Fürstenau

SoVD Fürstenau wählte

Die Arbeit im Sozialverband von Deutschland (SovD), Ortsverband Fürstenau geht in gewohnter Weise weiter. Bei den Wahlen unter Regie des Kreisvorsitzenden Gerd Groskurt wurde der Vorstand mit seiner Vorsitzenden Magdalene Köckler bestätigt. Groskurt machte in seinem Bericht deutlich, dass die SoVD-Arbeit nach wie vor sehr wichtig ist. Der Verband engagiert sich für benachteiligte Menschen.

Nach der Begrüßung und den ersten Regularien informierte Magdalene Köckler über die Arbeiten im vergangenen Jahr. Den Mitgliedern wurde bei privaten Jubiläen sowie langjähriger Mitgliedschaft gratuliert. Den Kassenbericht legte Waltraud Lebeda vor. Sie berichtete von einer ausgeglichenen Kassenlage. Sodann wurden neben der Vorsitzenden Magdalene Köckler weiterhin Willi Lebeda als Schriftführer, Waltraud Lebeda als Kassiererin sowie die Beisitzer  Helmut Brüseke und Richard Braas für zwei weitere Jahre bestätigt. Anni Backhaus kam als Beisitzerin neu hinzu.

Sodann wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft Marianne Brinker und für fünfundzwanzigjährige Mitgliedschaft Anni Backhaus geehrt. Auf die überregionale Arbeit im SoVD ging Gerd Groskurt ein. Kritisch hinterfragte er, was der Mensch im Alter benötige, was er brauche. Und er machte deutlich, dass Gesundheit und eine gute Versorgung im Vordergrund stehen müsse. „Dafür setzen wir uns vom SoVD ein“, betonte der Kreisvorsitzende. Weitere Aufgabenfelder seien eine Erwerbsgarantie für Frauen, gerechter Lohn und gerechte Rente sowie eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. „Für uns stehen Familie und Gemeinschaft im Vordergrund“, betonte Groskurt. Sodann wies er auf die Angebote des SoVD, die im Internet und in den sozialen Medien nachzulesen seinen, hin. Nach wie vor gebe es aber die Zeitung des SoVD, die besonders von den älteren Mitgliedern geschätzt werde. Abschließend ging er auf die vereinsinterne Problematik der Überalterung und damit verbunden, die Schwierigkeit, Personen für Vorstandsarbeit zu gewinnen, ein.

Raus aus der Billigdienstleistungsökonomie

SoVD Hauptversammlung ist gut gelaufen

Mit vielen vorgegebenen Regularien durchlief die Hauptversammlung des SoVD im Ortsverband Fürstenau mit Waltraud Lebeda, die die Versammlung für die erkrankte Ortsverbandsvorsitzende Magdalene Köckler übernommen hatte, ohne Beanstandungen. Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt bedankte im Namen des Kreisvorstands für die geleistete Arbeit im Ortsverband Fürstenau..

In einem kurzen Referat stellte der Kreisvorsitzende eine Aufgabe im Sozialverband Deutschland (SoVD) für den gesellschaftspolitischen Bereich vor. „Es geht darum die Realität im Blick zu behalten und die wirtschaftlichen Gegebenheiten vom Kopf auf die Füße zu stellen“, so der Kreisvorsitzende wörtlich. Die Aufmerksamkeit mit der die über die „Industrie 4.0“ geredet wird, müssen wir dringend für die Perspektiven von Erziehern, Altenpflegern und anderen Dienstleistern einfordern. Weil diesem Wirtschaftssektor der entsprechende Glamour fehlt, wird das nur wenig thematisiert. Allein in diesem Segment werden mehr Menschen eine Beschäftigung finden als in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnologien.

Es geht dabei nicht um die Beschäftigten alleine, sondern auch um unsere Lebensqualität, die unserer Eltern und Kinder. Die Beschäftigten kritisieren seit Jahren schlechte Bezahlung und Personalknappheit. Unser Bruttoinlandsprodukt wird schon seit längerer Zeit wesentlich über den Dienstleistungsarbeitsbereich erwirtschaftet. Es ist dringend notwendig daraus Konsequenzen zu ziehen. Eine Billigdienstleistungsökonomie –mit unzähligen Minijobs - wird unsere Gesellschaft teuer zu stehen kommen und zum Schluss über eine schlechte Alterssicherung bei der Finanzierung durch den Steuerzahler landen. Es wäre ein wirksamer Beitrag gegen die Spaltung der Gesellschaft, eine gute und solide Dienstleistungsbeschäftigung zu schaffen, mit denen die Beschäftigten langfristig ihre Existenz sichern könnten, so der SoVD in einer Mitteilung.