: Grabstätte soll an Kinder von Zwangsarbeiterinnen erinnern

Ein zweites Leben bekommen

SoVD Gesprächsforum diskutiert dasThema Organtransplantationen

Eindrucksvoll und persönlich schildert der Referent Hubert Knicker, wie er bereits mit 37 Jahren mit einer schwere Herzkrankheit konfrontiert wurde. Er beschreibt Hoffnungen, Ängste und Rückschläge, schildert die Odyssee durch Arztpraxen und Kliniken, die Belastung, die die Erkrankung für ihn und seine Familie bedeutet, seine Gedanken und das Warten auf ein Spenderorgan. Authentisch macht Hubert Knicker Mut, die Chance eines „zweiten Lebens“ anzunehmen. Und er zeigt, wie wichtig Organspenden eigentlich sind. Es gibt gute Gründe, über Organspende nachzudenken, sich zu informieren und eine eigene und persönliche Entscheidung zu treffen. Der Referent Hubert Knicker erhielt mit einer Herztransplantation am 24. Juli 2010 sein zweites Leben.

Jeder kann in die Situation geraten, dringend eine Organspende zu benötigen, so die Gesprächsleiterin Hanna Nauber In Deutschland setzen etwa 11.000 schwer kranke Menschen ihre Hoffnung in die Transplantation eines Organs. Ihr Überleben und ihre Lebensqualität hängen von der Bereitschaft ihrer Mitmenschen ab, Organe nach dem Tod zu spenden. Jedes gespendete Organ kann das Leben eines schwer kranken Menschen retten. Die eigene und selbstbestimmte Entscheidung entlastet die Angehörigen, die ansonsten im Ernstfall um eine Entscheidung gebeten werden.

Abgesehen von dieser persönlichen Situation, die wir keinem Menschen wünschen, muss in das Thema Organtransplantationen mit mehr Klarheit, Transparenz und überzeugenden Maßnahmen auf die Tagesordnung gebracht werden, waren sich Hubert Knicker, Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber und der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt einig.

Ein neues Bewusstsein transplantieren

Auf keinen Fall so der SoVD in der Region Osnabrück reicht es mit einem „Tag der Organtransplantation“ das Thema für erledigt zu halten. Wer die Entwicklung der Transplantationszahlen sieht, kann darüber nicht zur Tagesordnung übergehen. Wenn wir erleben wie geringschätzig dieses Thema, z.B. durch fehlende Auslagen entsprechender Informationsbroschüren in Arztpraxen, Apotheken und selbst in Krankenhäuser gehandhabt wird, muss sich da etwas verändern. Erkennbar gibt es vielerlei Schwierigkeiten in Kliniken bis hin zu nicht ausreichender finanzieller Kostenabdeckung. Ob ein in Betroffenenkreisen gefordertes „staatliches Transplantationsinstitut“ eine konkrete Lösung ist, dass alles sind Fragen -  so der SoVD in der Region - die wir mit einem Antrag an die SoVD Landesebene formulieren wollen. Ein Bereich der letztlich bis an die Frage heranrührt: Wer darf leben, denn im Jahr 2016 sind 937 Menschen auf den Wartelisten gestorben. Vielleicht müssen wir ein neues Bewusstsein transplantieren, es läuft etwas dauerhaft falsch, so der SoVD, das wollen wir ansprechen und aufarbeiten.

Patientenfürsprecher in den Krankenhäusern

SoVD Ortsverbände in der Stadt Osnabrück beginnen eine Dialogreihe

Die Niedersächsische Landesregierung hat die Krankenhäuser verpflichtet, sogenannte Patientenfürsprecher/innen einzusetzen. Ein Patientenfürsprecher soll den Krankenhauspatienten zur Seite stehen. Er setzt sich für ihre Interessen und Wünsche ein, nimmt Kritik oder Lob entgegen und versucht mit der Krankenhausleitung eine Lösung zu finden. Er ist weisungsunabhängig und kein Mitarbeiter des Krankenhauses. Soweit die Theorie. Wie die Praxis aussieht und in welcher Themenbreite sich die Aufgabenstellung darstellt will der Sozialverband mit dem Patientenfürsprecher der Städtischen Kliniken Dr. Schürhaus erörtern.

Der Termin ist: Freitag, 13. Oktober 2017, 17:00 Uhr. Veranstaltungsort ist das Vereinslokal Deutsche Scholle, Osnabrück, Limberger Str. 71. Interessierte – auch außerhalb einer SoVD-Mitgliedschaft - sind herzlich willkommen.

Bonni, die kleine Heldin auf vier Pfoten

Die kleine „Bonni“ (Bild) hat zwei Bewohnerinnen Im Seniorenheim Lüstringen besucht. Sonst sehr einsilbig brach Bonni bei ihnen „das Eis“. Wir sind nahezu ins Plaudern gekommen. Bonni unsere kleine „Heldin“ war völlig entspannt, sie macht das einfach toll, urteilt auch das Fachpersonal im Seniorenheim.

Die zuständigen Sachbearbeiter waren  deutlich überrascht, was in so kurzer Zeit durch ein Tier möglich werden kann. Alle haben sich gut gefühlt, alle haben den Besuch gut überstanden und freuen sich auf eine Fortsetzung.

Is` denn schon Weihnachten?

SoVD setzt Initiative zu sozialgesellschaftlicher Arbeit fort

Weihnachten, so die Vertreter der regionalen SoVD-Arbeitsgemeinschaften (Bild) in der Region Osnabrücker – Land ist zwar schon hier und da spürbar, aber die Initiative des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) hat erst einmal wenig mit Weihnachtsvorbereitungen zu tun, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Der SoVD-Kreisvorstand wird in den nächsten Tagen zum zweiten Mal die Aktion „ 4 - Sterne Ortsverbände“ präsentieren. Festgelegt sind vier Basissterne, die an die Ortsverbandsarbeit festgelegte Bedingungen knüpfen und grundsätzlich erreicht werden müssen. Darüber hinaus wird es noch Bonuspunkte geben die bei der Bewertung, wer die finanziell dotierten ersten drei Plätze erreicht, zur Entscheidung beitragen können. Im Grundsatz wollen wir unser Veranstaltungsangebot in den Ortsverbänden und damit in der Nähe der Menschen  erhalten und unterstützen. , die Ortsverbände sind unser Fundament und auf dieses nachbarschaftliche Angebot wollen wir auf keinen Fall verzichten.

Zusätzlich ergeben sich im Rahmen der Beratungen in unseren Büros in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück eine Fülle von Anregungen und Hinweisen, die in den Ortsverbänden nicht mit der notwendigen Tiefe in einen gesellschaftspolitischen Dialog eingebracht werden können. Hier müssen wir Wege finden – über Hilfe, Beratung und über Ortsverbandsgrenzen hinaus, im Sinne unserer Mitglieder als wohlverstandener Interessenvertreter die politische Diskussion zu formen. 9.000 Mitglieder zu haben ist natürlich toll, die sind aber gleichzeitig auch eine Verpflichtung.

Insgesamt ein hoher Anspruch, so der SoVD Kreisvorsitzende, den wir nur mit einer aktiven Basis und einer entsprechenden Verwurzelung des SoVD erreichen können. Welche Kraft, welches Engagement und welche Zukunftsperspektive im SoVD und der geleisteten Arbeit stecken, ist mit der ersten Ausschreibung von „4-Sterne Ortsverbänden“ deutlich geworden.

Ausschreibung „4-Sterne Ortsverbände“

Wählen leicht erklärt

SoVD diskutiert Thema Organspende

Hanna Nauber: Jeder kann in die Situation des Empfängers kommen

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück bringt das Thema „Organspende“ auf die Tagesordnung. In einer ersten öffentlichen Veranstaltung am 19. Sept. 2017, 15:00 Uhr in der Gaststätte Thies, Hasbergen/Gaste, Rheiner Landstraße 16, wird das Thema von Hubert Knicker zur Diskussion gestellt.

Der Referent lebt nach einer Herzmuskelentzündung und einer Transplantation Mitte 2010 (ein Akt der Nächstenliebe hat mir ein neues Leben gescheckt) selber mit einem neuen Herzen. Wir gehen das Thema bewusst von dieser Seite an, so die Veranstalterin (SoVD-Kreisfrauensprecherin) Hanna Nauber, weil jeder sich grundsätzlich darüber im Klaren sein muss, dass er sich nicht nur in der Position des Spenders, sondern auch in der Rolle des Empfängers befinden kann.

Natürlich muss dieses das Thema auch andere Aspekte berücksichtigen, so Hanna Nauber. Neben den Möglichkeiten, gewonnene Erkenntnisse in entsprechende SoVD-Ausschüsse auf Landes- und Bundesebene einzuspeisen, werden wir uns damit auch hier „vor Ort“ tiefgehender beschäftigen müssen. Wer die Entwicklung der Organtransplantationen verfolgt, muss daraufsetzen, dass dieses Thema auf die Tagesordnung kommt.

Aus organisatorischen Gründen bittet der SoVD um eine kurze telefonische (05424 / 8601) Anmeldung. Interessierte sind herzlich willkommen.

Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderungen

SoVD in der Region Osnabrück informiert über Internetplattform www.inklusionslandkarte.de

Interessenten an inklusiven Sportangeboten können die Inklusionslandkarte nutzen, um im Internet Vereine, Kurse und Veranstaltungen zu finden. Unter „www.inklusionslandkarte.de“ erschienen Institutionen, Organisationen und Projekte, die sich mit dem Thema Inklusion beschäftigen und sich auf den Weg gemacht haben, inklusiv zu werden. Zusätzlich können sich Fachleute eintragen, die als Referenten oder Ansprechpartner für Inklusion zur Verfügung stehen.

Menschen mit und ohne Behinderungen haben hier die Chance „ihr“ passendes Sportangebot schnell und unkompliziert zu finden. Mit der Inklusionslandkarte ist eine interaktive, professionell gestaltete Informations- und Kommunikationsplattform zum Thema Sport für Menschen mit und ohne Behinderungen in der Entwicklung, so die SoVD-Sprecherin Marianne Stönner. Jetzt geht es darum weitere Kurse und Veranstaltungen einzupflegen.

Dass zum Beispiel im Emsland über das Projekt Indus mit dem Kreissportbund schon beispielhafte Vorgaben gemacht wurden, kann man auf der Karte mit einem Blick sehen. Weitere Dachverbände, die einen nicht unerheblichen Teil der deutschen Sportvereine und Verbände vertreten sind dabei.

Der organisierte Sport ist mit rund 90.000 Vereinen und den darin ca. 27 Millionen organisierten Mitgliedern ein wichtiger Faktor in der deutschen Gesellschaft. Viele dieser Vereine engagieren sich bereits zum Thema Inklusion und Sport. Die Inklusionslandkarte soll Interessenten dabei helfen, durch die Verlinkungen schneller an ihr Ziel zu kommen und die für sie passenden inklusiven Angebote (Sportvereine, Fitnessstudios, Freizeitanbieter) leichter zu finden.

 

Tiefe nachbarschaftliche Verwurzelung

 SoVD vergibt 1. Aktionspreis an den Ortsverband Osnabrück-Voxtrup

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Osnabrücker Region hat nach Auswertung aller eingereichten Unterlagen dem Ortsverband Osnabrück-Voxtrup den 1. Preis für seine herausragende Basisarbeit übergeben. Grundlage des Preises mit dem Motto unsere „Vier Sterne Ortsverbände“ waren vier Basissterne, die an die Ortsvereinsarbeit festgelegte Bedingungen knüpfen und grundsätzlich erreicht werden mussten. Darüber hinaus gab es noch Bonuspunkte, die bei der Bewertung, wer die finanziell dotierten ersten drei Plätze erreicht, zur Entscheidung beigetragen haben.

Im Grundsatz wollen wir unser Veranstaltungsangebot in den Ortsverbänden – und damit in der Nähe der Menschen – erhalten und unterstützen und dafür ist der OV Voxtrup ein sehr gutes Beispiel, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bei der Preisübergabe. Die Ortsverbände sind unser Fundament und auf diese nachbarschaftliche Verwurzelung wollen wir auf keinen Fall verzichten. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch Verbesserungen angehen. In unseren Beratungsbüros entstehen eine Fülle von Anregungen und Hinweisen, die in den Ortsverbänden gar nicht alle in einen gesellschaftlichen Dialog eingebracht werden können, auch weil sie manchmal sehr speziell sind. Hier müssen wir Wege finden – über Hilfe und Beratung und über Ortsverbandsgrenzen hinaus, Vorschläge zu erarbeiten und uns im Sinne unserer Mitglieder als wohlverstandener Interessenvertreter in die politische Diskussion einbringen, so der Kreisvorsitzende in seinen Ausführungen.

Hans-Josef Elstro bedankte sich für die Auszeichnung des Kreisverbandes. „Das ist eine Anerkennung unseres gesamten Vorstandes - so der Ortsverbandsvorsitzende wörtlich – und wird sicher Ansporn sein, die Arbeit weiter zu aktivieren“. Die Arbeitsgemeinschaftsvorsitzende der Region Osnabrück, Hanna Nauber betonte im Rahmen ihres Glückwunsches, dass mit der Arbeit des Ortsverbandes auch sichtbar wird, welche Kraft, welches Engagement und welche Zukunftsperspektive im SoVD und der geleisteten Arbeit stecken.

**********************************

SoVD-Aktion in Stadt und Landkreis Osnabrück

Wenn man die gesellschaftliche Ausgangslage des SoVD im Landkreis und der Stadt Osnabrück betrachtet ist zuerst festzustellen, dass sich Ortsverbände des SoVD sehr unterschiedlich entwickeln.

Der Kreisvorstand ist der Meinung, gute und besonders gute Ortsverbände auszuzeichnen. Vorerst ist an eine Präsentation der 4-Sterne-Ortsverbände im Rahmen der Kreiskonferenz 2018 gedacht.

Die grundlegenden Überlegungen sind, auf dieser Konferenz nicht nur unseren Kreisverband, sondern auch der Arbeit unserer Ortsverbände einen Darstellungsraum zu geben.

Nach unseren Überlegungen haben wir mehr oder weniger folgende Problembereiche,

Neueintritte geschehen überwiegend durch Beratungskontakte, hohes Durchschnittsalter in den Funktionsbereichen und eine eher zufällige Personalqualifizierung,

unzureichende Mitgliederaktivierung, zu wenig Kümmern und Wissen über die Fähigkeiten der Mitglieder / besonders der Mitglieder, die über die Beratung zu uns kommen,

abnehmende Bindungskraft, mangelnde Kontakte und Netzwerke zur Bevölkerung und Vereinen / Initiativen.

Diese Problembereiche wollen wir mit unserer Auszeichnung der  „4 Sterne-Ortsverbände“ angehen.

Die Bewertung der Qualitätsmerkmale:

Der geschäftsführende Kreisvorstand wird als Jury zur Bewertung der Qualitätsmerkmale eingesetzt.

Die Bewerbung mit aussagefähigen Unterlagen sind in den entsprechenden Beratungsstellen oder bei Kreisvorstandsmitgliedern bis zum 01.Mai 2018 abzugeben.

Jeder Ortsverband, der sich beteiligt, erhält bei Erreichen der 4 Basissterne 50 €.

Der erste Preis wird mit zusätzlich 250 € ausgezeichnet.
Der zweite Preis erhält zusätzlich  150 €.
Der dritte Preis erhält zusätzlich      50 €.

Basisstern 1

Der Ortsverband muss seine Mitgliederzahl mindestens gehalten haben. 01.01.2017 bis 01.01.2018. Evtl. Zusammenschlüsse werden berücksichtigt.

Basisstern 2

Der Ortsverband muss im Jahr 2017 bis zur Abgabefrist mindestens 3 Pressemitteilungen oder Presseankündigungen in einer Zeitung nachweisen können.

Basisstern 3

Der Ortsverband muss seine Buchführung nach den Vorgaben der Finanzordnung durchführen und die vorgegebenen Fristen einhalten.

Basisstern 4

Der Ortsverband muss im Jahr 2017 bis zur Abgabefrist, einzeln oder in Verbindung mit anderen Ortsverbänden in einer Gemeinde gemeinsam eine Aktion durchgeführt haben. Dazu zählen auch Aktionen, die der Kreisverband für Ortsvereine anbietet.

Ortsverbände können mit Bonuspunkten zusätzliche Bewertungspunkte erreichen und die Chance auf den Sieg erhöhen. Bonuspunkte können aber keine Basissterne ausgleichen.

Bonusstern

Der Ortsverband hat im Bewertungszeitraum seine Mitgliederzahlen verbessert.

Bonusstern

Der Ortsverband verstärkt die Mitgliederpflege durch Begrüßungsanschreiben oder Besuche für neue Mitglieder.

Bonusstern

Der Ortsverband führt mindestens einmal im Jahr eine Veranstaltung durch, die geselligen Charakter hat und besonders Partner, Freunde und Interessierte einbezieht.

Bonusstern

Der Ortsverband muss einzeln oder in Verbindung mit anderen Ortsverbänden in einer Gemeinde eine thematische Veranstaltung / Forum / Empfang / Konferenz durchgeführt haben, zu der zusätzlich Bürgerinnen und Bürger bzw. Vertreter von anderen Vereinen oder Institutionen offiziell eingeladen wurden.

Bonusstern

Der Ortsverband ist aktiv im Internet präsent und hat dort einen aktuellen Auftritt mit Veranstaltungshinweisen und Berichten aus seinem Vereinsleben.

Bonusstern

Der Ortsverband hat die Mitglieder-Umfrageaktion des Kreises aufgegriffen und durchführt.

SoVD Region Osnabrücker-Land

Die 4-Sterne-Ausschreibung zum Download.

Die zentrale Rolle der Pressearbeit

Auf einem Forum mit über 100 Teilnehmern präsentierte der SoVD Landesverband viele Facetten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. „Wir wollen darüber reden, was wir bereits gut machen, wo wir besser werden können und welche Zukunftschancen sich aufzeigen, machte der Landespressesprecher Matthias Büschking in seiner Eröffnung einer ganztägigen Arbeitstagung deutlich. Für uns ist wichtig, so die Delegation der SoVD Region Osnabrück (Bild), dass Anfänger und Fortgeschrittene von den Präsentationen, Gesprächen und Diskussionen etwas mitnehmen können. Alle Delegationsmitglieder stuften die gewonnen Erkenntnisse als wichtige Informationen ein und fuhren am späten Abend mit vielen neuen Eindrücken nach Hause.

SoVD-Ortsverbände Altkreis- und Stadt Osnabrück tagen

Delegationen der SoVD-Ortsverbände aus der Stadt und dem ehemaligen Landkreis Osnabrück treffen sich zu einem Arbeitstreffen am Samstag, 2. September um 9 Uhr in der Gaststätte Ellerweg in Hilter / Hankenberge, Osnabrücker Str. 45.

Viele Tagesordnungspunkte werden sich mit Fragen der Verbesserung der Verbandsarbeit auf Kreis- und Ortsverbandsebene befassen, so die einladende Arbeitskreissprecherin Hanna Nauber. Neben der Bündelung spezieller Themenbereiche auf regionaler Ebene, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dürfen wir unsere „Wurzeln“ in den Gemeinden und Nachbarschaften nicht vernachlässigen. Ein besonderer Höhepunkt wir vor diesem Hintergrund die Auszeichnung eines „Vier-Sterne Ortsverbandes“ für seine herausragende Arbeit sein.

Lob und Zertifikat für den SoVD in der Osnabrücker Region

Die Arbeit des Sozialverbands Osnabrücker-Land wurde einer unabhängigen Prüfung unterzogen. Dabei kamen sowohl die ehrenamtliche Arbeit mit ihren Arbeitsabläufen und natürlich auch unser Kernbereich, die Arbeitsabläufe in den Beratungsstellen „unter die Lupe“.

In einem Brief teilt das Landesbüro jetzt mit, dass die SoVD-Arbeit in der Region Osnabrück entsprechen der neuen gültigen ISO-Norm vom TÜV Rheinland auf „Herz und Nieren“ geprüft wurden.

„Die Herren haben ein großes Lob an alle Beteiligten ausgesprochen, dass in angenehmer Gesprächsatmosphäre die sehr gute Arbeit sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt hervorragend nachvollziehbar dargelegt werden konnte.

Sie haben die neuen Normpunkte, insbesondere die Risikobewertung unserer Kernprozesse, verinnerlicht und richtig angewendet, sowie dokumentiert“ lautet die Aussage in dem übermittelten Brief des Landesverbandes.

Wir werden also demnächst ein neues Zertifikat erhalten, welches sicher einen Ehrenplatz in der Geschäftsstelle, Am Goethering in Osnabrück, finden wird, sind sich der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt (im Bild links) und der Geschäftsstellenleiter Carsten Elmer einig.

Weitere Treffen und Seminare geplant

Fast 40 SoVD SchatzmeisterInnen und Interessierte trafen sich

Die in den Ortsverbänden zuständigen Verantwortlichen für die Finanzen trafen sich auf Einladung des Kreisverbandes zu einem Erfahrungsaustausch. Verlässlichkeit, Aufrichtigkeit und besonderes Engagement muss man als Schatzmeister bzw. Schatzmeisterin grundsätzlich mitbringen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dazu kommen noch die besonderen Kenntnisse die man in der Arbeit mit dem Kassenwesen im Sozialverband Deutschland benötigt.

Die Anforderungen, die an unsere Schatzmeister gestellt werden sind vielfältig, sie erfordern neben einem hohen Maß an Bereitschaft sich ständig in diesem Bereich weiter zu bilden und „am Ball zu bleiben“ viel Engagement und Verlässlichkeit. Neben der Abstimmung über Seminarangebote des Landesverbands diente dieses Schatzmeistergespräch dazu, unsere regionalen Angebote und Hilfen, sowie den allgemeinen Umgang mit Aufgaben - die sich besonders durch die neuen Satzungsanforderungen ergeben - zur Diskussion zu stellen.

Hier beginnt unsere eigentliche Aufgabe im Kreisverband, so die Kreisschatzmeisterinnen Marianne Zahn und ihre Vertreterin Brigitte Bamping. Obwohl viele Schatzmeister/innen solide berufliche Vorkenntnisse mitbringen, müssen wir Schulungsangebote zur Auffrischung und Weitergabe neuerer Anforderungen hier vor Ort ins Angebot stellen, so die beiden Kreisschatzmeisterinnen übereinstimmend. Auf jeden Fall soll es weiterhin – diese Botschaft gaben die Anwesenden dem Kreisvorsitzenden mit auf den Weg - mindestens einmal im Jahr ein Treffen mit den Schatzmeistern/innen aus der gesamten Region Stadt und Landkreis Osnabrück geben.

