Wallenhorst

SoVD ehrt August Ottens für 72 Jahre Mitgliedschaft

Auch heute noch sind für August Ottens in seinen Erzählungen die Weltkriegsjahre besonders präsent, über die er bis in Details berichten kann. Wenn er die Zeit heute - im Alter von 95 Jahren - Revue passieren lässt und schildert, dass er nach drei Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft mit ganzen 40 Kilogramm Gewicht entlassen wurde, macht das auch einen Wesenszug von August Ottens deutlich. Seine positive Lebenseinstellung und Erfahrung, die er mit dem Satz kommentiert; „es ist im Nachhinein gar nicht mehr vorstellbar, dass man die Kraft hatte das alles durch zu stehen“.

Als ich hier wieder angekommen war, hat der damalige Reichsbund und heutige SoVD mir sehr geholfen, berichtet Ottens dem Ortsverbandsvorsitzenden Walter Pakebusch bei der Übergabe eines Präsentes und einer entsprechenden Ehrenurkunde.

Ein gutes und interessantes Gespräch stellt Walter Pakebusch am Schluss des Besuchs fest und wir sollten nicht bis zum 100-sten Geburtstag auf neues Zusammenkommen warten, fügte er mit dem Wusch auf ein weiter gutes Wohlergehen an.

Heinz Hammann seit 70 Jahren im SoVD

Mit einem ordentlichen Präsent und verbunden mit großem Dank besuchte der Ortsverbandsvorsitzende Walter Pakebusch den 96 Jahre alten Mitstreiter Heinz Hammann (links im Bild) in Wallenhorst. Es ist schon erstaunlich was diese 70Jahre im SoVD für Veränderungen und Anpassungen mit sich gebracht haben, so Walter Pakebusch nach dem Gespräch mit einem, der nach dem II Weltkrieg – also seit 1948 - den SoVD wieder mit aufgebaut hat.

ObReichsbund oder SoVD – ob früher oder heute: Dieser Verband wäre nichts ohne seine „Ehrenamtlichen und Mitglieder“. Mehrere Generationen von Menschen, die sehr viel Zeit für den Verband investiert haben prägen seine Arbeit. Dabei vereint der Sozialverband ganz verschiedene Typen von Menschen und ganz unterschiedliche Ansprüche seiner Mitglieder. Genau diese Vielfalt macht einen großen Teil unseres Erfolgs, mit jetzt 9.000 Mitgliedern, in Stadt und Landkreis Osnabrück aus.

Sozialverband Deutschland / Ortsverband Wallenhorst sucht Verstärkung

Hauptversammlung im SoVD-Wallenhorst

Unter der Leitung des Ortsverbandsvorsitzenden Walter Pakebusch steuerte die SoVD-Mitgliederversammlung Wallenhorst gekonnt durch die Jahreshauptversammlung die mit Berichten über die bisherige Arbeit bis hin zu Kassen- und Revisionsberichten, sowie dem Geschäftsbericht über die Vorstandsarbeit einige Zeit in Anspruch nahm.

Unter den Gesichtspunkten sich den gesellschaftspolitischen Problemen mit mehr „Schlagkraft“ widmen zu können berichtete Walter Pakebusch ach über die vielen Angebote des Sozialverbands auf Kreisebene.

Der Kreisvorsitzende Gerd Groskurt warb in einem Beitrag für eine verstärkte Koordination in Regionen über mehrere Ortsverbände hinaus. Da müssen Themen aufgegriffen werden, die sinnvoll von mehreren Ortsverbänden zusammen bearbeitet werden sollten. Allein die Themen: Pflege, Gesundheit und Inklusion sind dafür herausgehobene Beispiele, die auch in unseren Beratungsbüros wesentliche Schwerpunkte sind. Im Bundesteilhabegesetz ist die Barrierefreiheit für Bundesbehörden festgelegt und dann sind ähnliche Vorschriften für unser tagtägliches Umfeld nicht durchzusetzen gewesen. Jetzt sollten wir nicht anfangen die Barrierefreiheit für Ortsteile zu zerlegen. Wer beispielsweise in Wallenhorst mit seinem Rollstuhl in den Bus steigt, will im Südkreis auch barrierefrei wieder aussteigen können.

Bei der Durchsicht des jetzt vorgestellten „Zweiten Teilhabeberichtes der Bundesregierung“ ist mir ganz besonders das  Kapitelthema „Gefühl fehlender Gesellschaft“ aufgefallen. Dazu gehört Ausgeschlossen sein, aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dazu zu gehören, und das Thema Einsamkeit, generell. Da sollte es uns nicht trösten, dass wir das auf dem Lande in den Dörfern und kleinen Orten vielleicht noch nicht so dramatisch spüren, wie in den Ballungszentren, so der Kreisvorsitzende wörtlich. Wenn wir denn unseren Auftrag als Sozialverband ernst nehmen wollen, müssen im SoVD alle Türen und Fenster weit offen stehen, zum Teilnehmen, zum Mitwirken und zum Wohlfühlen. Und genau da, ist unser Fundament für eine offene Arbeit in der großen SoVD-Familie, wo wir Nachbarn und Mitbewohner sind“, so der Kreisvorsitzende abschließend.