Bramsche

Zum Überleben gehört ein „Markenkern“

SoVD: Schnitt und Schritt in die nächsten Jahre

Günter Eggelmeyer begrüßte  die zahlreichen Gäste und eröffnete die 100-Jahr-Ausstellung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) im Rathaus von Bramsche.

In seinem Grußwort stellte der Bürgermeister Heiner Pahlmann das große Spektrum der Verbandsarbeit des SoVD heraus und dankte für den Einsatz und das Engagement des Verbandes. Das Engagement für Teilhabe und Gerechtigkeit braucht weiter intensive Unterstützung, so der Bürgermeister. Diese Arbeit hilft uns allen und bleibt weiterhin notwendig, würdigte der Bramscher Bürgermeister die SoVD-Arbeit.

Kein Verband wird, wie wir jetzt auf Bundesebene, 100 Jahre alt, wenn er keinen Markenkern und feste Säulen hat. Wir alle stehen in einer Tradition auf die wir stolz sein können. „Eine Säule und unser Markenkern ist das Eintreten für eine soziale und gerechte Gesellschaft, sei es mit Hinweisen auf politische Ungerechtigkeiten, sei es mit Vorschlägen bei Gesetzesvorhaben. Unsere zweite Säule ist die Beratung und Unterstützung von Menschen, die uns mit der Wahrnehmung ihren Anliegen bei Behörden, Verbänden und Institutionen beauftragen. „Und nicht zuletzt mit unserem Angebot am Wohnort einen Verein mit nachbarschaftlichem Leben zu haben, als dritte Säule, ist unser Angebot unschlagbar“, so der Kreisvorsitzende wörtlich.

Trotzdem, so der SoVD-Vorsitzende, werden wir uns neuen Anforderungen und Bedingungen offen stellen müssen. Wir sind mit 9.000 Mitgliedern in der Region ein starker Verein, aber allein Stärke sichert nicht das Überleben. Wichtig ist jetzt, dass wir eine Öffnung zu Projektgruppen neben unserer Ortsverbandsarbeit, mit unseren Funktionären und Mitgliedern aufbauen.

Symbolisch durschnitten die Vorsitzenden der Bramscher Ortsverbände, der Kreisvorsitzende und der Bürgermeister ein Band, das den Weg in die weitere Arbeit eröffnen soll.

Einen Schritt in die nächsten Jahre

SoVD Ausstellung zur 100-jährigen Geschichte in Bramsche

Der (SoVD) Sozialverband Deutschland macht bei seiner Ausstellungseröffnung im Rathaus Bramsche (Heute 14 Uhr) sehr wohl deutlich, dass eine neue Zeit auch neue Anforderungen erfordert. Wir hätten nicht „überlebt“ wenn wir der Verband von 1917 geblieben wären, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Symbolisch wollen die Ortsverbandsvorsitzenden aus Bramsche mit dem Bürgermeister Heiner Pahlmann ein „weißes Band“ durchschneiden und damit den Weg, seine notwendigen Anpassungen und Veränderungen, dokumentieren. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten im Rathaus bis einschließlich dem 5.Juli zu sehen. Interessierte sind herzlich willkommen.

 

SoVD präsentiert seine 100-jährige Geschichte „vor Ort“

Nach kurzer Diskussion im Kreisvorstand des SoVD (Sozialverband Deutschland) stand die grundlegende Entscheidung fest, den 100-jährigen Geburtstag des ehemals als „Reichsbund“ gegründeten SoVD in den Regionen zu präsentieren. Sie dort auszustellen, wo unsere Mitglieder in den Nachbarschaften verwurzelt sind, war für den Kreis-SoVD einhelliger Wunsch. Da wir die niedersachsenweit zur Verfügung stehende Ausstellung natürlich nur für einen fest gelegten Zeitraum bekommen konnten, so der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt, mussten wir „gut getaktet und zeitlich begrenzt“ in den Regionen die Ausstellungen planen. Der Reichsbund / SoVD in der Region Osnabrück wurde als Kreisverband in den früheren alten Landkreisen erst im Jahr 1919 gegründet, darauf werden wir im Jahr 2019 zurückkommen.

Die Verbandsgeschichte unserer Bundesorganisation ist eng verbunden mit der Geschichte Deutschlands. Als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten 1917 - schon vor dem Ende des I. Weltkriegs entstanden - hat sich der SoVD mit der Zeit zu einem modernen Sozialverband entwickelt. Mit großen Bild- und Textelementen wird unsere Geschichte und Tradition mit der Ausstellung eindrucksvoll dargestellt.

„Soziales Netz“ ist Grundlage guter Nachbarschaft

SoVD-Ortsverbände im Bereich der Stadt Bramsche machen ihre Schwerpunkte zur Kommunalwahl deutlich

Mit einem symbolischen „Sozialen Netz“ weisen die Ortsverbände des Sozialverbands Deutschland (SoVD) auf Ihre Scherpunkte zur Kommunalwahl am 11. September dieses Jahres hin. Wir wollen, dass in unserer Nachbarschaft Kommunen offen und solidarisch sind. Unsere Stadt soll ein Ort sein, der alle Menschen gesellschaftlich einbindet und zusammenführt. Der neue Entwicklungen und Perspektiven eröffnet aber auch Hilfen, Geborgenheit und Teilhabe organisiert.

Als gesellschaftspolitischer aber überparteilicher Verband fühlen wir uns einer solidarischen Gesellschaft verpflichtet. Das ist seit unserer Gründung 1917 -als Reichsbund- unser „Markenkern“. Daraus ergeben sich aus unserer Sicht wichtige vor Ort zu lösende Aufgaben. In einer immer internationaler und globaler werdenden Welt kommt der örtlichen „Vernetzung“ in verlässlichen und überschaubaren Strukturen immer größere Bedeutung zu, so der SoVD bei der Aktion.

In den nächsten Tagen werden sich die Kandidatinnen und Kandidaten aller politischen Strömungen für die Städte und Gemeinden öffentlich präsentieren. Das sehen wir mit Hochachtung und viel Anerkennung, so der SoVD-Kreisvorsitzende Gerd Groskurt. Besorgniserregend ist die immer geringer werdende Wahlbeteiligung, gerade wenn es um die Dinge vor unserer Haustür geht. Denn ein Gemeinwesen für das sich kaum noch jemand interessiert verliert nach und nach auch seinen inneren Zusammenhalt. Es wird in letzter Zeit viel über direkte Mitwirkungsmöglichkeiten gesprochen. Die simpelste Form der Mitwirkung, der Bürgerbeteiligung also, ist es, von seinem Wahlrecht am 11. September Gebrauch zu machen. Wir würden uns eine faire Auseinandersetzung, viele interessante Vorschläge und spannende Auseinandersetzungen in der Sache wünschen.