Einbruch in unserer Osnabrücker SoVD-Beratungsstelle

Viele Leser werden am Sonntag auf den neuen Tatort warten und sich vielleicht sogar darauf freuen. Weniger erfreut waren die Mitarbeiterinnen in der Osnabrücker SoVD Beratungsstelle als sie zu Arbeitsbeginn feststellen mussten, das über Nacht in das Büro eingebrochen worden war.

Allerdings müssen die Diebe nicht viel Zeit gehabt haben. Wesentlicher Sachschaden entstand an den aufgebrochenen Schränken. In der aufgebrochenen „Kaffeekasse“ war nur Kleingeld.

Viel ärgerlicher war, dass Gespräche und Spurensicherung durch die Polizei die Beratungsvereinbarungen zwei Stunden nicht zuließen.

Wir brauchen einen gesellschaftlichen Grundkonsens

SoVD Frauen: Die weitere Entwicklung setzt sich nicht „irgendwie“ fort

Hanna Nauber, 1. Kreisfrauensprecherin des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region OsnabrückMüssen wir nicht langsam runter, von den Aktionen und Veranstaltungen zum „Equal Pay Day“ oder zum „Internationalen Frauentag“? Eine Frage die auch in den Treffen der SoVD-Frauen diskutiert wird. Viele von uns haben allerdings deprimierende eigene Lebenserfahrungen und kennen auch noch das gesellschaftspolitische Umfeld ihrer Mütter. Der Satz in der Verfassung: Männer und Frauen sind gleichberechtigt, war eben nicht mit gesellschaftlicher Akzeptanz ausgefüllt und war damals nicht die Erlebniswelt von Frauen in unserer neuen jungen Demokratie. Der Kampf vieler Frauengenerationen hat zugegebener Maßen Fortschritte zum Guten gebracht. Aber diese jahrzehntelange Auseinandersetzung – manchmal mit einem Fortschritt nur in Millimetern – muss uns auch Verpflichtung sein, so die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber.

Deshalb nehmen Frauen unserer Generation die Verschiebung der gesellschaftlichen Koordinaten vielleicht etwas persönlicher. War doch die Gleichberechtigung mit Händen zu greifen, vielleicht nicht vollendet, aber doch immerhin als klares, nicht zu hinterfragendes Ziel. Und vielleicht geht mir die Gelassenheit auch deshalb ein bisschen verloren, weil ich geglaubt habe, irgendwann setzt sich diese Entwicklung unaufhaltsam fort. Ich, nein wir haben uns geirrt. Nichts ist sicher. Es ist nicht angenehm sich einzugestehen, dass eine gesellschaftliche Entwicklung und das gilt nicht nur für Frauen - aber auch für sie -, nicht zurückzudrehen wäre. Angesichts neuer politischer Strömungen tauchen alte Bilder neu und auf Hochglanz poliert wieder auf. Viele sind frustriert, dass manche Errungenschaften, wieder und wieder aus verstaubter Vergangenheit salonfähig zu werden scheinen.

Wer wie der SoVD in den Frauenzusammenkünften und Ortsverbandssitzungen seine Zeit opfert und sich die Geschichten und Gegebenheiten von Frauen anhört, wird spätestens dort wachgerüttelt, berichtete Hanna Nauber auf einer Tagung der SoVD-Frauensprecherinnen aus der Osnabrücker Region. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – soll neben anderen Gründen auch Benachteiligungen wegen des Geschlechts verhindern. Zur Verwirklichung dieses Ziels erhalten die durch das Gesetz geschützten Personen Rechtsansprüche gegen Arbeitgeber, wenn diese ihnen gegenüber gegen die gesetzlichen Diskriminierungsverbote verstoßen. Die Geschichte einer verheirateten Mutter mit zwei Kindern (3 und 7 Jahre) aus meiner Nachbarschaft macht das sehr praktisch deutlich.

Wieder eine Handvoll Bewerbungen rausgeschickt. Wieder mehrere Bewerbungsgespräche geführt. Erneut die Frage, wie die Betreuung der Kinder gesichert ist. Dabei hat die 35-jährige Frau ihre Ansprüche mit ihrer juristischen Ausbildung schon bis auf einen Halbtagsjob am Empfang zurückgeschraubt.

Leider kann ich ihren Unterlagen nicht entnehmen, wie alt ihre Kinder sind, so eine Mail einer Firma nach Eingang der Bewerbung, an die sich eine Reihe weiterer Fragen anschließen: Wohnen ihre Eltern bzw. Schwiegereltern ganz in der Nähe? Was macht ihr Mann beruflich? Ist sichergestellt, dass im Fall einer Krankheit oder in den Ferien die Kinder betreut werden?

Abgesehen von den ungewöhnlich offenen und sogar schriftlich formulierten Fragen, wird in unserem Kreis darüber gerätselt ob jemals ein Mann solche Fragen gestellt bekommt.

Muss ein Arbeitgeber nicht damit rechnen, dass Menschen ein Leben neben der Arbeit haben? Das Thema Familie betrifft überdies keinesfalls nur jüngere Menschen, es hat viele weitere Berührungspunkte. Sogar Kinderlose haben ja genauso Familien, nämlich Eltern, die möglicherweise irgendwann pflege-oder hilfebedürftig werden. Nur geht es hier nicht um eine Beschäftigung von 8 Stunden, womöglich noch im Schichtsystem, sondern um eine Halbtagsstelle. Das Antidiskriminierungsgesetz benennt noch viele weitere Punkte. Behinderung oder Alter zum Beispiel. Natürlich kann man vor dem Hintergrund dieses Gesetzes sogar den Rechtsweg bestreiten. Uns allen ist allerdings klar, dass Diskriminierung oft sehr hintergründig und verschleiert daherkommt. Letztlich brauchen wir einen Grundkonsens in der Gesellschaft zwischen Mensch und Mensch egal in welcher Funktion oder Rolle auch immer.

SoVD Kreisvorstand: Wir sind bestürzt

Karl-Heinz Kromik plötzlich aus unserer Mitte gerissen

Der langjährige SoVD-Ortsverbandsvorsitzende Karl-Heinz Kromik aus Ostercappeln ist am 2. August plötzlich und unerwartet aus unserer Mitte gerissen worden. Mit diesen Worten informierte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt die Kreisvorstandsmitglieder im Rahmen einer Kreisvorstandssitzung über den plötzlichen Tod „unseres Kreisvorstandsmitglieds“. Mit Bestürzung und Fassungslosigkeit nahm der Vorstand diese aktuelle Mitteilung auf.

In Erinnerung stellte der Kreisvorsitzende das große Engagement von Karl-Heinz Kromik heraus. Im Kreisvorstand galt sein großes Interesse den SoVD näher an junge Mitglieder heranzubringen. Für diese, eigentlich schwierigste Aufgabe war er prädestiniert, weil er im Herzen jung geblieben war und mit seiner Erfahrung auch das notwendige Steh- und Durchhaltevermögen mitbrachte.

Die gesellschaftspolitische Arbeit für die Interessen der Menschen war ihm nicht nur ans Herz gewachsen, sie war ein Stück seines Herzens“, formulierte der SoVD Kreisvorsitzende das Wirken von Karl-Heinz Kromik, das ihm auch die Kandidatur und Übernahme eines Kommunalmandats einbrachte.

Welchen herausragenden Stellenwert - aus Sicht des Kreisverbandes - seine Arbeit im Ortsverband genoss, wird auch mit der Auszeichnung des Ortsverbands Ostercappeln als einer von drei „Vier Sterne Ortsverbänden“ in der ganzen Region, für gute und beispielhafte Arbeit deutlich.

"In seinem Sinne weiterzuarbeiten und seinen Weg fortzusetzen wird uns eine Verpflichtung sein", so der SoVD Kreisvorsitzende abschließend.

Erste Erfahrungen sind toll - Hundebesuche in Seniorenheimen Lüstringen und Eversburg

Die Osnabrücker SoVD-Ortsverbände: Wüste, Haste-Dodesheide, Schinkel, Westerberg und Hellern in Osnabrück haben einen ersten Besuch im den Seniorenheimen Lüstringen und Eversburg hinter sich gebracht. Die Besuche auf vier Pfoten sollen jetzt zu einem festen Programmteil in den Heimen werden, so eine Gruppe Hundehalter, die sich dieser neuen Aufgabe mit ihren Vierbeinern stellen.

Dass Hunde und andere Tiere positive Wirkung auf Gesundheit und Psyche des Menschen haben, ist lange bewiesen. So arbeiten sie vielerorts als tierische Therapeuten in Seniorenheimen oder Behinderteneinrichtungen. Größte Herausforderung beim Aufbau einer Hundebesuchsgruppe sei es, Teilnehmer langfristig für dieses Ehrenamt zu gewinnen. Neben vielen schönen und rührenden Momenten kann der Umgang mit alten und kranken Menschen auch belasten“, fassen Mitmachende Hundebesitzer erste Erfahrungen zusammen. Deswegen bietet ihre Initiative den Mitgliedern ein regelmäßiges monatliches Treffen an, bei denen Eindrücke, Hinweise und Informationen ausgetauscht werden können.

„Bei uns müssen die Hunde keinen Eignungstest bestehen. Wir bilden sie auch nicht extra aus. Nach einem Kennenlernen zeigt sich zumeist, ob der Hund geeignet, sprich unaggressiv, wesensstark und gut erzogen ist“, berichtete Gerd Groskurt. Wichtig sei, dass das Tier gesund ist und Spaß an seinem Besuchs-Job habe.

Im Stuhlkreis oder bei jetzt ersten vereinbarten individuellen Besuchen auf den Zimmern blühen die Senioren beim Streicheln und Füttern der Hunde regelrecht auf. Im Voraus geplant wird nichts, lebhafte Gespräche ergeben sich im Beisein der Hunde von ganz alleine.

Hundehalter, die gerne mitwirken möchten, können sich bei Gerd Groskurt per E-Mail groskurt(at)gmx.de melden.

Jugendseminar vom 25.-27. August 2017 in Esens-Bensersiel

Schwerpunktthema des Jugendseminars ist die Bundestagswahl im September.

Gemeinsam mit ReferentInnen der Friedrich-Ebert-Stiftung widmen wir uns dem Thema „Rettet die Wahlen!“

Am 24. September 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt. Wen oder was wählt man da nun aber konkret? Warum ist es eigentlich wichtig, in einer Demokratie sein Wahlrecht zu nutzen? Wie sieht so ein Wahlzettel aus? Worüber entscheidet der Bundestag und was hat das mit mir und meinem Leben zu tun? Welche Themen sind Euch besonders wichtig? Wir wollen im Rahmen des Workshops diese und andere Fragen rund um die Bundestagswahl klären und mit den Teilnehmenden diskutieren.

Anmeldeschluss: 02.08.2017
Detaillierte Infos entnehmen Sie bitte dem Anmeldeformular, das wir hier zum Download bereitstellen.

Mit den Enkelkindern in die Herbstferien

Sie haben Lust, mit Ihrem Enkelkind in den Herbstferien fünf schöne Tage im Harz zu verbringen? Dann melden Sie sich bei uns zum Familienseminar in den Herbstferien an, so die 1. Kreisfrauensprecherin in der Region Osnabrück, Hanna Nauber. Dieses ist ein Angebot, so der SoVD, das mit Programmanteilen Erholung und Erlebnis zusammenführt.

Verbringen Sie vom 2. bis zum 6. 10. 2017 unvergessliche Tage mit ihren Enkelkindern im Harz. Die Unterbringung erfolgt im Vitalhotel in Bad Sachsa.

Für Familien und Großeltern mit Enkelkindern ab 6 Jahren werden umfangreiche Freizeitaktivitäten angeboten. Neben Basteln und gemeinsamen Spielen am Abend erwarten Sie auch ein Besuch im Schwimmbad und ein Ausflug in den Harz.

Ermöglicht wird das Familienseminar von den Frauen und der Jugend im SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.

Der Teilnehmerbeitrag schließt vier Übernachtungen mit Vollpension ein, die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern.

  • Pro Großelternteil und ein Enkelkind: 369 Euro
  • Jedes weitere Enkelkind: 149 Euro
  •  Für jede weitere Einzelperson: 249 Euro

Zur Teilnahme Infos und Anmeldung:

Eine Anmeldung ist ausschließlich mit der als Datei angefügten Antwortkarte möglich.
SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V. Nina Spiegel | Abteilung Sozialpolitik
Tel.: 0511/70148-37 | Fax: 0511/70148-70 I E-Mail: sozialpolitik(at)sovd-nds.de
Anmeldeschluss ist der 27.8.2017.

Flyer mit Programm und Antwortkarte zum Download

Ausstellung: 100 Jahre SoVD Geschichte in Osnabrück

Anforderungen der neuen Zeit annehmen

Auch ein starker Verband mit über 9.000 Mitgliedern in Stadt und Landkreis Osnabrück, so der Ortsverbandsvorsitzende Hans-Josef Elstro, tut gut daran „kräftige und intakte Wurzeln“ in den Städten und Gemeinden – also in Nachbarschaft zu den Menschen - zu haben. Wir können stolz auf diesen Verband seine Arbeit und seine Geschichte – ob unter dem Namen Reichsbund oder Sozialverband Deutschland – sein, so der OV-Vorsitzende in seiner Begrüßung.

Diese Meinung unterstrich auch die Osnabrücker Bürgermeisterin Brigit Strangmann in ihrem Grußwort. Dass der Sozialverband Deutschland (SoVD) zu diesem Stück „ guter Nachbarschaft in unserer Stadt“ wieder einen gesellschaftlichen Anteil übernimmt ist für die Gemeinde ein positiver Aspekt. Dies ist auch der Moment für das Engagement des SoVD in unserer Heimatstadt den besonderen Dank auszusprechen.

Mit dem Satz von Jean Jaurès heißt Tradition pflegen: „Nicht Asche aufzubewahren sondern ein Feuer am Leben zu erhalten“, so der Kreisvorsitzende in seinem Beitrag. Das bedeutet, unser Weg muss über unseren 100-jährigen Geburtstag in die neue Zeit, mit neuen und anderen Anforderungen und Erwartungen führen. Das ist auch ein Grund, so der SoVD Kreisvorsitzende, dass wir mit unseren Säulen als Mitgliederverband, mit den Beratungs- und Hilfeangebot und unsere gesellschaftspolitischen Arbeit durch eine nicht immer einfache Zeit gekommen sind.

Aktuell streift er dabei auch zeitnahe Entwicklungen. Wir entwickeln uns in eine „Widerspruchgesellschaft“ so eine Anmerkung. Als abenteuerlich bezeichnete er, dass eine immer größere Flut von Anträgen bei unterschiedlichsten Trägern erst einmal abgelehnt werde. Im Landesverband schätzt man die Ablehnungen, je nach Träger auf 30 bis 40 Prozent ein. Wir könnten „frohlocken“, dass unsere Beratungsstellen so gut ausgelastet sind, sehen aber auch die menschliche Komponente dieser Entwicklung und die damit verbundenen Einschnitte in die Lebensqualität. Ich bitte jeden sich mit fachlichem Rat auf einen Widerspruch einzulassen und nötigenfalls auch vor einer Klage nicht zurückzuschrecken. Spätestens da wird sehr gründlich und unabhängig geprüft, fügte der Kreisvorsitzende an.

Einladung: Einen Schritt in die nächsten Jahre

SoVD Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte im Stadthaus Osnabrück

Der (SoVD) Sozialverband Deutschland macht bei seiner Ausstellungseröffnung im Stadthaus Osnabrück sehr wohl deutlich, dass eine neue Zeit auch neue Anforderungen erfordert.

Wir hätten nicht „überlebt“ wenn wir der Verband von 1917 geblieben wären, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt.

Symbolisch wollen die Ortsverbandsvorsitzenden aus dem Bereich Osnabrück ein „weißes Band“ durchschneiden und damit den Weg, seine notwendigen Anpassungen und Veränderungen, dokumentieren.

Die Ausstellungseröffnung ist am 10. Juli 14:00 Uhr im Foyer Stadthaus Osnabrück, Natruper-Tor-Wall 2.

Die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Stadthauses bis einschließlich 12 Juli zu besichtigen. Interessierte sind herzlich willkommen.

Geplanter Ablauf

1.   Eröffnung und Begrüßung durch einen Ortsvorsitzenden
2.   Grußwort der Bürgermeisterin Birgit Strangmann
3.   Worte des SoVD Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt
4.   Symbolisches durchscheiden eines Sperrbandes ( Bild )

SoVD Gruppe „Hundebesuche“ trifft sich

Am jeweils ersten Donnerstag im Monat trifft sich die Initiative „Besuch auf vier Pfoten“. Nach einem ersten Antrittsbesuch und weiteren Besuchsplanungen in anderen Heimen, soll dieser feste Donnerstagstermin für Absprachen und Hinweise für zukünftige Vorhaben genutzt werden.

Der nächste Termin ist am 6. Juli, 17:30 Uhr in der Gaststätte „Am Rubbenbruchsee“ Osnabrück, Barrenteil 2. Interessierte mit und ohne Hund sind herzlich willkommen.

Einstandsbesuch „auf vier Pfoten“

SoVD-Gruppe besucht Seniorenzentrum Eversburg

Zu einem ersten Besuch im Seniorenzentrum Eversburg kamen Hundehalter, Hunde und Betreuungspersonal zu gemeinsamen Kennlernen zusammen. Mit dem Seniorenzentrum Eversburg war noch kein offizielles Programm, sondern nur ein erster Vorstellungstermin abgesprochen. (Bild vor dem Eingang) Ein behutsamer Weg –meinten die Beteiligten - der Mensch und Tier zu einer erfolgreichen Gemeinsamkeit führen soll. Letztlich wollen wir mit dem Besuch auf vier Pfoten den Wohnbereichsalltag der Heime auflockern und einen Teil zum Wohlbefinden in der Senioreneinrichtung einziehen lassen.

Für Außenstehende vermittelt sich manchmal der Eindruck einer „eigenen Welt“. Das ist, so der SoVD- Ortsverbandsvorsitzende Gerd Groskurt und Hundehalter von Labrador Max, auch einer unserer Gründe für die Initiative in Osnabrück. Hunde vermitteln einfach und ehrliche Nähe und Vertrautheit, geben Trost und Freude und machen auch Spaß.

Die Hunde als die eigentlichen Hauptakteure, so ein Halter beim Weg durch das Seniorenheim, sehen das glaube ich völlig entspannt. Und so nahmen die Vierbeiner sowohl auf den Wegen durch das Heim und bei der Verabschiedung vor der Haustür schon einmal einige Streichel- und Krauleinheiten von Heimbewohnern entgegen. Bei allen Beteiligten war klar, ob schon als Programmpunkt geplant oder zufällig, man verstand sich.

Die Hundehalter und Heimvertreter vereinbarten einen ersten festen Besuchstermin, vorerst in monatlichem Rhythmus. Zusätzlich wollen sich alle an diesem Programm beteiligten – auch die Gruppe Seniorenheim Lüstringen - an jedem ersten Donnerstag im Monat um 17:30 Uhr am Café am Rubbenbruchsee treffen. Da sollen Erfahrungen und Hinweise miteinander ausgetauscht und besprochen werden. Interessierte mit und ohne Hunde sind herzlich willkommen.

SoVD-Inklusionspreis 2017

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen schreibt nach dem überragenden Erfolg in den letzten Jahren auch 2017 wieder einen Inklusionspreis aus, so die Arbeitskreisvorsitzende „Inklusion“ Marianne Stönner aus der Region Osnabrück. Der Preis in den beiden Kategorien Ehrenamt und Medien ist zusammen mit 10.000 Euro dotiert. „all inclusive #3.“. So muss Niedersachsen sein.“ ist das Motto. Einsendeschluss 31. Oktober 2017.

Bei dem ersten Preis geht es um ehrenamtliche Projekte aus ganz Niedersachsen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Wo ist die Umsetzung der Inklusion besonders gut gelungen? Bewerben können sich Initiativen, Vereine und Verbände - egal, ob sie im SoVD organisiert sind oder nicht.

Beim Medienpreis sind Journalisten oder Redaktionen aus ganz Niedersachsen aufgerufen, besonders gelungene Berichterstattungen zum Thema einzusenden. Dabei ist es egal, ob es ein Fotoprojekt, eine Internetseite, ein Blogtext, eine Reportage, ein Film oder ein Radiobeitrag ist.

Die vollständige Ausschreibung (siehe Bilder) kann HIER herunter geladen, oder im SoVD Beratungsstellen Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück angefordert werden.

Ausstellung zeigt 100 Jahre SoVD Geschichte

Viele kommunale Repräsentanten bei der Eröffnung im Kurmittelhaus Bad Rothenfelde

Auch ein starker Verband mit über 9.000 Mitgliedern in Stadt und Landkreis Osnabrück, so der Ortsverbandsvorsitzende Christian Hafner, tut gut daran „kräftige und intakte Wurzeln“ in den Städten und Gemeinden – also in Nachbarschaft zu den Menschen - zu haben. Wir können stolz auf diesen Verband seine Arbeit und seine Geschichte – ob unter dem Namen Reichsbund oder Sozialverband Deutschland - sein.

Diese Meinung unterstrich auch der Rothenfelder Bürgermeister Klaus Rehkämper in seinem Grußwort. Dass der Sozialverband Deutschland (SoVD) zu diesem Stück „ sozialer Heimat in unserer Gemeinde“ wieder einen gesellschaftlichen Anteil übernimmt ist für die Gemeinde ein positiver Aspekt. Dies ist auch der Moment für das Engagement des SoVD in unserer Heimatstadt und im gesamten Südkreis besonderen Dank auszusprechen.

Mit dem Satz von Jean Jaurès heißt Tradition pflegen: „Nicht Asche aufzubewahren sondern ein Feuer am Leben zu erhalten“, so der Kreisvorsitzende in seinem Beitrag. Das bedeutet, unser Weg muss über unseren 100-jährigen Geburtstag in die neue Zeit, mit neuen und anderen Anforderungen und Erwartungen führen. Das ist auch ein Grund, so der SoVD Kreisvorsitzende, dass wir mit unseren Säulen als Mitgliederverband, mit den Beratungs- und Hilfeangebot und unsere gesellschaftspolitischen Arbeit durch eine nicht immer einfache Zeit gekommen sind.

Aktuell streift er dabei auch zeitnahe Entwicklungen. Wir entwickeln uns in eine „Widerspruchgesellschaft“ so eine Anmerkung. Als abenteuerlich bezeichnete er, dass eine immer größere Flut von Anträgen bei unterschiedlichsten Trägern erst einmal abgelehnt werde. Im Landesverband schätzt man die Ablehnungen, je nach Träger auf 30 bis 40 Prozent ein. Wir könnten „frohlocken“, dass unsere Beratungsstellen so gut ausgelastet sind, sehen aber auch die menschliche Komponente dieser Entwicklung und die damit verbundenen Einschnitte in die Lebensqualität. Ich bitte jeden sich mit fachlichem Rat auf einen Einspruch einzulassen und nötigenfalls auch vor einer Klage nicht zurückzuschrecken. Spätestens da wird sehr gründlich und unabhängig geprüft, fügte der Kreisvorsitzende an.

Integrationsklasse besuchte den Zoo

Eine Integrationsklasse der Integrierten Gesamtschule Osnabrück in Eversburg hatte einen tollen Tag im Osnabrücker Zoo. Förderverein und SoVD (Sozialverband Deutschland) hatten Besuchskarten für den Osnabrücker Zoo gespendet.

„Wir freuen uns diesen gelungenen und etwas anderen „Schultag“ mit möglich gemacht zu haben“, so der SoVD-Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. „In meiner Schulzeit waren solche Ausflugs- und Besichtigungstage auch schon immer etwas Besonderes“

Zusätzlich nahm er schmunzelnd Frau Diesel, als begleitende Lehrerin, ein Versprechen ab, hinterher nicht noch einen Aufsatz über die Erlebnisse schreiben zu lassen. „Wir mussten von solchen außergewöhnlichen Aktionen hinterher immer einen Aufsatz schreiben und das hat vorher schon die Stimmung deutlich beeinträchtigt“, konnte sich der SoVD-Kreisvorsitzende erinnern.

Nach einem gemeinsamen Erinnerungsfoto stand bei schönem Wetter nur noch ein spannendes und eindrucksvolles Erlebnis auf dem Klassenprogramm.

„Besuch auf vier Pfoten“ vereinbart monatliches Treffen

Sorgfältig und vorsichtig nähert sich die vom SoVD eingerichtete Gruppe zum Besuch in Osnabrücker Seniorenheimen ihren ersten Besuchen. Ein behutsamer Weg, der Heimbewohner und Tiere zu einer erfolgreichen Gemeinsamkeit führen soll. „Die Hunde als die eigentlichen Hauptakteure“, so ein Halter bei einem gemeinsamen Kennlerngang einer Hundegruppe, „sehen das glaube ich sehr viel entspannter.“

Auf jeden Fall haben sich die Hundebesitzer zu einem festen Termin an jedem ersten Donnerstag im Monat verabredet. Da sollen Erfahrungen und Hinweise miteinander ausgetauscht und besprochen werden können. Interessierte melden sich bitte unter der E-Mail-Adresse: groskurt(at)gmx.de.

SoVD präsentiert seine 100-jährige Geschichte „vor Ort“ in Osnabrück

Nach kurzer Diskussion im Kreisvorstand des SoVD (Sozialverband Deutschland) stand die grundlegende Entscheidung fest, den 100-jährigen Geburtstag des ehemals als „Reichsbund“ gegründeten SoVD in den Regionen zu präsentieren. Sie dort auszustellen, wo unsere Mitglieder in den Nachbarschaften verwurzelt sind, war für den Kreis-SoVD einhelliger Wunsch. Da wir die niedersachsenweit zur Verfügung stehende Ausstellung natürlich nur für einen fest gelegten Zeitraum bekommen konnten, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, mussten wir „gut getaktet und zeitlich begrenzt“ in den Regionen die Ausstellungen planen. Der Reichsbund / SoVD in der Region Osnabrück wurde als Kreisverband in den früheren alten Landkreisen und der Stadt Osnabrück erst im Jahr 1919 gegründet, darauf werden wir im Jahr 2019 zurückkommen.

Die Verbandsgeschichte unserer Bundesorganisation ist eng verbunden mit der Geschcihte Deutschlands. Als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten 1917 - schon vor dem Ende des I. Weltkriegs entstanden - hat sich der SoVD mit der Zeit zu einem modernen Sozialverband entwickelt. Mit großen Bild- und Textelementen wird unsere Geschichte und Tradition mit der Ausstellung eindrucksvoll dargestellt.

Schnupperrunde: „Zum Zweiten“

SoVD bereitet Besuchsprogramm für Besuche auf vier Pfoten vor

Zu einem zweiten Treffen kamen Hundehalter auf Einladung einiger SoVD Ortsverbände in Osnabrück zusammen. Mit den Seniorenzentren Eversburg und Lüstringen sind zwei konkrete Vorstellungstermine abgesprochen. Bevor die Sache jetzt ernst wird, wurde auf der Zusammenkunft mit Haltern und Hunden erst einmal in zwei Gruppen probiert, inwieweit die Hunde selber bei einem gemeinsamen Auftritt miteinander umgehen.

Gespannt ist die Atmosphäre schon, sagt selbst die Besitzerin von „Hundemischling Räuber“ die als einzige Erfahrungen in diesem Bereich mitbringt. Letztlich wollen wir mit dem Besuch auf vier Pfoten den Wohnbereichsalltag der Heime auflockern, mehr Wohlbefinden und Häuslichkeit in die Einrichtungen einziehen lassen. Das ist, so der SoVD Ortsverbandsvorsitzende Gerd Groskurt und Hundehalter von Labrador Max, auch einer unserer Gründe für die Initiative in Osnabrück. Hunde vermitteln einfach und ehrliche Nähe und Vertrautheit, geben Trost und Freude und machen auch Spaß.

Wie wir das alles organisieren und welche Bedingungen wir erfüllen müssen, ist Teil des ersten Heimbesuchs wo es in der ersten Runde noch nicht um ein Besuchsprogramm sondern eher um ein gegenseitiges Kennenlernen geht, dass Hunde, Besitzer, Heimbewohner und Personal miteinander austesten. Auf jeden Fall haben sich die Hundebesitzer zu einem festen Termin an jedem ersten Donnerstag im Monat verabredet. Da sollen Erfahrungen und Hinweise miteinander ausgetauscht und besprochen werden können. Weitere Interessierte melden sich bitte unter der E-Mail-Adresse: groskurt(at)gmx.de.

SoVD präsentiert seine 100-jährige Geschichte „vor Ort“

Nach kurzer Diskussion im Kreisvorstand des SoVD (Sozialverband Deutschland) stand die grundlegende Entscheidung fest, den 100-jährigen Geburtstag des ehemals als „Reichsbund“ gegründeten SoVD in den Regionen zu präsentieren. Sie dort auszustellen, wo unsere Mitglieder in den Nachbarschaften verwurzelt sind, war für den Kreis-SoVD einhelliger Wunsch. Da wir die niedersachsenweit zur Verfügung stehende Ausstellung natürlich nur für einen fest gelegten Zeitraum bekommen konnten, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, mussten wir „gut getaktet und zeitlich begrenzt“ in den Regionen die Ausstellungen planen. Der Reichsbund / SoVD in der Region Osnabrück wurde als Kreisverband in den früheren alten Landkreisen erst im Jahr 1919 gegründet, darauf werden wir im Jahr 2019 zurückkommen.

Die Verbandsgeschichte unserer Bundesorganisation ist eng verbunden mit der Geschichte Deutschlands. Als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten 1917 - schon vor dem Ende des I. Weltkriegs entstanden - hat sich der SoVD mit der Zeit zu einem modernen Sozialverband entwickelt. Mit großen Bild- und Textelementen wird unsere Geschichte und Tradition mit der Ausstellung eindrucksvoll dargestellt.

Thema Organspende kommt auf die SoVD-Agenda

Anlässlich des 3. Juni - dem bundesweiten Aktionstag der Organspende - hat der Kreisvorstand des SoVD (Sozialverband Deutschland) in der Region Osnabrück beschlossen das Thema Organspende auf die Tagesordnung zu setzen. „Das Thema Organspende geht uns alle an. Denn jede und jeder von uns kann schon morgen selbst auf ein Spenderorgan angewiesen sein“, so die mit der Koordinierung beauftragte Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber, wörtlich.

In Niedersachsen haben wir nach dem Jahr 2015 mit 354 Transplantationen im Jahr 2016 mit 432 Transplantationen fast wieder das Niveau vergangener Zeiten erreicht. Laut Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben allerdings nur 32 Prozent ihren Willen zur Organspende in einem ausgefüllten Organspende-Ausweis dokumentiert.

Dass es oft an Informationen für eine Entscheidung und an genereller Aufklärung fehlt, kann der SoVD nach Stichproben in den Wartezimmern von Arztpraxen und Krankenhäusern bestätigen. Zumindest da, aber auch in den Apotheken hätten wir in jedem Fall Hinweise auf Organspenden erwartet.

Laut Aussagen der Krankenkassen warteten in Niedersachsen im letzten Jahr rund 1000 Menschen auf ein für sie überlebenswichtiges Organ. Ausklammern will der SoVD auch nicht die Diskussion über Undurchsichtigkeiten im Zuge von Organverpflanzungen. Ob das im Jahr 2016 verabschiedete Transplantationsregister die Erwartungen von Transparenz erfüllt ist auch eine notwendige Fragestellung, so eine SoVD-Mitteilung.

Den Anfang soll eine Informationsveranstaltung am 19. Sept. 2017, 15:00 Uhr im Gasthaus Thies in Hasbergen / Gaste mit Hubert Knicker machen, der 2010 herztransplantiert wurde. Von einem auf den anderen Tag geriet sein Leben aus allen Fugen. Eine schwere Herzmuskelentzündung ließ ihm laut ärztlicher Prognose nur noch wenig Lebenszeit.

Einig ist der SoVD-Kreisvorstand, dass diesem Thema weder ein bundesweiter Aktionstag noch in einem Vortragsabend gerecht wird. Interessierte, die weiteren Gesprächsforen mitgestalten wollen oder zusätzliche Informationen einbringen können, sollten sich per E-Mail unter „groskurt(at)gmx.de“ melden.

SoVD und AWO unterstützen Planungen für einen Stätte des Gedenkens an Fremdarbeiterkinder

In der Zeit des Zweiten Weltkrieges starben zwischen 1942 und Kriegsende 1945 in und um Osnabrück viele Kinder, geboren von ausländischen Zwangsarbeiterinnen. Von 80 dieser Kinder sind ihre Gräber seit kurzem auf dem Heger Friedhof nachweisbar. Geboren wurden sie überwiegend in Osnabrücker Lagern und starben oft noch am selben oder in den darauffolgenden Tagen. Während die Mütter unmittelbar nach der Niederkunft wieder in den Fabriken und Betrieben ihre Arbeit verrichten mussten, wurden die Säuglinge und Kinder sich selbst überlassen. Sie starben durch systematische Mangelernährung und Krankheiten aufgrund der schlechten hygienischen Umstände in den Lagern.

Gerd Groskurt (links im Bild), als Vertreter der Ortsverbände in der Stadt Osnabrück im Sozialverband Deutschland und Peter Ebbrecht (AWO Ortsverein Altstadt-Westerberg-Atter-Eversburg) ließen sich von der Vertreterin des Osnabrücker Service Betriebs, Petra Joachimmeyer, Karteikarten und Gräberkataster zeigen die einen grausames Stück unserer Geschichte dokumentieren. Dennoch geriet diese Vergangenheit nach Ende des Krieges bald in Vergessenheit. Während anderen Opfern mit ihren heute noch existierenden Gräbern ein Zeichen der Erinnerung gesetzt wurde, verschwanden die Gräber der Kinder.

Die SoVD Ortsverbände und der AWO Ortsverein wollen nach den umfangreichen Recherchen im Osnabrücker Service Betrieb (OSB) die Planungen zur Herrichtung des Gräberfeldes auf dem Heger Friedhof und der Idee diese Stelle mit einem in Stein gestalteten Hinweis auszustatten unterstützen. Dazu ist ein Spendenkonto beim AWO Ortsverein eingerichtet. Bei Bedarf wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

AWO Ortsverein Osnabrück
IBAN: DE12 2659 0025 0308 0331 00
BIC: GENODEF1OSV
Volksbank Osnabrück eG
Verwendungszweck: Gedenkstätte

Die beiden Unterstützer wollen jetzt Spenden für die Verwirklichung dieser Gedenkstätte sammeln, damit die Planungen auf dem Heger Friedhof umgesetzt werden können.

Regionale Brücke zur Sozialpolitik mit Hans-Werner Jungholt

Der SoVD-Kreisverband Osnabrück wird in den landesweiten Zusammenkünften des Sozialverbands Deutschland (SoVD) – im Sozialpolitischen Ausschuss - neu durch Hans-Werner Jungholt vertreten. Das beschloss der Kreisvorstand in der Region Osnabrück auf seiner jüngsten Sitzung.

In diesem Zusammenhang beschloss der Kreisvorstand weiterhin, dass der Gesmolder Ortsverbandsvorsitzende die verschiedenen Aktionsgruppen und Arbeitskreise in den unterschiedlichsten Bereichen als Sprecher in einem „Sozialpoltischen Ausschuss“ bündelt.

Neben unserer Interessenwahrung in den Treffen der Landes-SoVD und der Weiterleitung von dort diskutierten Themen kommt auf den neuen Sprecher nach Vorstellungen des Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt hinzu, „eine Klammer zwischen den Themen in unseren Beratungsstellen in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück zu bilden. Was dort in den Problemlagen bei Rente, Pflege, Gesundheit, Behinderung, Hartz IV und Armut aufläuft müssen wir in unsere Vorschläge und Überlegungen einbeziehen“, so eine SoVD Mitteilung.

Nicht nur Forderungen für Andere formulieren

SoVD beschließt acht Punkte zur Einhaltung von Barrierefreiheit

Der Sozialverband Deutschland (SoVD), so die Sprecherin des „Arbeitskreises Inklusion“ Marianne Stönner muss die „Barrierefreiheit“ in seinem eigenen Wirkungsfeld überprüfen. In der Erarbeitung ist mehr als deutlich geworden, dass Barrieren nicht nur für die Erreichbarkeit besondere Hindernisse sind. Sprache, Schrift und die grundsätzliche menschliche Aufgeschlossenheit sind Grundvoraussetzungen zu einer gleichberechtigten modernen Gesellschaft.

Wer mit dem Finger auf andere zeigt, so Marianne Stönner in Anlehnung an eine Aussage des früheren Bundespräsidenten Gustav Heinemann, auf den zeigen immer drei Fingen zurück. Deshalb ist es eigentlich selbstverständlich, dass der SoVD im eigenen Bereich soweit möglich alle Barrieren abbaut. Vielleicht finden sich ja auch weitere Vereine, Organisationen und Verbände, bei denen zumindest die eine oder andere Anregung „hängen“ bleibt. Wir wünschen uns auf diesem Weg viele Erfolge und recht viele Verbündete, schließt der SoVD seine Mitteilung. Das Papier ist fileadmin/kreisverbaende/osnabrueck/downloads/8-Punkte.pdfmit einem Klick hier  herunterzuladen.

Besuch auf vier Pfoten in Osnabrücker Heimen

Nächstes Treffen: 9. Juni, 17:30 Uhr am „Büdchen“ auf dem Westerberg

Rund 20 Interessierte, einige gleich mit ihren Hunden, fanden sich zu einem ersten Abstimmungsgespräch zu einem Besuchsprogramm mit ihren Hunden in Osnabrücker Heimen zusammen.

In einer von den SoVD-Ortsverbänden in der Stadt Osnabrück initiierten Aktion besprachen sich die Hundehalter und nahmen schon mal einige Hunde erste Kontakte auf. Das Motto „Besuch auf vier Pfoten“ hatte in einem Artikel der NOZ viel Aufmerksamkeit erregt, so der SoVD Vorsitzende Gerd Groskurt. Auf jeden Fall haben wir so viel Interessiere zusammen, dass das Programm starten kann.

Als erste Interessenten von der Heimseite haben sich die Seniorenzentren Eversburg und Lüstringen gemeldet. Mit den Interessierten will der SoVD jetzt ein Besuchsprogramm besprechen, dabei geht es uns darum, eine verlässliche Grundlage zu schaffen, die wir und die Heime, für die diese Aktion ja auch erheblichen Aufwand bedeutet, auch durchhalten können. Steigern und ausweiten können wir unsere Besuche immer noch, machte ein Hundehalter die allgemeine Grundstimmung deutlich.

Weitere offene Fragen wurden zur Recherche in das nächste Zusammenkommen, diesmal mit allen Hunden, auf das nächste Treffen am 9 Juni, 17.30 Uhr am Büdchen auf dem Westerberg, überwiesen.

Interessierte weitere Hundehalter, wie auch Heime, können sich zwischenzeitlich telefonisch (0541/4082699) oder per Mail (groskurt(at)gmx.de) melden.

SoVD bietet inklusive Ferienfreizeit an

Auch in diesem Jahr führt der Sozialverband Deutschland (SoVD) wieder die inklusive Jugendfreizeit der SoVD-Jugend Niedersachsen nach Dänemark durch.

Ziel der einwöchigen Reise vom 21. bis 28. Juli 2017 ist der Ort Marielyst in Dänemark. Teilnehmen können alle interessierten Jugendlichen mit und ohne Behinderung zwischen 14 und 27 Jahren. Der einwöchige Aufenthalt ist ein „all inclusive“ Angebot und kostet 298,- Euro pro Person. Anmeldeschluss ist am 28. Mai 2017.

Weitere Informationen können über die SoVD Geschäftsstellen in Osnabrück, Bohmte, Bersenbrück und Melle oder über die Landesgeschäftsstelle per E-Mail: sovd-jugend(at)sovd-nds.de angefordert werden.

SoVD begrüßt Rückenwind aus Europa

Europarat beschließt Resolution und Bericht zu politischen Rechten von Menschen mit Behinderungen

Der Europarat hat in einer Resolution die politischen Rechte von Menschen mit Behinderungen nachhaltig unterstrichen. Alle Mitgliedsstaaten werden darin aufgefordert, die in der UN-Behindertenrechtskonvention festgelegten Menschenrechtsstandards vollständig umzusetzen und zu gewährleisten. Die Resolution enthält konkrete Handlungsempfehlungen für die Mitgliedsstaaten, um die politische Mitwirkung von Menschen mit Behinderungen zu erhöhen.

Wichtiger Punkt ist unter anderem der Aufruf, das Wahlrecht auch bei einer Betreuung in allen Angelegenheiten zu gewährleisten und Menschen mit Behinderungen durch ein System der unterstützenden Entscheidungsfindung politische Partizipation zu ermöglichen. Hingewiesen wird auch, so die SoVD Sprecherin im Arbeitskreis Inklusion Marianne Stönner, dass das Thema barrierefreie Wahlen sowohl die physische Zugänglichkeit der Wahllokale  und in ganz besonderem Maße auch die Zugänglichkeit von Informationen. Hierzu dient etwa die stärkere Verwendung „Leichter Sprache“.

Die Resolution verpflichtet zu einem inklusiven Wahlrecht im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Eine besondere Forderung ist, die bestehenden pauschalen Wahlrechtsausschlüsse den Wahlgesetzen zu streichen. Menschen im wahlfähigen Alter soll politische Teilhabe und Partizipation durch geeignete Unterstützungsmaßnahmen ermöglicht werden. In Deutschland sind Menschen, für die zur Besorgung aller ihrer Angelegenheiten ein Betreuer bestellt ist, vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen. Während einige Bundesländer diesen Ausschluss in ihren Landeswahlgesetzen bereits ersatzlos gestrichen haben, wird er nach aktueller Gesetzeslage auch im Rahmen der Bundestagswahl 2017 greifen und so die politische Teilhabe von über 81.000 Menschen im wahlfähigen Alter beschränken.

Der Kreisvorsitzende des SoVD, Gerd Groskurt, wies im Zusammenhang mit dem Europäischen Tag der Teilhabe für Menschen mit Behinderungen auf eine  8-Punkte Richtlinie des SoVD für seine eigene Arbeit als Mitgliederorganisation hin. In der Erarbeitung ist mehr als deutlich geworden, dass Barrieren nicht nur für die Erreichbarkeit besondere Hindernisse sind. Sprache, Schrift und die grundsätzliche menschliche Aufgeschlossenheit sind Grundvoraussetzungen zu einer gleichberechtigten modernen Gesellschaft.

Bei all unseren Aktionen sind wir kaum auf totale Ignoranz gestoßen, vielfach treffen wir auf Unbedachtsamkeiten, so der Vorsitzende weiter. Vielleicht können diese 8-Punkte auch in anderen Vereinen neue Überlegungen anstoßen. Der Europäische Tag zur Teilhabe ist nur ein Tag, ganz wichtig ist, dass wir einen Weg einschlagen der über die Zeit, Barriere auf Barriere beiseite räumt. Wir wünschen uns auf diesem Weg viele Erfolge und recht viel Verbündete, schließt der SoVD seine Mitteilung.

5. Mai: Europäischer Tag für Menschen mit Behinderungen

Ausstellung „100 Jahre Ausbildung Blindenführhund – Helfer auf vier Pfoten“

Mit der Wanderausstellung, die vom 05.Mai bis zum 12.05.2017 in der Eingangshalle des Kreishauses zu sehen ist, würdigt der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband die 100 jährige Ausbildung von Blindenführhunden in Deutschland. Die Ausstellung „Helfer auf vier Pfoten“, die vom Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück und dem Regionalverband des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenvereins (DBSV) gezeigt wird, steht im Mittelpunkt des am 05. Mai 2017 stattfindenden Europäischen Tags der Teilhabe für Menschen mit Behinderungen

Marianne Stönner (Sprecherin der AG Inklusion im SoVD) und der stellvertretende Landrat Michael Weßler gingen in ihren Einführungen auf die schon seit Jahrtausend bestehende Partnerschaft von Mensch und Hund ein. Seit ewigen Zeiten werden Hunde zum Schutz des Eigentums und zur Sicherheit ihres Herrn und der Familie eingesetzt. Da Hunde besonders einfühlsame Tiere sind, hat sich eine besondere Beziehung vieler Menschen zum Hund als dem „besten Freund des Menschen“ ergeben. Seit nunmehr über 100 Jahren hat der Mensch den Führhund zum „Hilfsmittel mit Seele“ für seinen Halter gemacht. Ein Führhund bietet Hilfe und Freundschaft und steht seinem Halter rund um die Uhr – ein Leben lang - zur Verfügung.

Schon im ersten Weltkrieg wurden Blindenführhunde an erblindete Soldaten übergeben. Nachdem der erste systematisch ausgebildete Blindenführhund vor rund hundert Jahren vom Deutschen Verein für Sanitätshunde. In den folgenden Jahren profitierten zunehmend auch Zivilblinde von diesen „Helfern auf vier Pfoten“. Die Idee der systematischen und institutionellen Ausbildung von Führhunden führte auch zu Neugründungen von Schulen in anderen Ländern. Weltweit verlassen sich heute blinde und sehbehinderte Menschen auf die Führleistungen ihrer Hunde. Auch die stetig wachsende Technologie kann die Leistung eines Führhundes bestenfalls ergänzen, aber nicht ersetzen. Diese Ausstellung zeigt mit spannenden historischen Fakten die faszinierende Partnerschaft zwischen Mensch und Tier. Sie vermittelt Informationen zur Ausbildung von Blindenführhunden und zeigt, was sehende Bürger  tun können, um dem Team von Hund und Mensch die Arbeit zu erleichtern.

SoVD-Verband muss seine eigene  „Barrierefreiheit“ in seinem Wirkungsfeld überprüfen

Der Kreisvorsitzende des SoVD, Gerd Groskurt, stellte in seinem Beitrag noch einmal den Zusammenhang mit dem Europäischen Tag der Teilhabe für Menschen mit Behinderungen her. Unter anderem habe der SoVD eine 8-Punkte Richtlinie für seine Arbeit beschlossen. In der Erarbeitung ist mehr als deutlich geworden, dass Barrieren nicht nur für die Erreichbarkeit besondere Hindernisse sind. Sprache, Schrift und die grundsätzliche menschliche Aufgeschlossenheit sind Grundvoraussetzungen zu einer gleichberechtigten modernen Gesellschaft. Bei all unseren Aktionen sind wir kaum auf totale Ignoranz gestoßen, vielfach treffen wir Unbedachtsamkeiten, so der Vorsitzende weiter.

Vielleicht können diese 8-Punkte auch in anderen Vereinen neue Überlegungen anstoßen. Der Europäische Tag zur Teilhabe ist nur ein Tag, ganz wichtig ist, dass wir einen Weg einschlagen der über die Zeit, Barriere auf Barriere beiseite räumt. Wir wünschen uns auf diesem Weg viele Erfolge und recht viel Verbündete, schloss der Kreisvorsitzende seinen Beitrag.

Die 8 Punkte zum Herunterladen

Grabstätte soll an Kinder von Zwangsarbeiterinnen erinnern

Für uns heute unvorstellbar, was die Kinder damals erleiden mussten und unter welchen Umständen sie starben. Dennoch gerieten sie nach Ende des Krieges bald in Vergessenheit. Während anderen Opfern mit ihren heute noch existierenden Gräbern ein Zeichen der Erinnerung gesetzt wurde, verschwanden die Gräber der Kinder.Im Herbst 2016 wurden im Archiv des Heger-Friedhofs alte Unterlagen mit Aufzeichnungen zu den Kindern und ihren Gräbern gefunden. Nach weiteren Recherchen in verschiedenen Quellen ist jedes dieser 80 Kinder nun namentlich und mit seinen Lebensdaten bekannt, ebenso die genaue Lage des alten Gräberfeldes.

Um nun einen Ort der Erinnerung zu schaffen und den Familien einen Ort zum Trauern und Gedenken benennen zu können, soll genau dort, wo einst das Gräberfeld war, eine Denkmalanlage gestaltet werden, bestehend aus einem oder zwei Gedenksteinen mit erklärendem Text, den Namen aller verstorbenen Kindern, sowie einer pflanzlichen Rahmengestaltung.

Karteikarten

88 Karteikarten, die korrekt und akribisch geführt erst bei näherer Betrachtung die
schrecklichen Schicksale dokumentieren.

Dieses Projekt mit allen Recherchen und Planungen war bislang weitestgehend eine private Initiative, die mittlerweile von vielen Menschen, Vereinen wie dem Sozialverband Deutschland (SoVD), dem AWO Ortsverband Altstadt-Westerberg-Eversburg-Atter und dem Osnabrücker Servicebetrieb getragen wird.

Über den AWO Ortsverein Altstadt-Westerberg-Eversburg-Atter steht ein Spendenkonto zur Verfügung. Bei Bedarf wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt.

AWO Ortsverein Osnabrück
IBAN: DE12 2659 0025 0308 0331 00
BIC: GENODEF1OSV
Volksbank Osnabrück eG
Verwendungszweck: Gedenkstätte

Peter Ebbrecht von der AWO und Gerd Groskurt vom SoVD sind sich mit allen, die an der Offenlegung mitgewirkt haben einig:
Es ist an der Zeit dieser Grabstätte einen würdigen Gedenkstein zu geben.

Kommentar des Sozialverband Deutschland Region Osnabrück:

Penible Gründlichkeit der Friedhofsverwaltung im sogenannten 3. Reich eröffnet einen schockierenden Blick auf eine Lebenswelt die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Säuglinge und Kinder starben an den Sichtweisen und der Menschenverachtung eines Systems das Rassen, Religionen und Weltanschauungen in Herrschaftsmenschen und Minderwertig einstufte.

Wie brutal muss dieses Denken Menschen verändert haben, dass Grundprinzipien von Menschlichkeit und Mitgefühl schon Kinder und Säuglinge erbarmungslos erreicht hat. Heute und jetzt macht mich dieses Wissen unendlich betroffen.

Und ich sehe mich um, sind solche Verirrungen heute wieder möglich, werden da Anfänge lebendig und finde ich genügend starke und gestandene Mitmenschen die sich solchen Anfängen entgegenstellen?

Gerd Groskurt
Kreisvorsitzender

Ausstellung „Helfer auf vier Pfoten – 100 Jahre Blinden-Führhund-Ausbildung in Deutschland“

Die Ausstellung wartet mit spannenden historischen Fakten zur faszinierenden Partnerschaft zwischen Mensch und Tier auf, vermittelt Informationen zur Ausbildung von Blindenführhunden. Die Ausstellung der Bundesbehindertenvertreterin und des DBSV-Bundesverbands zum Führhund-Jubiläum werden gefördert durch die Aktion Mensch.

Vor diesem Hintergrund eröffnet der Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück und der Regionalverband des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenvereins.(DBSV) im Rahmen des Europäischen Tags der Teilhabe für Menschen mit Behinderungen am 5. Mai 2017 eine Ausstellung, die das Thema: „Helfer auf Vier Pfoten“ in den Mittelpunkt stellt.

Wir laden zu einer Ausstellungseröffnung im Foyer des Kreishauses am
Donnerstag, 04. Mai 2017, 11:00 Uhr
Landkreis Osnabrück, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück

ein.

Blinde und sehbehinderte Menschen können sich Texte und Bildbeschreibungen unter http://4-pfoten-ausstellung.dbsv.org über das persönliche Smartphone vorlesen lassen.

Die Einladung zum Herunterladen.

SoVD-Gäste gratulieren zum runden Geburtstag

Barbara Filip ( Bild v.l.n.r.) feierte ihren 60. Geburtstag. Die besten Wünsche für das weitere Leben überbrachten auch im Namen des SoVD der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, Marianne Stönner und der Ortsverbandsvorsitzende Peter Gromm.

Foto: Carsten Elmer

Besuch auf vier Pfoten in Osnabrücker Heimen

Rund 20 Interessierte, einige gleich mit ihren Hunden, fanden sich zu einem ersten Abstimmungsgespräch zu einem Besuchsprogramm mit ihren Hunden in Osnabrücker Heimen zusammen.

In einer, von den SoVD-Ortsverbänden Wüste, Westerberg, Schinkel, Haste-Dodesheide und Hellern initiierten Aktion besprachen sich die Hundehalter und nahmen schon mal einige Hunde erste Kontakte auf.

Das Motto „Besuch auf vier Pfoten“ hatte in einem Artikel der NOZ viel Aufmerksamkeit erregt, so der SoVD Vorsitzende Gerd Groskurt. „Auf jeden Fall haben wir so viel Interessierte zusammen, dass das Programm starten kann.“

Als erste Interessenten von der Heimseite haben sich die Seniorenzentren Eversburg und Lüstringen gemeldet. Mit den Interessierten will der SoVD jetzt ein Besuchsprogramm besprechen. Dabei geht es darum, eine verlässliche Grundlage zu schaffen, die wir und die Heime, für die diese Aktion ja auch erheblichen Aufwand bedeutet, auch durchhalten können. „Steigern und ausweiten können wir unsere Besuche immer noch“, machte ein Hundehalter die allgemeine Grundstimmung deutlich.

Weitere offene Fragen wurden zur Recherche in das nächste Zusammenkommen, diesmal mit allen Hunden, in das nächste Treffen am 9 Juni, überwiesen. Interessierte weitere Hundehalter, wie auch Heime, können sich zwischenzeitlich telefonisch (0541/4082699) oder per Mail (groskurt(at)gmx.de) melden.

Stiftung Anerkennung und Hilfe hat die Arbeit aufgenommen

SoVD: Seit April sind auch in Niedersachsen Ansprechstellen eingerichtet.

Die Stiftung Anerkennung und Hilfe hat zum 1. Januar 2017 ihre Arbeit aufgenommen. Mit der Stiftung soll ein Hilfesystem für Menschen geschaffen werden, die als Kinder und Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) beziehungsweise von Oktober 1949 bis Oktober 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie untergebracht waren und bei denen heute noch eine Folgewirkung aufgrund des dort erlittenen Leids und Unrechts während der Unterbringung vorliegt.

Die Stiftung sieht neben einer individuellen Anerkennung des Erlebten durch persönliche Gespräche mit den Betroffenen und einer öffentlichen Anerkennung auch eine wissenschaftliche Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse vor. Ferner sollen Betroffene, die heute noch unter Folgewirkungen leiden, eine einmalige pauschale Geldleistung von 9.000 Euro zur selbstbestimmten Verwendung erhalten.

Wer während seiner Unterbringung arbeiten musste, ohne dass dafür (ausreichende) Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden, soll eine einmalige pauschale Rentenersatzleistung erhalten, bei einer Arbeitsdauer von bis zu zwei Jahren in Höhe von 3.000 Euro, bei längerer Arbeitsdauer in Höhe von 5.000 Euro.

Bund und Länder sind sich einig, dass die Unterstützungsleistungen bei Bezug von Sozialleistungen nicht als Einkommen oder Vermögen zu berücksichtigen sind, also werden die Leistungen nicht auf diese angerechnet. Es freut uns sehr, so eine Mitteilung des Sozialverbands Deutschland (SoVD)in der Region Osnabrück, dass die gezahlten Leistungen bei den Betroffenen ohne Abstriche ankommen sollen und damit zur freien Verwendung eingesetzt werden können.“

Um die Unterstützungsleistung zu erhalten, sind folgende Schritte erforderlich:

Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung mit der im jeweiligen Bundesland örtlich zuständigen Anlauf- und Beratungsstelle. In Hannover betreut die Beratungsstelle Andreas Schwieger und Matthias Wehrmeyer. Zu erreichen unter der Telefonnummer 0511 897010 oder per E-Mail: Andreas.schwieger(at)ls.niedersachsen.de . Die regionale Anlauf- und Beratungsstelle in Niedersachsen ist seit dem 1. April 2017 eingerichtet. Der Internetauftritt der Stiftung unter: www.stiftung-anerkennung-hilfe.de ist bereits seit Jahresbeginn online und mit aktuellen Informationen ausgestattet.

Persönliche Beratungsgespräch in der Anlauf- und Beratungsstelle als Form der individuellen Anerkennung, um das Erlebte gemeinsam aufzuarbeiten und das weitere Vorgehen zu besprechen sind möglich . Bei Bedarf können Vertreterinnen bzw. Vertreter oder Betreuerinnen bzw. Betreuer oder sonstige Vertrauenspersonen bei der Anmeldung unterstützen. Auch eine aufsuchende Beratung oder Assistenz durch die Anlauf- und Beratungsstellen ist in begründeten Einzelfällen möglich.

Nach dem Ausfüllen der Anmeldung mit einem kurzen Bericht über die Erlebnisse und die heute noch bestehenden Folgewirkungen (unterstützt durch die Beraterin oder den Berater der Anlauf- und Beratungsstelle) folgt die Prüfung der Zugangsvoraussetzungen durch die Anlauf- und Beratungsstelle. Sind die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, wird die ausgefüllte Anmeldung an die Geschäftsstelle der Stiftung weitergeleitet. Diese ist beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelt und für die Verwaltung der Stiftung zuständig. Die Geschäftsstelle prüft die Anmeldung auf Schlüssigkeit und zahlt die Leistungen aus. Weitere Informationen hierzu unter www.stiftung-anerkennung-hilfe.de.

 

SoVD–Kurs zur Öffentlichkeitsarbeit

In einem Regionaltreffen des SoVD „Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit“ stellte der Kreisvorstand eine umfangreiche Ausarbeitung zur Thema Pressearbeit zur Diskussion. „Wer draußen den Eindruck gewonnen hat, der SoVD sei kurz vor seinem 100-jährigen Geburtstag etwas in die Jahre gekommen“, sollte bei dieser Tagung dabei gewesen sein, so der Osnabrücker SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, in einer Mitteilung zusammenfassend.

Das sich Veränderungen nicht nur durch „gut gemeinte Aufrufe“ entwickeln lassen, gab dem Zusammentreffen einen informativen Rahmen, neue Ideen und Vorschläge für die Öffentlichkeitsarbeit in der Praxis.

Im nächsten Schritt sollen jetzt nach entsprechenden Vorgaben praktische Arbeitsaufträge zuhause am Computer erledigt werden. Die eingereichten Arbeiten werden dann mit sachkundigen Anmerkungen und Hinweisen zurückgeschickt. Der Vorteil ist, dass jeder sein eigenes Tempo einschlagen kann und auch Menschen, die Einschränkungen in der Mobilität haben, ohne Probleme diesen Kurs mitmachen können.

Noch ist Zeit sich anzumelden, eine sechsseitige Arbeitsunterlage und eine grobe Arbeitsplanung werden an Interessierte bei Anmeldung sofort weitergeleitet. Als Endpunkt ist ein Tagesseminar mit dem SoVD-Landespressesprecher Matthias Büschking im November vereinbart, der diese Aktion entsprechend abschließt. Interessierte werden gebeten sich per E-Mail unter: groskurt(at)gmx.de  zu melden.

SoVD-Gesprächstermin: Besuch auf vier Pfoten

Die Resonanz auf den Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung auf die Aktion des SoVD in Osnabrück mit: Hunden Besuche in Heimen und Einrichtungen durchzuführen, war überaus positiv. Über 20 Hundehalter haben sich für einen ersten Gesprächstermin am Freitag, 21. April 2017, 17:30 Uhr, im Vereinshaus der Kleingartenanlage Deutschen Scholle Osnabrück, Limberger Straße 71 interessiert. Die Fortsetzung der - von den städtischen SoVD-Ortsverbänden gemeinsam entwickelten Initiative – soll Thema einer ersten Gesprächsrunde sein.

„Klar ist“, so der Initiator Gerd Groskurt, „wir müssen uns selber über Zeiten, Gruppenzusammenstellungen und weitere wichtige Fragen austauschen. Wir wollen nicht großartig anfangen und kläglich enden“, steht für den SoVD fest. Natürlich, so Gerd Groskurt, kann zu diesem ersten Gespräch auch der Vierbeiner mitgebracht werden. Es wird allerdings viel zu besprechen geben und vor den eigentlichen Besuchen müssen wir die Gruppenzusammenstellungen mit den Vierbeinern sowieso noch auf der Hundewiese austesten. Natürlich bleibt die Möglichkeit, sich jetzt noch anzuschließen grundsätzlich weiter bestehen. Interessierte werden um eine kurze Anmeldung (Tel.: OS 40 82 699) gebeten.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

SoVD plant Lehrgang für den Umgang mit den Medien

Der Sozialverband Deutschland will den Umgang mit den Medien verbessern. Auf der nächsten Sitzung des Arbeitskreises Öffentlichkeitsarbeit am 10. April 2017, 17:30 Uhr im Landgasthaus Kortlüke (Vehrte) soll ein entsprechendes Projekt beschlossen werden.

Unsere Vorstellungen, so der SoVD, wendet sich nicht nur an aktive Verbandsfunktionäre, es soll auch interessierte Mitglieder ansprechen. Nach der ersten Präsentation am 10. April - für die eine umfangreiche Grundlage erarbeitet wurde - sollen Ankündigungen, Meldungen und Berichte etc. nach Vorgaben, zuhause in Ruhe und im eigenen Tempo erarbeitet, vorgelegt und mit Anregungen versehen, zurückgegeben werden. Dieses ist auch eine ganz besondere Einladung an Menschen, die nicht übermäßig mobil sind, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Den Abschluss dieses Projektes soll dann ein Tagesseminar mit dem SoVD-Landespressesprecher im Spätherbst des Jahres sein. Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse: groskurt(at)gmx.de, melden. Über die Anmeldung werden zur Vorbereitung auch die Arbeitsunterlagen verschickt.

Material zum Download:

Einladung zum Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit

Pressearbeit im SoVD | Handreichung des SoVD Region Osnabrücker-Land

Ablaufplanung SoVD Pressearbeit in einen Fernlehrgang eingebunden

SoVD begrüßt neue Mitglieder

Gerd Groskurt: Sich jetzt kümmern, die „Aufschieberitis“ macht einsam

In zwei regionalen „Kennlern-Treffen“ hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) seine neuen Mitglieder eingeladen.  Es ging im Wesentlichen darum den Verband mit seinen Aufgaben und Zielen vorzustellen. Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt umriss mit einem Einführungsvortrag die Bereiche Beratung in den SoVD Geschäftsstellen in Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle, die gesellschaftspolitischen Anliegen des SoVD und natürlich auch den Bereich der Angebote in den 54 Ortsverbänden.

Die Ortsverbände bleiben das nachbarschaftliche Fundament des SoVD, so der Vorsitzende, aber wir müssen uns auch zu den gesellschaftlich relevanten Fragen - über diese Bereiche hinaus - mit hochkomplizierten Themen auseinandersetzen. In den Beratungsgesprächen stehen zum Beispiel die Themen: Gesundheit, Pflege, Rente, Arbeitslosigkeit und Behinderungen ganz vorne auf der Tagesordnung. Mit dem „Offenen Arbeitskreis Inklusion“ ist ein Thema gesetzt, dem auf Sicht weitere folgen müssen.

Wenn ich Menschen frage was ihnen wichtig ist, bekomme ich drei Antworten: Gesundheit, finanzielles Auskommen und gesellschaftliche Kontakte. „Allerdings erlebe ich auch, so der Vorsitzende wörtlich, „dass die Kluft zwischen Einsicht, Befürchtungen und dem konkreten Verhalten oft sehr weit auseinander liegen. Unser Sozialverband muss Antworten auf diese Fragen geben, in den Beratungsgesprächen, im Einsatz für gesellschaftliche Entwicklungen und mit den Kontaktangeboten und Zusammenkünften vor Ort, schloss der Kreisvorsitzende die Vorstellung der Arbeit im SoVD.

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

SoVD – Aktion zum „Equal Pay Day“ in der Osnabrücker Fußgängerzone

„Glauben sie denn, dass uns die gesellschaftliche Gleichberechtigung und der gleiche Lohn für gleiche Arbeit - quasi aus besserer Einsicht - auf dem Silbertablett serviert werden“, griff die SoVD-Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber einen Gesprächsfaden mit einer Passantin in der Osnabrücker Fußgängerzone auf. Mit einem Transparent, dass Grimms Märchen vom Sterntaler darstellte stellten die SoVD-Aktivistinnen ihre Sicht der Situation drastisch dar. Allerdings endete die Darstellung mit dem etwas abgewandelten Text vieler Märchen: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute.

Frauen verdienen immer noch etwa 21 Prozent weniger Lohn als Männer. Gegen diese Ungleichheit wendete sich eine Aktion vom  Sozialverband Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück. Der 18. März, dem internationalen „Equal Pay Day“ markiert den Zeitraum, den Frauen in Deutschland rechnerisch über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen.

In jeder gesellschaftlich relevanten Rede wird auf das Thema Altersarmut hingewiesen. Unbestritten ist auch, dass Altersarmut „weiblich“ ist. In den Jahren, in denen wir zum „Equal Pay Day (Internationaler Tag der Entgeltgleichheit) auf die Straße gehen, ist noch kein wirkliches Weiterkommen erreicht worden. Nicht einmal im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn sind entscheidende Fortschritte erreicht worden.

Wer angesichts dieser Schieflage gesetzliche Korrekturen überflüssig findet, dem sei von Herzen eines gewünscht: der „Lebensabend einer berufstätigen Mutter in Deutschland“ so eine Formulierung in einem Flugblatt, das der SoVD im Rahmen der Aktion verteilte.

Unsere Forderungen sind klar und deutlich. Wir wollen „Gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit“ so die SoVD-Vertreterinnen. Im Übrigen, so die Frauensprecherin abschließend, teilen fast 80 Prozent der Deutschen den Wunsch nach Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen. Es wird Zeit, dass diesem gesellschaftlichen Wunsch endlich gesetzliche Taten folgen.

Demonstration zum Equal Pay Day

Am Freitag, 17. März 2017 wollen die Frauen im Sozialverband Deutschland (SoVD) auf den Tag der Entgeltgleichheit (18. März 2017) aufmerksam machen.

Treffpunkt ist um 14:00 Uhr vor dem Theater in Osnabrück. Danach wollen die Frauen mit einem Transparent durch die Fußgängerzone bis zum Jürgensort gehen und entsprechende Flugblätter verteilen.

Für einen Kontakt und weitere Informationen steht die SoVD- Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber. ( 05424 / 8601 E-Mail: nauber-hanna(at)osnanet.de) zur Verfügung.

Wir laden herzlich ein.

Hundebesuche in Seniorenheimen?

Sozialverband SoVD plant tierisches Besuchsprogramm in Pflegeheimen

Das könnte in Osnabrück bald möglich sein. Die Osnabrücker SoVD-Ortsverbände: Wüste, Haste-Dodesheide, Schinkel, Westerberg und Hellern in Osnabrück stellten entsprechende Vierbeiner-Besuche zur Diskussion. Dazu informierte jetzt Hunde-Expertin Astrid Laubisch, die der Initiative „Besucher auf vier Pfoten“ aus Hannover angehört. Ihre langjährigen Erfahrungen mit Besuchs-Hunden in Seniorenheimen und Behinderteneinrichtungen gaben wertvolle Anregungen. Eingeladen hatte Gerd Groskurt als Kreisvorsitzender des Sozialverbandes Deutschland (SoVD, früher: Reichsbund), der zusammen mit den SoVD-Ortsverbänden in Osnabrück Ähnliches anregen möchte.

Dass Hunde und andere Tiere positive Wirkung auf Gesundheit und Psyche des Menschen haben, ist lange bewiesen. So arbeiten sie vielerorts als tierische Therapeuten in Seniorenheimen oder Behinderteneinrichtungen. „Für Osnabrück wünschen wir uns auch einen Hundebesuchsdienst“, meinte Groskurt. Es habe schon mal organisierte Besuche mit Vierbeinern gegeben, und sicherlich engagierten sich private Initiativen in einigen Heimen. „Wir möchten nun Seniorenzentren und vor allem mehr Hundehalter zum Mitmachen bewegen.“

In Hannover existiert der Hundebesuchsdienst seit über 15 Jahren. Anfangs sei es noch schwer gewesen, Heime zu finden, die bereit waren, Hunde hereinzulassen. Heute sei das Gegenteil der Fall, berichtete Astrid Laubisch. Mit acht Hunden und drei Heimen gestartet, sei das Interesse stetig gestiegen, sodass heute 35 Menschen mit 48 Hunden aufgeteilt auf 29 Einrichtungen in und um Hannover im Rahmen der Initiative „Besucher auf vier Pfoten“ unter dem Dachverband des Freiwilligenzentrums aktiv sind.

Größte Herausforderung beim Aufbau einer Hundebesuchsgruppe sei es, Teilnehmer langfristig für dieses Ehrenamt zu gewinnen. „Viele Hundehalter gehen mit falschen Vorstellungen heran und springen schnell wieder ab. Neben vielen schönen und rührenden Momenten kann der Umgang mit alten und kranken Menschen auch belasten“, weiß Astrid Laubisch. Deswegen biete ihre Initiative den Mitgliedern regelmäßig Vorträge über typische Krankheitsbilder wie Demenz, mit denen sie beim Besuchsdienst konfrontiert werden. Zudem finden gemeinsame Hunde-Wanderungen statt, bei denen das Sozialverhalten der Tiere beobachtet wird.

„Bei uns müssen die Hunde keinen Eignungstest bestehen. Wir bilden sie auch nicht extra aus. Nach einem Kennenlernen zeigt sich zumeist, ob der Hund geeignet, sprich unaggressiv, wesensstark und gut erzogen ist“, berichtete die Expertin. Wichtig sei, dass das Tier gesund ist und Spaß an seinem Besuchs-Job habe. Für manch einen Hund bedeute der Dienst Stress. Dann solle man ihn nicht dazu zwingen. Im großen Stuhlkreis oder bei individuellen Besuchen auf den Zimmern blühen die Senioren beim Streicheln und Füttern der Hunde regelrecht auf. Im Voraus geplant würde nichts, lebhafte Gespräche ergäben sich im Beisein der Hunde von ganz alleine. Selbst stark erkrankte und sogar im Koma liegende Menschen reagierten positiv auf die Vierbeiner. Sie entspannten sich, ihr Herzschlag reguliere sich, das Schmerzempfinden sinke.

Die beiden SSB-Seniorenzentren Eversburg und Lüstringen bekundeten bei der Infoveranstaltung der SoVD großes Interesse an einem Hundebesuchsprogramm, das an einem abgesprochenen Tag in den Zentren stattfinden könnte. Hundehalter, die gerne mitwirken möchten, können sich bei Gerd Groskurt unter Telefon 05 41/4 08 26 99 oder per E-Mail an groskurt(at)gmx.de melden.
Carolin Hlawatsch

SoVD lädt die „Neuen“ und Interessierte nach Belm ein

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lädt in zwei Versammlungen, die im Jahr 2016 in den SoVD eingetretenen Mitglieder zu einem „Kennlern-Treffen“ ein. Insgesamt - so eine Mitteilung - sind über 700 Mitglieder im Jahr 2016 neu eingetreten. Vor diesem Hintergrund, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt laden wir zu zwei regional aufgeteilten Treffen ein.

Für den Bereich Altkreis Bersenbrück mit der Stadt Bramsche und dem Altkreis Wittlage wird dieses Treffen am Donnerstag, 23 März, 17:30 Uhr im Landgasthaus Kortlüke, in Belm - Vehrte, Venner Str. 5 sein.

Dabei soll nicht nur der Sozialverband mit seinen Aufgaben kurz vorgestellt werden, sondern auch Geselliges in das Programm einfließen. Im Übrigen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, auch für Interessierte eine Möglichkeit, mal einen Blick ins „Innenleben“ des SoVD zu werfen. Allerdings müssen wir wegen der organisatorischen Vorbereitungen um eine Anmeldung in den SoVD-Büros: Bohmte 05471/555 oder in Bersenbrück 05439/904310 bitten.Als weitere Möglichkeit ist eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse info(at)sovd-osnabruecker-lnad.de möglich.

Klick: Die Einladung zum Dowload

SoVD lädt die „Neuen“ und Interessierte nach Hasbergen ein

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) lädt in zwei Versammlungen die im Jahr 2016 in den SoVD eingetretenen Mitglieder zu einem „Kennlern-Treffen“ ein. Insgesamt - so eine Mitteilung - sind über 700 Mitglieder im Jahr 2016 neu eingetreten.

Vor diesem Hintergrund, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt laden wir zu zwei regional aufgeteilten Treffen ein.

Für den Bereich Altkreis Osnabrück mit der Stadt Osnabrück dem Altkreis Melle wird dieses Treffen am Freitag, 31 März, 17:30 Uhr im Gasthaus Thies, in Hasbergen – Gaste, Rheiner Landstraße 16 sein.

Dabei soll nicht nur der Sozialverband mit seinen Aufgaben kurz vorgestellt werden, sondern auch Geselliges in das Programm einfließen. Im Übrigen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, ist das auch für Interessierte eine Möglichkeit, mal einen Blick ins „Innenleben“ des SoVD zu werfen. Allerdings müssen wir wegen der organisatorischen Vorbereitungen um eine Anmeldung in den SoVD-Büros: Osnabrück 0541/ 350 540 oder in Melle 05422/ 54 62 bitten. Als weitere Möglichkeit ist eine Anmeldung unter der E-Mail-Adresse info(at)sovd-osnabruecker-land.de möglich.

Klick: Die Einladung zum Download

Sozialwahlen 2017

Bestimmt werden in dieser Wahl Vertreter für die Gremien der Sozialversicherungsorganisationen, Kranken-, Sozial und Rentenversicherungsträger.

Die Sozialwahl findet alle sechs Jahre als Briefwahl statt. Die gewählten Vertreter haben die wichtige Aufgabe, die Kasse strategisch gut aufzustellen und zu kontrollieren. Ganz konkret profitieren Versicherte von zusätzlichen Leistungen, die der Verwaltungsrat beschließt, zudem können sie sich an die Widerspruchsausschüsse des Gremiums wenden. Es lohnt sich also, die eigene Stimme zu nutzen, so der SoVD.

Wahltag für die Sozialwahl ist der 31. Mai 2017. Bis zu diesem Tag müssen die Stimmzettel mit einem beiliegenden Umschlag an die entsprechende Sozialversicherungsorganisation zurückgeschickt werden. Bis zum 18. Mai können blinde und sehbehinderte Menschen einen Antrag auf Übersendung einer Stimmzettelschablone stellen.

In der Wahlaufforderung werden neben dem eigentlichen Stimmzettel auch die Bewerbergruppen vorgestellt. Viele werden ihre Internet-Adresse angeben und da kann es schon mal Sinn machen, sich detaillierter über Bewerber zu informieren.

Bisher stand die Wahlbeteiligung in keinem Verhältnis zur Bedeutung dieser Wahlen. Das ist insoweit problematisch, weil mit geringer Wahlbeteiligung auch die Legimitation dieser Gremien infrage gestellt ist.

Also der runde Behälter neben ihrem Schreibtisch ist nicht die Wahlurne. Sie sollten mit ihrem Wahlrecht sorgsamer umgehen.

Den Stand der Dinge bewerten

SoVD hält dem „Zeitgeist“ zum Internationalen Frauentag einen Spiegel vor

Was ursprünglich mit dem Protest für das Frauenwahlrecht begann, hat sich in Jahrzehnten zum Aktionstag für die Rechte der Frauen gewandelt, so die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber vom Sozialverband Deutschland (SoVD). In Zeiten der Gleichstellungsbeauftragten, Frauenquoten und dem Elterngeld sogar für Väter scheint vieles an Ungleichbehandlungen in die „Mottenkiste der Geschichte“ zu gehören.

Wer redet noch über das Recht auf Bildung, die Geschäftsfähigkeit von verheirateten Frauen. Sie macht heute problemlos Abitur, kann Ingenieurin oder Geschäftsführerin eines Unternehmens werden. Ihre Karriere ist nicht vorbei, wenn sie Kinder bekommt und finanzielle Abhängigkeit vom Mann sind Geschichten aus den Verirrungen des letzten Jahrhunderts.

Natürlich ist der aufgeklärte Zeitgeist für Chancengleichheit und Gleichberechtigung, so die Referentin in einem Frauengesprächskreis. In der Theorie ist tatsächlich mehr erreicht worden als das, wofür Frauen über die Jahrzehnte am Frauentag demonstriert haben. „Mir ist das deshalb so wichtig festzustellen, weil manchmal so getan wird als hätte man uns diese Rechte quasi aus besserer Einsicht auf einem Silbertablett serviert“ so Hanna Nauber wörtlich.

Dieser Tag ist auch dazu geeignet dem „sogenannten Zeitgeist“ einen Spiegel vorzuhalten. Noch immer verdienen viele Frauen schlechter als Männer. Noch immer nehmen viele Frauen den Großteil der Elternzeit, weil der Arbeitgeber Vätern die Möglichkeit dazu einschränkt. Noch immer müssen Frauen sich zwischen Kind und Karriere entscheiden, weil es zu wenig Plätze für eine Ganztagsbetreuung gibt. Noch immer werden auch aus diesem Grund in wichtigen Positionen Männer bevorzugt eingestellt. Noch immer wird uns bescheinigt, so in der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 20. Februar, dass Frauen in Deutschland am wenigsten zum Haushaltseinkommen beitragen Damit sind wir das Schlusslicht mit der roten Laterne in einer OECD-Studie.

Bei allen Entwicklungsprozessen bleibt es notwendig, ab und zu den Stand der Dinge zu bewerten. Nur so zeigt sich, was erreicht wurde und was noch erreicht werden muss. Als führende Industrienation Europas, geben wir die rote Laterne gerne ab, so die Kreisfrauenbeauftragte Hanna Nauber (Bild rechts) mit der Frauensprecherin des Ortsverbands Wüste auf einem Frauentreffen der Stadt Osnabrück.

Dank an unsere Beratungspersonal

Beratung ist ein vertrauliches Geschäft und braucht ein hohes Maß an Lebenserfahrung und mitmenschlicher Qualifikation. Wenn persönliche Dinge wie schwere Krankheiten, Behinderung, Trauerfälle in der Familie, Pflegebedürftigkeit etc. auf den Tisch kommen, bedarf es nicht nur kompetenter Qualifikation, sondern auch Einfühlungsvermögen. Dafür sprechen wir unseren Mitarbeitern unseren herzlichen Dank aus.

Dass unsere Mitglieder in guten Händen sind, lässt der SoVD in regelmäßigen Abständen durch Gutachten und Untersuchungen prüfen. Die Erhöhung und die Auseinandersetzung um einen Pflegegrad macht für die Betroffenen viel aus. Letztlich entscheidet sich damit manchmal, ob ich mir einen ambulanten Hilfsdienst leisten kann. Davon hängt dann auch ab, ob ich weiter in meinen eigenen vier Wänden wohnen bleiben kann.

2.600 Verfahren sind im Jahr 2016 abgewickelt worden. Die rasant steigenden Zahlen freuen uns einerseits, andererseits sind sie auch ein Anzeichen, dass es immer schwerer und komplizierter wird gegen Behörden, Verwaltungen und Organisationen sein gutes Recht durchzusetzen.

Dringender gesellschaftspolitischer Nachholbedarf

SoVD Frauen: Abgerechnet wird zum Schluss

Laut einer OECD-Studie tragen die deutschen Frauen im europäischen Vergleich am wenigsten zum häuslichen Einkommen bei, so der Sozialverband Deutschland in einem Einladungsschreiben zu Mittwoch, 8. März 2017, 15:30 Uhr im Café „Erste Sahne“, Bramstr.31. Die Politik muss mehr tun, so die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber um Müttern und Vätern dabei zu helfen, umfänglich erwerbstätig zu sein und trotzdem Zeit für die Kinder und Partnerschaft zu haben. Abgerechnet wird zum Schluss, wenn die Kinder groß sind und der Partner bisweilen anderswo, so Hanna Nauber zusammenfassend. Der internationale Frauentag, so die Organisatorin Karin Werner, bietet eine gute Gelegenheit dieses Thema zu besprechen. Der SoVD bittet aus organisatorischen Gründen um eine Anmeldung bei Karin Werner, Tel.: Osnabrück 12 73 72.

Das ausgerechnet Deutschland die rote Laterne in der OECD Studie einnimmt kann erbarmungslose Folgen für die Frauen haben, so der SoVD in einer Presseankündigung.

SoVD in der Region: Fenster und Türen auf

Ausstellung: Blindenführhunde wird im Mai präsentiert

Der offene Arbeitskreis Inklusion des Sozialverbands Deutschland (SoVD) legte neben inhaltlichen Gesprächen auch die Durchführung einer Aktion am 4. Mai 2017 fest. Einen Tag vor dem 5. Mai, dem europaweit ausgerufenen Gedenktag der Menschen mit Behinderungen, wollen der SoVD und der Blinden- und Sehbehindertenverein in der Region Osnabrück zusammen eine Ausstellung  zur 100-jährigen Ausbildung und ersten Übergaben von Blindenführhunden präsentieren.

Die Umfangreiche Messepräsentation aus der Bundesbehindertenzentrale in Berlin steht uns zur Verfügung und mit dem Foyer des Kreishauses am Schölerberg, ist auch ein passender Ort gefunden worden, so die Arbeitskreissprecherin Marianne Stönner (Melle) in ihrem Bericht vor dem Arbeitskreis. Immer wieder, so die Sprecherin weiter, werden wir im Zusammenhang mit dieser Ausstellung auf das Thema Assistenzhunde angesprochen. Wenn sich da ein Kontakt ergäbe, würden wir das gerne einbeziehen, so der SoVD.

Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt warb in einem Beitrag für eine verstärkte inhaltliche Ausrichtung und stellte die Arbeit des offenen Arbeitskreises als einen gelungenen Anfang heraus.

Bei der Durchsicht des jetzt vorgestellten „Zweiten Teilhabeberichtes der Bundesregierung“ ist mir ganz besonders das  Kapitelthema „Gefühl fehlender Gesellschaft“ aufgefallen. Dazu gehört Ausgeschlossen sein, aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dazu zu gehören, und das Thema Einsamkeit, generell. „Da sollte es uns nicht trösten, dass wir das auf dem Lande in den Dörfern und kleinen Orten vielleicht noch nicht so dramatisch spüren, wie in den Ballungszentren“, so der Kreisvorsitzende wörtlich. Wenn wir denn unseren Auftrag als Sozialverband ernst nehmen wollen, müssen im SoVD alle Türen und Fenster weit offen stehen, zum Teilnehmen, zum Mitwirken und zum Wohlfühlen. Und genau da, ist unser Fundament für eine offene Arbeit in der großen SoVD-Familie, wo wir Nachbarn und Mitbewohner sind, so der Vorsitzende abschließend.

SoVD Landesausschuss Soziales tagte

Eine umfangreiche Tagesordnung bearbeitete der „Arbeitskreis Sozialpolitik“ im Raum der SoVD Landeszentrale in Hannover. Einem vielschichtigen Teil unterschiedlichster Vorhaben und deren Beratung schloss sich im Nachmittagsteil der Sitzung das Thema Altersarmut an. Unter dem Arbeitsthema „Lieber nicht arm dran“ stellte der Pressereferent der Bundesorganisation Eckpunkte und weitere Entwicklungsmöglichkeiten der Kampagne des SoVD vor.

Die vielen Faktoren die zwangsläufig in die Bereiche der Altersarmut führen sind hinlänglich bekannt, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt in einem Redebeitrag. Allein die fast 15 Jahre dauernde Diskussion um den Mindestlohn zeigt, wie schwer wir uns tun, aus diesen Erkenntnissen auch die nötigen Schlussfolgerungen politisch umzusetzen.

Mit einem anderen Punkt griff Hans Werner Jungholt aus dem Landkreis Osnabrück Facetten verschwiegener Armut auf. „Für alte Arme sei entscheidend, ob sie Ersparnisse haben dürfen oder erst alles aufbrauchen müssen, bevor sie hilfeberechtigt werden. Das Schonvermögen sei aktuell auf 5.000 Euro angehoben worden, aber wirklich großzügig sei das nicht. Auch heute noch verzichten viele Mini-Rentner aus Scham oder Unwissenheit auf ergänzende Hilfe. „Man ist erstaunt, auf welche Fehlinformationen man in den Zusammenkünften der SoVD Ortsverbände trifft“, so Hans Werner Jungholt wörtlich.

Für den Sozialverband Deutschland wird das ein kommendes Thema werden, waren sich die Osnabrücker-Vertreter nach der Arbeitskreissitzung einig.

Anzeige Februar 2017

Recht haben ist eine Sache, Gerechtigkeit bekommen ist SoVD

Der Kreisvorstand des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück nahm in der ersten Sitzung zum Jahresbeginn 2017 die Ergebnisse der Arbeit in den SoVD-Beratungsbüros: Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle zur Kenntnis.

Insgesamt so eine Auswertung, die auch über ein Flugblatt angefordert werden können, sind in den Beratungsstellen 2.634 Verfahren angelegt worden. Im letzten Jahr sei die Durchsetzung bei Behörden, Kassen, Institutionen und Verbänden mit einer deutlichen Erhöhung von Widerspruchs- und Klageverfahren verbunden gewesen, so der Kreisgeschäftsführer Carsten Elmer in seiner Präsentation. Allein bei den Sozialgerichten sei es zu 69 mündlichen Verhandlungen gekommen.

Natürlich, so die Bewertung des Kreisvorstands, sehen wir mit Genugtuung, dass wir in unserem Beratungsgeschäft, in Osnabrück und den Außenstellen Bersenbrück, Bohmte und Melle als kompetenter Ansprechpartner „angenommen“ werden. Auf der anderen Seite wird auch deutlich, dass vielen Menschen erst mit Unterstützung unserer Mitarbeiter/innen ihre berechtigten Forderungen durchsetzen konnten.

Grimms Märchen vom Sterntaler und die Gerechtigkeit

SoVD-Frauenbeauftragte Hanna Nauber: Entgeltgleichheit ist unser Thema

Der Unterschied zwischen dem Entgelt von Frauen und Männern liegt in Deutschland immer noch bei 21 Prozent. Diese Ungerechtigkeit muss ein Ende haben, fordern die SoVD Frauenbeauftragten aus der Region Osnabrück. In einer vorbereitenden Sitzung wies die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber auf den nicht akzeptierbaren Lohnunterschied hin. Besonders verärgert sind die SoVD-Frauen nach dem „Gezerre“ um das Lohngerechtigkeitsgesetz. Alle bereits bekannten Schuldzuweisungen - die natürlich immer andere treffen - sind wieder aus den Ecken zusammengesammelt worden. Wir sagen, dieses Gesetz kann nur ein Anfang sein.

In jeder gesellschaftlich relevanten Rede wird auf das Thema Altersarmut hingewiesen. Unbestritten ist auch, dass Altersarmut „weiblich“ ist. In den Jahren, in denen wir zum „Equal Pay Day (Internationaler Tag der Entgeltgleichheit) auf die Straße gehen, ist noch kein wirkliches Weiterkommen erreicht worden. Nicht einmal in der Entwicklungsleiter zu unseren europäischen Nachbarn sind entscheidende Fortschritte erreicht worden. Wer angesichts dieser Schieflage gesetzliche Korrekturen überflüssig findet, dem sei von Herzen eines gewünscht: der „Lebensabend einer berufstätigen Mutter in Deutschland“ so eine Formulierung des SoVD in einem Flugblatt, das am 17. März, einen Tag vor dem Equal Pay Day in der Osnabrücker Fußgängerzone verteilt wird.

Die vom Weltwirtschaftsforum ausgerechnete Gerechtigkeitsfrist, die eine Zeit von 170 Jahren bis zur völligen Gleichberechtigung prognostiziert, hat bei uns das „berühmte Fass zum Überlaufen“ gebracht, so die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber, in einer Mitteilung des SoVD.

Da lag es nahe, für ein Transparent auf die Zeit der Verbreitung von Grimms Märchen um 1847 zurückzugreifen. Zudem so Hanna Nauber, macht das Märchen vom Sterntaler die Situation symbolisch sehr drastisch deutlich. Und der berühmten Schlusssatz: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“, war mit dem Austausch, dann „warten sie noch heute“ gut in das Thema des 10. Equal Pay Day´s einzubeziehen.

Planung und Gestaltung sind Zukunftsfragen

Peter Spiekermann trägt im SoVD Kreisvorstand Ideen und Probleme vor

Die inklusive Gestaltung von Stadtraum und Wohnungen leistet einen bedeutenden Beitrag zur eigenständigen Lebensführung von Menschen mit Behinderungen und älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Auf Einladung der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Verena Bentele, nahm mit Peter Spiekermann auch ein Vertreter des Sozialverbands Deutschland (SoVD) aus der Region Osnabrück an der „Nordkonferenz“ teil.

Unter der Überschrift »Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung« stellten Architekten und Stadtplaner neue, interdisziplinäre und intelligente Planungsansätze auf. Im Zentrum stand die Frage, wie unsere gebaute Umwelt zu einer Gesellschaft beitragen kann, in der niemand aufgrund körperlicher oder geistiger Beeinträchtigungen ausgegrenzt wird. „Gut gestaltete und geplante Architektur ermögliche eine bessere Teilhabe aller Menschen. „Inklusion und Gestaltung sind kein Widerspruch, sondern im besten Fall eine Bedingung.“ Zitierte Spiekermann einen Eingangssatz des Niedersächsischen Kammerpräsidenten Schneider, vor dem SoVD Kreisvorstand.

Lösungen in und für die Planung und Baudurchführung zu finden, heißt auch immer ganz unterschiedliche Nutzeranforderungen einzubeziehen, führte der Referent weiter mit einigen Beispielen aus. Angekommen sei bei den Fachleuten - und hoffentlich auch bei den „Entscheider“ - Barrierefreiheit und inklusive Planung sind „Zukunftsfragen“ für die Gesellschaft und den politischen Entscheidungsbereich.

Auf der Veranstaltung im Alten Rathaus von Hannover wurden zudem gebaute Beispiele gezeigt. Inklusive Wohnanlagen, oder auch der umgestaltete historische Plätze. Planungsentwicklungen und Problemlösungen stellten einen Fragenkatalog zur Diskussion der bis zur Einbeziehung höherer Kostenentwicklungen ging, so Peter Spiekermann in seinem Bericht.

Im SoVD Kreisvorstand stellte der Vorsitzende Gerd Groskurt nach dem Vortrag zusammenfassend fest: wir sind uns alle einig, dass Inklusion eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die nur im Zusammenspiel aller Akteure und der Akzeptanz der Menschen gelingen kann. Es geht nicht allein um die Betroffenen, sondern um alle Menschen und die Perspektiven einer modernen Gesellschaft. Die Sprecherin des SoVD-Arbeitskreises Inklusion, Marianne Stönner kündigte an, dieses Thema auch auf der nächsten offene AK-Sitzung am 28. Feb. zu bearbeiten.

Kreisvorstand des SoVD berät Haushalt 2017

Obwohl eine relativ große Menge nüchterner Zahlen die Haushaltsdiskussion des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) kennzeichneten, war dieser Hauptberatungspunkt auf der Vorstandssitzung den die Kreisschatzmeisterin Marianne Zahn und ihre Stellvertreterin Brigitte Bamping (im Bild links) vorlegten, von einiger Spannung begleitet. Schließlich wurde über zusätzliche Erläuterungen in der Vorstandssitzung auch deutlich, dass über die Ausgaben- und Einnahmenplanung wesentliche Projekte zukünftiger Vorstandsarbeit zur Diskussion gestellt wurden.

Wie in fast allen Haushalten muss auch der SoVD in der Region Osnabrück mit einem festen Haushaltsbetrag unveränderbarer „fester Kosten“ kalkulieren. Darüber hinaus musste den Interessen der Mitglieder, den Satzungszielen des SoVD und den Aktionen die sich aus erkennbaren gesellschaftlichen Anforderungen für einen Sozialverband wie den SoVD ergeben, in ein finanzielles Gerüst aufgestellt werden.

Ob weitere Entwicklungsmöglichkeiten entstehen, so der Vorsitzende der Finanzkommission und stellvertretende Kreisvorsitzende Günter Eggelmeyer, wird sich auch aus unserer Mitgliederstruktur ergeben. Im Jahr 2016 hat der SoVD sich mit einem Mitgliederplus von ca. 450 neuen Mitgliedern auf die Mitgliederzahl 9.054 (Stand 5.12.2016) entwickelt.

Neue Verwaltungskraft im SoVD-Büro Osnabrück

Mit einem Blumenstrauß begrüßte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt die neu eingestellte Verwaltungskraft Melanie Riesberg in der Verwaltungsstelle Osnabrück. „Wir freuen uns, bei der großen Arbeitsbelastung eine neue Fachkraft in unserem Team zu haben“, so Groskurt.

„Die Nachfrage nach kompetenter Vertretung steigt ständig. Immerhin hat die Beratungstätigkeit in den Büros im Jahr 2016 rund 1.500 Verfahren abgewickelt und damit über 1,5 Millionen Euro für unsere Mitglieder erstritten“, so eine Mitteilung des SoVD-Kreisvorstandes.

Offene SoVD Gruppe Inklusion

Der offene Arbeitskreis Inklusion des SoVD tagt wieder am 28. Februar 16 Uhr in der Kantine der Landkreisverwaltung Am Schölerberg 1. Interessierte sind herzlich willkommen, müssen sich aber aus organisatorischen Gründen telefonisch 05429/1283 oder per E-Mail info(at)m-stoenner.de anmelden.

Wesentliche Punkte, die zur Diskussion gestellt werden sollen, sind eine Ausstellungseröffnung zum Europäischen Tag für Menschen mit Behinderungen, ein Projekt zum Thema Barrierefreiheit sowie Arbeitsansätze und Ergebnisse, die sich aus dem „Zweiten Teilhabebericht der Bundesregierung“ ergeben.

Einladung zum Arbeitskreis Inklusion

Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen 2016

Kommt ein Hund zu Besuch, freut sich der Mensch

Sozialverband Deutschland (SoVD) will ein Besuchsprogramm anregen

Experten kennen seit langem die positive Wirkung, die Tiere auf die menschliche Psyche und Gesundheit haben. Denn die Kommunikation zwischen Mensch und Tier funktioniert wortlos: Alter, Herkunft oder Leistung sind kein Thema, vielmehr geht es um Wärme, Liebe und Akzeptanz, um Treue und Geduld. Dabei sind Hunde durch ihr soziales Verhalten und ihre leicht verständliche Körpersprache besonders geeignete Therapeuten. 

Im Körperkontakt mit Hunden werden Erinnerungen wach, verlieren Zurückweisungen ihren Schrecken, lassen sich Einsamkeit und Schmerz leichter ertragen. Inzwischen ist auch bewiesen, dass Streicheln Stress und Angst mindert. Dabei spielen Rasse und Größe des vierbeinigen Besuchers per se keine Rolle, „nur unaggressiv, wesensstark und gut erzogen muss er sein.

In Osnabrück, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, hat es schon mal organisierte Besuche mit Vierbeinern gegeben, wahrscheinlich gibt es durch private Initiativen auch schon jetzt abgestimmte Besuche mit Heimen. Es geht also darum weitere Hundebesitzer/innen zu begeistern, oder Heime auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Die SoVD Ortsverbände in der Stadt Osnabrück planen vor diesem Hintergrund einen Gesprächsnachmittag für Interessierte am 10. März. Gesprächspartnerin wird Astrid Laubisch aus Hannover sein, die dort eine Initiative „Besucher auf vier Pfoten“ leitet. Im Mittelpunkt sollen praktische Fragen und Hinweise stehen. Interessierte sind herzlich willkommen. Einladungen können telefonisch unter 4082699 oder per E-Mail unter: „groskurt(at)gmx.de“ angefordert werden.

Wir sollten uns erinnern

SoVD Osnabrücker-Land gedenkt der Opfer der „Euthanasie“-Morde

Es ist ein wichtiges Zeichen, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dass in diesem Jahr die Morde der sogenannten „Euthanasie“ in der Zeit des Nationalsozialismus in den Mittelpunkt gestellt wurden. Wenn wir begreifen, dass Menschen ermordet wurden, weil sie angeblich wertlos waren, wird überdeutlich, was aus einer Gesellschaft wird, wenn sie die Menschenwürde mit Füßen tritt.

260.000 Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus wegen ihrer Behinderung ermordet, 400.000 weitere wurden zwangssterilisiert. Die Gräueltaten über den heutigen Tag wach zu halten ist auch eine Aufgabe der Sozialverbands Deutschland. Es ist notwendig, den Opfern einen Namen zu geben, eine Identität, und ihre Geschichten öffentlich zu erzählen. Das Erinnern ist wichtig für eine Welt, in der Menschenwürde und das Recht zum Anderssein unsere Leitwerte sind und bleiben sollen.

Am Mahnmal, an der früheren Landeskrankenanstalt am Gertrudenberg in Osnabrück legte der SoVD- Kreisverband in Erinnerung an die Umgekommenen und Verschleppten einen Blumenstrauß nieder.

Teilhabebericht der Bundesregierung zeigt langen Weg

Das Kapitel. „Gefühl fehlender Gesellschaft“ muss auf die SoVD-Agenda

Der zweite Teilhabebericht der Bundesregierung zur Situation von Menschen mit Behinderungen in der Bundesrepublik Deutschland zeigt, dass es immer noch gravierende Einschränkungen für Menschen mit Beeinträchtigungen gibt. Das Bundeskabinett hat aktuell einen neuen Bericht vorgelegt der die Entwicklung von 2005 bis 2014 zusammenfasst.

Wer sich in der Wirklichkeit umschaut, so die SoVD Arbeitskreisvorsitzende Marianne Stönner, den überrascht es nicht, dass in vielen Bereichen der Teilhabe noch lange Wege vor uns liegen. Auch die Erkenntnis des Berichts, dass mit dem Ausmaß der Stärke der Beeinträchtigungen und auch im zunehmenden Alter die Teilhabechancen immer geringer werden, überrascht nicht wirklich. Die Daten des Berichts zeigen, dass die Zahl der Menschen mit Beeinträchtigungen von 11 Millionen 2005 auf fast 13 Millionen im Jahr 2013 gestiegen sind. Ein Zuwachs um 16 Prozent.

Die Entwicklungen die in vielen Phasen noch im Anfang stecken, sind deutlich stärker in die politische Diskussion gekommen. Mit Blick auf das Wahljahr 2017 fordert der Sozialverband Deutschland in der Region Osnabrück: „Der Teilhabebericht zeigt, dass Menschen mit Behinderungen sich ebenso für Politik interessieren wie alle anderen Menschen in Deutschland. Alle Barrieren, die sie an ihrer Beteiligung hindern, müssen abgebaut werden, bauliche ebenso wie die durch eine komplizierte Sprache.

Arbeiten, Wohnen und Bildung, werden sicher zu intensiveren Themen einer Teilhabeentwicklung werden. Unseren Verband muss besonders das Kapitelthema „Gefühl fehlender Gesellschaft“ aufgreifen. Auf dem nächsten Treffen des offenen „Arbeitskreises Inklusion“, am 28. Feb. müssen wir dazu Schritte und Berührungspunkte für unsere Verbandsarbeit diskutieren, kündigte die SoVD-Sprecherin an, die in diesem Zusammenhang nochmal Interessierte und Betroffene zur Mitarbeit aufruft.

Zur Information:

Der Teilhabebericht wird alle vier Jahre erstellt. Die Berichterstellung ist im Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (§ 66 SGB IX) und Artikel 31 des Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) festgelegt. Ein Beirat mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und von Verbänden der Menschen mit Beeinträchtigungen begleitete das Verfahren.

Klick | Der Teilhabebericht zum Download

Ingrid Junker soll für den Seniorenbeirat der Stadt Osnabrück kandidieren

Der Kreisvorstand des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück hat Ingrid Junker gebeten, sich für eine Kandidatur zum Seniorenbeirat der Stadt Osnabrück auf der Vertreterversammlung am 13 Januar 2017 zur Verfügung zu stellen.

Der SoVD ehemals „Reichsbund“ ist eine 100-jährige Organisation die sich neben den konkreten Beratungen und Hilfen für ihre Mitglieder besonders für ein interessantes Vereinsleben und der Entwicklung gesellschaftspolitischer Entwicklungen einsetzt. Unser Regionalverband umfasst den Landkreis und die Stadt Osnabrück mit etwas mehr als 9. 000 Mitglieder. In der Stadt Osnabrück sind das rund 3.500 Mitglieder von denen ca. 60 Prozent im Seniorenalter sind

Zu unseren gesellschaftspolitischen Themen gehören besonders gesundheitspolitische Themenstellungen und der Bereich der Pflegeversorgung. Eine herausragende Position nimmt auch das Thema „Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen“ ein. Im Kreisvorstand hat sich Ingrid Junker, neben dem Aufgabenbereich als stellv. Frauensprecherin ganz besonders dem Thema Formularunwesen verschrieben. In jedem Monat veröffentlicht sie auf der Internetpräsenz des SoVD ein Beispiel für erschreckende Vorgänge oder vollkommen unbedachte Erklärungen von Firmen und Verwaltungen.

Der SoVD gliedert sich in Osnabrück in mehrere Ortsverbände. Als Vorsitzende im OV Westerberg sind Themen vor dem Hintergrund persönlicher Betroffenheit, aber auch Hinweise aus unseren Beratungsgesprächen im Büro am Goethering ständiges Thema. Diese Erfahrungen und Hinweise kann sie in die Beratungen des Seniorenbeirats mit einbringen. Zusätzlich ist es im besonderen Interesse des SoVD über die Möglichkeiten in unserer Verbandsstruktur hinaus, Informationen und Anregungen aus dem Seniorenbeirat in seine Überlegungen einzubeziehen bzw. Vorschläge aus den Überlegungen unseres örtlichen Verbandes in die Beratungen einzubringen.

Schlichtungsstelle mindert Hemmschwellen

Behindertengleichstellungsgesetz eröffnet neue Möglichkeiten

Mit dem neuen Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) ist als wesentliche Forderung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) eine Schlichtungsstelle eingerichtet worden, teilt die SoVD Arbeitskreissprecherin-Inklusion, Marianne Stönner mit.

Ab sofort können sich Menschen mit Behinderungen an die unabhängige Schlichtungsstelle wenden, wenn sie sich in ihren Rechten nach dem Behindertengleichstellungsgesetz verletzt fühlen. Damit ist eine außergerichtliche und rasche Streitbeilegung für Menschen mit Behinderungen möglich.

Mit der Schlichtungsstelle ist erstmals eine Anlaufstelle für Verbände und Einzelpersonen geschaffen, um Diskriminierungen zu beseitigen. Die Schlichtungsstelle ist ein konkretes Angebot, mit dem die Beteiligten an einen Tisch gebracht werden und mit professioneller Unterstützung einvernehmliche und manchmal auch ganz pragmatische Lösungen finden können. Auch Verbände, die nach dem Behindertengleichstellungsgesetz anerkannt sind, können dieses Angebot nutzen. Durch das Schlichtungsverfahren, das zugleich Voraussetzung für die spätere Durchführung des Verbandsklageverfahrens ist, sind nun einige Hemmschwellen weggefallen.

Das Schlichtungsverfahren bietet viele weitere Vorteile im Vergleich mit einem gerichtlichen Prozess. Das Angebot der Schlichtung ist risiko- und kostenfrei. Notwendige Reisekosten werden auf Antrag erstattet. Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer, vielmehr geht es um das gemeinsame Erarbeiten einvernehmlicher Lösungen. Die Einzelheiten des Verfahrens sind in der Verordnung über die Schlichtungsstelle nach § 16 des BGG geregelt.

Die Internetseite der Schlichtungsstelle, so wurde dem Osnabrücker SoVD-Arbeitskreis auf Nachfrage mitgeteilt – befindet sich derzeit noch im Aufbau, sie wird voraussichtlich ab Jan. 2017 aufrufbar sein. Die „Schlichtungsstelle BGG, Mauerstraße 53, 10117 Berlin“ ist per E-Mail unter: info(at)schlichtungsstelle-bbg.de zu erreichen. Telefonisch kann (Montag bis Freitag) in der Zeit von 9 – 12 Uhr unter der Nummer: 030-185 27 28 05 Kontakt aufgenommen werden.

Eine menschengerechte Zukunft, keine zukunftsgerechten Menschen! - Beispiel Dezember

Bereich Schilder

Wir fragen Sie, nicht den Arzt oder Apotheker!!!

Sozialverband Deutschland: Wer will sich an der Layout Auswahl beteiligen

Erstmalig wird in Niedersachsen der Sozialverband Deutschland in der Region Osnabrück einen Werbeprospekt mit örtlichen Bildmaterial drucken lassen. Jetzt hat die Grafikerin zwei Entwürfe als Vorschlag für die erste Seite vorgelegt.

Einmal (Bild 1 ist darauf die SoVD Kampagne zur Kommunalwahl mit der Aufhängung des „Sozialen Netzes“ abgebildet. Der SoVD hatte mit großen Hinweisschildern die für ihn wichtigsten Themen in das Netz verknüpft.

Aktion zum „Europäischen Tag der Teilhabe“ (Bild 2) im Landesgehörlosenzentrum Osnabrück. Das Bild zeigt zwei Helferinnen, die Teile der Luftballone für die rund 500 Kinder zu einem gemeinsamen Aufstieg festhalten.

Jetzt geht es darum für die Werbeaktion die richtige Titelseite auszusuchen, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Interessierte die sich an der Layout-Auswahl beteiligen wollen können sich mit einer E-Mail und der Angabe „Bild1“ oder „Bild 2“ an groskurt(at)gmx.de beteiligen.

10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention

Marianne Stönner: Dem Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verpflichtet

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist die besondere Bedeutung und eine Leitlinie für die Politik mit und für Menschen mit Behinderungen vertraglich geregelt worden, so die Vertreterin des Arbeitskreises „Inklusion“ im der SoVD Osnabrücker Land, Marianne Stönner.

Als erster internationaler Vertrag konkretisiert die UN-BRK universelle Menschenrechte für Menschen mit Behinderungen weltweit. Länder, die, wie etwa Deutschland 2009, die UN-BRK ratifiziert haben, erkennen die Behindertenrechtskonvention damit für sich als verbindlich an.

Im Jahr 2015 hat der Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen erstmals die Umsetzung der UN-BRK in Deutschland überprüft. Ergebnis des ersten Staatenprüfverfahrens waren positive Punkte wie beispielsweise die Anerkennung der Gebärdensprache als offizielle Sprache. Deutschland wurden aber auch über 60 Empfehlungen mit auf den Weg gegeben. Es ist viel erreicht worden, doch es gibt noch jede Menge zu tun, bis Teilhabe immer und überall Realität wird, sagte die SoVD Expertin.

Wir wollen mehr Inklusion, sei es im Bereich der Bildung, der Arbeitswelt, aber auch im allgemeinen Lebensumfeld. Deshalb gilt unser Interesse ganz besonders der Beseitigung von Einschränkungen die im täglichen Leben eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen einschränken.

SoVD besuchte Seniorenbüro der Stadt Osnabrück

Ingrid Junker: Die Stadt für ältere und mit älteren Menschen weiterentwickeln

Eine Gruppe des Sozialverbands Deutschland (SoVD) besuchte Anette Herlizius (Fachkoordinatorin für Seniorenarbeit) der Stadt Osnabrück zu einem Meinungsaustausch. Für die älteren Menschen sind starke und handlungsfähige Kommunen von ganz besonderer Bedeutung, so Ingrid Junker und Gerd Groskurt aus dem SoVD Kreisvorstand übereinstimmend. Betroffen so der SoVD sind alle wichtigen Lebensbereiche und die Lebensqualität des Miteinanders aller Generationen vor Ort: Wohnen, Wohnumfeld und Daseinsvorsorge, medizinische, pflegerische und betreute Versorgung, Selbstbestimmung, Bildung, Mobilität und Kontakte. Zu diesen Themen müssen nicht nur gesamtstädtische sondern auch Antworten für die einzelnen Stadtteile gefunden und entwickelt werden.

Der SoVD will eine engere Vernetzung mit dem Seniorenbüro knüpfen. Damit sich diese Kontakte auch personell verstetigen kündigte der SoVD- Kreisvorsitzende die Kandidatur von Ingried Junker zum Seniorenbeirat der Stadt Osnabrück an.

Nach oben

SoVD Osnabrücker-Land will notfalls auch „Dicke Bretter“ bohren

Sprecherin im Arbeitskreis Inklusion, Marianne Stönner: Gemeinsame Erklärung der Sozial- und Wohlfahrtsverbände zum internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen sind unser Arbeitsauftrag

Barrierefreiheit ist eine wesentliche Voraussetzung, damit alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können. Das erklärt die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) unmissverständlich. Alle Lebensbereiche müssen demnach so gestaltet sein, dass sie auch von Menschen mit dauerhaften körperlichen, seelischen, kognitiven oder Sinnesbeeinträchtigungen genutzt werden können: öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungen und medizinische sowie pflegerische Einrichtungen ebenso wie Verkehrsanlagen und Verkehrsmittel oder Informations- und Kommunikationsmedien. Einen Unterschied zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern macht die UN-BRK dabei ausdrücklich nicht. Mit der Ratifizierung der UN-BRK hat sich die Bundesrepublik 2009 verpflichtet, geeignete Maßnahmen für eine barrierefreie Gesellschaft zu treffen. In Deutschland stoßen Menschen mit Behinderung in ihrer Rolle als Bürger, Verbraucher oder Patient noch immer auf unüberwindbare Hindernisse. Bestehende rechtliche Vorgaben sind oft unzureichend oder zu unverbindlich und ihre Umsetzung wird nicht überprüft. Das muss sich ändern! Denn von Barrierefreiheit profitieren alle, nicht nur diejenigen, die dauerhaft darauf angewiesen sind, sondern auch Ältere, Kinder, Eltern und alle, die zeitweise in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Schon heute ist jeder vierte Erwachsene auf Barrierefreiheit angewiesen. In Zukunft werden es deutlich mehr, denn das durchschnittliche Lebensalter steigt

Es ist höchste Zeit für ein barrierefreies Deutschland! Im Einzelnen fordern die Verbände: Barrierefreiheit bei privaten Gütern und Dienstleistungen

Im deutlichen Widerspruch zur UN-BRK sind insbesondere große Bereiche der Privatwirtschaft von der Verpflichtung zur Barrierefreiheit weitgehend ausgenommen. Stattdessen setzt Deutschland auf freiwillige Vereinbarungen. Ohne grundlegenden Erfolg! Die neuen Regeln im novellierten Behindertengleichstellungsgesetz gelten nur für öffentliche Gebäude und Ämter. Sie gelten aber nicht für den kompletten privaten Bereich, also etwa für den Bestand von Gaststätten, Hotels, Supermärkten, Arztpraxen oder Internetportalen. Fehlende Aufzüge, Treppen vor Apotheken und Arztpraxen, fehlende Orientierungshilfen, Sitzgelegenheiten und Toiletten in Banken, Einkaufszentren, kulturellen Einrichtungen usw., eingeschränkte Servicezeiten an Bahnhöfen für Einstiegshilfen, aber auch nicht barrierefreie Automaten, Onlineportale, Fernsehsendungen und Hotlines: All das sind Barrieren, die vielen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe erschweren. Die Folge: Menschen mit Behinderungen werden als Konsumenten mit unzumutbaren Barrieren konfrontiert.“

Die Verbände fordern:

Barrierefreiheit darf nicht auf Freiwilligkeit setzen. Gesetzliche Regelungen für alle privaten Güter und Dienstleistungen sind notwendig. Und zwar mit einer verbindlichen Frist zur Umsetzung bis zum Jahr 2023 und eine verbindliche Förderung zum Beispiel durch die KfW.

Das heißt im Einzelnen:

• Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) muss für private Internetportale verbindlich werden.

• Private Fernsehsender müssen unter anderem verpflichtet werden, mindestens 80 Prozent ihrer Sendungen mit einer Untertitelung auszustrahlen.

• Arztpraxen müssen barrierefrei umgebaut werden.

• Barrieren in Geschäften, Friseursalons, kulturellen Einrichtungen, Gaststätten und Beherbergungsbetrieben sind zu beseitigen, unterstützt durch die sofortige Bereitstellung eines eigenen KfW-Programms.

• Die Verpflichtung zu angemessenen Vorkehrungen für den Einzelnen ist gesetzlich zu verankern.

Barrierefreiheit im Verkehr

Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht. Im Widerspruch dazu sind rechtliche Vorgaben für die Barrierefreiheit, insbesondere des Fernbus-, Schienen- und Flugverkehrs, in Deutschland noch immer unzureichend. Im Taxi- und Mietwagengewerbe fehlen sie ganz. Die Folge: Jeden Tag werden Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen mit unzumutbaren Barrieren konfrontiert.

Die Verbände fordern:

• Das vom Bundesverkehrsministerium aufgelegte Programm zum barrierefreien Umbau von kleineren Bahnhöfen muss verstetigt und aufgestockt werden. Auch der Um- und Neubau größerer Bahnhöfe muss forciert werden.

• Barrierefreies Kabinendesign muss bei der Anschaffung und Umrüstung von Flugzeugen zur Pflicht werden. Dafür braucht es einen Vorstoß der Bundesregierung auf europäischer Ebene.

• Die Barrierefreiheit von Taxen und Mietwagen sowie von Haltepunkten im Fernbusverkehr muss im Personenbeförderungsgesetz bundesweit einheitlich geregelt werden.

Barrierefreiheit in Wohnungen und im Wohnumfeld

Jeder Mensch hat das Recht, selbst zu entscheiden, wo und wie er leben möchte. Diese Vorgabe der UN-BRK ist in Deutschland nicht im Ansatz erfüllt. Der Mangel an barrierefreiem und altersgerechtem Wohnraum und einem entsprechenden Wohnumfeld ist immens. Die vorhandenen Fördermittel sind völlig unzureichend. Dabei rechnen sich die Investitionen: Allein durch die Vermeidung teurer Heimpflege werden Sozialausgaben in Milliardenhöhe gespart.

Die Verbände fordern:

• Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ muss deutlich aufgestockt und schrittweise erhöht werden.

• Die Mittel, die der Bund den Ländern als Ausgleich für den Wegfall früherer Finanzhilfen für die soziale Wohnraumförderung zahlt, müssen erhöht und die Länder verpflichtet werden, diese Mittel zweckgebunden für den barrierefreien und -reduzierenden Um- und Neubau sowie neue Sozialbindungen zu verwenden.

• Die Städtebauförderung des Bundes muss an Barrierefreiheit gebunden werden. Vertreter/-innen von Menschen mit Behinderung sind rechtzeitig zu beteiligen.

Im SoVD Arbeitskreis „Inklusion“ ist jeder Interessierte herzlich willkommen. Arbeitsvorhaben und Termine können über die Internet-Seite: www.sovd-osnabuecker-land.de eingesehen werden.

Für Opfer der Behinderten- und Psychiatrieunterbringung

SoVD begrüßt Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ und hofft auf öffentliche Verbreitung

Nach Beschluss des Bundeskabinetts soll die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ im Januar 2017 ihre Arbeit aufnehmen. Dafür haben sich die Verbände der Menschen mit Behinderungen viele Jahre lang stark gemacht. Wir sind froh, dass die Opfer von Leid und Unrecht in stationären Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien, die heute noch an den Folgewirkungen leiden, jetzt Unterstützung erhalten können. Viel zu lange mussten die Betroffenen darauf warten, dass ihr Leid individuell und öffentlich anerkannt und ihnen materielle Unterstützungsleistung zugebilligt wird.

Seit 2012 gibt es die Fonds „Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Opfer aus Behinderten- und Psychiatrieunterbringung wurden bisher nicht berücksichtigt. Bund, Länder und Kirchen werden die neue Stiftung mit einem Vermögen in Höhe von insgesamt 288 Millionen Euro ausstatten. Die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ richtet sich an Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in der Zeit vom 23. Mai 1949 bis zum 31. Dezember 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen untergebracht waren und bei denen heute noch eine Folgewirkung aufgrund des dort erlittenen Leids und Unrechts während der Unterbringung vorliegt.

Anders als bei den bisherigen Fonds „Heimerziehung“ werden die Gelder aus der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ als einmalige Geldpauschale geleistet. Wer während seiner Unterbringung arbeiten musste, ohne dass dafür (ausreichende) Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden, soll bei einer Arbeitsdauer von bis zu zwei Jahren eine Rentenersatzleistung erhalten.

Für den Kontakt mit den Betroffenen, die qualifizierte Beratung und individuelle Aufarbeitung der Erlebnisse der Betroffenen sowie die Unterstützung bei der Anmeldung eines Hilfebedarfs werden ab 2017 in jedem Bundesland regionale Anlauf- und Beratungsstellen eingerichtet.

Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie unter http://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-Inklusion/Stiftung-Anerkennung-und-Hilfe/ziele-der-stiftung.html#f6

Eine menschengerechte Zukunft, keine zukunftsgerechten Menschen!

Unser Beispiel November 2016: Barrierefreie Parkplätze

Gerade mal zwei Meter breit (im Bild haben wir ein 2-Meter langes Metermaß ausgelegt) sind die Behindertenparkplätze an einer Osnabrücker Berufsschule. Nach DIN 18040-3 sollte ein Behindertenparkplatz 3,50 Meter bereit sein. Im Prinzip muss es möglich sein, einen Rollstuhl neben dem Wagen zum Aussteigen zu benutzen.

In der Bewertung nach Schulzensuren gäbe es hier keine andere Möglichkeit als ein „Mangelhaft oder Ungenügend“ zu vergeben.

Über die vielen Diskussionen eines inklusiven Schulbetriebs hinaus sollte nicht vergessen werden, dass die Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen schon vor der Tür des Objektes anfängt.

Mit dem Haustier ins Pflegeheim

Sozialverband Deutschland recherchiert Situation in der Region

Von seinem geliebten Haustier getrennt zu sein, ist für viele Menschen unvorstellbar. Denn gerade für Alleinstehende sind die Tiere oft wie ein Familienmitglied und ein wichtiger Ruhepol. Schwierig wird es deshalb dann, wenn Mensch und Tier sich trennen müssen – etwa aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes oder des Umzugs in ein Pflegeheim. Das Problem: Im Krankenhaus sind Tiere verboten, in Pflegeheimen wird individuell entschieden, ob das Tier mitgebracht werden kann. Allerdings belegen Studien, dass Haustiere gerade Senioren guttun. Deshalb setzt sich die SoVD-Projektgruppe – Pflege in der Region Osnabrück  dafür ein, dass Kleintiere, Katzen und Hunde generell in Pflegeheimen und unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt sein sollten.

Es gibt viele Beispiele dafür, dass Tiere den Bewohnern guttun. Die Geschichte der zugelaufenen Katze um die ich eine Bewohnerin erst heimlich kümmert und die dann nach Akzeptanz durch den Heimträger das Leben einer ganzen Station bereichert. Es sollte definitiv mehr Pflegeeinrichtungen geben, die das erlauben, findet die SoVD Projektgruppe.

Natürlich müssen bestimmte Voraussetzungen – wie etwa Hygienevorschriften – erfüllt werden. Und die Halter müssen sich natürlich noch selbst um die Tiere kümmern können. Wenn es bestimmte Rahmen, Absprachen und Vereinbarungen gibt müssten Haustiere im Altenheim möglich sein.

Bestätigt wird das unter anderem durch das sogenannte Wellensittich-Experiment. Dabei haben sich Senioren acht Wochen lang um einen Vogel gekümmert. Die Studie zeigte, dass der Kontakt mit Wellensittichen positive Auswirkungen auf Körper und Geist der Senioren hatte. Ganz konkret: 95 Prozent der an der Studie Beteiligten haben sich weniger einsam gefühlt, und die meisten von ihnen gaben an, viel energiegeladener zu sein und viel mehr Lebensfreue zu haben.

Die Studie zeigt deutlich, dass Tiere gute Begleiter in Pflegeheimen sind, fasst der SoVD-Kreisvorsitzende Gerd Groskurt zusammen. Leider haben unsere Recherchen ergeben, dass in der Region Osnabrück immer noch zu wenige Einrichtungen eigene Tiere erlauben oder zumindest Aktionen mit ihnen anbieten. Ich will gar nicht nur über zusätzliche Lebensfreude reden, allein der Gedanke unser Familienhund „Max“ vor dem Einzug in ein Altenheim weggeben zu müssen, könnte ich nicht „übers Herz“ bringen. Die Auswahl von entsprechenden Senioreneinrichtungen in der Umgebung sind auf dem Foto festgehalten.

Besuche und Grüße für Charlotte Grüger zum 100. Geburtstag

Viele schriftliche Geburtstagsgrüße präsentierte Charlotte Grüger den zahlreichen persönlichen Gästen anlässlich ihres 100. Geburtstags. Bad Iburgs Bürgermeisterin Annette Niermann, viele Freunde aus Familie und dem Bekanntenkreis überbrachten Charlotte Grüger im Christophorus-Heim Bad Iburg persönlich die herzlichsten Glückwünsche. Mit besonderem Stolz präsentiere sie ein Geburtstagsschreiben von Bundespräsident Joachim Gauck.

Mit einem kleinen Präsent gratulierten der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt (rechts) und der Ortsverbandsvorsitzende Hugo Wiebrock dem langjährigen SoVD-Mitglied. Nach einer kurzweiligen Gesprächsrunde versprachen die Vertreter des SoVD, sich weitere Geburtstagstermine für einen erneuten Besuch freizuhalten.

Nach oben

Projekte über das Ortsvereinsfundament hinaus aufgreifen

Vertreter aller Ortsverbände des SoVD im Bereich Melle legten Ziele fest

Eine wichtige Säule unserer Arbeit ist die Beratung in unserem SoVD-Beratungsbüro, in der Hermann Unbefunde Straße 2 in Melle, so die Sprecherin der Ortsvereine, Marianne Stönner. Beratung sei ein vertrauliches Geschäft und brauche ein hohes Maß an Lebenserfahrung und mitmenschlicher Qualifikation. „Wenn persönliche Dinge wie schwere Krankheiten, Behinderung, Pflegebedürftigkeit und Fragen sozialer Unterstützung auf den Tisch kommen, bedarf es nicht nur kompetenter Qualifikation, sondern auch viel menschlichem Einfühlungsvermögen“, fügte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt in der Sitzung wörtlich an.

Die Inanspruchnahme unserer Beratung ist in der letzten Zeit merklich gestiegen und als kompetente Informationsstelle anerkannt, ergänzten Berichte von Ortsverbandvertretern die Diskussion. Insgesamt haben die Büros in Osnabrück, Bohmte, Bersenbrück und Melle eine Summe von über einer Millionen Euro erstritten, erklärten der Osnabrücker Geschäftsstellenleiter Carsten Elmer und Meller Mitarbeiterin Barbara Filip gemeinsam.

Die Themen in den Beratungsgesprächen sind vielfach auch Anregungen für unsere Projekte im Kreisvorstand, unterstrich Marianne Stönner. Über die Arbeit in den Ortsverbänden, die unser Fundament sind und bleiben, entwickeln sich neue Aufgabenbereiche die wir in Projektgruppen für Mitglieder und Interessierte öffnen wollen. Umfangreiche und detaillierte Informationen vermittelt unsere Internet-Seite: www.sovd-osnabruecker-Land.de, schloss Die Sprecherin ihre Ausführungen, an die sich noch eine intensive Diskussion mit viele Detailfragen und weiteren gemeinsamen Planungen anschloss.

Den Menschen eine soziale gemeinsame Unterstützung und Nachbarschaft zu bieten, verbindet hauptamtliche und ehrenamtliche Kräfte des SoVD, so die AG-Vorsitzende Marianne Stönner mit der Mitarbeiterin Barbara Filip (Bild links).

Der SoVD ist eine große Familie

Über das Ortsverbandsfundament hinaus offene Projekte aufgreifen

 

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) ist eine große und starke „Familie“ die mit über 9.000 Mitgliedern in Stadt und Landkreis Osnabrück auch in der „Nachbarschaft hier vor Ort“ eine echte Gemeinschaft mit interessantem Vereinsleben anbietet, so die AG-Vorsitzende Hanna Nauber und der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt übereinstimmend. Als Reichsbund 1917 gegründet, haben wir eine stolze und vorzeigbare Tradition, die allerdings immer wieder auf neue Anforderungen und ein verändertes Lebensumfeld abgestimmt werden muss, so die beiden Kreisvorstandsmitglieder in einer Sitzung mit den Ortsverbandsvorsitzenden aus der Stadt und dem Altkreis Osnabrück.

Eine wichtige Säule unserer Arbeit ist die Beratung in unserem SoVD-Beratungsbüro, am Goethering 3. Beratung ist ein vertrauliches Geschäft und braucht ein hohes Maß an Lebenserfahrung und mitmenschlicher Qualifikation. Wenn persönliche Dinge wie schwere Krankheiten, Behinderung, Trauerfälle in der Familie, Pflegebedürftigkeit etc. auf den Tisch kommen, bedarf es nicht nur kompetenter Qualifikation, sondern auch viel menschliches Einfühlungsvermögen. Die Inanspruchnahme unserer Beratung ist in der letzten Zeit merklich gestiegen und als kompetente Informationsstelle anerkannt, fügte der Geschäftsstellenleiter Carsten Elmer hinzu. Insgesamt haben die Büros in Osnabrück, Bohmte, Bersenbrück und Melle eine Summe von über einer Millionen Euro erstritten.

Aus diesen Beratungsgesprächen bekommen wir auch viele Anregungen für unsere Projekte im Kreisvorstand, unterstrich Hanna Nauber. Über die Arbeit in den Ortsvereinen, die unser Fundament sind und bleiben, entwickeln sich Aufgabenbereiche die wir in Projektgruppen für Mitglieder und Interessierte öffnen wollen. Interessierte können sich über unsere Internet-Seite: www.sovd-osnabruecker-land.de einen umfassenden Einblick verschaffen, schloss der Kreisvorsitzende seine Ausführungen, an die sich noch eine intensive Diskussion mit vielen Detailfragen anschloss.

Das Thema „Jugendarbeit im SoVD“ neu auf die Tagesordnung

Die im Landesverband verankerte Jugendarbeit deckt einen breiten Interessenbereich ab. Wir wollen „alle Bevölkerungsgruppen, ob behindert, sozial schwach oder ausländischer Herkunft oder auch einfach nur normal zueinander zu führen und Aktionen miteinander gestalten und Spaß haben“ lautet einer der Kernsätze im Internetportal der Niedersächsischen SoVD-Jugend.

Hier gibt es genügend Ansätze in die unsere Vorstellungen sich prima entwickeln und formen lassen. Wir wollen unsere Arbeit vor allen Dingen offen für junge SoVD-Mitglieder und auch interessierte Nicht-Mitglieder gestalten, waren sich die Vertreter des SoVD-Kreisvorstandes auf einer Bezirkstagung in Bad Zwischenahn einig. Anregungen Hinweise und Vorschläge ergaben sich auf einer Zettelabfrage reichlich, wie auf dem Bild mit Vertretern des SoVD-Landesbeirats zu sehen ist.

Es gilt dieses Thema in Gesprächen in den Ortsverbänden gut vorzubereiten, dann will der Kreisverband das Thema erneut auf die Tagesordnung setzen. Interessierte bis zum Alter von 27 Jahren können sich im Kreisbüro unter der E-Mail Adresse: info(at)sovd-osnabruecker-land.de melden. Weitere Informationen: www.sovd-osnbruecker-land.de .

SoVD gründet „offenen“ Arbeitskreis Inklusion

Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden

Auch wenn man dieses aufgesetzte Soziologenwort von der „Teilhabe“ fast nicht mehr hören kann, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, geht es hier um ein grundsätzliches Menschenrecht das über die barrierefreie Zugänglichkeit und Infrastruktur weit hinausgeht. Anstrengender ist es schon zu verinnerlichen, dass „Inklusion und Teilhabe“ ein neues Miteinander voraussetzen. Natürlich ist die Erreichbarkeit von Ärzten, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten eine der Grundbedingungen. „Inklusion heißt für mich Wertschätzung und Respekt und da geht es mehr um die Zugänglichkeit –oder besser formuliert um die Barrierefreiheit - von Köpfen und Herzen der Menschen“ so Gerd Groskurt wortlich.

Diese gesellschaftliche Entwicklung, will der Sozialverband Deutschland (SoVD) mit seinem offenen Arbeitskreis voranbringen, so die Arbeitskreisvorsitzende Marianne Stönner. Im Kern präsentierte sie einen Katalog von Aktionen und Projekten die der Arbeitskreis in eine Rang- und Reihenfolge stellte. Unser Weg war bisher, viele erfolgreiche Beispiele zu initiieren bzw. zu unterstützen. Diesen Weg wollen wir weiterentwickeln, unsere Ziele vernetzen aber auch unsere Organisation mit den Ortsverbänden in Aktionen einbinden.

Wer grundsätzlich nicht will, dass Menschen mit Einschränkungen an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden hat - sei es als direkt oder indirekt Betroffener, sei es über eine berufliche Nähe, sei es als grundsätzlich Interessierte/r - in diesem offenen Arbeitskreis Möglichkeiten der Mitwirkung, so der SoVD abschließend. Meldungen bitte an: info(at)m-stoenner.de oder telefonisch unter der Ruf-Nr. 0541 350 540. Die nächste Sitzung des Arbeitskreises ist auf den 28. Feb. 2017 terminiert.

SoVD sucht neu ausgestellte Pflegegutachten

Durch die Pflegereform soll die Versorgung Hilfsbedürftiger vom Jahreswechsel an künftig besser am individuellen Bedarf orientiert werden. Zum 1. Januar 2017 werden die bisherigen drei Pflegestufen abgeschafft und fünf neue Pflegegrade eingeführt, vor allem, um Menschen mit Demenz künftig besser zu berücksichtigen. Dadurch wird ein größerer Kreis von Menschen von den am 1. Januar 2017 in krafttretenden neuen Regelungen profitieren. Nach Verlautbarungen des Ministeriums soll noch im November dieses Jahres die ersten neu ausgestellten Bescheide mit den Einstufungen nach Pflegegraden zugestellt werden. Zudem gibt es das Versprechen des Bestandschutzes für diejenigen, die bereits Pflegeleistungen erhalten. Unterm Strich begrüßt auch der Sozialverband Deutschland (SoVD) die wichtige Entscheidung geistige und psychische Einschränkungen die die Bewältigung des Alltags erschweren in die Beurteilung einzubeziehen.

Die Einstufungen in die bisherigen Pflegestufen durch den „Medizinischen Dienst der Krankenkassen“ (MDK) haben in der Arbeit in den SoVD-Beratungsstellen in Bersenbrück, Bohmte, Melle und Osnabrück eine erhebliche Rolle gespielt, so der SoVD in einer Mitteilung. Für unsere Arbeit kann es wichtig werden, sich frühzeitig auf neue Gegebenheiten einzustellen. Vor diesem Hintergrund bittet der SoVD, anonymisierte Kopien von Bescheiden des MDK an unsere Büros zu schicken. Eine besondere Beurteilungskraft bekommen diese Unterlagen natürlich, wenn zusätzlich noch eine alte Einstufung nach Pflegegraden beigefügt wird, formuliert der SoVD-Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, seine Bitte. Zentrale Anschrift ist: Goethering 3, 49074 Osnabrück.

Bewerbungen für Senioren- und Behindertenbeiräte

SoVD will von der Tribüne aufs Spielfeld

Der Kreisvorstand des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück hat in der letzten Sitzung über Bewerbungen für Senioren- und Behindertenbeiräte diskutiert. In Melle und im Landkreis Osnabrück sind mit Marianne Stönner und Manfred Lindemann auch formal diese Beiratsfunktionen schon in trockenen Tüchern, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt wörtlich. Für den Seniorenbeirat der Stadt Osnabrück soll am 13. Januar 2017 das Kreisvorstandsmitglied Ingrid Junker (links im Bild) kandidieren.

Zu unseren gesellschaftspolitischen Themen gehören besonders gesundheitspolitische Themenstellungen und der Bereich der Pflegeversorgung. Eine herausragende Position nimmt auch das Thema „Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen“ ein. Im Kreisvorstand hat sich Ingrid Junker, neben dem Aufgabenbereich als stellv. Frauensprecherin ganz besonders dem Thema Formularunwesen verschrieben. In jedem Monat veröffentlicht sie auf der Internetpräsenz des SoVD ein Beispiel für erschreckende Vorgänge oder vollkommen unbedachte Erklärungen von Firmen und Verwaltungen.

Der SoVD ehemals „Reichsbund“ ist eine 100-jährige Organisation die sich neben den konkreten Beratungen und Hilfen für unsere Mitglieder besonders für ein interessantes Vereinsleben und der Entwicklung gesellschaftspolitischer Entwicklungen einsetzt. Unser Regionalverband umfasst den Landkreis und die Stadt Osnabrück mit etwas mehr als 9. 000 Mitglieder. In der Stadt Osnabrück sind das rund 3.500 Mitglieder von denen ca. 60 Prozent im Seniorenalter sind.

Der SoVD gliedert sich in Osnabrück in mehrere Ortsverbände. Als Vorsitzende im OV Westerberg sind Themen vor dem Hintergrund persönlicher Betroffenheit, aber auch Hinweise aus unseren Beratungsgesprächen im Büro am Goethering ständiges Thema. Diese Erfahrungen und Hinweise kann Frau Junker, so der Kreisvorstand gut in die Beratungen des Seniorenbeirats einbringen.

Zusätzlich ist es auch im besonderen Interesse des SoVD über die Möglichkeiten in unserer Verbandsstruktur hinaus, Informationen aus dem Seniorenbeirat in unsere Überlegungen einzubeziehen bzw. Vorschläge aus den Überlegungen unseres örtlichen Verbandes in die Beratungen einzubringen. Wir kommen von der Tribüne runter auf Spielfeld und wollen unmittelbarer und direkter dabei sein, so der SoVD-Kreisvorsitzende.

Volkstrauertag

SoVD in der Region Osnabrück legt in Osnabrück an der Dominikanerkirche und im Schinkel Friedhof Kränze zum Volkstrauertag nieder

Im Rahmen der Gespräch und Materialsuche zum 100 Jahrestag der Gründung de SoVD - früher geründet als Reichsbund -  stießen wir auf einen Karton mit alten Fotos. Die Enkelin zeigte uns eine verschlissene Brieftasche ihres längs verstorbenen Großvaters, in der einige Aufnahmen steckten, die er während seines Einsatzes im Zweiten Weltkrieg gemacht hatte. Offenbar hatte er diese Fotos über die Zeiten des Krieges und der Gefangenschaft retten können. Es waren Bilder, die ihn und seine Kameraden an den Einsatzorten zeigten. Aber vor allem war darunter auch eine Reihe von verschiedenen Ansichten aus seiner Osnabrücker Heimat. Das Dorf mit der altehrwürdigen Pfarrkirche in der Mitte, die Hügel und Wälder ringsum.

Das Betrachten dieser Bilder war für mich wie eine Reise in eine andere Zeit. Die Menschen, die mir aus den Bildern entgegenblickten – sie werden alle längst tot sein – gehören zu der, wie man sie bis heute zu nennen pflegt, „verlorenen Generation“, die die Last von zwei Weltkriegen tragen musste. Als ganz junger Mann im Ersten, und dann als gestandener Familienvater mit über vierzig Jahren auch noch im Zweiten Weltkrieg Soldat. Diesen

Männern haben die Kriege die besten Lebensjahre geraubt. Denn selbst wenn sie das Kämpfen überlebten, sie blieben – wie viele andere Überlebende des Krieges auch – für ihr ganzes Leben gezeichnet.

Dass dieser Mann während seines Einsatzes an verschiedenen Kriegsschauplätzen Fotos von seiner Heimat bei sich trug, macht mir eines deutlich: Er hat sich, wie so viele andere Soldaten aus den kriegführenden Völkern, nach Frieden, nach seinem Zuhause, nach seiner Familie gesehnt. Vielleicht haben ihm die wenigen Bilder im Kleinformat in schweren Stunden Kraft und Trost gegeben. Vielleicht haben sie in ihm die Hoffnung wach gehalten, heil und gesund aus den Kämpfen zurückzukehren und selbst in aussichtslosen Situationen nicht aufzugeben.

Mir wurde dadurch auch deutlich: Es waren keine „Helden“, die da in den Kampf geschickt wurden. In Deutschland, in England, in Frankreich, in Russland, in Amerika waren es Menschen, die sich auf den Schlachtfeldern nichts sehnlicher wünschten, als weit weg bei ihren Familien, in ihrer Heimat zu sein.

Sicher, es hat sie gegeben, die Kriegsbegeisterung: 1914 zogen die Freiwilligen singend in den Krieg. Doch die blutige Wirklichkeit der Materialschlachten und des Stellungskrieges hat diese Begeisterung ganz schnell  in großes Entsetzen verwandelt. Es ist ein Entsetzen, das man heute noch spürt, wenn man die riesigen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkriegs in Frankreich oder in Flandern besucht – oder auch hier bei uns im Lande.

Ich hab bei der Kranzniederlegung in Osnabrück  beklommen an diese Bilder gedacht. Wie oft diese Bilder wohl in schummerigem Licht Hoffnung waren die Familie und die Heimat wieder zu sehen.

 

Totengedenken

Wirdenken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an Kinder, Frauen und Männer aller Völker.

Wir gedenken der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, der Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene und Flüchtlinge ihr Leben verloren.

Wir gedenken derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk ange-hörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden, Teil einer Minderheit waren oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert bezeichnet wurde.

Wirgedenken derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten.

Wirtrauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren.

Wirgedenken heute auch derer, die bei uns durch Hass und Gewalt gegen Fremde und Schwache Opfer geworden sind.

Wirtrauern mit allen, die Leid tragen um die Toten, und teilen ihren Schmerz.

Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Verantwortung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der ganzen Welt.“

Einladung zur Gründung des „offenen Gesprächskreises Inklusion“

Geschichtlich wurde der Sozialverband Deutschland (SoVD) schon bei seiner Gründung als „Reichsbund“ im Jahr 1917 mit diesem Thema in besonderer Weise konfrontiert.

„Intern, in der Aufgabenaufteilung in der Region Osnabrück, hat der Kreisvorstand mit der Gründung einer offenen Arbeitsgruppe auf die besonderen Herausforderungen reagiert. Da ist unser Verband geradezu in der Verpflichtung, die Chancen zu einer modernen Gesellschaft aufzugreifen“, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt wörtlich.

Wir hoffen, dass uns auf diesem Weg viel mittelbar oder unmittelbar Betroffene, Interessierte aus vielen gesellschaftlichen Bereichen und Menschen die Hintergründe aus einer beruflichen Nähe mitbringen, unterstützen.

Das erste Treffen findet am Dienstag, 15. Nov. 2016, 16:00 Uhr in der Gaststätte Busch in Osnabrück / Atter (Eikesberg 51) statt. Aus organisatorischen Gründen ist eine kurze Anmeldung bei Marianne Stönner 05429-12 83 oder Gerd Groskurt 0541-40 82 699 notwendig.

SoVD will offenen Arbeitskreis Inklusion gründen

Jahrestreffen der Schwerbehindertenvertreter aus den Südkreisschulen

Auf Einladung des Vorsitzenden der Schwerbehindertenvertreter der Südkreisschulen Fritz Wellmann, tauschten Vertreter aus dem Sozialverband Deutschland (SoVD) Argumente, Arbeitsvorhaben und dringend notwendige Entwicklungen aus.

Geschichtlich sei der SoVD ein Verband, der schon mit seiner Gründung im Jahr 1917, mit diesem Thema in besonderer Weise konfrontiert wurde. Dieses gilt auch für unsere Erfahrungen, die wir über Streitverfahren mit Kammern, Institutionen und Behörden durchfechten mussten, so der Berater der Osnabrücker Geschäftsstelle Carsten Elmer.

Die Sprecherin für den SoVD-Arbeitskreis Inklusion, Marianne Stönner, nahm mit großem Interesse Hinweise und Anregungen aus der Gesprächsrunde auf. Eine inklusive Entwicklung braucht - darüber herrschte weitgehend Konsens - im schulischen und vorschulischen Bereich ein tragfähiges und entwicklungsfähiges Fundament. Inklusion wird in der einen oder anderen Phase nicht unumstritten bleiben. Deshalb tun wir gut daran, so die Vertreter des SoVD, diese Diskussion in aller Breite aufzunehmen, darüber aber auch die umsetzungsfähigen, erfolgreichen Schritte schnell zu verwirklichen.

 „Intern, in der Aufgabenaufteilung im SoVD-Kreisverband hat der Vorstand mit der Gründung einer offenen Arbeitsgruppe auf die besonderen Herausforderungen reagiert. Da ist unser Verband geradezu in der Verpflichtung die Chancen zu einer modernen Gesellschaft aufzugreifen“, so Marianne Stönner wörtlich. Wir hoffen, dass uns auf diesem Weg viel mittelbar oder unmittelbar Betroffene, Interessierte aus vielen gesellschaftlichen Bereichen und Menschen die Hintergründe aus einer beruflichen Nähe mitbringen, unterstützen. Informationen zu den Treffen sind über die Internet-Seite: www.sovd-osnabruecker-land.de zu bekommen.

Impulse eine sich verändernden Gesellschaft aufnehmen

Arbeitsgemeinschaft der SOVD Ortsverbände Bersenbrück / Bramscher tagte

Der Sozialberband Deutschland (SoVD) besprach auf einem Treffen mit Vertretern aus den Ortsverbänden aus Bersenbrück und Bramsche umfangreichere und neue Ansätze seiner gesellschaftlichen Arbeitsbereiche. Damit wir auch in der Zukunft Niedersachsens größter Sozialverband bleiben, müssen wir neue Impulse aus einer sich ständig verändernden Gesellschaft aufnehmen. Da macht es besonders Sinn, so das Landesvorstandsmitglied Günter Eggelmeyer, in diese Überlegungen unser großes Potential und die Erfahrungen aus den Ortsverbänden einzubeziehen.

Veränderung ist und darf beim SoVD auch kein Zufall sein, unterstützte der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt die Darstellungen aus der Landesebene. Seit seiner Gründung als Reichsbund hat sich der SoVD immer weiterentwickelt, aber dazu muss er auf dem soliden Fundament der Ortsverbandsarbeit in den Städten und Gemeinden stehen, fügte er hinzu.

Einige neue Bausteine zukünftiger Projekte stellte der Kreisverband als Aufgabenprojekte vor. Die sollen jetzt in den Ortsverbänden besprochen und dezentral entsprechend der örtlichen Gegebenheiten entwickelt werden, schloss die AG-Vorsitzende Maria Dücker die AG Sitzung.

Briefträger muss Hund nicht beißen

SoVD-Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit diskutierte Planungen

Vertreter der für Öffentlichkeitsarbeit in den Ortsverbänden zuständigen Gremien trafen sich zu einem Erfahrungsaustausch und der Koordinierung von öffentlichen Planungen im Jahr 2017.

Wir sind mit unserer heimischen Medienlandschaft gottseidank so aufgestellt, das in den Zeitungen auch Hintergründe und Informationen einen breiten Platz finden. Ohne reißerisch zu sein, muss nicht unbedingt „der Briefträger den Hund beißen“, damit eine Veröffentlichung ihren Platz findet, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, wörtlich. Wir alle sollten für die Redakteure, die uns in den Lokalredaktionen gegenüber sitzen, mit denen man reden und Kontakte pflegen kann, dankbar sein.

Im Detail verständigten sich die SoVD Vertreter darauf, die „großen Vorhaben“ des SoVD Kreisverbandes zu unterstützen. Ablauf und Vorhaben zum Equal Pay Day, zum Europäischen Gedenktag der Menschen mit Behinderungen und einer Geschichtsausstellung zur Gründung des SoVD – damals noch mit dem Namen „Reichsbund“ standen dabei auf der Tagesordnung.

In Vorbereitung auf eine Halbzeitbilanz wurden Teile einer bildlichen Präsentation besprochen. Hier sollen die Projektgruppen mit ihren Aktionen, die Beratungsarbeit in den Büros und die gesellschaftliche Arbeit des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in der Region Osnabrück ihren Ausdruck finden.

Die Bilder zeigen die jeweils regionalen Gruppen aus Osnabrück, Wittlage, Bramsche, Bersenbrück und Melle beider kritischen Betrachtung einer Darstellung von SoVD Informationsblättern.

Prof. Dr. Büscher zur Neuausrichtung in der Pflege

SoVD Kreisfrauen diskutierten Veränderungen im II. Pflegestärkungsgesetz

„Das war ein interessanter und aufschlussreicher Nachmittag“, so eine der zahlreichen Besucherinnen, die der Einladung der SoVD-Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber gefolgt war. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Diskussionsvortrag von Prof. Dr. Andreas Büscher über die Auswirkungen des zweiten Pflegestärkungsgesetzes, das zum 1. Januar 2017 in Kraft treten soll.

In vielen einzelnen Darstellungsschritten zeigte Prof. Dr. Büscher die Entwicklung auf, aus denen sich aus seiner Sicht die dringende Notwendigkeit ergeben musste, ein neues System zu entwickeln. Die bisherige Einordnung in Pflegestufen mit der Grundlage von Minutenzeiten für zu leistende „Verrichtungen an dem zu Pflegenden“ konnte neue Anforderungen nicht mehr einbeziehen.

Der neue Begriff der Pflegebedürftigkeit nimmt die Beeinträchtigung der Selbständigkeit und das angewiesen sein auf personelle Hilfen in den Bereichen der Mobilität, der geistigen und kommunikativen Fähigkeiten, der Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, der Umfang der Selbstversorgung, die krankheitsbedingten Anforderungen und Belastungen sowie die Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte auf.

Mit diesem neuen Maßstab der die Selbständigkeit und „ damit die Abhängigkeit von personeller Hilfe aufgreift“, so Prof. Büscher wörtlich, sind faire Einschätzungen individueller Bedarfslagen gegeben. Weitere Ausführungen machte Prof. Büscher, neben vielen Beispielen eines neu gestalteten Beurteilungssystems bis zum veränderten Umfang der finanziellen Leistungen.

Wir sind uns darüber im Klaren, so die Kreisfrauensprecherin Hanna Nauber, dass mit dem neuen Begriff der Pflegebedürftigkeit wieder Ordnung in den „Flickenteppich“ der Pflegeversicherung geschaffen wird. Viele dieser Schritte finden auch bei uns große Unterstützung. Letztlich, so formulierte es eine Teilnehmerin, ändert sich zwar der Begriff der Pflegebedürftigkeit, die Menschen, die der Pflege bedürfen und die in der Pflege arbeiten, oder Angehörige versorgen, bleiben unverändert.

Pflegebedürftige in deutschen Heimen sollen noch im November von ihren Versicherungen erfahren, in welchen Pflegegrad sie nach der neuen Pflegereform eingestuft werden, so Hanna Nauber. Nach Verlautbarungen aus dem Gesundheitsministerium, könnten dann - nach jetzigem Stand - die Informationen herausgeschickt werden. Da werden sich eine Menge fachlich Qualifizierte mit den Vorgaben auseinandersetzen. Viele die in private oder ambulante Pflegeverhältnisse eingebunden sind, werden - so hoffe ich - diese Unterlagen auch noch in diesem Jahr bekommen. Bei unerklärlichen Sachfragen macht es auf jeden Fall Sinn eine entsprechende Beratung einzuholen, schloss die SoVD Kreisfrauensprecherin die Versammlung.

SoVD in der Region startet Aktion

Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen

Nach monatelagen Verhandlungen über das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Männern und Frauen rückt eine Einigung näher. Die SoVD-Kreisfrauenbeauftragten Hanna Nauber und Ingrid Junker (Bild v.l.n.r.) in der Region Osnabrück wollen mit einer Postkartenaktion, die sich direkt an die Bundeskanzlerin wendet, noch einmal eindringlich deutlich machen, dass das Gesetz noch in dieser Legislaturperiode im Deutschen Bundestag verabschiedet wird.

Der SoVD setzt auf mehr Transparenz und sieht den im Gesetzentwurf vorgesehenen Entgelt-Check als wichtigen Bestandteil. Dabei müssten die Unternehmen jedes Jahr einen detaillierten Bericht über die Löhne im Unternehmen vorlegen. Diese könnten dann statistisch ausgewertet werden. „Mit diesen Berichten könnte fundierter herausgearbeitet werden, wo die Probleme liegen, und es lässt sich belegen, wo Lohndiskriminierung von Frauen stattfindet“, so Hanna Nauber wörtlich.

Wir kritisieren die Untergrenze von 500 Mitarbeitern, die berichtspflichtig würden. „Diese Schwelle ist viel zu hoch und damit inakzeptabel. Damit erwischen wir nicht diejenigen, die wir erwischen wollen.“ In Niedersachsen verdienen Frauen laut Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes 21,5 Prozent weniger in der Stunde als ihre männlichen Kollegen. Frauen sollten genauso viel verdienen wie Männer. Diese Forderung so Ingrid Junker, ist so simpel wie einleuchtend.

Zwischenzeitlich vertrödeln wir die Zeit mit verschiedenen Berechnungsverfahren. Schon ein europäischer Vergleich macht deutlich, dass wir in Deutschland einen traurigen hinteren Rang in der Lohngerechtigkeitsstatistik einnehmen. Es gibt eine Lücke und es wäre gut, diese Lücke zu schließen. So einfach und klar, ist die Forderung der SoVD Frauen.

Dabei sind für die Frauen noch längst nicht alle Ansprüche erfüllt. Wir haben aber gelernt, jeden Anfang erst einmal – auch wenn er unvollkommen ist – festzuhalten. Dieses Gesetz zu haben, gibt uns überhaupt erst die Chance notwendige Fortschreibungen und Veränderungen zu entwickeln.

Medikationsplan: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

SoVD verteilt Flugblatt zum aktuellen Thema Medikationsplan

Ab 01. Oktober 2016 haben Patientinnen und Patienten Anspruch auf einen Medikationsplan, wenn sie mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig einnehmen bzw. anwenden. Der Medikationsplan soll künftig helfen, unerwünschte Arzneimittelwirkungen und Medikationsfehler zu vermeiden.

Darauf macht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in einem Flugblatt aufmerksam. Medikationsfehler, so der SoVD in der Region Osnabrücker-Land, können an verschiedenen Stellen auftreten und fatale Folgen haben. Am häufigsten sind Fehler in der Verordnung – wie beispielweise, eine doppelte Verschreibungen, fehlende Dosisanpassungen oder das Übersehen von Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

Ganz abgesehen, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, dass das verstehen der in der Regel ohne Lupe gar nicht zu lesenden „Medikamenten-Beipackzettel“, hohe medizinische Grundkenntnisse voraussetzt. 

Das Risiko für Patient/innen ist besonders hoch, wenn mehrere Ärzte Medikamente verordnen. Statistiken weisen aus, dass jeder dritte Patient über 65 Jahre im Schnitt neun Medikamente einnimmt. Bei der Einnahme der Arzneimittel könen viele Fehler gemacht werden, die im schlimmsten Fall zu Krankenhausnotaufnahmen und sogar zum Tode führen können.

In der Regel soll der Medikationsplan vom behandelnden Hausarzt ausgestellt und auch regelmäßig aktualisiert werden. Auch Krankenhäuser und Apotheken können den Medikationsplan aktualisieren. Der Plan soll sämtliche verschreibungspflichtige sowie frei verkäufliche Arzneimittel enthalten, die der Patient oder die Patientin aktuell einnimmt. Dazu werden Wirkstoff, Dosierung und Einnahmegrund sowie sonstige Hinweise zur Medikamenteneinnahme bzw. -anwendung aufgeführt.

Das übersichtliche Flugblatt des SoVD kann in den Beratungsbüros Osnabrück, Bersenbrück, Bohmte und Melle kostenlos angefordert werden.

Eine menschengerechte Zukunft, keine zukunftsgerechten Menschen! - Beispiel Oktober

Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit plant Wege zum Ziel

Wer der gesellschaftlichen Entwicklung einen prägenden Stempel aufdrücken will, muss nicht nur eine gut funktionierende und starke Organisation haben, der braucht in der heutigen Zeit auch mediale Aufmerksamkeit, so der SoVD Kreisvorsitzende Gerd Groskurt in seiner Einladung des SoVD-Arbeitskreises. Und weil wir beides brauchen, ist es umso wichtiger den Verband mit und in seinen Strukturen neu zu justieren. Ihn mit und auf seinem jetzigen Fundament der Ortsverbandsarbeit zu entwickeln.

Konkret will der Arbeitskreis Öffentlichkeitarbeit mit Vertretern der Ortsverbände neue Projekte besprechen und Ideen entwickeln. Veranstaltungstermin ist Mittwoch, 19 Oktober 2016, 17:30 Uhr im Landgasthaus Kortlüke Belm / Vehrte. Aus organisatorischen Gründen ist für die Tagung eine Anmeldung unter der Ruf-Nr. 0541 / 350 540 oder per Mail: groskurt(at)gmx.de erforderlich.

Die SoVD-Qualitätsoffensive greifen wir auf

Groskurt: Veränderungen brauchen Gespräche und eine Vertrauensbasis

Mit dem Niedersächsischen Landesverband des Sozialverbands Deutschland (SoVD) startet der SoVD in der Region Osnabrück eine landesweite Qualitätsoffensive. Im Rahmen zweier Tagungen (Bersenbrück und Osnabrück) trafen sich Ortsverbandsvorsitzende und Schatzmeister aus der ganzen Region Osnabrück.

Auch wenn die SoVD-Familie in der Region Osnabrück mit über 9.000 Mitgliedern gut aufgestellt ist, bedeutet das nicht, dass wir nicht noch besser werden können, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Die Line, die Ortsverbände mit den vorhandenen Verantwortlichen, für neue Ideen zu begeistern und sie mitgestalten zu lassen, hat auch im Kreisvorstand überzeugt.

Dabei ist sich der Kreisvorstand einig, dass wir die Aufgaben in den 55 Ortsverbänden als Fundament unserer Organisation „hegen und pflegen“, so eine Mitteilung des SoVD. Uns sind aber auch nicht die gesellschaftlichen Entwicklungen und Strukturveränderungen entgangen. Mehr als bisher muss über den Landkreis und die Stadt Osnabrück ein Angebotsnetz für Projekte aufgebaut werden, in dem - an bestimmten Themen und Fragestellungen Interessierte - ihre Mitarbeit einbringen können.

Im Rahmen der jeweils siebenstündigen Tagungen schlug der Moderator, Matthias Büschking (SoVD-Landespressesprecher) einen Weg ein, der weniger Referate sondern mehr Arbeitsgruppengespräche mit den anschließenden Präsentationen zum Inhalt hatte. Auf der Grundlage der SoVD-Satzungsziele wurden unter diesen Vorgaben viele Hinweise und Anregungen unter Einbeziehung der verschiedenen örtlichen Gegebenheiten einzelner Ortsverbände zur Diskussion gestellt.

Der Kreisvorstand will diesen Themenbereich in weiteren vier Regionalveranstaltungen zur Diskussion stellen. Neuerungen und Veränderungen werden wir nur auf der Basis von gegenseitigem Vertrauen entwickeln können. In unserer großen SoVD-Familie kann das nur bedeuten, dass wir miteinander reden, so der Kreisvorsitzende in seinen Schlussbemerkungen.

Die Bilder zeigen Arbeitseindrücke aus den Tagungen in Osnabrück und Bersenbrück.